Feuchter HR samt Schimmelansatz nach Winterwoche April 2016

Feuchter HR samt Schimmelansatz nach Winterwoche April 2016

Beitragvon Epoché » 1. Mai 2016, 02:20

Grüße!
Mit meinem ersten Post in diesem Forum, muss ich leider gleich wegen einem Problem nachfragen. Ich imkere aktuell im zweiten Jahr - hauptsächlich durch Liebig inspiriert - und habe deswegen nicht nicht allzuviel verschiedenes an den Bienen miterlebt.

Die Kältewelle der letzten Woche ist hier ist überstanden. Nur leider war es hier nicht nur kalt, sondern hat auch beinahe ununterbrochen geregnet und draußen gab es kaum mal Phasen, wo irgendetwas anfangen konnte zu trocknen. Ein paar Völker, die den HR vor dem Kälteeinbruch kaum oder noch gar nicht angenommen hatten, sind nun im leeren HR klitschnass gewesen. Die Bienen haben den Raum dort eben nicht besetzt gehabt. Also ähnliches Problem wie bei einer Überwinterung in zu großem Raum. Ich habe die letzte Woche wohl unterschätzt und hätte die HR abnehmen sollen...

Also folgendes Problem:
HR richtung Oberkante zunehmend spürbar feucht. An den Zargenrändern sowie Deckelinnenseiten gab es leichten Schimmelansatz. Ein paar Ohren von den HR-Rähmchen hat es auch erwischt. Waben und Mittelwände sind aber tiptop und haben keinen Schimmel. Am Freitag habe ich die betreffenden Stellen mit dem Stockmeißel abgeschabt und mangels Material und Plan erst einmal so belassen. Nun frage ich mich aber, inwiefern ich weiter vorgehen soll, um Gefährdung des ab nun wohl hoffentlich reinkommenden Honigs zu vermeiden. Reicht es, die betreffenden Zargenstellen und Rähmchenohren noch abzuflämmen? Oder ist ein kompletter Tausch notwendig? Unter welchen Umständen muss ich mir um Schimmelsporen gedanken machen, die mir dann beim Schleudern die ganze Ernte versauen? Oder ist das alles halb so wild? Mir ist Hygiene schon sehr wichtig und ich möchte möglichst keine Verunreinigungen in meinem Honig.

Ich freue mich auf eure Einschätzungen!

Viele Grüße,
Epoché
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Re: Feuchter HR samt Schimmelansatz nach Winterwoche April 2

Beitragvon Immenfreund » 1. Mai 2016, 07:38

Epoché hat geschrieben:Mir ist Hygiene schon sehr wichtig und ich möchte möglichst keine Verunreinigungen in meinem Honig.


Deine Bienen ebenso und daher säubern sie alles, bevor sie Honig reingeben. Probleme koönnte es an unzugänglichen Stellen wie Unterseite Rähmchenohren geben, wenn die Bienen nicht hinkommen, aber das hast du ja schon abgeschabt.
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Feuchter HR samt Schimmelansatz nach Winterwoche April 2

Beitragvon Epoché » 2. Mai 2016, 19:45

Ich danke Dir, Helmut!

Habe heute noch einmal Rähmchen kontrolliert und bei vereinzelten die Unterseiten der Ohren und darunter die Auflagefläche abgeflammt. War auch alles trocknen jetzt.

Übrigens sitzen jetzt auch die Spätzünder gut in den Honigräumen und tragen ordentlich ein. Jetzt gehts zackig :)

Viele Grüße,
Epoché
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Re: Feuchter HR samt Schimmelansatz nach Winterwoche April 2

Beitragvon bob » 3. Mai 2016, 17:56

ich hatte in diesem Frühjahr an einem Aussenstand das gleiche Problem.
Als Massnahme habe ich die Folie über den Honigräumen entfernt, damit die Feuchtigkeit durch den Deckel diffundieren kann.
Bei meinem nächsten Besuch war der Honigraum bereits besetzt und ich fand weit weniger Feuchtigkeit vor.

Inzwischen wird im HR heftig gebaut und Honig eingelagert und ich habe die Folie wieder gegeben, um den Verbau des Deckels zu unterbinden.
Alles im grünen Bereich. ß)
Gruß bob
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Re: Feuchter HR samt Schimmelansatz nach Winterwoche April 2

Beitragvon Epoché » 3. Mai 2016, 19:37

Cool, dass das bei Dir bereits gereicht hat, bob. Ich imkere sowieso schon ohne Folie und habe auch Abstandshalter zwischen Blechdeckel und Innendeckel zur Unterlüftung. Leider reichte das bei mir ja nicht. Problem sind bei mir schätze ich wohl leicht verzogene Deckel/Zargen und dadurch kleine Ritzen - Die Kombination von starker Bruttätigkeit und Nachtfrost hat dann an diesen Stellen wohl den Schimmel verursacht bei mir.

Eine Frage, die ich mir trotzdem noch Stelle: kann auch das Kleinklima Mitschuld tragen? Ich habe zum Beispiel jetzt erstmal auch das Gras unter den Beuten und in einem Umkreis von einem guten halben Meter gekürzt. Vielleicht wurde dadurch ein Abtrocknen der Beuten in den kargen Regenpausen auch noch erschwert. Die Beuten stehen zwar kniehoch, aber das Gras ragte schon über Fluglochhöhe. Einige Beuten sehen äußerlich auch arg mitgenommen aus nach nur einem Winter. Allerdings würde ich den Standort nicht unbedingt als feucht einschätzen - meinen Honig habe ich letztes Jahr mit unter 17% Wasseranteil geerntet. Aber wer weiß, an was ich alles noch gar nicht denke.
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