Warten auf die Tracht

Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon waldimker » 25. April 2017, 06:55

Buchweizenhonig wird relativ hochpreisig gehandelt. Ich persönlich find ihn sehr lecker, insbesondere, wenn der Katzenpissegeruch beim Glasöffnen verflogen ist.
:bigrin:
Der Irrtum - insbesondere der gewohnheitsmäßige - ist wohl der größte Verursacher von Elend.
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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon waldimker » 25. April 2017, 07:09

Kraichgau, nördliches Südwestdeutschland, Weinbauklima, 24.4.17:

Nachdem ich zwei Wochen zuvor - angesichts der Langzeitprognose des Wetterberichts - teilweise den dritten Honigraum aufgesetzt hatte (fassen je ca. 12 kg), habe ich den dritten wieder runtergenommen, alldieweil der Wetterbericht sich dem tatsächlichen Geschehen angepasst hatte...
An manchen Ständen wurde wohl eher etwas verzehrt, an anderen leicht, aber unwesentlich, eingetragen seither.
Die Brutflächen verdeckelt sind beeindruckend. Das kalte Wetter merkte ich aber ein wenig an den relativ wenigen großen Maden, wie ich meine. Aber die Anteile schwanken ja sowieso, man kennt das.
Flug gestern sehr kräftig. Völker sind gesschätzt 3-4 Wochen voran im Vergleich zum letzten Jahr.
Insgesamt wirken die Völker recht unbeeindruckt von der Kälte (wenn man den fehlenden Honig mal weglässt). Es wurde nix ausgeräumt oder sowas. Brutflächen geschlossen. Selbst bei denen wo ich aus diversen Gründen keinen Schieber einschieben konnte (da liegt nur ein Pappkarton drunter).

Bei einem Volk verdeckelte Schwarmzellen gefunden, sie waren aber alle noch zuhause. Ca. 10% insgesamt mit solchen Ideen.

Die Apfelblüte ist durch, die Löwenzahnblüte so gut wie... (hätte etwas mehr reinkommen können, das war nicht so der Hit).
Bleibt der Raps und die paar Ahörner, die grad aufgehen. Beim Raps kommen die meisten Blüten noch, vllt. 2/3?

Für alle, die nicht zu MIR wandern wollen (ich kann die nicht alle händeln, von speziellen Ausnahmen abgesehen): Die Waldtracht (Schwarzwald) wird bei entsprechendem Wetter was bringen. Vermutlich schon im Mai (vllt. Mitte?) losgehen. In milden Tälern so hört man wurde schon Waldhonig eingetragen. Die Tanne könnte nach all den Fichtenläusen folgen. Sowohl die Witterung als auch der Läusebesatz waren und sind günstig. Selbst der Fachberater aus Freiburg meint, es könnte eine Waldtracht geben (den Fachberatern nehm ich das Wenigste ab, ich sprech lieber mit Kollegen, die das schon seit Jahrzehnten erwerbsmäßig treiben).
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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon YoYo » 26. April 2017, 07:49

Tobi hat geschrieben:
YoYo hat geschrieben:Laut Wettervorhersage für meine Region wird es die nächsten 2 Wochen...


Wie weit, glaubt Ihr, können die Wetterfrösche tatsächlich in die Zukunft schauen...?


2 Wochen? :mrgreen:
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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon Goran » 26. April 2017, 13:47

Servus

Heute habe Ich meine Völker in Bienenhaus angeschaut alles voll mit Bienen aber Futter kaum drinnen es wurde sehr viel verbraucht einige sind in Schwarmstimmung schon hab geschröpft Heute.
Raps steht in Blühte ab Wochenende geht's los .
Wenig Drohnen Brut wahrscheinlich durch die Kälte .

Mfg

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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon BieneMoni » 26. April 2017, 15:42

Ich bin hier mit der Hälfte meiner Völker durch.

- Null komma Null Honig in den Honigräumen
- Randwaben und obere Kränze voll mit Honig
- reichlich Pollen eingelagert
- schöne Brutbretter allerorten
- bei allen volle Drohnenbrutrahmen gegen leere getauscht
- stichprobenartig die Drohnenbrut aufgeschnitten: Null Varroen
- nur bei einem Volk eine Weiselzelle entdeckt und gleich einen Ableger gemacht
- Null Schwarmstimmung
- haben ca. 1/3 die unteren Zargen mit Wildbau (Arbeiterinnenzellen) ausgebaut

Bin ganz zufrieden bisher, daß sie trotz des beschissenen Frühjahrs gut klarkommen.
Ich denke mal, wenn das Wetter aufgeht und die Brutbretter geschlüpft sein werden, daß sie richtig loslegen.
Allerdings ist uns hier in der Region die Akazie erfroren. :(
Es bleibt spannend... wie immer.

LG, Moni
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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon mmoe » 26. April 2017, 17:10

Moin!

Freitag vor zwei Wochen war Guido Eich - Fachberater im Bieneninstitut Celle - mit seinem Vortrag "Meine Bienen sind tot - Totenschau!" vor Ort. Sehr interessant. Er sagte für den norddeutschen Raum zwar den ersten Honigertrag an, aber auch eine Schwarmfreude, die auch die kleinsten Völker ereilen würde. (8;)

Heute bei meinen drei abreislustigen Kandidaten noch mal geguckt und wieder ordentlich Schwarmzellen gebrochen. Da muss ich mir am WE was einfallen lassen. :black:
Viele Grüße
Marco
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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon YoYo » 26. April 2017, 17:30

Von unbändiger Schwarmlust ist auszugehen, weil das miese Wetter wohl noch weiter anhält. Die Bienen widmen sich halt der Vermehrung, wenn es nichts zu Sammeln gibt. Vom Gefühl her würde ich sagen, es könnte dieses Jahr erst nach den Eisheiligen spürbar wärmer werden, so dass Sammeltemperaturen herrschen. Bis dahin sind dann die Schwärme raus. Sonntag soll es hier 20 Grad warm werden. Da können schon die ersten Schwärme fliegen. Also Kisten bereit halten mit genügend Mittelwänden.

Viele Grüße
YoYo
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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon kurt » 26. April 2017, 20:01

YoYo hat geschrieben:
Tobi hat geschrieben:
YoYo hat geschrieben:Laut Wettervorhersage für meine Region wird es die nächsten 2 Wochen...


Wie weit, glaubt Ihr, können die Wetterfrösche tatsächlich in die Zukunft schauen...?


2 Wochen? :mrgreen:


http://kachelmannwetter.com traut sich 10 Tage zu (sagt aber dazu, dass es ab dem 4 Tag extrem unsicher wird).

Siehe auch z.B. hier:


wo das Diagramm bis zu 13 verschiedene Rechenmodelle für 10tägige Wetterprognosen gegenüberstellt.
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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon mmoe » 26. April 2017, 22:16

Ja, es sind und bleiben dynamische Systeme ...
Viele Grüße
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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon Joachim » 29. April 2017, 19:30

man tut derzeit gut daran, die Futtervorräte zu kontrollieren. an einigen Standorten dürften diese gefährlich geschrumpft sein. Die Völker pflegen große Brutflächen - was zu einem erhöhten Futterverbrauch führt.....
Viele Grüße
Joachim
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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon bob » 30. April 2017, 06:57

Joachim hat geschrieben:man tut derzeit gut daran, die Futtervorräte zu kontrollieren. an einigen Standorten dürften diese gefährlich geschrumpft sein. Die Völker pflegen große Brutflächen - was zu einem erhöhten Futterverbrauch führt.....


ja, morgen werde ich meine Aussenstände wieder durchsehen.
Die Futtervorräte sollten nach den vergangenen "Hundstagen" ziemlich aufgebraucht sein.
Heute werden sie bei wunderbarem Flugwetter etwas eintragen aber morgen ist es wieder vorbei. Ich nehme vorsorglich Futter mit in der Hoffnung, dass ich es ungeöffnet wieder nach Hause bringe.

Besonders gespannt bin ich, ob die ersten Völker schon in Schwarmstimmung sind. (8;)
Gruß bob
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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon BieneMoni » 30. April 2017, 07:35

Ich nehme vorsorglich Futter mit

Wie genau wird gegebenenfalls gefüttert?
Ich habe noch aussortierte Futterwaben, die ich einhängen kann.
Was gibt es noch für Möglichkeiten?
Gruß, BieneMoni
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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon Joachim » 30. April 2017, 09:07

BieneMoni hat geschrieben:Wie genau wird gegebenenfalls gefüttert?
Ich habe noch aussortierte Futterwaben, die ich einhängen kann.
Was gibt es noch für Möglichkeiten?
Gruß, BieneMoni


Es gibt viele Möglichkeiten - die Beste davon ist aus meiner Sicht auf jeden Fall die Futterwabe die in das/die bedürftigen Völkern gegeben werden.

Eine weitere Möglichkeit wäre Fütterung von unten (Flüssigfutter - i.d.r. Zuckerwasser 3:2 oder Sirup) wie's geht hat Simon in seinem Video unter:

https://www.youtube.com/watch?v=vvRTtcB5QN4

gezeigt.

Weiter gibts die Möglichkeit der Fütterung mit einer Futtertasche (Zuckerwasser oder Sirup), die seitlich ans Brutnest gehängt wird:

Bild

Wovon ich abrate ist auch in diesem Fall Futterteig. Die Bienen haben in der Form viele Mühe und kostende Kraft diesen sauber und effizient umzuarbeiten und für sich nutzbar zu machen.

Zu guter letzt noch eine Möglichkeit (für mich eher nicht praktikabel weil viel Schweinerei!) man nimmt eine leere ausgebaute und tränkt (füllt) diese mit Zuckerwasser oder Sirup und hängt diese dann ins Volk ... Gefahr aber bei leichten Stößen dass die ganze Suppe davon läuft und keinen Nutzen für die Bienen bringt.
Viele Grüße
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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon Hössi » 30. April 2017, 10:11

Also ich habe überraschender Weise null Probleme mit dem Futtervorrat. Und wir hatten jetzt 14 Tage winterliches Wetter mit mehreren Tagen Schneelage. Offensichtlich ist da vorher schon einiges reingekommen.

Was aber gar nicht geht: Jetzt noch Zucker füttern! Was schleudert ihr dann in 3-4 Wochen???
Wenn dann wird jetzt eigener Honig gefüttert oder einzelne Futterwaben nach unten und nur an den Rand gehängt...
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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon Epoché » 30. April 2017, 10:49

Herrliches Wetter heute und endlich ein paar Tage bestes Flugwetter mit frisch gewässertem Boden! Gleich gehts zu den Bienen. Mal schauen, ob Bienenbatzen in den Äpfeln vor den Beuten hängen. :D Leerkästen werden auf jeden Fall mitgenommen. Man weiß ja nie...

Edit: Jetzt mit Zucker noch zu füttern finde ich auch... grenzwertig.
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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon Joachim » 30. April 2017, 15:18

Hössi hat geschrieben:
Was aber gar nicht geht: Jetzt noch Zucker füttern! Was schleudert ihr dann in 3-4 Wochen???
...


Hössi, es ist egal Hauptsache die Völker überleben. Das Risiko, dass von dem gegebenen Zuckerwasser in der jetzigen Situation wo Völker nahezu "trocken" ohne irgendwas - auch nichts im HR vorgefunden werden, überhaupt ein Tropfen den HR erreichen ist gleich Null.

Ich rede ja nicht davon, dass den Völkern 20kg und mehr gefüttert werden soll sondern in kleinen Mengen - maximal 1.5 bis 2l/kg.
Bei entsprechend gepflegter Brutflächen verschwindet das gegbene Futter binnen weniger als 24h "ins nichts".

Und klar muss auch sein, nicht überall leiden die Völker hunger - es sind regionale Faktoren zu berücksichtigen. Aus diesem Grund Kontrolle und zur richtigen Zeit das richtige tun ....

PS: "Nichts" lässt sich leider schlecht, auch in 3 bis 4 Wochen schleudern ...
Viele Grüße
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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon VoBee » 1. Mai 2017, 10:37

Gerade von den Bienen zurück.

Fazit:
- Keine Schwarmstimmung
- 3/4 der Völker sind stark, der Rest so ok
- Brut auf durchschnittlich 6 Waben (Vollfläche)
- Der Honigraum ist leer und wurde noch nicht angenommen. Ich hab das Absperrgitter wieder für eine Woche entnommen, um dieses "Hindernis" zu entfernen.

Mal schauen, was es hier noch so an Frühtracht gibt. Der Löwenzahn ist schon gut seit 1 Woche in Vollblüte. Die Apfelblüte beginnt. Ich hoffe, dass nun der Raps doch noch etwas bringt.

Zum Futter: Mind. 1 Wabe mit Futter vorhanden. Da die Wettervorhersagen für die nächste Woche täglich mind. 5 Flugstunden vorhersagen, mache ich mir deswegen keine Gedanken...
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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon YoYo » 1. Mai 2017, 10:39

Na ja, bei einem Volk, das keine Vorräte mehr hat, also knapp vor dem Verhungern ist, gibt es keine sinnvolle Alternative zur Flüssigfütterung, Auch bei aufgesetztem Honigraum. Ansonsten ist immer auf einen Mindestvorrat zu achten. Wenn ein Volk so gut wie nichts mehr hat, so kann man immer auch noch Futter- oder Honigwaben von einem anderen Volk transferieren.

Nach Untersuchungen von Dr. Sachs in Hohenheim, kann man immer auch trockenen Kristallzucker in einer Futtertasche im untersten Raum anbieten. Hiervon nehmen die Bienen nichts ab bei Tracht, und eine Einlagerung findet auch nicht statt.

W. Steche und H. Sachs, Die Hohenheimer Betriebsweise in Theorie und Praxis,
in Hohenheimer Betriebsweise, Referate und Veröffentlichungen,
Hrsg. Gesellschaft der Freunde der Landesantalt für Bienenkunde an der Universtität Hohenheim e.V.,
1980, S.13 ff. , S. 27
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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon YoYo » 1. Mai 2017, 10:45

VoBee hat geschrieben:- Der Honigraum ist leer und wurde noch nicht angenommen. Ich hab das Absperrgitter wieder für eine Woche entnommen, um dieses "Hindernis" zu entfernen.


Nach meiner Erfahrung gibt es keinen Unterschied in der Besiedelung des Honigraums, mit oder ohne Absperrgitter, solange der Honigraum rechtzeitig gegeben wurde.

Da es nicht so aussieht, also ob bei mir in der Gegend noch viel zu ernten wäre, habe ich mich entschlossen, die Völker auszugleichen. Mit jedem kühlen Tag steigt die Wahrscheinlichkeit auf Honigtauhonig. Die meisten Waldtrachtjahre waren schlechte Blütenhonigjahre. Deshalb versuche ich die Völker jetzt so zu führen, dass sie ihren Entwicklungshöhepunkt möglichst spät erreichen. Jetzt also schröpfen durch Ausgleichen, danach nochmals durch Ablegerbildung.
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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon bob » 1. Mai 2017, 12:50

ich komme soeben von der wöchentlichen Durchsicht.
Ich habe überraschender weise an 3 Aussenständen keine Schwarmzellen gefunden.

Die Völker haben das vor einer Woche gegebene Futter in Form von Futterwaben komplett verbraucht.
Einige haben den Honigraum noch nicht angenommen, andere haben bereits ein wenig eingetragen,
an einigen konnte ich bereits den 2. Honigraum geben.

Ich bin in diesem Jahr mit einigen Königinnen überhaupt nicht zufrieden und werde sie deshalb in diesem Jahr auf einer Begattungsstelle
begatten lassen. Mal sehen, ob sie dadurch "gleichmässiger" werden.
Gruß bob
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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon waldimker » 1. Mai 2017, 14:14

War gestern auch wieder bei den Bienen. Schwarmstimmung weitet sich aus. Ist aber ok, weil:
Erstaunlicherweise wurde in der vergangenen Woche Honig eingetragen. Die Waben ums Brutnest sind großteils gut gefüllt. Die stärkeren Völker haben auch im Honigraum weitergefüllt. Damits zum Schleudern wirklch lohnt wären ein paar Tage Flugwetter schon gut! Der Raps hat die meisten Knospen noch. Obst ist durch. Löwenzahn so gut wie.
Bleibt der Raps...
Völker sehen überwiegend gut aus. Z.T. sieht man nur unwesentlichen Brutrückgang durch das kühle Wetter. Die wachsen weiter!

Zum Annehmen des Honigraums: Wenn ausreichend Bienen und ausreichend Nektareintrag, dann Honigraum. Was sollen die Bienen im Honigraum, solange ums Brutnest noch Platz ist oder nix reinkommt?! Die planen nicht, wie wir beim Hausbauen.
Der Irrtum - insbesondere der gewohnheitsmäßige - ist wohl der größte Verursacher von Elend.
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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon mmoe » 1. Mai 2017, 17:10

:thumbsup:

Das sieht bei mir guuuuuuuuuut aus! Gestern die Völker an den Raps gestellt, die sind
total aus dem Häuschen, HR sind auf einen Schlag mit Bienen besetzt, Nektareintrag ganz ordentlich :-).
Ebenso bei den Völkern in der Obstplantage. Perfekt. Hauptsache es bleibt jetzt ein zwei Wochen so.
Viele Grüße
Marco
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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon Epoché » 1. Mai 2017, 23:03

War gestern bei meinen.

Dachte mich trifft die brutalste Schwarmstimmung. Aber nichts da. Sogar das schwarmstimmige Volk war nicht mehr schwarmstimmig. Brutgeschäft unverändert stark. Dementsprechend auch der Futtervorrat grenzwertig, aber durch das herrliche Wetter gestern tropften die Waben am Nachmittag nur so vor sich hin. (und verströmten lieblichen Löwenzahnhonigduft, den einige hier so lieben, haha) In den HR siehts aber noch eher traurig aus und werden zaghaft weiter ausgebaut. Äpfel blühen überraschenderweise immer noch. Letztes Jahr waren die nach 5 Tagen durch. Raps habe ich diesmal erst in paar hundert meter Entfernung und dann in 1km+ ein paar kleine Felder. Der steht kurz vor der Vollblüte.

Jetzt wurde die schöne Woche von den Wetterfröschen ja doch wieder aufgegeben und es gibt Regenregenregen. Morgen 30l. Aber warm soll es bleiben. Da wird in den Regenpausen sicher ordentlich was in die HR geschafft. Freu mich auf jeden Fall schon aufs nächste Wochenende und bin gespannt. :)
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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon Tobi » 2. Mai 2017, 06:00

Epoché hat geschrieben:...und es gibt Regenregenregen. Morgen 30l. Aber warm soll es bleiben. Da wird in den Regenpausen sicher ordentlich was in die HR geschafft.


Denke mal das ist in den meisten Gebieten gar nicht schlecht. Hier zumindest fehlt Wasser. Selbst Raps mit seinen tiefen Wurzeln dürfte nicht mehr allzuviel finden. Selbs 30 l sind da eher nur was fürs oberflächliche. Weit kommen wir damit nicht...
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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon waldimker » 2. Mai 2017, 06:46

@Tobi: Wo ackerst Du?
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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon UweGG75 » 2. Mai 2017, 08:39

Status aus Südhessen vom 30.04.2017

3 von 6 Völkern bauen Waben im Honigraum aus und lagern wenig Nektar ein.
In allen 6 Völkern massig Brutbretter und so war es nicht verwunderlich in 3 Völkern Spielnäpfchen mit Stiften bzw. Futtersaft zu finden. Deshalb wurden allen Völker Brutwaben entnommen, die dann in 2 Ableger á 5 bzw. 4 Waben gewandert sind.
Im letzten Volk war dann auf der Randwabe eine verdeckte Zelle, deren Vorläufer ich wohl letzte Woche übersehen habe.
Da ich schon mit einem komischen Gefühl zu den Bienen bin, hatte ich einen Zwischenboden dabei und direkt einen Zwischenbodenableger gemacht.

Fazit: Frühtrachternte 2017 fällt wohl aus denn die Obstblüte ist durch (wenn nicht vorletzte Woche erfroren) und auch der Löwenzahn ist rum. Die Kastanien blühen aktuell und die Kulturhimbeeren stehen in den Startlöchern.
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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon Waldi » 2. Mai 2017, 09:21

Hallo,
tja, dieses Jahr wohl richtig Pech gehabt. :bll:
Der Raps blüht ab, ende Woche ist es vorbei die HR lehr. :hail:
Keine Schwarmstimmung, die Völker Hungern habe am Wochenende überall Futterwaben reingehängt.
werde mal Schauen ob ich in die Höhere Gegend noch Raps finde und an wandere, ansonsten werde ich mich auf die Sommertracht konzentrieren ( Linde ).
Es grüßt

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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon Epoché » 2. Mai 2017, 12:10

Hier wirds vermutlich ne matschige Angelegenheit werden, Tobi.
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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon Tobi » 2. Mai 2017, 14:49

waldimker hat geschrieben:@Tobi: Wo ackerst Du?


In Hessen bei etwa "deutschem Durchschnittsklima".
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Re: Warten auf die Tracht

Beitragvon Tobi » 2. Mai 2017, 14:50

Epoché hat geschrieben:Hier wirds vermutlich ne matschige Angelegenheit werden, Tobi.


...was in Bayerns Sahel-Zone ja nicht unbedingt schlecht ist. ;)
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