Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon AngoraAngy » 14. April 2016, 13:00

Hallo zusammen.

Erstmal eine kurze Vorstellung meiner Wenigkeit: Ich bin 33 und Neuimkerin auf eigenem Grundstück. Ich habe zehn Jahre lang gelesen was mir in die Finger kam, hatte aber nicht die passenden Umstände um mit der IMkerei zu beginnen. Letztes Jahr wollte ich, hab aber ums Verrecken keine Bienen bekommen. Dieses Jahr habe ich den Anfängerkurs des Imkerverbandes in Weimar belegt.
Grau ist jedoch alle Theorie, wenns ans Eingemachte geht, kommen dann doch noch ein paar Fragen auf. :bigrin: Momentan habe ich ein Volk, das zweite wartet noch auf sein Gesundheitszeugnis, bis es bei mir einziehen kann. Mein Völkchen habe ich Anfang April auf einer Zarge (10 Rähmchen Zander, jetzt in Langstrothbeute) gekauft. Volk saß auf 8 Wabengassen, Königin (aus 2015) haben wir beim Umsetzen der Waben gesichtet. Es waren auch mehrere Waben bestiftet bzw. Brut in allen Alterstufen vorhanden. Es waren noch 3 fast volle Waben mit Winterfutter vorhanden, teils auch schon mit neu eingetragenem Futter befüllt. Ebenso war reichlich Pollen vorhanden. Hier bei mir tragen sie auch eifrig Pollen ein, Nektareintrag kann ich ja leider nicht von außen beurteilen.
Nun habe ich vor einer Woche den 2. BR gegeben, mangels vorhandener "fertiger" Waben eben nur mit MW bzw. Anfangsstreifen, weil ich gern Naturwaben haben möchte. Eine der Futterwaben ohne Brut hab ich hochgehängt in den 2. BR und die Lücke im 1. BR mit einer Mittelwand aufgefüllt. Jetzt sehe ich zwar Bienen oben "rumlungern", aber der schnelle Blick durch die nicht angehobene Abdeckfolie hat noch keine Bauaktivitäten im 2. BR ergeben. Aufmachen möchte ich jetzt nicht bei dem bilderbuchmäßigen Aprilwetter. Wir haben hier zwischendurch etliche Tage mit durchwachsenem Wetter, wo die Bienen kaum bis gar nicht fliegen. Gestern folgte auf strahlenden Sonnenschein ein heftiger Starkregen, der mich mit Sicherheit etliche Flugbienen gekostet hat. Weide ist fast durch mit Blühen, die Kirschen sind aber noch lange nicht so weit. In höheren Lagen ein paar Dörfer weiter zeigt der Raps schon gelbe Spitzen, hier bei mir allerdings noch nicht.
Nun zu meiner Frage ^^ Wie lange dauert es, bis das Volk die zweite Zarge besetzt und wie schnell sind sie dann mit dem Ausbauen einer MW bzw. eines Rähmchens im Naturbau? Ich mache mir gewisse Sorgen, dass ich den 2. BR zu früh aufgesetzt habe. Wir haben hier immer noch recht kalte Nächte. Vielleicht hätte ich ihn besser untersetzen sollen? Oder sollte ich das nachträglich noch machen? Ich habe es deshalb schon gemacht, weil ich unregelmäßig arbeite und ein langes, sonniges Wochenende bevorstand, an dem ich arbeiten war und somit nicht eingreifen konnte, falls es nötig geworden wäre. Dort, wo ich arbeite, stehen nämlich die Bäume bereits in voller Blüte und ich wollte da nichts verpassen... Dass "hier unten" noch so lange dauern würde, konnte ich ja nicht ahnen...
Beste Grüße von Angela und der Bauernhofmeute
Benutzeravatar
AngoraAngy
 
Beiträge: 233
Registriert: 8. April 2016, 20:11

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon Lukas » 14. April 2016, 13:33

Hallo und Willkommen im Forum,
du bist ganz sicherlich nicht zu früh mit dem Aufsetzen des 2 BR, sondern eher zu spät. Das Volk wird wohl schon ein sehr breites Brutnest haben und die weitere Entwicklung nach oben wird zögerlicher voran gehen als in den Wochen davor. Wenn jetzt Tracht kommt, wird der obere Brutraum den ganzen Honig abgreifen, ein ggf. zusätzlich aufgesetzter Honigraum wird sehr lange leer bleiben. Wenn du der Meinung bist, das Volk braucht einen zweiten Brutraum, dann würde ich ihn untersetzen - auch wenn dieser wahrscheinlich im Sommer noch nicht ausgebaut ist.
Auf die Frage, wie schnell so eine Zarge ausgebaut werden muss, gibt es wohl keine befriedigende Antwort. Die Bienen bauen dann aus, wenn Platz notwendig ist für Brut oder für Nektar.

Grüße, Lukas
Benutzeravatar
Lukas
 
Beiträge: 601
Bilder: 1
Registriert: 16. Mai 2013, 19:10
Wohnort: Vinschgau, Südtirol

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon heisenberg » 14. April 2016, 14:59

Du kannst ja noch den 2. BR mit Absperrgitter als HR umfunktionieren, wenn es Tracht gibt und die Bienen nicht da drin brüten wollen. Später den "neuen" 2. BR untersetzen.
Was Imker wollen und Bienen machen sind zwei verschiedene Sachen
heisenberg
 
Beiträge: 49
Registriert: 3. Juni 2015, 08:08
Wohnort: Oberfranken

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon waldimker » 14. April 2016, 15:49

hallo!

hab ich recht verstanden: bu baust grad um von zander auf langstroth?
dann würde ich folgendes tun (denselben fall werd ich diesjahr auch haben):
setz den langstroth-brutraum (LS-BR) unter, Absperrgitter (ASG) drauf, Honigraum (HR) drauf.
das kannst du komplett mit Anfangsstreifen (AFS) machen im untersten BR.
(Du wirst dann auch ne menge Drohnenbau bekommen. wenn du das nicht willst, gib einen baurahmen im oberen BR an Position 2 oder 9.)
Die bienen werden über den sommer unten so halb- bis viertelswaben bauen, je nach art und weise des volkes. gut wär`s sie benutzen den HR als HR...
wenn dann die letzte tracht abgeerntet ist, setzt du die Königin (kö) in den unteren raum und gibst noch bienen dazu und fütterst auf; die restlichen waben werden nach bedarf gebaut. den vorigen zander-BR stellst du als ableger (brutling) an einen anderen platz (komplette beute natürlich) und lässt die brut auslaufen, eine kö wird nachgeschafft. sobald alle brut ausgelaufen ist, setzt du die zweite langstroth-beute an diese stelle und fegst sätmliche bienen hinein. auch hier kannst du AFS geben. am besten nur so 6 bis 7 waben geben und dann füttern. eine oder zwei MWe dabei kann nicht schaden, wenn das teilvolk kräftig ist, geht es aber auch so. (jetzt: was ist "kräftig"? fragst du... ein pate vor ort schadet nicht. simons videos helfen auch sehr in der beurteilung solcher fragen)
Behandeln!
Dieses Forum wird bald abgeschaltet. Wir starten ein neues, wo wir User uns neu sammeln können. URL: http://dreilichs.de/if/
waldimker
 
Beiträge: 2512
Bilder: 55
Registriert: 3. Juni 2014, 20:46
Wohnort: mitten im Schwarzwald / Kraichgau (beides Ba-Wü)

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon AngoraAngy » 14. April 2016, 19:44

Danke für die Antworten.
Also viel eher konnte ich nicht den 2 BR geben, ich hab das Volk ja erst bekommen. Ich baue auch nicht um, sondern die abgebende Imkerin arbeitet mit Zander und ich mit Langstroth. Die Zanderrähmchen passen in die Langstrothzarge, somit war das unproblematisch. Ich hab jetzt also Zanderrähmchen im 1. BR und Langstrothrähmchen im 2. Beide Zargen im Langstrothformat. Ab wann wäre es denn möglich/sinnvoll/nötig, einen Ableger zu bilden? Ich wollte gern mit 4 Völkern in den Winter gehen...
Wäre es noch sinnvoll, den BR zu tauschen, also die noch leere Zarge noch drunter zu setzen? Wie oft darf man eigentlich ein Volk aufmachen und stören? Ich möchte nicht zu viel drin rumwerkeln...
Für den HR hab ich andere Pläne, da soll ganz was anderes hin... Ich ecke mit der Erklärung bei den "alten Imkern" hier vor Ort immer an, vielleicht ist das hier ja anders. Ich hab mir einen Satz flow frames gekauft. www.honeyflow.com )Würde mich wundern, wenn davon hier noch keiner was gehört hätte...) Das ist auch der Grund warum ich ausgerechnet Langstroth benutzen will.
Es gibt einen alten Tierarzt hier am Ort, der Imker ist (soweit ich weiß sogar Bienensachverständiger, aber da bin ich nicht sicher ob er das noch macht) der mir eine gewisse Unterstützung zugesagt hat. Allerdings imkert er in Hinterbehandlungsbeuten DN und meinte schon dass er von Magazinen nicht viel versteht. Aber ich werde ihn mal zum Volkdurchsehen einladen, wenn das Wetter wieder erlaubt, die Beute zu öffnen. Die Imker hier ringsum sind ziemlich groß mit Zusagen, aber nicht so groß beim Einhalten derselben... Nach den Zusagen hätte ich bereits letztes Jahr mindestens 5 Völker gehabt, stand aber dennoch mit 0 da. :?
Beste Grüße von Angela und der Bauernhofmeute
Benutzeravatar
AngoraAngy
 
Beiträge: 233
Registriert: 8. April 2016, 20:11

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon Boettger » 14. April 2016, 20:29

Hi und Willkommen,

also Du steuerst als Neuimkerin in zwei klassische Anfängerfallen.
"Naturwabenbau" ist in 2-räumigen Bienenkästen nichts für Anfänger. Auch wenn es einfach und logisch klingt, führen Deine Anfangsstreifen - so wie Du sie einsetzt - mit großer Wahrscheinlichkeit ins Chaos. Nicht schön für Dich und nicht schön für die Bienen.
Die Sache mit den honeyflow - Dingens wird Dich auch nicht glücklich machen. Die tollen hd - Aufnahmen (wirklich schöne Bilder) täuschen etwas darüber hinweg, dass man so nicht wirklich imkern kann. Wenn Du den Honig ausschließlich für den Eigengebrauch verwenden willst (aber das willst Du ja nicht (4 Völker)) mag das eine nette (naja) Spielerei sein. Mit "Bio" und "Naturwabenbau" verträgt es sich aber nicht. Prüfen, ob der Honig erntereif ist oder eben nicht, kannst Du schon mal nicht und es gibt weitere gravierende Nachteile dieses "Systems".

Mein Rat (lol): Mach Deinen Kurs, lass Dir von diesem Tierarzt helfen (der kennt sich gut genug aus - unabhängig von der Beute) und richte Dich nach den bewährten Methoden, die Du Dir in den richtigen Büchern (nix Internet!), im Kurs und von erfahrenen Leuten aneignen kannst. Nach ein paar Jahren Erfahrung, kannst Du mit Naturwabenbau experimentieren (oder Dir alternativ eine Einraumbeute anschaffen, in der man mit Naturbau relativ einfach imkern kann).
So wirst Du Freude an Deinen den Bienen haben und von ihnen lernen, Deine Völker gesund über das Jahr führen können, kein Geld für sinnfreie Gymmicks rausschmeißen, und Honig ernten, den Du auch verkaufen kannst.

Heisenberg und Lukas haben Dir ja schon gesagt, was Du jetzt konkret machen solltest.

Gruß
Benutzeravatar
Boettger
 
Beiträge: 93
Bilder: 7
Registriert: 15. Mai 2013, 18:37

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon beeo » 14. April 2016, 20:42

AngoraAngy hat geschrieben:Danke für die Antworten.
Allerdings imkert er in Hinterbehandlungsbeuten DN und meinte schon dass er von Magazinen nicht viel versteht.

Diese Ehrlichkeit ehrt ihn über alle Maßen und macht ihn alleine fast schon dadurch interessant als Unterstützer. Zweifelsohne kann er seinen Warmbau in deine Oberbehandlung "umrechnen" und eine sinnvolle Aussage treffen.
Kuck mal, ein neues Forum :-) Infos: http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f=28&t=2729
beeo
 
Beiträge: 1066
Bilder: 12
Registriert: 21. April 2014, 23:39
Wohnort: Kinzigtal/Baden/DE

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon waldimker » 14. April 2016, 20:48

die zanderrähmchen in der langstrothbeute: beweg die kiste möglichst nicht!
Dieses Forum wird bald abgeschaltet. Wir starten ein neues, wo wir User uns neu sammeln können. URL: http://dreilichs.de/if/
waldimker
 
Beiträge: 2512
Bilder: 55
Registriert: 3. Juni 2014, 20:46
Wohnort: mitten im Schwarzwald / Kraichgau (beides Ba-Wü)

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon AngoraAngy » 14. April 2016, 21:06

beeo hat geschrieben:
AngoraAngy hat geschrieben:Danke für die Antworten.
Allerdings imkert er in Hinterbehandlungsbeuten DN und meinte schon dass er von Magazinen nicht viel versteht.

Diese Ehrlichkeit ehrt ihn über alle Maßen und macht ihn alleine fast schon dadurch interessant als Unterstützer. Zweifelsohne kann er seinen Warmbau in deine Oberbehandlung "umrechnen" und eine sinnvolle Aussage treffen.

Danke, das werde ich. Vorausgesetzt er hält seine Zusage auch ein (siehe oben). Er wollte mich mit einem Volk versorgen, eiert aber wie alle anderen nur rum, statt zur Tat zu schreiten. Darum hab ich mir dieses Volk kurzerhand via Kleinanzeige gekauft, bevor mir wieder ein Jahr flöten geht... Hat meine Telefonnummer aufgeschrieben und wollte sich melden, sobald er vorhat seine Völker durchzusehen, damit ich ihm über die Schulter schauen kann - nix wars.

waldimker hat geschrieben:die zanderrähmchen in der langstrothbeute: beweg die kiste möglichst nicht!

Warum? Ich hab das Volk auf diese Art und Weise im Auto heimgebracht. Die Zanderrähmchen sind nur wenige mm kürzer als die Langstrothrähmchen, da fällt nix runter. Verkleistert sind sie ja auch noch und kleben am Holz. Wenn das Volk nachher die Zanderrähmchen leer gemacht hat, werde ich sie natürlich aussondern und zurückgeben, ich kann ja dann weiter nix damit anfangen...

Boettger hat geschrieben:"Naturwabenbau" ist in 2-räumigen Bienenkästen nichts für Anfänger. Auch wenn es einfach und logisch klingt, führen Deine Anfangsstreifen - so wie Du sie einsetzt - mit großer Wahrscheinlichkeit ins Chaos. Nicht schön für Dich und nicht schön für die Bienen.

Erklärung für wissbegierige Noobs bitte. :o
Boettger hat geschrieben:Die Sache mit den honeyflow - Dingens wird Dich auch nicht glücklich machen. Die tollen hd - Aufnahmen (wirklich schöne Bilder) täuschen etwas darüber hinweg, dass man so nicht wirklich imkern kann. Wenn Du den Honig ausschließlich für den Eigengebrauch verwenden willst (aber das willst Du ja nicht (4 Völker)) mag das eine nette (naja) Spielerei sein. Mit "Bio" und "Naturwabenbau" verträgt es sich aber nicht. Prüfen, ob der Honig erntereif ist oder eben nicht, kannst Du schon mal nicht und es gibt weitere gravierende Nachteile dieses "Systems".

Und auch hier wieder die Fragen eines wissbegierigen Noobs: Warum soll ich die Honigreife nicht prüfen können? Ich kann die flow frames genauso ziehen wie jedes andere Rähmchen. Ob ich auf 4 Völker komme oder nicht lass ich mal auf mich zukommen. Soweit ich das verstanden habe, kann ich ENTWEDER eine tolle Honigernte haben ODER Völkervermehrung per Ableger o.ä. betreiben, aber nicht beides? Bio muss ich gar nicht, ist eh alles Schwindel. Warum verträgt sich Naturbau nicht mit der "netten Spielerei"?
Des Weiteren würde mich natürlich interessieren, welche weiteren gravierenden Nachteile des Systems du siehst. Ja, ich ernte kein Deckelwachs, ja die Bauererneuerung ist auf die bisher geübte Weise nicht möglich (dann muss es halt anders gehen). Was sonst noch? (8;)

Edit: Der Kurs ist sozusagen fast durch, es handelte sich um je ein Wochenende in Januar, Februar und März, der Abschluss wird an einem Samstag im Juni sein. Inzwischen läuft das, was sie als "praktischen Teil" bezeichnen, wo jeder sich einen Imkerpaten suchen und Praxiserfahrung sammeln soll.... Nun bin ich halt in Sachen Imkerpate auf die Herrschaften hier ringsum angewiesen, wenn ich nicht jedes Mal 45min pro Strecke fahren will bzw. wird kaum einer der dort ansässigen Imker so weit fahren wollen, um einem unbedarften Neuling mal eben schnell ins Volk zu gucken... Und die Herrschaften im Umkreis halten sich gern bedeckt... Dann muss ich halt selber ausprobieren...
Beste Grüße von Angela und der Bauernhofmeute
Benutzeravatar
AngoraAngy
 
Beiträge: 233
Registriert: 8. April 2016, 20:11

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon propolis » 15. April 2016, 05:35

Hallo,

zum Naturwabenbau kann ich dir eigene, leidvolle Erfahrung berichten, ich hab das vorletztes Jahr auch machen wollen. Du hast als Anfänger einfach noch nicht genügend schön ausgebaute Waben, zwischen/neben die du deine Leerrähmchen nach und nach hängen kannst, sondern wirst deine Brut-/Honigräume im Block als fast leere Kiste (abgesehen von den Anfangsstreifen) auf-/bzw. untersetzen müssen. (Und nicht genügend Erfahrung, um tolle Experimente machen zu wollen, mit den Alltagsgeschäft wirst du mehr als ausgelastet sein.) Und dann machen die Damen womöglich sehr kreative Waben, womöglich quer durch die Beute. Wenn du dann z.B. wegen einer Schwarmkontrolle Waben ziehen musst, gibt das ein schönes Massaker, glaub mir, ich hab das so gemacht und würde es nie wieder tun, überall Honig, aufgerissene Brutzellen, gequetschte Bienen und die gruselige Angst, die Königin deines einzigen Volkes gekillt zu haben.

Kann sein, dass dir das mit den Anfangsstreifen nicht passiert, aber wenn ist es echt nicht schön. Bei deinen Ablegern kannst du prima Naturwabenbau machen, wenn du am Anfang je eine schöne Brut- und Futterwabe als Material hast, dann bauen sie dir die dazwischengegebenen Leerrähmchen wunderschön aus. Sind die murksig, wird das auch nicht gut.
LG, propolis
propolis
 
Beiträge: 496
Bilder: 4
Registriert: 21. März 2015, 07:54
Wohnort: Niederrhein

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon Boettger » 15. April 2016, 08:02

Als Ersatz für einen Kurs oder gute Bücher ist ein Forum halt nun mal nicht geeignet. Sorry.
"Imkerpaten" braucht es nicht unbedingt. Das macht sowieso nur dann Sinn, wenn mein einen Paten erwischt, der sich selber auch fortbildet (ist selten genug denke ich).
In der Praxis stößt man aber immer wieder mal auf Situationen, in denen es hilfreich sein kann, wenn man jemanden hat, der einem praktische Tipps geben kann. Die kleinen Filme von Simon können da auch schon ganz gut weiter helfen.
Ich empfehle immer zwei Bücher als Grundlage für die Imkerei. Beide ergänzen sich meiner Meinung nach gut und man kann danach hervorragend und erfolgreich arbeiten.
Einfach Imkern von G. Liebig
und als Ergänzung Ökologisch Imkern von Claudia Bentzien
Wenn Du dich nach diesen beiden orientierst hast Du eine prima Grundlage.
Von anzapfbaren Honigwaaben steht da allerdings aus gutem Grund nichts.
Schmeiß das honey-flow Dingens weg. Und zwar jetzt, bevor es Dir die erste Saison versaut hat.

Gruß
Benutzeravatar
Boettger
 
Beiträge: 93
Bilder: 7
Registriert: 15. Mai 2013, 18:37

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon AngoraAngy » 15. April 2016, 08:16

propolis hat geschrieben:Hallo,

zum Naturwabenbau kann ich dir eigene, leidvolle Erfahrung berichten, ich hab das vorletztes Jahr auch machen wollen. Du hast als Anfänger einfach noch nicht genügend schön ausgebaute Waben, zwischen/neben die du deine Leerrähmchen nach und nach hängen kannst, sondern wirst deine Brut-/Honigräume im Block als fast leere Kiste (abgesehen von den Anfangsstreifen) auf-/bzw. untersetzen müssen. (Und nicht genügend Erfahrung, um tolle Experimente machen zu wollen, mit den Alltagsgeschäft wirst du mehr als ausgelastet sein.) Und dann machen die Damen womöglich sehr kreative Waben, womöglich quer durch die Beute. Wenn du dann z.B. wegen einer Schwarmkontrolle Waben ziehen musst, gibt das ein schönes Massaker, glaub mir, ich hab das so gemacht und würde es nie wieder tun, überall Honig, aufgerissene Brutzellen, gequetschte Bienen und die gruselige Angst, die Königin deines einzigen Volkes gekillt zu haben.

Kann sein, dass dir das mit den Anfangsstreifen nicht passiert, aber wenn ist es echt nicht schön. Bei deinen Ablegern kannst du prima Naturwabenbau machen, wenn du am Anfang je eine schöne Brut- und Futterwabe als Material hast, dann bauen sie dir die dazwischengegebenen Leerrähmchen wunderschön aus. Sind die murksig, wird das auch nicht gut.

Oh, das klingt natürlich einleuchtend. Ich hab jetzt im 2. BR die Futterwabe in die Mitte, rechts und links AFS, dann je ne MW und wieder AFS. Hatte gehofft, dass das den Bienchens zeigt, wo sie langbauen sollen... Aber so beschrieben werde ich wohl noch ein paar mehr MW geben...

Boettger hat geschrieben:Als Ersatz für einen Kurs oder gute Bücher ist ein Forum halt nun mal nicht geeignet. Sorry.
"Imkerpaten" braucht es nicht unbedingt. Das macht sowieso nur dann Sinn, wenn mein einen Paten erwischt, der sich selber auch fortbildet (ist selten genug denke ich).
In der Praxis stößt man aber immer wieder mal auf Situationen, in denen es hilfreich sein kann, wenn man jemanden hat, der einem praktische Tipps geben kann. Die kleinen Filme von Simon können da auch schon ganz gut weiter helfen.
Ich empfehle immer zwei Bücher als Grundlage für die Imkerei. Beide ergänzen sich meiner Meinung nach gut und man kann danach hervorragend und erfolgreich arbeiten.
Einfach Imkern von G. Liebig
und als Ergänzung Ökologisch Imkern von Claudia Bentzien
Wenn Du dich nach diesen beiden orientierst hast Du eine prima Grundlage.
Von anzapfbaren Honigwaaben steht da allerdings aus gutem Grund nichts.
Schmeiß das honey-flow Dingens weg. Und zwar jetzt, bevor es Dir die erste Saison versaut hat.

Gruß

Die Bücher werde ich mir angucken, die wurden auch im Kurs empfohlen. Ich habe, wie schon erwähnt, seit ZEHN Jahren alles gelesen was ich finden konnte und den Kurs besucht. Aber der olle Spruch des berliner Reiterobersten gilt auch für die Imkerei: "Reiten lernt man nur vons Reiten". Ob ich letzlich jemanden finde, der nicht nur verspricht, bei mir vorbeizukommen, sondern es auch TUT, werde ich ja erleben. Ansonsten muss ich mich halt selber durchwurschteln.
Die "anzapfbaren Waben" können auch gar nicht in diesen Büchern stehen, weil sie brandneu auf dem Markt sind. Da EIN 7er Satz mich 450€ gekostet hat (der zweite ist gerade in der Verpackung beim Werk) werde ich sie sowas von NICHT wegschmeißen, sondern ausprobieren, und wenn ich feststelle dass es nichts taugt, werde ich sie verkaufen. Ich wüsste nicht inwiefern sie mir die Saison versauen sollen... Du lieferst leider keine plausiblen Argumente, sondern nur das, was ich bisher immer gehört habe, á la "WIr haben das 40 Jahre so gemacht und anders ist falsch". Mit sowas konnte mich schon meine damalige Reitlehrerin aufbringen, als ich 12 war und sie mir gewisse Ausrüstungsteile befohlen hat, die ich für Tierquälerei halte, sie jedoch den Sinn nicht erklären konnte. Da kam auch der Spruch "Das hammer schon immer so gemacht". :no: Entweder schlüssige Argumente oder ich glaub demjenigen nicht. Das Schlimmste was passieren kann, ist dass die Bienen die Plastewaben nicht annehmen. Daran werde ich auch nicht sterben :bigrin:
Beste Grüße von Angela und der Bauernhofmeute
Benutzeravatar
AngoraAngy
 
Beiträge: 233
Registriert: 8. April 2016, 20:11

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon propolis » 15. April 2016, 08:43

Schlüssige Argumente gegen flow-hive: Die Dinger und die Mechanik werden propolisiert, verbaut, kristallisierender Honig tritt nicht aus und was ich mich auch frage ist, wie man die Dinger auseinander- und wieder zusammenbringt, ohne die Bienen in den Wabengassen und Zellen zu zerquetschen. O-Ton PIa Aumeier, Bienenforscherin. Ist für mich schlüssig genug, um es nicht auszuprobieren. Also besser verkaufen, bevor all das obere eintritt und du nix mehr dafür bekommst.

Die Anordnung ist am besten in der Mitte ausgebaute Waben (bis zu vier), links und recht mit MW auffüllen. Wenn du abwechselnd Streifen/leere Rähmchen und MW gibst, werden sie wahrscheinlich die MW sehr dick ausziehen und die AFS zu dünn.

Da es eine Vielzahl von Betriebsweisen und Meinungen in der Imkerei gibt und auch viel voneinander abgeschrieben wird, bringt dir Lesen allein nicht die Glückseligkeit. Fang doch erstmal an zu imkern, bevor du dir eine Meinung bildest, am besten mit einer Betriebsweise, die nicht allzu kompliziert daherkommt und für einen Anfänger gut zu realisieren ist. Ich kann dir die Unterlagen von Pia Aumeier und das Buch sowie den Blog von Liebig und Simons Videos empfehlen, schau mal hier: http://www.tinyurl/Imkerei. Damit hast du ein Rezept, das funktioniert und dich nicht überfordert. Wenn du das dann zwei, drei Jahre erfolgreich gemacht hast, weißt du ungefähr was du tust und kannst experimentieren oder ändern, was für dich nicht praktikabel ist.
LG, propolis
propolis
 
Beiträge: 496
Bilder: 4
Registriert: 21. März 2015, 07:54
Wohnort: Niederrhein

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon Lukas » 15. April 2016, 08:55

AngoraAngy hat geschrieben:Die "anzapfbaren Waben" können auch gar nicht in diesen Büchern stehen, weil sie brandneu auf dem Markt sind. Da EIN 7er Satz mich 450€ gekostet hat (der zweite ist gerade in der Verpackung beim Werk) werde ich sie sowas von NICHT wegschmeißen, sondern ausprobieren, und wenn ich feststelle dass es nichts taugt, werde ich sie verkaufen.


Zumindest ich bin sehr gespannt auf deinen Bericht zur ersten Honigernte. Als Anfänger wird man natürlich immer besonders schräg angeschaut wenn man solche Experimente wagt, das kenne ich zu gut. Ich habe so ziemlich alles anders gemacht als die Imker vor Ort, inzwischen mache ich sehr viel gleich :bigrin:

propolis hat geschrieben:Schlüssige Argumente gegen flow-hive: Die Dinger und die Mechanik werden propolisiert, verbaut, kristallisierender Honig tritt nicht aus und was ich mich auch frage ist, wie man die Dinger auseinander- und wieder zusammenbringt, ohne die Bienen in den Wabengassen und Zellen zu zerquetschen. O-Ton PIa Aumeier, Bienenforscherin.


Dieser O-Ton klingt für mich: "ich weiss nicht wie es funktioniert, aber Propolis wird dabei sicherlich ein Problem sein". Die Entwickler werden vermutlich Propolis irgendwie mit berücksichtigt haben ;) und das Zerquetschen von Bienen ist IMHO angesichts des Aufbaus kein Thema. Das Hauptproblem bei Honeyflow sehe ich darin, dass Leuten irgendwie verklickert wird, dass sich jetzt jeder ein Bienenvolk in den Garten stellen kann und dann frisch seinen Honig zum Frühstück zapfen kann. Und wenn Bienenvölker angeschafft werden wie Haustiere kann sich jeder ausmalen was dabei herauskommt.
Benutzeravatar
Lukas
 
Beiträge: 601
Bilder: 1
Registriert: 16. Mai 2013, 19:10
Wohnort: Vinschgau, Südtirol

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon beeo » 15. April 2016, 09:01

Ne kleine Revoluzzerin... ;-) Sympathisch.
Ich finds gut wenn du das Zeug ausprobierst. Wobei es für unseren Waldhonig hier kaum geeignet sein wird, der läuft da nicht raus. Und wenn überhaupt, dann so langsam dass ich ihn aktiv kühlen müsste, wenn die Sonne aufs Glas draußen scheint. Allerdings muss ich sagen, die Website ist so voller Eigenlob, das geht sogar über das normale Maß von Amis hinaus. Dann dieses plakative Demonstrieren des Nachwuchses im Bauchtragetuch, deutlicher kann man es ja nicht machen, dass man (Pseudo-)Ökoleute einlullen will... Mir nicht sympathisch, aber das ist ja rein subjektiv.

An den Naturwabenbau kannste dich heranarbeiten über einzelne Waben. Dann lernst dazu und hast wenig Risiko. Und wenn du vermehren willst sind Mittelwände nicht schlecht, damit lassen sich doch leichter Ableger erstellen, zumindest mit wenig Erfahrung. Abwechselnd MW-Naturbau-MW-Naturbau usw. könnte Stress geben. Simon hat das mal gut geschildert, finde den Thread nicht. Letztlich wachsen aber die MW in die Breite, während die Naturbauwaben erst nach unten wachsen. Tendentiell werden die MW dann unten bauchig, und die NW bestenfalls "karottig". Sobald man die bauchigen ziehen will braucht man deutlich mehr Platz, Hauptproblem ist dann aber, dass man nicht mehr jede beliebige Wabe danebenhängen kann, sondern nur gleichermaßen fehlerhafte wie die ehemalige Nachbarwabe.

Honig kontra Vermehrung: Wenn man das günstig legt muss es sich nicht beißen. Hängt natürlich von der Trachtsituation ab. Aber die Vermehrung legt man praktischerweise recht nahe zur Varroabehandlung, und dann ist mit Honig eh nichts mehr.

Habe bereits an einigen Stellen vernommen, dass die Imkerdichte im Norden generell geringer bis wesentlich geringer ist als bei uns. Hier hättest du - gerade als Frau - keine Probleme, du müsstest wohl Unterstützer abwimmeln ;-)
Das wichtigste ist die Varroakontrolle und gezielte Behandlung. Ansonsten passiert den Bienen nicht viel, schlimmstenfalls ziehen sie aus, das trifft dann aber nur dich, die Tiere stört es nicht ;-)
Kuck mal, ein neues Forum :-) Infos: http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f=28&t=2729
beeo
 
Beiträge: 1066
Bilder: 12
Registriert: 21. April 2014, 23:39
Wohnort: Kinzigtal/Baden/DE

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon propolis » 15. April 2016, 09:49

Also wenn ich mir das Video anschaue wird es auf jeden Fall problematisch, wenn Bienen mit dem Kopf in den Zellen stecken, die werden zerquetscht. Reifer, aber unverdeckelter Honig, auf dem ja doch immer ein paar Bienen herumarbeiten oder Futter für die Brut holen, ist also schon mal ein Problem. Soweit ich das sehe, reißen ja auch bei verdeckelten Flow-Hive-Waben beim Öffnen die Deckel kaputt, wohin läuft da der auslaufende Honig, oder tun sie das nicht, wie kommt es dann zu "chew the bees the wax back an fill the combs again".

Dann die Frage, wie lange muss die Wabe geöffnet sein - ich hab am Anfang versucht, reifen Honig als Tropfhonig aus entdeckelten, liegenden Waben zu ernten und das hat nicht funktioniert, weil reifer Honig eben nicht einfach aus den Zellen tropft (wie man an einer gelungenen Spritzprobe ja erkennen kann :D ). Wenn also die Wabe länger als wenige Stunden offen steht, damit die Schwerkraft ihr Übriges tut, werden die Bienen m.E. sofort versuchen, das zerstörte Wabenwerk zu reparieren und den Honig-Wachs-Matsch aufzuräumen. Wenn dann die Wabe wieder zugeht, weil der Imker seinen Honig hat, gibt es drinnen Honig-Waben-Bienen-Matsch.

Tolle Werbung verpricht natürlich das Blaue vom Himmel, siehe Bienensauna. Wie dann die Praxis aussieht, ist ja dann eine andere Frage, zumindest sind da viele Fragezeichen. Wenn du die Dinger ausprobieren willst und meinst, dass du mit deinem ersten Wirtschaftsjahr nicht ausgelastet bist, bin ich sehr gespannt auf deine Erfahrungen, vielleicht strafst du ja auch alle Kritiker Lügen und bist begeistert, dann um so besser.
LG, propolis
propolis
 
Beiträge: 496
Bilder: 4
Registriert: 21. März 2015, 07:54
Wohnort: Niederrhein

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon AngoraAngy » 15. April 2016, 09:58

propolis hat geschrieben:Schlüssige Argumente gegen flow-hive: Die Dinger und die Mechanik werden propolisiert, verbaut, kristallisierender Honig tritt nicht aus und was ich mich auch frage ist, wie man die Dinger auseinander- und wieder zusammenbringt, ohne die Bienen in den Wabengassen und Zellen zu zerquetschen. O-Ton PIa Aumeier, Bienenforscherin. Ist für mich schlüssig genug, um es nicht auszuprobieren. Also besser verkaufen, bevor all das obere eintritt und du nix mehr dafür bekommst.

In den Zellen sind keine Bienen wenn der HOnig reif und verdeckelt ist. Und selbst wenn, sollen die Abstände so sein, dass die Biene nicht zu schaden kommen. Die Tiere in den Wabengassen werden von der Bewegung überhaupt nicht betroffen. Die Leute haben die Dinger zehn Jahre lang entwickelt und 3 Jahre lang getestet, bevor sie sie auf den Markt geworfen haben ;) Weggeben - nö! Ich will das testen. :bigrin: Wenn der Honig schleuderbar ist, dann kann er auch auslaufen. Mit Waldhonig wirds natürlich eher schlechter werden, wenn man so lange wartet, bis er kristallisiert. Da ich aber nicht warten muss, bis der GANZE Honigraum verdeckelt ist, sondern jedes einzelne Rähmchen individudel beernten kann, wann immer mir danach ist, sollte das kein Problem darstellen ^^ Ich respektiere Erfahrung, selbstverständlich, aber ich gehe auch gern mal neue Wege und wenn ich auf die Nase falle - mei, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen ^^

propolis hat geschrieben:Die Anordnung ist am besten in der Mitte ausgebaute Waben (bis zu vier), links und recht mit MW auffüllen. Wenn du abwechselnd Streifen/leere Rähmchen und MW gibst, werden sie wahrscheinlich die MW sehr dick ausziehen und die AFS zu dünn.

Klingt plausibel. Also wäre deine Empfehlung, bis zu vier Brutwaben aus dem 1. in den 2. BR zu hängen und mit MW aufzufüllen und dann erst nach der Honigernte bei den Ablegern FS zu geben? Weil andere ausgebaute Waben hab ich ja noch nicht zur Verfügung...

beeo hat geschrieben:Ne kleine Revoluzzerin... ;-) Sympathisch.
Ich finds gut wenn du das Zeug ausprobierst.

:thumbsup:
beeo hat geschrieben:Wobei es für unseren Waldhonig hier kaum geeignet sein wird, der läuft da nicht raus. Und wenn überhaupt, dann so langsam dass ich ihn aktiv kühlen müsste, wenn die Sonne aufs Glas draußen scheint.

Mit Waldhonig rechne ich hier bei mir eigentlich nicht. Ich wüsste keine Quelle dafür im Flugradius meiner Biens...
beeo hat geschrieben:Allerdings muss ich sagen, die Website ist so voller Eigenlob, das geht sogar über das normale Maß von Amis hinaus. Dann dieses plakative Demonstrieren des Nachwuchses im Bauchtragetuch, deutlicher kann man es ja nicht machen, dass man (Pseudo-)Ökoleute einlullen will... Mir nicht sympathisch, aber das ist ja rein subjektiv.

Australier. Und natürlich beweihräuchern sie sich, die wollen das ja verkaufen. Und wenn ich stolz auf meine eigene Kreation bin, werde ich sicher nicht rumeiern, sondern selbstbewusst in die Welt hinausposaunen, dass ich gut finde was ich erfunden habe.
Die Nummer mt dem Tragetuch gefällt mir auch nicht, aber soll doch jeder mit seinem Nachwuchs machen was er will. Die Kultur down under ist ja generell eine ganz eigene.

beeo hat geschrieben:An den Naturwabenbau kannste dich heranarbeiten über einzelne Waben. Dann lernst dazu und hast wenig Risiko. Und wenn du vermehren willst sind Mittelwände nicht schlecht, damit lassen sich doch leichter Ableger erstellen, zumindest mit wenig Erfahrung. Abwechselnd MW-Naturbau-MW-Naturbau usw. könnte Stress geben. Simon hat das mal gut geschildert, finde den Thread nicht. Letztlich wachsen aber die MW in die Breite, während die Naturbauwaben erst nach unten wachsen. Tendentiell werden die MW dann unten bauchig, und die NW bestenfalls "karottig". Sobald man die bauchigen ziehen will braucht man deutlich mehr Platz, Hauptproblem ist dann aber, dass man nicht mehr jede beliebige Wabe danebenhängen kann, sondern nur gleichermaßen fehlerhafte wie die ehemalige Nachbarwabe.

DAS ist mal eine schlüssige Argumentation, der auch ein Neuling folgen kann. Dankeschön!

beeo hat geschrieben:Honig kontra Vermehrung: Wenn man das günstig legt muss es sich nicht beißen. Hängt natürlich von der Trachtsituation ab. Aber die Vermehrung legt man praktischerweise recht nahe zur Varroabehandlung, und dann ist mit Honig eh nichts mehr.

Hammer wieder was gelernt. Manches kam im Kurs doch etwas knapp oder unverständlich rüber.

beeo hat geschrieben:Habe bereits an einigen Stellen vernommen, dass die Imkerdichte im Norden generell geringer bis wesentlich geringer ist als bei uns. Hier hättest du - gerade als Frau - keine Probleme, du müsstest wohl Unterstützer abwimmeln ;-)

Ich bin genau in der MItte. Also hab ich die nördliche Verschlossenheit der Leute trotz guter Imkerdichte ringsum erwischt :lol:
Beste Grüße von Angela und der Bauernhofmeute
Benutzeravatar
AngoraAngy
 
Beiträge: 233
Registriert: 8. April 2016, 20:11

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon propolis » 15. April 2016, 10:03

Ok, Nachtrag, das Ding öffnet sich wohl nur 1-2- mm, die Deckel bleiben ganz. https://imkerverein-kreuzberg.de/wordpress/?p=372, ansonsten s.o., vielleicht wird es ja auch super ohne Bienenmatsch (ich hoffe für dich und die Biens). Habe leider nirgends im Netz mal einen echten Erfahrungsbericht gefunden.

Also ich würde keine Brutwaben umhängen, damit störst du ja ganz schön das Brutnest, sondern 10 MW auf- oder untersetzen. Die werden auch schön ausgebaut und spätestens nächstes Jahr hast du erste unbebrütete Leerwaben, die du dann in die Mitte geben kannst. Willst du Drohnen schneiden? Dann kannst du eine leere, unbebrütete Randwabe für die Mitte deines Honigraums nehmen und den frei gewordenen Platz für deinen Baurahmen nutzen (an 2 oder 9). Wie gesagt, schau dir mal den Link von der Aumeierin an, da steht der komplette Anfängerkurs drin, mit dem hier in der Region die Anfänger durchgeschult werden.
LG, propolis
propolis
 
Beiträge: 496
Bilder: 4
Registriert: 21. März 2015, 07:54
Wohnort: Niederrhein

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon AngoraAngy » 15. April 2016, 10:17

propolis hat geschrieben:Ok, Nachtrag, das Ding öffnet sich wohl nur 1-2- mm, die Deckel bleiben ganz. https://imkerverein-kreuzberg.de/wordpress/?p=372, ansonsten s.o., vielleicht wird es ja auch super ohne Bienenmatsch (ich hoffe für dich und die Biens). Habe leider nirgends im Netz mal einen echten Erfahrungsbericht gefunden.

Kann ja nicht, ist ja brandneu und dies ist in Europa die allerste Saison MIT flow frames. Erst dann kannst du mit Erfahrungsberichten rechnen. Unter anderem mit meinem :thumbsup:

propolis hat geschrieben:Also ich würde keine Brutwaben umhängen, damit störst du ja ganz schön das Brutnest, sondern 10 MW auf- oder untersetzen. Die werden auch schön ausgebaut und spätestens nächstes Jahr hast du erste unbebrütete Leerwaben, die du dann in die Mitte geben kannst. Willst du Drohnen schneiden? Dann kannst du eine leere, unbebrütete Randwabe für die Mitte deines Honigraums nehmen und den frei gewordenen Platz für deinen Baurahmen nutzen (an 2 oder 9). Wie gesagt, schau dir mal den Link von der Aumeierin an, da steht der komplette Anfängerkurs drin, mit dem hier in der Region die Anfänger durchgeschult werden.
[/quote]
Ok das hab ich ja gemacht. Oben hängt eine Randwabe, unten hab ich die Lücke mit einem Leerrahmen (ok, es ist ein kleiner AFS dran) gefüllt.
Videos hab ich unheimlich viele schon gesehen, auch Aumeiervideos. Es gibt sehr viele teils widersprüchliche Informationen überall, ganz konkrete Anweisungen aber nicht. Das wird wohl auch kaum gehen, denn jedes Volk und jedes Jahr ist ja nunmal anders. Ich gehe jetzt erstmal nach den konkreten Infos hier aus dem Thread, sobald das Wetter besser wird und ich im Stock "umrühren" kann... ;)
Beste Grüße von Angela und der Bauernhofmeute
Benutzeravatar
AngoraAngy
 
Beiträge: 233
Registriert: 8. April 2016, 20:11

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon propolis » 15. April 2016, 10:22

Ja mach das. Ich hab auch das Gefühl, man muss erst wirklich anfangen zu imkern, damit dieser ganze Input sich im Kopf vernünftig ordnen kann und man überhaupt versteht, was die Unterschiede sind. Dabei wünsche ich dir ganz viel Spaß, es ist ein tolles, süchtig machendes Hobby und es sind tolle Tiere (Honig finde ich persönlich ja eher nebensächlich :D ).
LG, propolis
propolis
 
Beiträge: 496
Bilder: 4
Registriert: 21. März 2015, 07:54
Wohnort: Niederrhein

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon beeo » 15. April 2016, 10:45

AngoraAngy hat geschrieben:sobald das Wetter besser wird und ich im Stock "umrühren" kann... ;)

Achso, das war ja auch noch ne Frage von dir.

Also am besten entwickeln sich die Bienen wenn sie ausreichend Platz haben (40 Liter ist ein guter Wert laut T. Seeley, da passt zumindest ausreichend Winterfutter rein. Aber mehr nehmen sie auch gerne) und der Imker die Finger weglässt. Abgesehen von der Varroabehandlung, aber das haben wir verschuldet, nun müssen wir die Suppe auch auslöffeln.
Jede Störung verursacht Arbeitsausfall. Das Sammeln erfährt hier nur marginale Störung. Aber die Kö kann man schon ganz schön nerven damit. Bis hin zum Erdrücken wenn man den Rähmchen-DJ gibt. Hab ich selbst schon geschafft. Auf diese Weise konnte ich meine erste Nachschaffung beobachten ;-)

Gerade junge, unbegattete oder eben erst begattete Königinnen sollen auf die Bienen noch recht unreif wirken. Durch eine solche Störung kann das verstärkt werden, und sie legt dann ein Verhalten an den Tag, der die Arbeiterinnen zum Einknäueln und/oder Abstechen bewegt. Diese Info ist angelesen, ich meine bei Bruder Adam - "Meine Betriebsweise", musste ich zum Glück noch nicht selber erfahren.
Kuck mal, ein neues Forum :-) Infos: http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f=28&t=2729
beeo
 
Beiträge: 1066
Bilder: 12
Registriert: 21. April 2014, 23:39
Wohnort: Kinzigtal/Baden/DE

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon waldimker » 15. April 2016, 10:51

einknäueln? ich habs mal gesehen.
kö zwei tage im zusetzkäfig, dann hab ich sie direkt freigegeben. eingeknäuelt, tot.
ABER: diese Kö hatte einen sichtbaren körperlichen Schaden. Ich gehe davon aus, das war das PRoblem. Ich hatte keine andere mehr...
Dieses Forum wird bald abgeschaltet. Wir starten ein neues, wo wir User uns neu sammeln können. URL: http://dreilichs.de/if/
waldimker
 
Beiträge: 2512
Bilder: 55
Registriert: 3. Juni 2014, 20:46
Wohnort: mitten im Schwarzwald / Kraichgau (beides Ba-Wü)

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon beeo » 15. April 2016, 11:14

Aus Bienen kann man wohl keine WfB machen ;-)
Kuck mal, ein neues Forum :-) Infos: http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f=28&t=2729
beeo
 
Beiträge: 1066
Bilder: 12
Registriert: 21. April 2014, 23:39
Wohnort: Kinzigtal/Baden/DE

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon AngoraAngy » 15. April 2016, 11:31

beeo hat geschrieben:Aus Bienen kann man wohl keine WfB machen ;-)

WfB???

Meine Kö ist blau gezeichnet, also vom 2015 und somit eigentlich weder jung noch neu begattet oder so, oder? Ich würde natürlich ZU gern nachgucken ob es frische Stifte gibt, aber es gibt eigentlich keinen Grund warum sie nicht in Ordnung sein sollte...
Beste Grüße von Angela und der Bauernhofmeute
Benutzeravatar
AngoraAngy
 
Beiträge: 233
Registriert: 8. April 2016, 20:11

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon propolis » 15. April 2016, 11:46

WfB oder WfBM: Werkstatt für behinderte Menschen...

Klar kannst du vorsichtig nachschauen, du wirst sowieso nu bald Schwarmkontrollen machen müssen, Baurahmen einhängen, schröpfen etc pp. "Rähmchen-DJ" finde ich übrigens super ;) . Randwabe ziehen und beiseite stellen, dann kannst du vorsichtig und ohne Bienenquetschen ein Rähmchen nach dem anderen ziehen und anschauen.
LG, propolis
propolis
 
Beiträge: 496
Bilder: 4
Registriert: 21. März 2015, 07:54
Wohnort: Niederrhein

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon beeo » 15. April 2016, 12:01

AngoraAngy hat geschrieben:
beeo hat geschrieben:Aus Bienen kann man wohl keine WfB machen ;-)

WfB???

Meine Kö ist blau gezeichnet, also vom 2015 und somit eigentlich weder jung noch neu begattet oder so, oder? Ich würde natürlich ZU gern nachgucken ob es frische Stifte gibt, aber es gibt eigentlich keinen Grund warum sie nicht in Ordnung sein sollte...

Tatsächlich gelingt es vielen erfahrenen Imkern, recht viel durch Beobachtung des Fluglochs zu erkennen. Ich hab mir zumindest angewöhnt nach Polleneintrag zu sehen. Wenn dieser stattfindet ist das schonmal ein gutes Zeichen. Je mehr desto besser (in Bezug auf die Aussagekraft, ob viel Pollen wirklich toll ist wird unterschiedlich diskutiert ;-). Brutfrei sind sie dann mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht. Aber deinen Wunsch reinzukucken kann jeder hier nachvollziehen.
Kuck mal, ein neues Forum :-) Infos: http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f=28&t=2729
beeo
 
Beiträge: 1066
Bilder: 12
Registriert: 21. April 2014, 23:39
Wohnort: Kinzigtal/Baden/DE

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon AngoraAngy » 15. April 2016, 12:07

Also Pollen tragen sie ein wie die Bekloppten (wenn Flugwetter ist...), insofern ist dann wohl erstmal kein Alarm. Sie gehen auch ruhig ihren Geschäften nach, kein aufgeregtes Gewusel und Gesummse, was wohl dem Kurs nach ein Hinweis auf eine fehlende Königin wäre. Das WE soll kalt und nass werden, aber da muss ich ja eh arbeiten :roll: Nächste Woche wirds wieder schöner und ich hab frei, also darf ich dann mal wieder reinspitzen? (8;)

Ich hätte doch Fenster einbauen sollen... :lol:
Beste Grüße von Angela und der Bauernhofmeute
Benutzeravatar
AngoraAngy
 
Beiträge: 233
Registriert: 8. April 2016, 20:11

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon Wilson » 15. April 2016, 13:39

Hallo Angela!
Ich geb jetzt auch noch meinen Senf zum Flow- Hive ab. Meine bessere Hälfte war da letztes Jahr, als wir angefangen haben, auch ganz begeistert von, ich ohne vorher mit den Bienen rumhantiert zu haben, auch. Habe letztes Jahr erst praktisch angefangen, mit Kurs usw.. Im Inetz habe ich dann auch diese qualitativ supertollen, familiären und Bienen berücksichtigenden Filmchen gesehen und irgendwie an prima gemachte Werbefilme gedacht...leichtes Unbehagen stellte sich ein. Nach weiterem Suchen und Finden von auch kritischen Beiträgen ging ich erst mal in Wartestellung. Was mich sehr gewundert hat, dass man nie mal die komplette Geschichte nach der Honigernte von innen sehen konnte. Vielleicht ist das ja inzwischen anders? Dann sitzen die Erfinder in Australien- da ist es schön warm, warm genug für flow!
Aber letztendlich war ich ruck-zuck weg von der Warteschleife, als meine Ableger die ersten Naturwaben ( aus Versehen!) gebaut haben! Dieses klasse Bauwerk, der Duft, die Optik, die Bienen mit Nektar drauf, das alles zum Angucken, NATURMATERIAL und nicht PLASTIK, hat mich vollkommen dagegen eingenommen. Ich könnte es mir jetzt nach einem Jahr auch gar nicht mehr vorstellen!
Zugegeben, wenn das ganze für 50,- € zu haben gewesen wäre, hätte ich es evtl. auch mal ausprobiert.
Ich bin echt gespannt auf Deine Erfahrungen damit und hoffe, dass Du sie uns dann auch noch berichtest.- Ich hätte es ja fast..............
Lieben Gruß und viel Spaß und Erfolg!
MfG
Wilson
Wilson
 
Beiträge: 64
Bilder: 12
Registriert: 14. Oktober 2015, 06:55
Wohnort: Remstal

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon AngoraAngy » 16. April 2016, 17:55

So, ich hab jetzt mal ganz vorsichtig durch die nicht angehobene Abdeckfolie gelinst und es sieht so aus, als wären sie oben an der 1. MW (die direkt neben der Futterwabe in der Mitte) am bauen :thumbsup: Montag kriege ich mein zweites Volk und werde den Imkerkollegen nochmal tüchtig ausfragen. Der wohnt halt leider 45 Fahrminuten weit entfernt, so dass er als praktischer Ratgeber ausfällt.
Da wäre es wahrscheinlich sinnvoll, dem zweiten Volk direkt den 2. Brutraum zu geben? Der Abgebende arbeitet mit angepasstem Brutraum, auf Langstroth und Dadant, aber ich weiß nicht ob ich das übernehmen will. So ganz hab ich noch nicht verstanden was es damit auf sich hat...
Beste Grüße von Angela und der Bauernhofmeute
Benutzeravatar
AngoraAngy
 
Beiträge: 233
Registriert: 8. April 2016, 20:11

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon beeo » 16. April 2016, 18:12

Der passt tatsächlich einfach seinen Brutraum an, wie es der Name sagt ;-)
Es gibt dabei unterschiedliche Ausprägungen, Philosophien, Schulen usw. Zentraler Unterschied ist, dass nicht zargenweise geimkert wird. Ginge mit der typischen Dadantbeute auch nicht, zwei Dadantzargen aufeinander ergeben keinen Honig mehr im HR ;-)

Das berühmte Schied kommt hier zum Einsatz. Ganz grob geschildert werden die Völker nach dem Winter eingeengt, dabei alte Brutwaben entnommen (Wabenhygiene). Dann wird im weiteren Verlauf der Entwicklung MW zugegeben. Ganz grob nur deshalb weil hier jeder selbst sein Gefühl reinbringt, wie scharf er einengt, und wie weit er erweitert. Und vor allem wann... Im Vergleich zu zweiräumig Zander hat man hierdurch mehr Einfluss auf das Volk, kann präziser führen. Gut besetzte Waben sind vor allem eine gutes Hilfsmittel um Krankheiten vorzubeugen, zumindest besser als lange Zeit unbesetzte Waben. Aber durch die Möglichkeiten ergeben sich auch Pflichten. Man muss dann eben auch dran bleiben.
Wenn du bei zweiräumig Zander den zweiten Brutraum drauf hast, dann hast erstmal Ruhe (aber natürlich keine Garantie für Schwarmfreiheit). Das ist auch eine Anpassung des Brutraums, aber halt grober.
So mal ganz undetailliert. Wenn du 10 Dadantimker zu ihrer Betriebsweise befragst, kommen zweifelsohne interessante Erzählungen bei raus. Aber das die 9 folgenden die erste bestätigen wäre reiner Zufall. Wenn du dich dafür interessiert musste das zum größten Teil langsam für dich und deinen Standort erarbeiten.


Dein zweites Volk. Nur weil das erste gerade den zweiten Raum annimmt braucht das andere nicht ebenfalls diesen Raum. Vielleicht braucht es ihn lange nicht, vielleicht braucht es ihn schon lange... Das musste entscheiden wenn das Volk im Kasten sitzt...
Du kriegst das dann also auf LS?
Kuck mal, ein neues Forum :-) Infos: http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f=28&t=2729
beeo
 
Beiträge: 1066
Bilder: 12
Registriert: 21. April 2014, 23:39
Wohnort: Kinzigtal/Baden/DE

Nächste

Zurück zu April

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast