Bienen an rapsfreien Standorten hungern bald

Bienen an rapsfreien Standorten hungern bald

Beitragvon Simon » 30. Mai 2013, 17:07

Ich habe heute Futterwaben jongliert, denn einige Völker fern vom Rapse haben nichts mehr im Brutraum und noch weniger oben darüber. Wenn das noch eine Woche so weitergeht würden die verhungern. Völker in Rapsnähe haben deutlich mehr an Vorrat.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
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Re: Bienen an rapsfreien Standorten hungern bald

Beitragvon Bienenfreund » 30. Mai 2013, 17:18

Hallo
Ja es ist traurig währ mal intressant zu wissen ob sich die Imker die 30,40 oder 50jahre Bienenbetreung hinter sich haben schon mal so einen Jahres Verlauf erlebten. Ich hab ja noch nicht so arg lange mit der Bienenbetreung durch werden bald 20 aber so wie dies Jahr wars es für mich noch nie ersichtlich.Bienen dürfen niemals hungern an die Worte kann ich mich noch an die Parole aus der Anfangszeit gut entsinnen der Imkervater lebt leider nicht mehr der mir dies ein getrichtert hat
Das Bienen im Monat Mai hungern ist eigentlich von seitens der naturgegebenheiten nicht gedanklich vorstellbar
Bin auch mal gespannt was aus meinen Ablegern bei dem Wetterverlauf in Punkto Begattung so passiert
imkerliche Grüße
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Re: Bienen an rapsfreien Standorten hungern bald

Beitragvon Hamamelishonig » 30. Mai 2013, 19:43

Genau das ist es, was mich heute nach der Durchsicht meiner Völker erschaudern liess und mich den ganzen Tag beschäftigt. Ich überlege ernsthaft, einige Völker aus der Honigproduktion - wenn man das heuer überhaupt noch so nennen kann - herauszunehmen und mit der Einfütterung zu beginnen, denn die Läppertracht reicht nicht mehr für alle. :puke: So ein nektarspeiendes Gewächs wär nun nicht schecht. Jetzt drauf zu hoffen, das der Wald noch was rettet ist ein riskantes Spiel.
Schadensbegrenzung? Ablegerbildung aus hungernden Völkern?
Wichtig: Dieses Forum wird demnächst abgeschaltet - komm mit rüber ins neue Forum "Einfaches Imkern" unter http://dreilichs.de/if
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Re: Bienen an rapsfreien Standorten hungern bald

Beitragvon Joachim » 30. Mai 2013, 19:47

Nicht nur Völker die "rapsfrei" stehen sondern auch die zum teil gebildeten Ableger müssen dringend im Auge behalten werden!
Hungern ist nicht förderlich für die Völker :?
Viele Grüße
Joachim
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Re: Bienen an rapsfreien Standorten hungern bald

Beitragvon Florian82 » 30. Mai 2013, 20:24

Besonders die ableger! Hab eine volle Futterwabe dazu geben müssen weil sie in der letzten zeit so viel aufgebraucht haben ohne für Nachschub zu sorgen konnten.
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Re: Bienen an rapsfreien Standorten hungern bald

Beitragvon HaroldBerlin » 30. Mai 2013, 20:58

Unser Verein hat eine Rundmail von Dr. Radtke vom Institut Hohenneuendorf weitergeleitet, ab welchen Vorräten Füttern angesagt ist - für mich in der ersten Saison eine echte Hilfe.

Zwar bauen die Bienen, seit ich einiges umgehängt hatte, die ersten drei Mittelwände im HR langsam aus, aber außer anderthalb Waben unverdeckeltem Honig und mehreren schmalen Honigkränzen haben die gar nix mehr. Und da für mindestens die nächsten 10 Tage wohl keine Wetteränderung in Sicht ist und damit auch die Robinie um die Ecke wenig angeflogen werden kann und Raps zu weit weg ist und bisher zu trocken war.... habe ich heute Zuckersirup angerührt und einen Futtertrog mit 2 Litern (3:2) in die Zarge, die mal der HR werden sollte an die Stelle der noch nicht mal ausgebauten MWs gestellt.

Am Wochenende, wenn es mal nicht schüttet, ist die Ablegerbildung angesagt, dann werde ich sehen, wie viel sie verputzt haben.
Zuletzt geändert von HaroldBerlin am 1. August 2013, 15:10, insgesamt 1-mal geändert.
Noch hier? Wir sind doch alle da: http://dreilichs.de/if/
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Re: Bienen an rapsfreien Standorten hungern bald

Beitragvon GeeBee » 30. Mai 2013, 21:28

Hallo zusammen,
obwohl hier im Westen sehr viel Regen und Kälte war, haben es meine Bienen im Raps geschafft, einen Honigraum in etwa vollzufüllen. Heute hat es nur so geregnet aus den Waben, obwohl das Wetter sehr durchwachsen ist. Das hilft euren Völkern zwar wenig, aber vielleicht ist es ein kleiner Hoffnungsschimmer für alle bisher Enttäuschten was den Sommer angeht... :|

Gruß,
GeeBee
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Re: Bienen an rapsfreien Standorten hungern bald

Beitragvon Plonsi » 31. Mai 2013, 08:42

Wie ist denn Eurer meinung nach der Futterbedarf eines Einwabenablegers der diese woche mit dem Brutgeschäft (königin begattet) anfängt? reicht da nen Kilo noch ne Woche? oder muss ich da dringend was dazufüttern? Ich bin nähmlich jetzt 9 Tage weg (hoffe nur meine mädels bauen nicht heute SZ... :? Aber habe sie gerade geschröpft und DR geschnitten....
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Re: Bienen an rapsfreien Standorten hungern bald

Beitragvon smurfy » 31. Mai 2013, 09:36

Hmm, könnte knapp werden!
Stell halt 1-2 Tetrapack mit Futtersirup und Schwimmhilfen in den Kasten, dann bist ganz ganz sicher!

Grüße
Peter
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Re: Bienen an rapsfreien Standorten hungern bald

Beitragvon BieneMartin » 31. Mai 2013, 11:58

GeeBee hat geschrieben:Hallo zusammen,
obwohl hier im Westen sehr viel Regen und Kälte war, haben es meine Bienen im Raps geschafft, einen Honigraum in etwa vollzufüllen. Heute hat es nur so geregnet aus den Waben, obwohl das Wetter sehr durchwachsen ist. Das hilft euren Völkern zwar wenig, aber vielleicht ist es ein kleiner Hoffnungsschimmer für alle bisher Enttäuschten was den Sommer angeht... :|

Gruß,
GeeBee


Bei mir Nähe Ulm siehts auch gar nicht soo schlecht aus. Von 15 Völkern haben alle den Honigraum mindestens halb voll und fette Futterkränze und Honig in den Randwaben beider Bruträume. Obwohl es hier auch viele kalte Regentage bei 6 Grad Celsius gab, haben die Bienen an den 1-2 halbwegs warmen Tagen zwischendrin auch ordentlich was reingeholt. Da sind die manchmal bis in die Abendstunden zahlreich geflogen.

Andererseits hat man bei uns in Ehingen das Schauschleudern dieses Jahr abgesagt, da die veranstaltenden Imker keinen Honig in den KIsten haben. Manche haben Angst, dass sie einfüttern müssen. EIn Imker hat sogar in der Zeitung dazu aufgerufen, dass alle Imker in der Region bei dieser Wetterlage auf das Schleudern jetzt erstmal verzichten sollen.

DIe älteren Imker sagen hier, sie hätten sowas noch nicht erlebt.

Ich werde wohl doch nächstes WE ein wenig (~70kg) von dem Honig rausnehmen, da für nächste Woche gutes Wetter vorhergesagt wird und die Temperaturen nun mittelfristig auch steigen sollen.

Gruß,
Martin
"Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten. Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen."

A. Schopenhauer
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Re: Bienen an rapsfreien Standorten hungern bald

Beitragvon Plonsi » 31. Mai 2013, 16:26

smurfy hat geschrieben:Hmm, könnte knapp werden!
Stell halt 1-2 Tetrapack mit Futtersirup und Schwimmhilfen in den Kasten, dann bist ganz ganz sicher!

Grüße
Peter



Ich bin jetzt im ICE nach München und stelle da nichts mehr rein. Aber mein Imkerkollege schaut hoffentlich Di/Mi mal rein dann ist auch die Schwarzkitteln gesichert und ich bin mit 100% Sicher das die Königinnen ihren begattungsflug hinter sich haben. Aber danke für den Rat ich kümmer mich drum das sie Futter bekommen, denn ich würde mich so unglaublich ärgern und hassen wenn sie verhungern würden meine ersten eigenen Ableger.
Gruß Stefan


@Simon: das Problem, dass ich ne Fehlermeldung beim
Posten bekomme besteht nur, wenn meine Nachricht smileys enthält...!
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Re: Bienen an rapsfreien Standorten hungern bald

Beitragvon himbeertom » 3. Juni 2013, 08:47

Bei der Durchsicht gestern.

Es ist extrem viel Pollen und extrem viel Brut in den Kisten, Futter reicht noch. Im Honigraum ist nix los. Ich hoffe noch auf Spättracht, wie Akazie, Linde und die Silphie^^
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Re: Bienen an rapsfreien Standorten hungern bald

Beitragvon Plonsi » 3. Juni 2013, 21:41

Wo hast du denn Silphie?
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Re: Bienen an rapsfreien Standorten hungern bald

Beitragvon himbeertom » 4. Juni 2013, 09:40

in dem Honigraum dann, hoffe ich :D

Hier wachsen Versuchsfelder, so rund 1ha, da soll richtig was zu holen sein, im Verhältnis zur sonst tristen Natur...
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Re: Bienen an rapsfreien Standorten hungern bald

Beitragvon Immenfreund » 5. Juni 2013, 12:20

könnte dir 150 kg Honig einbringen.
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

Bienenstand auf 300 m.ü.d.M. Hanglage in Streuobstwiese am Waldrand

http://immenfreund.wordpress.com

nur noch in http://dreilichs.de/if/ aktiv
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Re: Bienen an rapsfreien Standorten hungern bald

Beitragvon Karlheinz » 17. Mai 2016, 11:08

Joachim hat geschrieben:Nicht nur Völker die "rapsfrei" stehen sondern auch die zum teil gebildeten Ableger müssen dringend im Auge behalten werden!
Hungern ist nicht förderlich für die Völker :?


Das Thema ist zwar schon 3 Jahre alt, aber hochaktuell, zumindest bei meinen Standorten.
Ich kontrolliere meine Ableger sehr gewissenhaft, sie haben auch alle genügend Futter. Bei 8 Ablegern habe ich zusätzlich per Futterteig (von oben auf die Rähmchen gelegt) gefüttert. Andere hatten nur seitlich das Futter und da ist der erste Ableger nun trotzt ausreichend Futter verhungert. Die ansitzenden Bienen haben die Brut nicht verlassen. (Die letzten Tage hatten wir durchweg einstellige Temperaturen.) Es ist zwar nur ein Ableger, aber dieser Fehler ärgert mich ungemein.
Ich bin auch darüber besorgt, ob die anderen Ableger sich entwickeln. Denn durch den extremen Kälteeinbruch über inzwischen 6 Tagen befürchte ich, dass die ansitzenden Bienen, die Brut vielleicht nicht ausreichend erwärmen konnten. Jetzt bleibt nichts anderes übrig, als zu warten und zu hoffen.
Gruß
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Re: Bienen an rapsfreien Standorten hungern bald

Beitragvon hobbee » 17. Mai 2016, 21:12

Ich war etwas erstaunt, aber stehe ja nur zur Zeit im Raps....
Sammelbrüter mit 10 Brutwaben brauchen ne 2 Zarge um den Honig unterzurbringen. Zweizarger (2 BR) haben alles derart zugeschmissen, dass umgehangen werden muss. Im Moment irgendwo bei 2,2-2,3 HR im Schnitt.
So unterschiedlich kanns regional sein: die einen schwimmen im Honig die anderen hantieren mit Futterwaben.
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Re: Bienen an rapsfreien Standorten hungern bald

Beitragvon bob » 17. Mai 2016, 21:34

Karlheinz hat geschrieben:
Joachim hat geschrieben:Nicht nur Völker die "rapsfrei" stehen sondern auch die zum teil gebildeten Ableger müssen dringend im Auge behalten werden!
Hungern ist nicht förderlich für die Völker :?



Ich kontrolliere meine Ableger sehr gewissenhaft, sie haben auch alle genügend Futter. Bei 8 Ablegern habe ich zusätzlich per Futterteig (von oben auf die Rähmchen gelegt) gefüttert. Andere hatten nur seitlich das Futter und da ist der erste Ableger nun trotzt ausreichend Futter verhungert. Die ansitzenden Bienen haben die Brut nicht verlassen. (Die letzten Tage hatten wir durchweg einstellige Temperaturen.) Es ist zwar nur ein Ableger, aber dieser Fehler ärgert mich ungemein.
Ich bin auch darüber besorgt, ob die anderen Ableger sich entwickeln. Denn durch den extremen Kälteeinbruch über inzwischen 6 Tagen befürchte ich, dass die ansitzenden Bienen, die Brut vielleicht nicht ausreichend erwärmen konnten. Jetzt bleibt nichts anderes übrig, als zu warten und zu hoffen.
Gruß
Karlheinz



Vor den Eisheiligen werden bei mir Ableger generell aus zwei Brutwaben gebildet. Diese hänge ich im Viererboden, den ich nur als Zweierboden nutze, direkt an das Trennschied. Danach kommt unmittelbar die Futterwabe, um einen eventuellen Futterabriss bei einem Kälteeinbruch zu verhindern.

Die Erweiterung durch ein gedrahtetes Leerrähmchen hat noch Zeit bis nach dem Hochzeitsflug. Dann rücke ich die Futterwabe nach außen.
Gruß bob
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Re: Bienen an rapsfreien Standorten hungern bald

Beitragvon Udow » 18. Mai 2016, 09:23

Dank an Karl-Heinz für den Hinweis.

Auf die Idee wäre ich nie gekommen.
Deswegen wird mein Honigraum nicht benutzt und die Damen sind so stechlustig. *stirnschlag*
Danke
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Re: Bienen an rapsfreien Standorten hungern bald

Beitragvon Karlheinz » 23. Mai 2016, 10:12

An meinem festen Standort (im Bienenhaus) habe ich gestern die Honigräume runtergenommen.
Die Waben sind nur teilweise ausgebaut, aber völlig leer.
Den Honig in den Bruträumen lasse ich grundsätzlich den Bienen, aber da war nichts mehr, absolut nichts mehr drin. Ich habe gestern mit Zuckersirup gefüttert. Das war´s dann für mich in Sachen Honig in diesem Jahr. :cry:
Nächste Saison werde ich mit den Wirtschaftsvölkern umziehen und nur die Ableger im Bienenhaus-Standort aufziehen.
Gruß
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Re: Bienen an rapsfreien Standorten hungern bald

Beitragvon FranzBurnens » 23. Mai 2016, 10:48

Was könnte Ursache sein?
- kein Blütenangebot, weit u. breit nur Silage-Wiesen, Getreide?
- kranke, schwache Völker?
- Hochgebirgsimkerei?
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Re: Bienen an rapsfreien Standorten hungern bald

Beitragvon Karlheinz » 23. Mai 2016, 11:43

FranzBurnens hat geschrieben:Was könnte Ursache sein?
- kein Blütenangebot, weit u. breit nur Silage-Wiesen, Getreide?
- kranke, schwache Völker?
- Hochgebirgsimkerei?


An meinem Bienenhaus-Standort gibt es nichts, außer Wald (und der honigt noch nicht), Weidelgras und Mais für die Biogasanlagen. Ca. 3-4 Km Luftlinie weiter sieht es ganz anders aus. Aber ich hab nun mal auch das Bienenhaus.....
und dort die Trogbeuten, welche für Freilandaufstellung ungeeignet sind. Im Spätherbst werde ich dort aber umrüsten und künftig nur noch Ableger ziehen.
Gruß
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Re: Bienen an rapsfreien Standorten hungern bald

Beitragvon FranzBurnens » 23. Mai 2016, 16:19

Also Thema verfehlt! - Es sind hier garnicht die rapsfreien Standorte gemeint, sondern die trachtfreien. ..

Keine passende Umgebung für Bienenhaltung, die wollen nicht nur rumfliegen, sondern auch Nektar finden und sich davon ernähren. Schlimm genug, wenn sie über Winter bloß Ersatzkalorien erhalten - aber das ganze Jahr über => das ist sicher ungesund. Es gibt ein Untersuchungsergebnis, dass Bienen bei ausschließlicher Sirupfütterung degenerieren. (Muss man nicht glauben, kann aber was dran sein.)

Bei günstiger Lage versorgen sich auch Ableger quasi selbst. Wir hatten hier neulich einen SBA, bei dessen Aufteilung die Waben bereits richtig Honig-schwer waren. Kein Raps weit und breit.
Und an einem anderen Standort mit Rapsfeldern ca. 300m nördlich u. südlich entfernt: soweit fliegen die Bienen nichtmal. Statt Rapshonig ganz normalen (lecker-guten!) Honig aus Mischblütentracht ausgeschleudert.
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Re: Bienen an rapsfreien Standorten hungern bald

Beitragvon waldimker » 24. Mai 2016, 06:50

Karl-Heinz erwähnt, dass er Waldhonig ernten könne, sofern der honige. Es ist also kein trachfreies Gebiet.
Tröste Dich, Karl-Heinz, wo ich die letzten Jahre ausschließlich geimkert habe, kennt man keine Frühtracht. Man ist froh, wenn die Völker ab Ende April zu Selbstversorgern werden. Diesjahr haben sie das erste Mal am 5. Mai was gefunden...
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