Wintertotenfall Bienen

Wintertotenfall Bienen

Beitragvon BieneMartin » 11. Februar 2013, 16:51

Hallo zusammen,

am WE war ich bei meinen Völkern. Eines davon hat einen ausziehbaren Gitterboden. Den habe ich mal vorsichtig gezogen und siehe da es kamen mehrere Handvoll Tote zum Vorschein. (Bestimmt 3-mal so viele wie im Bild unten). Die Toten habe ich alle erstmal entfernt.

Dann hab ich oben mal den Deckel gehoben und es sitzen über die ganze Fläche verteilt Bienen an der Folie. Schwer zu sagen ob das eine grosse Traube ist oder keine. Ich hab mich nicht getraut mal die oberste Zarge anzukippen um von unten genauer zu schauen. Will ja auch nicht zu sehr stören. Von ganz unten reingelinst hängen ein paar tote Bienen auf den Waben der unteren Zarge.

Gestern hab ich dann den Gemüllschieber und das Gitter wieder reingeschoben.

Heute hab ich nachgesehen und auf dem Gitter wieder ~40 tote Bienen entdeckt. Der Gemüllschieber sieht wie im Bild unten aus, innen sind braune Krümel zu erkennen, aussen sind auch durchsichtige Krümel dabei.

Dieser Totenfall ist doch nicht normal? Kann es sein das die Bienen hungern? Warum hab ich solche durchsichtigen Krümel im Gemüll bzw. sieht der Schieber so ok aus für 1 Tag?

VIelen Dank für eure TIpps.

Gruß BieneMartin

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Re: Wintertotenfall Bienen

Beitragvon YoYo » 12. Februar 2013, 09:25

Hallo Martin,

ich erkenne auf der Windel Krümel von Deckelwachs, Kondenswassertropfen und Zuckerkristalle. Das ist normal. Der Bien ist in Brut. Das beansprucht die Winterbienen sehr, so dass sie sich dabei verbrauchen. 40 tote Bienen am Tag ist sicher weniger als derzeit pro Tag erbrütet wird. Hätten wir Flugwetter würdest du den Abgang an Bienen gar nicht bemerken.
Für extreme Futternot ist es noch zu früh. Die Brutflächen sind noch nicht so groß, somit ist auch der Futterverbrauch noch moderat. Vor April hatte ich noch nie Futterprobleme in den Völkern. Merke: es sind immer die besten Völker die verhungern, weil die die größten Brutflächen pflegen. Im Winter öffnet man die Völker nur zur Varroabehandlung, ansonsten sollte man sie tunlichst nicht stören. Jede Störung jagt den Futterverbrauch unnötig hoch.

Viele Grüße
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Re: Wintertotenfall Bienen

Beitragvon BieneMartin » 12. Februar 2013, 11:06

Ohh dann bin ich erstmal beruhigt. Es ist nämlich das einzige Volk bei dem ich letztes Jahr beim Einfüttern keine Gewichtskontrolle gemacht habe. Aber von der Menge her die ich gegeben habe, müsste, wenn nicht zuviel bei der Einfütterung geräubert wurde, genug drin sein.
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Re: Wintertotenfall Bienen

Beitragvon Simon » 12. Februar 2013, 12:10

Der Totenfall kann einen schon beunruhigen, wenn die Völker in kürzeren Abständen fliegen können, sieht man den Bienenabgang nicht so offensichtlich wie jetzt. Der Totenfall kann sehr unterschiedlich sein und schwankt von Volk zu Volk. 30-40% der Winterbienen können über den Winter abgehen, das ist normal. Bei starken Völkern (10 000 Bienen) kann sich da einiges auf dem Gitterboden anhäufen. Der Totenfall kann sich im unteren Bereich der Wabengassen ansammeln und fällt erst durch Bewegung im Volk runter, hier hat sich der Totenfall auf dem Unterträger gesammelt: http://bienenvolk.org/bilder/dadantwabe.JPG. Ob der Totenfall mit der Temperatur in Verbindung zu bringen ist? Ich hatte schon sehr hohen Totenfall ohne Nachtfröste im Herbst beobachtet, vieles hängt von der Altersstruktur des Volkes zusammen, ein starkes Altvolk wird mit mehr älteren "Sommerbienen" in den Winter gehen als ein Jungvolk, entsprechend kann der Abgang unterschiedlich sein. Dem Gemüll nach wird in fast allen Wabengassen gebröselt, das ist ein gutes Zeichen für stärkere Völker. Wichtig ist trotzdem ein Auge auf das Futter zu haben, einfach mal die Kiste auf einer Seite anheben und abschätzen bzw. von oben schauen ob noch Futter in den Waben ist.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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