Völker sanieren

Völker sanieren

Beitragvon Plonsi » 8. März 2013, 16:26

Hallo,
ich habe ein Frage zu dem so oft gepriesenem Konzept der "Völkersanierung". Ich meine damit das Aufsetzen eines schwachen Volkes auf ein Starkes. Ich habe ein Einzarger, der schwach ist, fliegt und ein bisschen offene Brut hat. Dann habe ich noch einen Einzarger, der inzwischen schon in ca. 9 Wabengasdsen sitzt. Der Standort ist Witzenhausen wo es die nächsten tage nachts bis ca -10 C° haben soll. Ich will auf jeden fall von dem Starken Einzarger 2-3 Ableger machen dieses Jahr, würdet Ihr mir trotzdem empfehlen die beiden Völker für einen Monat übereinander zu setzen? Und beim trennen dann ausserhalb des Flugradius oder einfach daneben?
Danke schonmal für Eure Antworten.
Gruß Stefan
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Re: Völker sanieren

Beitragvon GeeBee » 8. März 2013, 17:32

Hallo Plonsi,

ich habe vor etwa 14 Tagen ein kleines Völkchen auf einen großen Einzarger gesetzt. Offensichtlich hat es die Königin des kleinen Volkes nicht überlebt, da weder Brut noch Königin zu finden sind. Bei einem Imkertreffen letzte Woche mit Dr. Liebig wurde empfolen, mit dem Aufsetzen noch zu warten. Ich meine er hätte geraten, bis Ende März zu warten.
Soweit ich weiß, sollte das aufgesetzte Volk nach der Trennung aus dem Flugbereich des großen Volkes gebracht werden um u.a. stille Räuberei zu vermeiden. So bleiben ja auch die darin enthaltenen Flugbienen beim sanierten Volk.

Gruß,

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Re: Völker sanieren

Beitragvon Plonsi » 8. März 2013, 17:59

GeeBee hat geschrieben:Hallo Plonsi,
[...] Bei einem Imkertreffen letzte Woche mit Dr. Liebig wurde empfolen, mit dem Aufsetzen noch zu warten. Ich meine er hätte geraten, bis Ende März zu warten.[...]

Gruß,

GeeBee


Also den April durch, hat er gesagt ob man dann noch schröpfen sollte im April/Mai oder ob das dadurch dann schon geschehen ist?
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Re: Völker sanieren

Beitragvon Buckfastfreund » 9. März 2013, 11:13

Plonsi hat geschrieben:Hallo,
ich habe ein Frage zu dem so oft gepriesenem Konzept der "Völkersanierung". Ich meine damit das Aufsetzen eines schwachen Volkes auf ein Starkes. Ich habe ein Einzarger, der schwach ist, fliegt und ein bisschen offene Brut hat. Dann habe ich noch einen Einzarger, der inzwischen schon in ca. 9 Wabengasdsen sitzt. Der Standort ist Witzenhausen wo es die nächsten tage nachts bis ca -10 C° haben soll. Ich will auf jeden fall von dem Starken Einzarger 2-3 Ableger machen dieses Jahr, würdet Ihr mir trotzdem empfehlen die beiden Völker für einen Monat übereinander zu setzen? Und beim trennen dann ausserhalb des Flugradius oder einfach daneben?
Danke schonmal für Eure Antworten.
Gruß Stefan


Hallo Stefan. Besorg dir einen Zwischenboden, sonst geht es dir wie schon geschrieben und die Bienen wechseln zu der attraktieveren KÖ. Setz das kleinere Volk oben auf und wenn Du möchtest kannst Du ja eine schlüpfende Brutwabe aber ohne Bienen zuhängen. Fluglöcher in getrennter Flugrichtung . Wichtig ist das Drahtgitter. Kein Absperrgitter

http://www.holtermann-shop.de/advanced_ ... en&x=8&y=4

Beim trennen der Völker bleibt dann das kleinere am jetzigen Standort und wird durch die Flugbienen des stärkeren verstärt.

Gruß Buckfastfreund
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Re: Völker sanieren

Beitragvon Simon » 9. März 2013, 13:33

Buckfastfreund hat geschrieben:Wichtig ist das Drahtgitter. Kein Absperrgitter

Hallo in die Runde,
die aufsteigende Abwärme ist nur ein Aspekt der Unterstützung des schwächeren Volkes, ganz wesentlich ist der Ausgleich an brutpflegenden Bienen. Ein Volk starkes Volk (10 000 Bienen, besser noch mehr) kann ohne große Einschränkung in der Entwicklung einen Schwächling unterstützen, wenn man die Brutflächen nach 4 Wochen begutachtet wird man staunen, dass das Leihmuttervolk hierbei nicht gelitten hat. Als Methode für eine systematische Angleichung der Volksstärke ist dies nicht empfehlenswert, aber zur Rettung (Sanierung) sehr schwacher Völker (weniger als 1000 Bienen) eine klasse Sache - der Schwächling darf später Honig bringen, aber man sollte ihn nicht noch einmal einwintern, manchmal taugt die Königin tatsächlich nichts, nach 4 Wochen sieht man das meist und löst das Volk auf, aber es lohnt sich die Königin auf den Prüfstand zu schicken. Die Trennung der Völker sollte möglichst gerecht sein, entweder kommt das sanierte Volk an einen anderen Stand oder man macht einen Flugling, das Spendervolk wird ein paar Meter verstellt, das sanierte Volk kommt mit erweitertem Brutraum und Honigraum an den Platz des Spendervolkes. Die Trennung sollte vor der Schwarmstimmung erfolgen.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Völker sanieren

Beitragvon Plonsi » 9. März 2013, 14:23

Danke für die Antworten.
@Buckfastfreund: danke für deinen Rat, aber ich meinte [url=DAS]http://www.bzv-asbach.de/imkerei/archiv/monatsbetrachtung-maerz/[/url] System (unterpunkt : "Typ 3: Kümmerling").

@Simon: Habe gerade mit Pia Aumeier telefoniert, Sie riet mir vom Aufsetzten auf einen Einzarger eher ab, es gibt wohl noch nicht so viele Erfahrungen und auch der Platz wird eng bei 4-5 Wochen... Allerdingst meinte Sie, dass ich ja mal mit 2 Wochen ausprobieren könnte. Habe mich jetzt allerdings dagegen entschieden und hoffe das meine Bienen das schaffen (Ableger von Pia aus 2012 Varroa Problem im Herbst gehabt da ich iwas falsch gemacht habe leider)!

Gruß Stefan
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Re: Völker sanieren

Beitragvon indi » 9. März 2013, 19:18

hallo in die runde,
das mit dem sanieren hab ich nicht ganz so verstanden.
jetzt um die zeit.
ich habe einen "kümmerling" mit 2 wabengassen und paar lose bienen eingewintert.
war ein jungvolk, welches nicht in die pötte kam.
hab mich garnicht getraut hier drüber zu schreiben, da man mir was geraten hätte....?
bei der kontrolle vor ein paar tagen, stellte ich fest, daß das volk explodiert.
hatte die meiste brut und sammelt zur zeit die dreifache menge an pollen, als die anderen völker.
das mit 8 wabengassen eingewinterte volk wurde vom "kümmerling" überholt.

gruss
indi
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Re: Völker sanieren

Beitragvon Buckfastfreund » 9. März 2013, 21:24

indi, freu dich.

Gruß Buckfastfreund
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Re: Völker sanieren

Beitragvon Michael » 9. März 2013, 21:28

Ich hatte im Frühjahr 2011 ein sehr schwaches Volk keine 1000 Bienen mehr stark und wurde bereits vom Nachbarn beräubert. Dieses Volk habe ich dann Anfang Februar einem starken Volk aufgesetzt und Anfang April wieder getrennt.
Der ehemalige Schwächling hat mir ca 25 kg Honig und das Spendervolk 40 kg Honig gebracht :thumbsup:

Gruß
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Re: Völker sanieren

Beitragvon Waldi » 17. März 2013, 20:31

Michael hat geschrieben:Ich hatte im Frühjahr 2011 ein sehr schwaches Volk keine 1000 Bienen mehr stark und wurde bereits vom Nachbarn beräubert. Dieses Volk habe ich dann Anfang Februar einem starken Volk aufgesetzt und Anfang April wieder getrennt.
Der ehemalige Schwächling hat mir ca 25 kg Honig und das Spendervolk 40 kg Honig gebracht :thumbsup:

Gruß
Michael



Hallo Michael hast du das mit Abspergitter gemacht ?
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Re: Völker sanieren

Beitragvon Michael » 17. März 2013, 21:31

Hallo Waldi,

ja natürlich mit Absperrgitter. DIe zwei Königinnen sollten sich nicht übern Weg laufen... ;)

Grüße

Michael
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Re: Völker sanieren

Beitragvon mariamathilde » 8. März 2014, 18:04

Guten Tag
ich habe heute festgestellt, dass 20 Völker bis auf eines brüten, verdeckelte Brut befindet sich je nach Stärke des Volks auf 2 bis 8 Wabenseiten, teils handtellergroß bis hin zu 60% der Wabenfläche . 1 Volk hat wie gesagt keine Brut, offenbar weisellos, hat aber noch eine ordentliche Zahl von Bienen, die zurzeit zu nichts nütze sind. Was ist also zu tun?
Meine Überlegung ist folgende:
Es heißt zwar immer, dass man weisellose Vöker erst im April bei Flugwetter durch Abfegen vor starken Völkern auflösen soll, aber in den beiden nächsten beiden Tagen ist es wunderbar warm und bei allen Regeln geht es ja nciht um feste Termine, sondern um Sachzusammenhänge. Ich überlege daher, die Bienen des weisellosen Volkes morgen vor 2 starken Völkern (stark ist wohl wichtig, damit die abgefegten Bienen das aufnehmende Volk nicht überrennen) abzufegen, um diese noch mal mit zusätzlichen Bienen zu versorgen.
Wenn das dann erledigt ist, sollen 1 - 2 Tage später die beiden Völkern mit der wenigsten Brut düe 4 Wochen auf diese verstärkten Völker aufgesetzt werden, mit Absperrgitter, damit diese dann auch aufgepäppelt werden.
Diesen etwas komplizierten zweischrittigen Weg möchte ich wählen, weil ich vermute, dass eine Aufteilung der Bienen aus dem weisellosen Volk direkt auf die schwächsten Völker diese überfordern könnte.
Oder ist es besser und problemloser, ein schwaches Volk einfach auf das weisellose aufzusetzen?
Wie ist die Meinung im Forum, gibt es ggf. Erfahrung damit.
Gruß
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Re: Völker sanieren

Beitragvon Goran » 8. März 2014, 21:05

Hallo

Ich habe auch einen Volk wer schwach ist bzw. sitzt auf 4 Waben zum hälfte nur ,meine Erfahrung hat gezeigt das Ihm einfach die Beute zu gross ist zu wärmen ,daher habe Ich Ihm geengt bzw. neben den Nest eine Volle Wabe mit Honig und auf die andere Seite das gleiche gemacht und dann den trenscheid reingetan,was ist passiert in 1 woche die Bienen haben jetzt schon die 5 Wabe voll besetzt die königin hat alle 4 waben schon fast ganz gestiftet ,daher wir Morgen nur dazu eine gebaute Wabe mit einen Honigkranz gegeben das sie weiter stiften kann und so jd.8 bis 10 Tage .
Dazu fliegt viel mehr Bienen raus zum Pollen Hollen weil nicht alle den Nest warm halten müssen .

Mfg

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Re: Völker sanieren

Beitragvon Goran » 9. März 2014, 19:48

Hallo

Heute habe ich meinen Sorgekind angeschaut und hat alle 5 Waben die Königin gestiftet und zwar bis zum ende davon sind Drei Waben mit ca 3 Einheiten gedeckelte Brut ,was eigentlich heist eng machen und den Bienen eine CHANCE geben,Heute ist noch eine Rämchen dazu gekommen ,welche einen schönnen Honigkranz hat und in die Mitte leere zellen dann kann die Königin ruhig stiften und die Bienen müssen die Futter nicht übertragen ,Ich glaube in Zwei wochen hat er seine Stärke eriecht und kann erweitert werden mit noch eine Zarge,die hollen sehr viel Pollen und er hat eine Junge Königin daher sollte das ausreichend sein das er auf den Raps die Honigzarge bekommt .

Mfg

Goran
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Re: Völker sanieren

Beitragvon Simon » 14. März 2014, 14:29



Gut sehen die Völker aus, das war bis jetzt der einzige Schwächling. Für eine Sommertracht hätte die Volksstärke gereicht, nun geht da schon früher die Post ab, ich hoffe nicht der Schwarm. ;)
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
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Re: Völker sanieren

Beitragvon Simon » 1. April 2014, 13:45



Die Sanierung hat sich gelohnt, sehr gute Brutausdehnung.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Völker sanieren

Beitragvon mahagugu » 4. April 2014, 17:35

ich bin so verzweifelt wegen schwachen Völkern und das sieht nach Rettung aus ...
übrigens die urbraven Bienen ... bei uns gibts solche nicht ... is halt pannonische Aggressivität

Also, nachdem die sich quasi vampirartig vom starken vollgesaugt haben , bringt man sie sodann
auf einen 5 km weit entfernten Stand ...

und ich Trottel hab gefüttert , wär wohl besser gewesen , ich hätte aufgesetzt über Absperrgitter.
wer einfacher gewesen und hätte wahrscheinlich mehr gebracht. Mein Brutraum is halt doch um einiges größer.
(wurscht, muss mir halt die Freundin helfen --- hat eh einen Schutz)
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