die Stockwaage meldet

Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon sandler » 13. April 2015, 19:14

Bild

Neues Update von Woche 15.
Abnahme 120g.
Hier sieht man, dass erst wenn die Tagestemperatur über 20 C° ist, nennenswerte Zuhnahmen zu verzeichnen sind.

Habe letzte Woche den Honigraum aufgesetzt, Drohnenrahmen gegeben und 2 Futterwaben entnommen, ist aber alles rausgerechnet.
Drohnenrahmen war in diesem Volk heute schon komplett ausgebaut, aber noch nicht bestiftet.

Gruß

sandler
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon HaroldBerlin » 13. April 2015, 20:19

Und hier die Ergebnisse von zwei sonnigen Tagen und einem großen Baum auf dem Grundstück...

chart.php.png
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon HaroldBerlin » 24. April 2015, 20:42

In Berlin ging es stetig weiter mit dem guten Wetter, etwas trocken, aber noch fließt der Nektar:

Stockwaage.png
Seit Sonntag an neuem Standort
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon Simon » 24. April 2015, 20:46

raps4.JPG
Ohne Raps kein Honig, zumindest unter diesen Wettervoraussetzungen, an reinen Obstblütenstandorten sieht es sehr mager im Honigraum aus.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon HaroldBerlin » 24. April 2015, 21:13

Simon hat geschrieben:
raps4.JPG
Ohne Raps kein Honig, zumindest unter diesen Wettervoraussetzungen, an reinen Obstblütenstandorten sieht es sehr mager im Honigraum aus.


Ein tolles Bild!

Hier in der Stadt ist es auch ohne Raps aktuell sehr ergiebig und um die Beuten duftet es seit Tagen köstlich. Aber in Kürze wird es richtig losgehen, wenn der Regen nicht ganz ausbleibt, denn die Rapsfelder bekommen das erste gelbe Schimmern. Sonntag oder bis zur Wochenmitte werde ich den Raps anwandern, so gelb wie bei Dir Simon, ist er hier noch nicht! Möchte aber gerne auch die Blüte vor Ort mitnehmen...

Wenn das so weiter geht... Robinie ist in der Wanderung wieder fest eingeplant, Linden stehen ringsum mein Grundstück noch reichlich. Mal sehen ob dieses Jahr Sonnenblume oder gar Phacelia klappen kann. Die ist bei zwei Landwirten, mit denen ich Kontakt aufnehmen konnte letztes Jahr leider nur in Gründüngungsmischungen in unter 10 % drin und nicht mehr in ganzen Feldern, wie ich das vor 10 und 7 Jahren einmal in Dresden und einmal ganz in der Nähe gesehen hatte.
Wie findet Ihr so etwas heraus, bevor es schon in voller Blüte steht - und den Eigentümer?
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon Plonsi » 25. April 2015, 18:13

HaroldBerlin hat geschrieben:Wie findet Ihr so etwas heraus, bevor es schon in voller Blüte steht - und den Eigentümer?


Das würde mich auch SEHR interessieren, wie bekommt ihr gute Standorte? Bei Frühtracht (Raps) finde ich es mehr als einfach, große Flächen zu finden (kann man ja im Jahr davor ausfindig machen). Aber wo zur hölle bekomme ich die Info, wo in meiner nähe zb ein lichter Fichtenbestand ist, welcher viel Himbeere und Brombeere hat? Habe schon tage damit zugebracht Wälder zu durchwandern. Oder ein guten Lindenstandort etc... und woher weiss ich das die Tracht für meine Völker (10 Stck) ausreicht?

Gruß Stefan
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon Hochleistungsbiene » 25. April 2015, 20:28

Einfach mal mit einem Landwirt reden, ob nicht eine ganzjährige Blühfläche zur Erfüllung der Greeningauflagen beitragen könnte.
Dann auf greeningfähige, Fruchtfolgeangepasste und für Bienen interessante Mischung einigen, die Ihr dem Landwirt bezahlt.
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon Plonsi » 25. April 2015, 20:51

Hochleistungsbiene hat geschrieben:Einfach mal mit einem Landwirt reden, ob nicht eine ganzjährige Blühfläche zur Erfüllung der Greeningauflagen beitragen könnte.
Dann auf greeningfähige, Fruchtfolgeangepasste und für Bienen interessante Mischung einigen, die Ihr dem Landwirt bezahlt.

Bei aller liebe, aber ich bezahle mit sicherheit nicht die Zwischenfrucht für einen Landwirt, nur damit er günstig seine Bodenfruchtbarkeit verbessert und auch noch Subventionen dafür bekommt... :no: Aber mit Landwirten ins gespräch kommen ob sie nicht eine gute ZW anbauen können wäre auf jedenfall gut.
Aber ich meinte jetzt eher für die Tracht Juni/Juli wo auf den Äckern noch die Hauptkultur steht (welche sicher kein Landwirt durch Blühpflanzen in ausreichendem maße für einen Imker ersetzen wird).
So sehe ich das.
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon Hochleistungsbiene » 25. April 2015, 21:08

Deshalb hab ich auch nichts von Zwischenfrucht geschrieben. Die blüht, wenn überhaupt, zu spät.

Durch das Greening rechnet sich eine ganzjährige Blühfläche fast schon. Wenn die Saatgutkosten nicht wären sollte es mit ein wenig gutem Willen hinhauen.
Ansonsten gibt's eben keine Blühfläche, da es aus ackerbaulicher Sicht bessere Alternativen gibt. (Z.B. auch Zwischenfrüchte, die dem Imker aber nix bringen.)
Wer da trotz des hohen Nutzens zu geizig, oder gar zu mißgünstig zu ist, hat halt Pech gehabt. Aber dann bitte auch nicht rumjammern, dass die Landwirtschaft nix für die Imker tun würde... :no:

Sorry, aber das ist für mich die typische Einstellung der schmarotzenden Ökofaschisten...
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon waldimker » 26. April 2015, 07:01

Dir gehts wohl nicht gut, Hochleistungsbiene?
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon Plonsi » 26. April 2015, 13:47

Hochleistungsbiene hat geschrieben:
Sorry, aber das ist für mich die typische Einstellung der schmarotzenden Ökofaschisten...

absolut! zu denen zähle ich... [;o) :D
Und klar ist auch wie du schon sagtest, wer als Imker den Landwirten nicht was Zahlt, damit diese etwas für Ihre eigene Bestäubung tun und dem imker etwas Blühendes bietet, der ist ein Öko-Faschist :thumbsup:
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon Hochleistungsbiene » 26. April 2015, 20:16

Ja Neee..., is klaaar...!

Dummerweise bringen die Bienen in den Standartkulturen (Getreide, Raps, Mais, Rüben) dem Ackerbauer in der Praxis außer Ärger überhaupt nix. Wenn da einer mit Imkern kooperiert zeigt er lediglich den Guten Willen.
Bei Sonderkulturen (Obst, Beeren...) sieht das zwar anders aus, aber da hab ich nen Freund der sich vor Jahren selber Bienen in die Obstplantage gestellt hat. Er war das ewige Gejammer der umliegenden unfähigen Imker leid, dass er ihre Bienen vergiften würde. Die Stehen seit Jahren mitten in der Plantage, ohne das es Probleme mit den Raumspritzungen (da wird das PSM richtig schön durch die Luft, statt nur abdriftarm nach unten, gewirbelt, gab. Die Beuten werden voll mit getroffen.

Bin mittlerweile schon am hin- und herrechnen, ob es nicht sogar Sinn macht für die Bienen eine ganzjährige Blühfläche fest in die Fruchtfolge mit aufzunehmen, da der Honigertrag bei minimalem Aufwand mehr bringen müsste als die intensiven Ackerkulturen. Man muß dabei natürlich auch die Vorfruchteffekte für die folgende Kultur mit einbeziehen. Leider nicht ganz einfach in Zahlen zu fassen, da halt kein Jahr wie das andere läuft und die Zusammenhänge sehr komplex sind. Ich experimentiere da schon ein paar Jahre länger als wie die Sache durch das Greening angekurbelt werden soll und es entsprechend gefördert wird.
Das ganze übrigens auch ohne Subventionen dafür in Anspruch zu nehmen, da ich auf die damit verbundenen schwachsinnigen Auflagen von den Ökoterroristen keine Lust habe.

Hier hatten schon einige Landwirte Flächen als Ökologische Vorrangflächen vorgesehen um das Greening mitzunehmen. Auch eine schöne Fläche direkt neben meiner Blühfläche für die Bienen. Allerdings kommen so nach und nach die ganzen damit verbundenen Auflagen, bis hin zur "Enteignung" (Verlußt der Ackerlandstatusses) nach fünf Jahren in Folge ÖVF, ans Licht (stehen aber immer noch nicht genau fest, obwohl der Lanwirt die entsprechenden Anträge schon abgegeben muss). Wäre da selber fast mit auf die Nase gefallen. Sozusagen als "Lohn" für freiwilligen aktiven Umweltschutz.
Viele machen da mittlerweile schon aus Prinzip nix mehr. Reicht man den Umweltspendenbettlern erstmal den kleinen Finger, versuchen die gleich die Hand abzubeißen.

Da wird sich dann noch gewundert, warum Viele Ackerbauer alles mögliche (und leider auch unmögliche) unternehmen um Imker und Co. von Ihren Flächen fernzuhalten...

Btw: ich hatte neben einer Blühfläche mit entsprechen Wildbienenfreundlichen Randstruckturen, einen Schlag mit Raps. In den vorhergehenden vier Jahren hat sich dort eine Hummelpoppulation entwickelt, dass in dem Raps mehr davon waren, als Bienen, obwohl die sich auch schon auf die Blühfläche und somit auch auf den Raps daneben eingeflogen hatten. Muss man mal gesehen haben. Unglaublich was für einen Lärm Hummeln nach wenigen Jahren Entwicklung in einer mehrjährigen sinnvoll angelegten Blühfläche machen können... :shock:
Sollte also neben Obst, bzw. Beeren auch ganz gut funktionieren. Da wäre dann schon zu überlegen, was Bienen selbst da noch an Mehrwert bringen...? Irgendwelche Schmarozerimker, die dann auch noch dumm kommen, bräuchte da aber sicher keiner mehr...!

Sorry, wenn sich da jetzt einer auf den Schlipps getreten fühlt, aber gerade wenn man selber auf eine möglichst intakte Umwelt in seinem Wirkungsbereich achtet, ist das ganze schon mehr wie nur nervig.
Evtl. nicht gleich jeden Blödsinn glauben und weiterposaunen den man beim Frösche über die Straße tragen aufgeschnappt hat.

Vielleicht einfach mal den LANDWIRT fragen...!?

Halte diese Forum dabei noch für das vernünftigste in der Richtung. In den anderen würde ich es wohl garnicht aushalten. Aber die Hirnwäsche von Greenpiss und Co. scheint doch erschreckend weitreichende Wirkung zu zeigen...
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon waldimker » 26. April 2015, 20:44

@Hochleistungsbiene
Ich mein immer, in diesem Forum triffst Du eher auf Leute, die schonmal mit den Bienen einen Schritt in Richtung "Landwirtschaft" gegangen sind. Viele werden auch sonst etwas Ahnung von der Nutzung der (Garten/Acker/...)Erde haben. Insofern wundert mich, dass Du hier überall "Ökofaschisten"/-terroristen, "greenpisser" usw. siehst. Ich hab den Eindruck, von diesen Extremen, die meist irgendwo in einer Stadtwohhnung hausen, gibts hier so gut wie keine?
Oder musst du Deinen Frust einfach irgendwo abladen wenn grad kein Stammtischtermin ansteht?

Ich mein auch immer, "Landwirt" ist einer der vielseitigsten Berufe überhaupt. Ich kann da nur Respekt haben und wenn ich etwas mehr Land hätte, wär ich auch einer. Dass "Bauern dumm seien" ist ja eine Aussage der Neuzeit. Aber dass sie sehr sehr eigen sein können, das weiß jeder, der wenigstens iene handvoll kennt. Und wie man an Deinen Schreiben sieht.
Du hast Dich da auf was eingeschossen, das versteh ich nicht.
"Imkerschmarozer" z.B.
Wie kommst Du dazu, sowas in einem Imkerforum zu schreiben? In diesem PUnkt sind wir Kollegen. Was hat das mit Schmarotzen zu tun? Würde ein Forstwirt hier sowas über mich sagen weil ich meine Bienen in seinen Wald schicke - ich glaub das gäbs so nicht.

Wenn Dich einer nervt, der von Deinem Rapsspritzen genervt ist, dann lass ihn halt nimmer kommen! Ist doch einfach. Und wenn er die Bienen bei einem andern aufstellt und Dich immer noch nervt, dann lass ihn stehen. Ist doch einfach!
"Schmarotzer" - !

Bloss weil Imker kein Land bestellen und trotzdem ernten? Du bist mir einer.
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon andreasE » 26. April 2015, 20:47

waldimker hat geschrieben:Dir gehts wohl nicht gut, Hochleistungsbiene?


Was unterhälst Du Dich eigentlichen noch mit diesen Spacken?!
Du und die Anderen hier und überall argumentieren rational mit Argumenten und Tatsachen und die schreiben mit ihren Gedärmen, wie in den Landwirtschaftsforen, wo sie unter sich sind und ihre Vokabeln austauschen, welche sie in der Gosse aufgeschnappt haben und jetzt hier nachplappern. Das ist doch wirklich der Abschaum dieser Gesellschaft, schlimmer noch, als die eingesperrten und nicht eingesperrten Vergewaltiger, Mörder und Kinderschänder, denn sie zerstören unser aller Lebensgrundlagen mit ihrer Unfähigkeit und parasitieren auch noch die Gesellschaft.

Gruß
Andreas
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon Hochleistungsbiene » 26. April 2015, 21:06

waldimker hat geschrieben:...
"Imkerschmarozer" z.B.
...

= diejenigen, die sich nicht mit dem kostenlos überlassenen zufrieden geben, sondern ständig lautstark von anderen noch mehr fordern und dabei äußerst empört sind, wenn sie selber mal einen kleinen Beitrag leisten sollen.
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon waldimker » 27. April 2015, 07:30

@Hochleistungsbiene:
Ich forder von Dir nix. Weder Blumen noch Verständnis.
Ich diskutier mit Dir, weil auch andere das lesen. Tatsächlich hab ich auch schon erwogen, einfach nix mehr zu schreiben, aber Deine Sätze und "Vokabeln" sind schon am Rande des Tragbaren. Du haust da alles in einen topf. Die Imker, Bio-Verbände, EU-Bio, Greenpeace, Idontknowwhatelse
Dich überzeugen ist unmöglich. Versuch ich auch gar nicht. Wir könnten grad so gut auf verschiedenen Planeten wohnen und bisweilen wär mir das lieber.
Das ist GAR NICHTS persönliches gegen Dich. Nur wg. Einstellungssache. Evtl. würden wir uns prima verstehen wenn wir uns kennen würden.

Du hast erst mit dem Imkern angefangen und weißt ja noch gar nicht, wie ein Imker denkt, denken muss. Während ich schon das eine oder andere aus der Landbestellung weiß - eher gärtnerisch, obstbaulich und forstwirtschaftlich, nicht ackerbaulich.
Ich wünsch Dir einen guten Tag.

aus dem Wald auf den Acker

vom waldimker
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon Lukas » 27. April 2015, 08:13

Hochleistungsbiene hat geschrieben:
waldimker hat geschrieben:...
"Imkerschmarozer" z.B.
...

= diejenigen, die sich nicht mit dem kostenlos überlassenen zufrieden geben, sondern ständig lautstark von anderen noch mehr fordern und dabei äußerst empört sind, wenn sie selber mal einen kleinen Beitrag leisten sollen.


Wenn ich mir so anschaue, wohin die meisten Subventionsgelder aus den Händen der Steuerzahler fliessen und wer am lautesten lamentiert, wenn er auch mal was beitragen oder gewisse Regeln einhalten soll, fallen mir spontan eher die Landwirte im Allgemeinen ein. Einfach mal auf ALLE Förderungen verzichten, auf Einkommen die selben Steuern zahlen wie alle andern und beim Einsatz von PSM fremden Besitz achten. Dann kannst du schwadronieren über die Ökoterroristen - solange ihr aber jede Auflage für geschenktes Geld als Gängelung seht, trifft deine obige Beschreibung des Schmarotzers recht gut auf deinen Berufsstand zu - wohlwissend, dass es überall vorbildhafte Ausnahmen gibt.
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon Distelbauer » 28. April 2015, 19:51

:roll: schreib ich da halt auch mal noch meinen Senf dazu als angehender Biolandwirt. Lukas, einerseits hast du recht mit den Subventionen, anderseits ist es aufs Verzichten schon zu spät. Und die, die es eh nicht nötig haben schöpfen ja eh aus dem Vollen. Hätte man früher die blöde Subventioniererei sein lassen und anständige Lebensmittelpreise verlangt gäbe es heut vermutlich noch mehr Kleinbauern, vielleicht aber auch nicht. Man sieht ja bei den Imkern am Besten wie wenig sich da beruflich behaupten können. Würde man in der Imkerei alles subventionieren, wer weiss was dann wär. S ist halt wie s ist.

VG Georg, dem langsam die Disteln ausgehen ;)
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon hobbee » 28. April 2015, 21:05

Ich will mal Folgendes beitragen:
1. Anruf des SWR: Thema Bienen für eine Reportage. Sehr nettes Telefonat mit der verantwortlichen Redakteurin. Mögliche Termine vereinbart, googlemapsdaten der Stände gemailt, alles bestens. Tags darauf ruft sie an und fragt, wieviel Völker ich habe, wieviele im Vorjahr..... Wieviel die Obstbauern mir denn bezahlten, denn ohne Bienen gäbs ja bekanntlich kein Obst. Ob meine Völker auch durch das Bienensterben und den Pestizideinsatz eingingen....

Ich gab wahrheitsgemäß an, dass ich meine Völkerzahl zum Vorjahr verdoppelt habe, ich nur aus Interesse in Kirschen und Äpfeln stehe. Es wäre nicht absolut alles rund gelaufen, denn im Normalfall könne man seinen Bestand locker jedes Jahr verdreifachen. Die höhere Mortalitätsrate sei bereits im April letzten Jahres durch die Bieneninstitute prognostiziert worden und der August aufgrund der Kühle und Feuchte denkbar schlecht geeignet gewesen für die Varroabehandlung-jedenfalls wenn man keine unter Strafbewährung verbotenen Mittel wie 85% Ameisensäure eingesetzt hat.
Seitdem hat sie nichts mehr von sich hören lassen, Sie braucht einen Imkerversager, der seine Unfähigkeit auf andere schiebt- mit Sachlichkeit kein Skandal. Ich glaube nicht, dass der vereinbarte Aufnahmetermin stattfindet. Ein solches Vorgehen nennt man adverse Selektion.

2. Ich habe selbstverständlich einem Landwirt 200 kg Phaceliasaatgut zu 1.600 € gekauft, die er mir auf 25 ha Stilllegung ansät. Denn bei den richtigen Witterungsverhältnissen bringt die richtige Sorte (erhebliche Differenzen!) locker 100 kg/ha Honig, das Kilo für 7 bis 7,5 € je kg.
Wenn ich also immer 700 € Honig ernte (Mitte Juni-Mitte Juli), warum soll ich dem Bauern nicht das Saatgut bezahlen. Er hat ja noch die Grundbodenbearbeitungs- und die Aussaatkosten (locker 80 bis 100 € je ha).

Damit kann ich meine 100 Völker in eine sehr ertragreiche Tracht führen, ohne wie andere Imker hunderte Kilometer wandern zu müssen, zusätzlich locker 250 Ableger in Schwung bringen.
Ich weiß nicht, ob ihr rechnen könnt, ich wills mal für euch tun:
250 Ableger im Juli (80€) bringen 20.000, im nächsten Frühjahr (bei 10% Verlusten u. 150€) 33.750 €.
100 Völker je 20 kg á 7,5 € bringen 15.000.
Und ihr erzählt hier, es fehle gerade noch, Bauern das Saatgut zu bezahlen. Hahaha ihr habt echt Galgenhumor.

Macht ruhig so weiter, ich finde das für Imker wie mich übrigens sehr beruhigend. Selbst bevorzuge ich ein Topverhältnis zu den Obst-und Ackerbauern, weil ich deren Nöte und Existenzfragen kenne und mein Hirn nicht an der nächsten Straßenlaterne aufgehangen habe. Bei mir bekommt jeder, der mir das Anwandern gestattet noch 10 30g Gläschen für die Familie geschenkt.

Gut, ich muss einschränkend hinzufügen, dass ich Agrarwissenschaftler und Ökonom bin, Spritzfolgen bewerten und die enorme ökonomische Gefährdung durch Schädlinge beurteilen kann. Wenn ich zwei Rapsfelder aussuchen kann, nehme ich immer den Topbestand, der zweimal Folicur/Carax, zwei Insektizidbeahndlungen, mindestens 230 Kg N, plus Mangan, Bor etc. bekommen hat. Zwischen einem topgeführten Rapsbestand und einem kümmerlichen Raps liegt der Faktor 2,5 im Honigertrag je Volk, weil die Nektarmenge je Blüte durch die Nährstoffversorgung und die Blütenanzahl durch die Insektizid und Fungizidbehandlung mehr als verdoppelt wird.

Noch absurder ist es, mit einem Großteil der Imkerschaft zu diskutieren, deren Wissen um die landwirtschaftliche und imkerliche Produktionspraxis nahe des Nullpunkts tendiert.
Zuletzt geändert von hobbee am 29. April 2015, 06:05, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon Hochleistungsbiene » 29. April 2015, 00:51

Denke dass auch Phacelia keine extensiv geführte Frucht sein muß und dann bei entsprechend Bienen, sogar als Hauptfrucht hoch rentabel sein müsste.

Hab vor drei Jahren 300 l AHL gegeben. (1:1 auf Stroh vor Einarbeitung) Rest N nicht gemessen, dürfte aber auch nicht sooo niedrig gelegen haben. Mehrjähriger Strohverbleib, entsprechende Nachlieferung. Stand als ZF nach SG, die aber vor Saat schon für WW mit stabilisiertem N und entsprechender Menge angedüngt war. (Auswinterungsjahr :auge: ). K in E. P in D. Ph dementsprechend hoch bei 7. Nur Mg in B. (Arbeite ich aber dran :roll: ) Aber trotz dem Mangel bei gleichzeitig noch viel zu weitem Verhältnis zu P nix gegeben. Auch kein S. Kieserit wäre aber sicher nicht schlecht gewesen... LS mit gut 40 Punkten. Schlechte Wassernachlieferung. Nach Regen nach der Saat direkt Trockenheit und extreme Hitze die der Kleeuntersaat (Alex und Perser) teilweise im angequollenen Saatkorn die Keimlinge weggebrannt zu haben schien.

Phacelia ist nach einer Weile trotzdem abgegangen dass die den N so weggesaugt hat, dass der Rest vom Klee noch richtig gut Knöllchen ansetzen konnte. (Hatte ich eigentlich in erster Linie wegen dem sich mit der Phacelia gut ergänzenden Wurzelbild mir reingenommen).

War trotz dem N auch erstaunlich Frosthart. Minus 8 Grad C, gemessen mit Min-Max-Thermometer im oberen Viertel des Bestandes. Hat Kopf kurz hängen lassen, danach aber munter weitergewachsen...

Die Angaben zum Honigertrag von Phacelia gehen ja ziemlich auseinander; 100 kg sind da scheinbar schon sehr vorsichtig angesetzt...?
Denke auch dass die Zahlen, die man so findet eher aus extensiven Beständen kommen...?
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon hobbee » 29. April 2015, 06:16

Meine eigenen Anbauversuche zur Phacelia teile ich ich ohnehin nur per PN mit..... ;)
Bei der Sortenwahl, der optimalen Saatmenge, der N-Düngung usw. muss man erhebliche mehrjährige Erfahrungen sammeln.

Wenn ich- zugegeben konservativ geschätzt- 100 kg Honig ernte;
wenn die Produktionstechnik stimmig ist,
wenn ich locker 15-20 Ableger je ha anstellen kann, die für das gesamte Jahr (bis zum Frühjahr!) den Pollen eintragen (meine Ex-Ableger vom letzten Jahr haben immer noch Reste Phaceliapollen),
dann soll der Landwirt also neben den Technik-und Spritkosten auch noch das Saatut zahlen..... Über soviel Borniertheit bin ich selten gestossen.
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon waldimker » 29. April 2015, 06:56

Wenn man das so - in der Nähe der Felder - betreibt ist das sicher keine dumme Sache.
Ich selbst sehe das aus dem tiefen Wald heraus. Ich müsste sowieso weit wandern. Wer in einer Agrargegend lebt, sieht das sicher anders und kommt dann auch auf die entsprechenden Ideen.

Welche Sorte Phacelia (ich hatte grad gestern schon welche bestellt....)?
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon hobbee » 29. April 2015, 07:29

Du hast doch heute morgen schon ne pn erhalten..... wegen anderer Themen
waldimker hat geschrieben:
Welche Sorte Phacelia (ich hatte grad gestern schon welche bestellt....)?


Du hast doch heute morgen schon ne pn erhalten..... wegen anderer Themen. ;)
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon Simon » 5. Mai 2015, 06:23

Die Waage meldet +3,4kg, Zunahmen erst ab 14 Uhr, heute wirds Wetter doppelt so gut, bringt sicher doppelte Zunahme.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon smurfy » 5. Mai 2015, 06:51

Hoffen wir's! Gestern war der erste Tag an dem es so RICHTIG gekracht :-)
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon HaroldBerlin » 5. Mai 2015, 22:10

chart.php.png
Und hier die Werte aus dem östlichen Berlin... Gestern hielt ich die Zunahme bis zum "Anschlag" am oberen Rand der Grafik im ersten Moment für eine Fehlbedienung an der Waage, die ist ja noch neu. Aber der Tageschart zeigt, dass es sich schön und sinnvoll über den Tag verteilt.
Auch wenn das Volk in der Stadt steht, da haben die wohl den Raps entdeckt, der nicht allzu weit weg ist.
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon hobbee » 7. Mai 2015, 04:51

Ich habe vergangenes Wochenende meine zwei Funkwaagen, Marke gut+günstig, unter die Völker gestellt. Test-SMS losgeschickt, es läuft.
Zuletzt geändert von hobbee am 7. Mai 2015, 18:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon Jörgel » 7. Mai 2015, 09:31

Jörgel hat geschrieben:Ich gehe der Sache am Wochenende mal auf den Grund. Ich werde berichten... (8;)


Ich bin euch ja noch ne Antwort schuldig. Also es war keine Räuberei, sondern die Salweide hat dieses Jahr sehr stark gehonigt. Bei meinem Imkernachbarn, der seinen Stand ca. 2Km entfernt hat, war es auch so. Gewichtszunahme von 3Kg im Schnitt am Tag. Bei meinem Waagstockvolk hatte ich insgesamt ein Plus von 11,5 Kg. Wir haben in unserer Gegend einen starken Bestand an Salweiden. Allein nur im Umkreis von 500 Metern habe ich bei 40 aufgehört zu zählen. Männlich und weiblich bunt gemischt.

So weiterhin frohes Imkern

Grüße Jörgel
10 Völker,Bienenstand im Taunus 450 üNN, Segeberger Holz
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon hobbee » 7. Mai 2015, 22:43

Und die beiden haben mich zusammen weit weniger als eine C, B und Co. gekostet. Ich habe dann zunächst eine Versuchsreihe gestartet, Gewichte von 10 Gramm bis 90 Kg, Schieflagen bis 20 Grad etc. gestartet und hatte einmal bei der Kontrollwiegung mit einer geeichten Elektronikwaage (Messgenauigkeit von 2 Gramm ) eine maximale Abweichung von+-20 Gramm, ansonsten punktgenau und in 30% eine Abweichung von+-10 Gramm.
Sie kann nicht Luftfeuchte, sie hat keinen Regenmesser, hat kein Brutraumthermometer (Wozu brauche ich ein Brutraumthermometer???), macht keine Bilder und jodeln kann sie leider auch nicht. Das Einzige, was sie sehr zuverlässig macht, ist mir eine oder zwei SMS pro Tag schicken, wieviel die Bienen geholt haben.
Wenn ich die Trachtnetausfallquote der Superwaagen so bewundere, denke ich mir, lieber small grid, dafür aber genau.

Ich habe nochmal zwei nachbestellt. Ich will wissen, wieviel Zargen ich einpacken muss, bevor ich losfahre-mehr nicht. Zu welcher Uhrzeit wieviele Bienen losfliegen, ab welchem Moment ein Nettozuwachs zu verzeichnen ist, mir ehrlich gesagt vollkommen schnurz egal.
Und nein ich bekomme nirgends Prozente, hab keine Beteiligung, aber Entrepreneure sind mir immer symphatisch, vor allem wenn sie qualititativ hochwertige Wiegestäbe verbauen.
Bei der uns allen bekannten Varianz des Honigertrags auch am gleichen Stand, habe ich ein wesentlich besseres Bild, wenn ich zwei Waagen (eine oberes Viertel, eine unteres Viertel) im Einsatz habe, als mit einer. Die eine (teure) Waage steht grundsätzlich unter dem falschen Volk und sagt mir nichts darüber aus, ob ich zehn, zwanzig oder fünzig Zargen einpacken muss. Mal davon abgesehen, dass ich keine Waage mit einer Messgenauigkeit von +-100 Gramm kaufen würde, weil das keiner "Messung" sondern wohl eher einer Schätzung gleichkommt.
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Re: die Stockwaage meldet

Beitragvon Karlheinz » 8. Mai 2015, 07:54

Für mich ist das ganze Gedöns mit den Waagen eine nette Spielerei innerhalb unserer Smartphone-Gesellschaft. ;)
Und was nützt mir nur eine Stockwaage, wenn gerade an diesem Stand nix, oder alles passiert?
Gruß
Karlheinz
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