Eine Woche Winter

Re: Eine Woche Winter

Beitragvon Berlinerjung » 25. April 2016, 14:25

Hallo Harold,
tja, wenn es noch zwei Kilo sind - keine Ahnung...Wiegen finde ich schwierig. Zum einen hat die Bienen und Pollenmasse sehr stark zugenommen, zum anderen ist ja jetzt auch der Honigraum aufgesetzt. Hm, ich weiß auch nicht, ob ich es einfach darauf ankommen lassen soll, oder lieber vorbeugend etwas geben soll. Die Entscheidung kann mir aber wohl niemand abnehmen...
Honig möchte ich schon ernten dieses Jahr - ist ja schließlich das erste Jahr als Wirtschaftsvolk. Verkaufen habe ich nicht vor - höchstens verschenken. Schmeckt man denn, wenn der Honig durch Zufüttern "verunreinigt" wurde?
LG Peter
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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon beeo » 25. April 2016, 14:49

Solange die Verunreinigung nicht mehr als die Hälfte ausmacht schmeckt man das hauptsächlich im A-B Vergleich. Brauchst ja keine 10 Liter einfüttern...
Schau doch mal auf die Waben, ob noch was verdeckeltes ausm Winter da ist.
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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon Berlinerjung » 25. April 2016, 15:10

Ja, ein bisschen verdeckeltes Futter ist noch dagewesen am Freitag - die angesprochenen Handflächen. Daneben noch neu eingetragenes Futter und ein wenig im Honigraum. Ich denke, dass es insgesamt 2 Kilo waren. Ich denke, dass ich morgen vorbeifahre und den Damen etwas Futter gebe - mein 1. Volk durch Verhungern zu verlieren fände ich echt blöd. Falls das Wetter am Wochenende besser ist - und laut Wetterbericht wird es das - wollte ich dann einen Ableger bilden. Nur: Wo soll ich die dafür notwendige Futterwabe hernehmen, wenn alles leergefuttert ist? Den Ableger wollte ich mit meinem Ablegerkasten bilden. Letztes Jahr, als ich auch den Lehrgang mitgemacht habe, musste ich mein entstehendes Völkchen nicht füttern, nehme mal an, dass mein Imkervater seinerzeit genug Futter mitgeben konnte...
LG Peter
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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon Karlheinz » 25. April 2016, 19:14

Berlinerjung hat geschrieben:Ja, ein bisschen verdeckeltes Futter ist noch dagewesen am Freitag - die angesprochenen Handflächen. Daneben noch neu eingetragenes Futter und ein wenig im Honigraum. Ich denke, dass es insgesamt 2 Kilo waren. Ich denke, dass ich morgen vorbeifahre und den Damen etwas Futter gebe - mein 1. Volk durch Verhungern zu verlieren fände ich echt blöd. Falls das Wetter am Wochenende besser ist - und laut Wetterbericht wird es das - wollte ich dann einen Ableger bilden. Nur: Wo soll ich die dafür notwendige Futterwabe hernehmen, wenn alles leergefuttert ist? Den Ableger wollte ich mit meinem Ablegerkasten bilden. Letztes Jahr, als ich auch den Lehrgang mitgemacht habe, musste ich mein entstehendes Völkchen nicht füttern, nehme mal an, dass mein Imkervater seinerzeit genug Futter mitgeben konnte...
LG Peter

Hallo Peter,
ich hatte letztes Jahr auch keine Futterwaben für meine Ableger. Ich habe ein Tetrapack oben abgeschnitten, in die Ablegerkästen (für 5 Waben Platz) gestellt und mit Zuckerwasser 3:1 gefüttert. Hat prima geklappt.
Gruß
Karlheinz
Unwissenheit erzeugt viel mehr Sicherheit, als es das Wissen tut. (Charles Darwin)
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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon hobbee » 25. April 2016, 21:05

Ich gebe offen zu, dass ich weder Zeit noch Muse habe, meine Bienen zu duschen. Das war noch nie nötig und wird es auch heuer nicht sein.
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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon AngoraAngy » 25. April 2016, 21:33

Ich hab heute festgestellt, dass ich Volk 2 unfreiwillig geduscht hab. Die blöde Futterzarge war undicht (Müller-Futterzarge) und der ganze Sirup ist in die Beute hineingelaufen. Die Zargen sind aufgequollen, so dass sich ein Spalt über eine kurze und eine halbe lange Seite auftat, durch den die Bienen rein und raus sind. Ich musste notgedrungen die Waben in frische Zargen umhängen, Wetter hin oder her. Im Zug zu wohnen ist auf Dauer sicher schädlicher...

Königin gesichtet, Stifte und Brut aller Altersstufen, die ersten Drohnen wackeln durchs Volk, keine Schwarmzellen zu sehen, ein leeres Spielnäpfchen. Auf dem Boden lagen etliche Wachsmottenmaden (die hat sich die Schildkröte schmecken lassen) und zwei ausgeräumte Bienenpuppen sowie ein paar tote Bienen (sollten die nicht ausgeräumt werden oder zum sterben selber rausgehen?). Brut auf 9 Rähmchen, Drohnenrahmen mitgerechnet. Der ist ein kleines bisschen verdeckelt, ich warte noch mit dem Ausschneiden. Eine nahezu volle Wabe mit Nektar/Futter/Honig, unverdeckelt. MW sind noch nicht ausgebaut, an einer wurde jedoch offenbar schon angefangen, da saß eine kleine Traube Bienen fest dran. Milbenfall konnte ich in beiden Völkern noch nicht feststellen, was aber ja nichts heißen muss...
Am Freitag will ich die Honigräume aufsetzen, wenn der Wetterbericht recht hat und endlich wieder WETTER ist.
Beste Grüße von Angela und der Bauernhofmeute
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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon HaroldBerlin » 26. April 2016, 09:40

Berlinerjung hat geschrieben:Honig möchte ich schon ernten dieses Jahr - ist ja schließlich das erste Jahr als Wirtschaftsvolk. Verkaufen habe ich nicht vor - höchstens verschenken. Schmeckt man denn, wenn der Honig durch Zufüttern "verunreinigt" wurde?
LG Peter


Hallo Peter,

es soll ja nach meinen gestrigen Recherchen zum Wochenende hin für uns ausgestanden sein...
Zucker wirst Du kaum schmecken - aber auch verschenken ist problematisch bei Verunreinigungen, denn es handelt sich um ein Lebensmittel, dass Du damit "in Verkehr bringst". Ich hatte im ersten Jahr wegen Ablegerbildung und ebenfalls späten Start im ersten Jahr nur ca 6 Kilo Honig :)

Ich würde bis zum WE warten, es ist ja schon später im Jahr, wenn wir noch März hätten würde ich auf jeden Fall etwas geben!

Ableger würde ich genauso wie Karlheinz es beschreibt füttern: Nicht mit Waben, das ist bei mir nur "Verwertung" sondern mit Flüssigfutter: 3 Kilo Zucker auf 2 Liter Wasser 3:1 ist wohl ein Tippfehler, das dürfte Brei ergeben?!?)
Manche (ältere) Imker schwören darauf, das im Frühjahr als "Reitfütterung" zu geben, um stärkere Völker zu bekommen. Du wirst sehen, das klappt! Und die Bienen haben es bei geringer Bienenzahl am Anfang einfacher, das Futter schon im Stock zu finden und die Brut zu wärmen. Flugloch verengen und an der oder den besetzten Waben ausrichten!!!
Noch hier? Wir sind doch alle da: http://dreilichs.de/if/
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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon salamandar » 26. April 2016, 10:28

Bis die Brut ausgefressen wird, haben sich manche Völker schon kahl geflogen...

Deckel auf und einen kräftigen Schwall Wasser auf die Rähmchen kippen
dann ist der Wassernotflug binnen Minuten zuende :thumbsup:

schön zu sehen, wie sich die Bienen drauf stürzen, als wäre es Zuckerwasser

alternativ kann man zumindest mal die offene Drohnenbrut rausschneiden[/quote]

Hallo Ulf und alle anderen Imker,
bei mir beobachte ich auch Flugbienen bei kälterem Wetter die Wasser holen und hab deswegen deinen Rat befolgt und gestern mal einen Schwall warmes Wasser reingekippt. Heute fliegen aber immer noch Bienen um Wasser zu holen. Meinst du man kann das täglich machen?
Danke für deine bzw eure Antworten.
Grüße von salamandar ;)
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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon salamandar » 26. April 2016, 10:29

Der erste Abschnitt sollte einZitat von Ulf sein...hat nicht ganz geklappt :shock:
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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon beeo » 26. April 2016, 11:02

salamandar hat geschrieben:
ulf hat geschrieben:Bis die Brut ausgefressen wird, haben sich manche Völker schon kahl geflogen...

Deckel auf und einen kräftigen Schwall Wasser auf die Rähmchen kippen
dann ist der Wassernotflug binnen Minuten zuende :thumbsup:

schön zu sehen, wie sich die Bienen drauf stürzen, als wäre es Zuckerwasser

alternativ kann man zumindest mal die offene Drohnenbrut rausschneiden


Hallo Ulf und alle anderen Imker,
bei mir beobachte ich auch Flugbienen bei kälterem Wetter die Wasser holen und hab deswegen deinen Rat befolgt und gestern mal einen Schwall warmes Wasser reingekippt. Heute fliegen aber immer noch Bienen um Wasser zu holen. Meinst du man kann das täglich machen?
Danke für deine bzw eure Antworten.
Grüße von salamandar ;)


Bienen sind zumeist gar nicht so erpicht auf frisches Wasser, oftmals sieht man sie an Pfützen und abgestandenem Brackwasser, während 2 Meter weiter ein frisches Bächlein plätschert.
Ich weiß nicht genau was mit "Reinkippen" gemeint ist, aber das bissel Wärme, das dem Wasser zu eigen sein könnte ohne Bienen und Wachs zu schädigen, ist binnen einer Minute verpufft, sobald es Bienen und Beuteteile benetzt. Und trockene Bienen in kalter Luft wären mir lieber als nasse Bienen in kalter Luft.

Ich würde hier eher ein nasses (aber nicht tropfnasses) Schwammtuch auf den Gitterboden oder die oberen Rähmchen legen.
Ich werde aber tatsächlich gar nichts machen, denn aus meiner Sicht handelt es sich um einen natürlichen Vorgang, dass Bienen fliegen um Wasser zu holen.
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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon salamandar » 26. April 2016, 11:11

Hey beeo,
danke für deine schnelle Antwort. Das ist ja auch eine gute Idee mit dem Schwammtuch.
Hast recht, mit dem natürlichen Vorgang. Das Ding ist nur, dass viele Bienen bei der Kälte verenden, wegen Wasser holen. Erstens weniger Bienen, zweitens immer noch kein Wasser, weil Biene tot vorm Flugloch liegt. :hmm:
Grüße
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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon beeo » 26. April 2016, 12:20

Ich kann es auch nicht genau sagen. Ich versuche mich nur immer vor zu viel Vermenschlichung der Bienen zu hüten.
Wenn die Biene ausfliegt, weiß sie warum sie das macht. Sie tankt auf, bringt sich durch Muskelkontraktion auf Betriebstemperatur, und dann geht es los.
ganz selten wird sie in den paar Minuten Flug von einem blitzartigen Temperatursturz mit Eisregen überrascht. (Der Guss Wasser auf die Rübe ist aber zumindest beim ersten Mal ne Überraschung ;-) Klar dass so durchnässt erstmal keine mehr fliegt, darum sprüht man einen Schwarm auch mit Wasser ein beim Fangen.)
Wären die Bienen die verenden, nicht auch sonst gestorben? Immerhin ist jetzt die Zeit in der die ganzen Winterbienen Abschied nehmen.
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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon Lukas » 26. April 2016, 12:46

beeo hat geschrieben:Bienen sind zumeist gar nicht so erpicht auf frisches Wasser, oftmals sieht man sie an Pfützen und abgestandenem Brackwasser, während 2 Meter weiter ein frisches Bächlein plätschert.


Ich glaube da spielen 2 Faktoren eine Rolle: erstens mögen Bienen kein kaltes Wasser und zweitens meiden sie fliessendes Wasser da sie ertrinken können. Bietet man ihnen frisches Wasser in richtiger Form dar wird auch die Pfütze links liegen gelassen
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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon waldimker » 26. April 2016, 13:20

bei uns gehen sie gern an die brunnen und holen sich das wasser am moos.

allerdings hab ich schon norditalienische bienen (tessin) beobachtet, die in einem schmutzigen urinal ihren flüsigkeitsbedarf oder was weiß ich gedeckt haben. und nicht weit floss ein bächlein mit moos und allem möglichen, wo sich die bienen gut versorgen hätten können. auch an unserem mist sieht man sie oft, obwohl ÜBERALL Feuchtigkeit zu holen wäre, nicht fließende.
So ganz einfach abtun kann man das glaub ich nicht.
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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon beeo » 26. April 2016, 13:36

Nein, kann man nicht. Es geht wohl um bestimmte Inhaltsstoffe. Ob die jetzt zwingend aus nem Pinkelbecken sein müssen...
Wurd mir mal erklärt, hab ich aber vergessen da ich das Thema Wasser den Bienen überlasse.
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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon Waldi » 27. April 2016, 03:01

Am freitag soll es +13 sein Sonne zwischendurch, werde versuchen eine Futter kontrolle durchführen. ;)-
Und nach dem Rechtem schauen.
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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon Hössi » 27. April 2016, 06:56

Bei uns heute 15 cm Neuschnee und Sonnenschein, so wie man sich das an Weihnachten wünscht.
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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon Nils » 27. April 2016, 08:22

Viel wichtiger als die Frage nach Wasser ist für mich momentan die Frage: was mache ich wenn es wärmer wird?
Schon am Freitag bei 13-14 Grad die erste Schwarmkontrolle machen - oder ist ihnen der Schwarmtrieb in der einen Woche Winter vergangen?
Wenn ich das nur wüsste....

Nils
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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon smurfy » 27. April 2016, 09:00

Ich kann mir nicht vorstellen dass die groß in Schwarmstimmung sind. Es kam (fast) nichts rein, es hatte Nachts leichten Frost, die Brut wurde hier teilweise ausgeräumt.
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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon Hössi » 27. April 2016, 09:48

Sie werden Schwarmtrieb zeigen, zumindest die Starken...

Ich hege gerade neue Geschäftsideen: Ich vermarkte heuer eine neue Sorte

Blütentracht - halbgefroren aus Eisblumen

Mein Rapsfeld liegt jetzt jedenfalls flach, mal gespannt obs die Pflanzen nochmal packen?
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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon Hössi » 27. April 2016, 12:52

Der DWD hat seine Prognose ab nächster Woche gerade erheblich nach oben korrigiert, zumindest für Bayern L)
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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon Tom » 27. April 2016, 16:00

Nils hat geschrieben:...
Schon am Freitag bei 13-14 Grad die erste Schwarmkontrolle machen - oder ist ihnen der Schwarmtrieb in der einen Woche Winter vergangen?


Ich würde kontrollieren – definitiv!
Habe vor einer Woche meinen "dicksten" Völkern je zwei Brutbretter mit ansitzenden und zugefegten Bienen entnommen.
Brachte nicht bei allen den gewünschten Schwarmtriebdämpfungseffekt – Winterwetter hin oder her. Selektionstabelle – Check!
Kontrollieren bei diesen Witterungsverhältnissen (kühl, wolkig, stürmisch hier) hat allerdings wenig Schönes – eigentlich gar nix... :popo: :/
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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon rubicon » 27. April 2016, 18:34

Für alle Wetterfanatiker unter euch; ich benutze die Wetterseite hier für längere Prognosen: ;)

http://www.wetterzentrale.de/topkarten/fsnewenszr.htm

Einfach auf den Standort klicken.
Sieht doch nach Ende der Kälte aus :thumbsup:
Grüße!
Ben
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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon Simon » 28. April 2016, 22:25

Nach einer Woche Winter zeigten sich die Völker gar nicht verfroren, die frostige Phase hat die Völker nicht davon abgehalten Schwarmzellen anzulegen. Letzte Woche noch ohne Anzeichen steigt die Quote der Zellen, Brut wurde augenscheinlich keine ausgefressen, auch nicht wie vermutet am Baurahmen obwohl es empfindlich Frost gab. In schlüpfende Brutflächen wurde großflächig nachgelegt, in noch schwächeren Völkern das Brutnest gewaltig ausgedehnt, kein Brutstopp oder nennenswerter Entwicklungsknick zu erkennen. Der Pollenvorrat ist deutlich geschrumpft, heute gab es ein paar Möglichkeiten für Eintrag. Die Völker sind ordentlich gewachsen, manche sitzen trotz frostigen Temperaturen im angetragenen Honigraum. Bei den nun wöchentlichen (Kipp)kontrollen hat man den Futtervorrat gut im Blick bei einzelnen Völkern kann es knapp werden und die Aussichten deuten momentan noch nicht nicht auf sicheren Honignachschub. Ich bin gespannt wie die heutige Schröpfaktion bei beginnender Schwarmstimmung sich auf nächste Woche auswirkt.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon bob » 29. April 2016, 07:08

Simon hat geschrieben:..... Ich bin gespannt wie die heutige Schröpfaktion bei beginnender Schwarmstimmung sich auf nächste Woche auswirkt.



Simon, wie verwertest du die heute anfallenden Schröpfwaben? (8;)
Gruß bob
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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon HaroldBerlin » 29. April 2016, 07:45

Simon hat geschrieben:Nach einer Woche Winter zeigten sich die Völker gar nicht verfroren,


Das lässt hoffen - sobald es heute mittag wärmer ist, schaue ich mien Völker durch und bereite sie für die Wanderung morgen früh vor. Dank der kühlen Temperaturen muss dass nicht wieder mitten in der Nacht sein wie vor zwei Jahreen :thumbsup:
Wenn es schon gar keine Frühjahrsblüte gab, soll es nun wenigstens Rapshonig geben.
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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon Nils » 29. April 2016, 11:04

Mit der Kippkontrolle ist es ja nicht getan, das wäre schnell vorbei.
Aber die Folgen davon! Wenn man was findet, dann artet es in Arbeit und ggfs. Brutauskühlung aus....

Not amused,

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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon Simon » 29. April 2016, 13:32

Nils hat geschrieben:Mit der Kippkontrolle ist es ja nicht getan, das wäre schnell vorbei.
Schnell vorbei ist sie, dort wo es nichts zu machen gibt, man kann die Schwarmdiagnose auch aufwändig machen.
Nils hat geschrieben: Wenn man was findet, dann artet es in Arbeit und ggfs. Brutauskühlung aus....
Ohne Fleiß kein Honigtopf, Brutauskühlung ist kein Problem, aber verklammte Bienen die abgeschüttelt auf dem Boden liegen.
bob hat geschrieben: Simon, wie verwertest du die heute anfallenden Schröpfwaben? (8;)
Die Brutwaben werden für Völkervermehrung in 4 Schritten genutzt.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon propolis » 29. April 2016, 19:50

[/quote]Ohne Fleiß kein Honigtopf, Brutauskühlung ist kein Problem, aber verklammte Bienen die abgeschüttelt auf dem Boden liegen.[/quote]

Das war heute tatsächlich ein Jammerbild bei mir, die vielen abgeschüttelten Bienen, die auf dem Boden verklammten, ich hätte heulen können. Beim dritten Schwarmvolk habe ich es dann leider erst besser gemacht, Randwabe gezogen, innerhalb der Beute geschüttelt und dann erst die Wabe hochgezogen. Allerdings flogen die stark auf, suchten mich dann als rettende Wärmequelle aus und ich konnte händeweise Bienen von meiner Arbeitshose, meiner Jacke und aus meiner Hosentasche schaufeln, da hatten viele auch keine Chance mehr.
LG, propolis
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Re: Eine Woche Winter

Beitragvon FranzBurnens » 4. Mai 2016, 20:28

Bei mehreren Völkern fiel mir die Tage auf, dass keine frische Brut mehr zu entdecken war. Dachte bei den ersten beiden Beuten: Kö hinüber!?
Jetzt wieder Stifte. Soll man das auf's Wetter schieben?

Und dann noch'n Scheiß: frei werdende Zellen wurden nach Schlüpfen mit Nektar vollgetragen. Brauchen sich die Bienen nicht mühsam durch's ASG quetschen. Die Plörre tropft beim Waben-Abschütteln u. schräg-Halten aus allen Ritzen. Verhonigte Brutwaben verstärken Schwarmstimmung. Einer ging schon ab.
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