Reinigungsflug Nr. 1

Reinigungsflug Nr. 1

Beitragvon Simon » 16. Februar 2012, 18:59

Die gestiegene Temperatur ermöglicht an manchen Standorten einen kurzen Ausflug für einige Völker. Nicht alle Völker haben einen Reinigungsflug dringend notwendig, allerdings ist es bei einigen Völkern mehr als dringend:
flugloch_kot.JPG

Völker mit Waldhonig als ausschließliches Winterfutter haben durchweg einen erhöhten Bienenabgang und Kotspuren am Flugloch. Eingeengte Fluglöcher sollten aktuell kontrolliert werden, damit es nicht zum Stau und Verbrausen kommt.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Reinigungsflug Nr. 1

Beitragvon Immenfreund » 16. Februar 2012, 21:45

Simon hat geschrieben:Eingeengte Fluglöcher sollten aktuell kontrolliert werden, damit es nicht zum Stau und Verbrausen kommt.


Wann kann man das Mäusegitter entfernen? Gibt es überhaupt noch Mäuse, die noch kein Quartier haben?
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Reinigungsflug Nr. 1

Beitragvon Simon » 16. Februar 2012, 21:50

Immenfreund hat geschrieben: Wann kann man das Mäusegitter entfernen? Gibt es überhaupt noch Mäuse, die noch kein Quartier haben?
Es muss nicht sein dass die Mäuse bei weiteren Frösten die Waben unten abschroten und für Stress sorgen. Ab der Salweidenblüte können die Gitter weg.
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Re: Reinigungsflug Nr. 1 - das Schlimmste ist vorbei

Beitragvon Hamamelishonig » 17. Februar 2012, 11:22

Summ, Summ macht es bei 5 Grad am Bienenstand und die erste Frühjahrsdurchschau und Futterkontrolle konnte durchgeführt werden.
Spechtnetze entfernt, Fluglöcher wurden kontrolliert, Totenfall herausgeschabt, die Meisen und Amseln liegen auf der Lauer nach der willkommenen Futterergänzung.

Verluste:
Wirtschaftsvölker: keine, auch noch zahlreiche volle Futterwaben (1,2,3, 8,9,10)
zweizargige Ableger: keine, noch viele volle Futterwaben vorhanden und Spender von Futterwaben für die schwachen Ableger
einzargige Ableger leider 50% Verlust, Rest (2) sind Sanierungsfälle, bekamen beide Futterwaben zugehängt.

Simon, wann denkst Du soll ich die schwachen Ableger über die Wirtschaftsvölker mit Gitterboden stellen, gleich oder erst nachdem sie in Brut gehen?
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Re: Reinigungsflug Nr. 1 - das Schlimmste ist vorbei

Beitragvon Simon » 17. Februar 2012, 18:36

Hamamelishonig hat geschrieben:Simon, wann denkst Du soll ich die schwachen Ableger über die Wirtschaftsvölker mit Gitterboden stellen, gleich oder erst nachdem sie in Brut gehen?

Ein ordentlicher Reinigungsflug wäre ganz gut vor der Sanierung über Absperrgitter, vorhandene Brut ist immer gut und lockt Pflegebienen hoch. Bei einem sehr schwachen Volk (<1000 Bienen) besteht die Gefahr dass es den nächsten Kälteeinbruch nicht überlebt, eine Sanierung über ASG wäre eine Rettung. Stärkere Völker (2000-3000 Bienen) würde ich jetzt noch nicht aufsetzen, erst Mitte März.
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Re: Reinigungsflug Nr. 1

Beitragvon Simon » 17. Februar 2012, 21:34

einzarger.JPG
Im Herbst hing die Wintertraube noch weit Richtung Gitterboden durch, aktuell haben sich die Tiere durch die Vorräte nach oben gefressen, die Traube ist in voller Breite sichtbar. Möglicherweise dehnt sich die Traube jetzt schon durch die Bruttätigkeit aus.
wabengasse.JPG
Leider kann man tote Bienen nicht auf dem Foto erkennen, aber man kann es gut ableiten. Oben rechts ist die aktive Wintertraube der eng sitzenden Bienen zu erkennen, die ersten beiden besetzten Wabengassen sind verhungert, die enge Traube hat sich aufgelöst um in der Gasse nach Futter zu suchen.
Die meisten Völker sind noch gut versorgt, man sollte aber trotzdem die Gelegenheit nutzen um bei den aktuellen milderen Temperaturen eine Kontrolle zu machen und Futter ergänzen.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Reinigungsflug Nr. 1

Beitragvon Simon » 18. Februar 2012, 17:50

Etwas unter Anspannung beobachte ich einen Standort mit Melezitosehonig, heute gabs nun eine zweite Reinigungswelle.
melezitoseII.JPG

Die Beuten wurden von oben bis unten eingekotet.
melezitose.JPG

Die Völker hatten im Herbst eine außergewöhnliche Volksstärke, sie stehen momentan immer noch sehr ordentlich da, die Bude ist voll!
Kot_Raehmchen.JPG
Der Winter ist noch nicht vorbei, es kann durchaus passieren dass die Völker durch die Belastung der Kotblase im Stock abkoten. Hier nur sehr wenig Spuren auf den Oberträgern. Wíe es genau in den Völkern aussieht wurde nicht kontrolliert. Hätten die Völker nicht so stark eingewintert bzw. würde noch eine weiterer Belastung dazukommen besteht ein großes Überwinterungsrisiko.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Reinigungsflug Nr. 1

Beitragvon Immenfreund » 19. Februar 2012, 09:01

zu Bild 1:
Nun werden die Flatterbänder die Spechte auf jeden Fall abhalten.
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Reinigungsflug Nr. 1

Beitragvon Ralf » 19. Februar 2012, 11:26

Simon hat geschrieben:Die Beuten wurden von oben bis unten eingekotet.

in Weilheim ist auch bei einem meiner 5 Völker die Beute von oben bis unten total bespritzt und um die Beute rum stinkt es auch unangenehm.
Das Volk war auch sehr stark im Herbst. Ich habe Anfang August mein Stecher-Volk aufgelöst und die Bienen sind dort eingezogen.

Ist das Stinken normal? Die anderen 4 sind sauber und fliegen auch.

Gruß Ralf

PS: alle meine Völker leben noch!
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Re: Reinigungsflug Nr. 1

Beitragvon Simon » 19. Februar 2012, 12:45

Ralf hat geschrieben: Ist das Stinken normal?
Der Gestank ist übel, aber "normal" unter den Bedingungen. Das betroffene Volk hatte sich auch Melezitose eingefangen?
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Reinigungsflug Nr. 1

Beitragvon Ralf » 19. Februar 2012, 13:42

Hi Simon,
Simon hat geschrieben:Der Gestank ist übel, aber "normal" unter den Bedingungen. Das betroffene Volk hatte sich auch Melezitose eingefangen?

ja, das war eines der beiden Waldvölker. Obwohl ich die meisten Melezitose-Waben rausgenommen hatte, war evtl. im Brutraum noch einiges drin.

Gruß Ralf
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Re: Reinigungsflug Nr. 1

Beitragvon beeatwork » 19. Februar 2012, 21:43

Hallo Kollegen,

sagt mal seit Ihr ‚hasenwild’ :lol: (Ausdruck aus meiner Heimat)? Wenn jemand aufs Klo geht, muss ich nicht gleich mitgehen. OO; Ihr leidet definitiv an Bienenentzug. :hail: Der Beginn der Saalweitenblüte oder die ersten +15°C-Tage ist der Zeitpunkt für die Frühjahrsnachschau. Früher mach kaum Sinn.
Wenn Ihr was Gutes für die Bienen tun wollt, kontrolliert ihr das Futter übers Beutengewicht von Außen und kontrolliert dabei ob der Specht zu Gast war. Das sollte z. Z. genügen.
In meinen Bienengarten (Südhang, 340m ü. NN.) ist der Boden tagsüber nur Oberflächlich angetaut. Die Bienen schaffen es keinen zwei Meter weit vor dem Flugloch bei <10°C und das Futter ist auch bei den Einzarger noch sehr reichlich vorhanden. Für die nächsten zwei Wochen ist da nichts zu tun.

Warte noch ein bis zwei Wochen je nach Wetterlage. Den Völkern geht es gut! Und den anderen kranken Völkern ist z. Z. nicht zu helfen. Ruhig bleiben. ;)- Kontrolliert lieber die Zargen, Rähmchen und Böden, Zustand und Menge. Evtl. ist etwas zu bestellen oder zu pflegen für das nächste Bienenjahr.

Imkerlicher Gruß vom Peter!
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Re: Reinigungsflug Nr. 1

Beitragvon Immenfreund » 15. März 2012, 13:06

Simon hat geschrieben:
Immenfreund hat geschrieben: Wann kann man das Mäusegitter entfernen? Gibt es überhaupt noch Mäuse, die noch kein Quartier haben?
Es muss nicht sein dass die Mäuse bei weiteren Frösten die Waben unten abschroten und für Stress sorgen. Ab der Salweidenblüte können die Gitter weg.


Habe mit heute eine Sal-Weide gekauft; die Baumlehrerin meinte aber, dass die dieses Jahr nicht sicher blüht, da es ja ein 2-jähriges Holz sei. Wer sagt mir dann bitte, wann die Mäusegitter weg dürfen?
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Reinigungsflug Nr. 1

Beitragvon Oliver » 15. März 2012, 13:16

Immenfreund hat geschrieben:
Simon hat geschrieben:
Immenfreund hat geschrieben: Wann kann man das Mäusegitter entfernen? Gibt es überhaupt noch Mäuse, die noch kein Quartier haben?
Es muss nicht sein dass die Mäuse bei weiteren Frösten die Waben unten abschroten und für Stress sorgen. Ab der Salweidenblüte können die Gitter weg.


Habe mit heute eine Sal-Weide gekauft; die Baumlehrerin meinte aber, dass die dieses Jahr nicht sicher blüht, da es ja ein 2-jähriges Holz sei. Wer sagt mir dann bitte, wann die Mäusegitter weg dürfen?


Bei meinen Völkern sind die Mäusegitter schon seid 3 Wochen weg :)
Grüße
Olli
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Re: Reinigungsflug Nr. 1

Beitragvon Galvon » 15. März 2012, 16:11

Ich verwende gar keine Mäusegitter bei mir im Garten...habe meine Huskys dort laufen...dat reicht :bigrin: ;)


LG
Lieben Gruß

Andreas

Ich imker mit den Landmädels (15 Völker) im DNM (10/11/12 Rähmchen) und arbeite ohne Drohnenrahmen! Ab 2014 Test und evtl. Umstieg auf Dadant Blatt 12er!
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