Kontrolle auf Futterabriß

Re: Kontrolle auf Futterabriß

Beitragvon STC » 12. Februar 2017, 10:14

Karlheinz hat geschrieben:Wie seid Ihr den drauf....
Dumme Altimker-schlaue Jungimker?
Dieses Strickmuster erscheint mir persönlich von recht einfachem Geist zu kommen, höflich gesprochen...


falsch verstanden... das attribut "dumm" oder "schlau" hat nichts mit alt- oder jungimkertum zu tun.

es gibt (logischerweise mehr als genug) Jungimker die Blödsinn machen, und Altimker die nicht der "das haben wir schon immer so..." Borniertheit verfallen. Es geht nur darum die langjährige Ausführung einer Tätigkeit nicht als Garant für Kompetenz oder gar Allwissenheit zu sehen sonder auch mal zu hinterfragen.
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Re: Kontrolle auf Futterabriß

Beitragvon YoYo » 12. Februar 2017, 10:55

Diese Diskussion dürfte sich dieses Jahr erledigt haben. Jetzt setzen sich überall frühlingshafte Temperaturen durch. Da ist kein Futterabriss mehr zu befürchten. Die Brutnester werden sich jetzt zügig schön ausdehnen und der Futterverbrauch wird ansteigen. Somit kann man sich dann so ab ca. Mitte März damit befassen, dass der Gesamtfuttervorrat in den Völkern ausreicht.

Viele Grüße
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Re: Kontrolle auf Futterabriß

Beitragvon Angie » 12. Februar 2017, 11:36

Bitte beim Thema bleiben oder neues eröffnen.

STC hat geschrieben:also liebe unsichere Anfänger: schaut ruhig mal nach (EINMAL nicht jeden zweiten tag!!) und gebt denen die am Rand sitzen auch mal ne futterwabe an den Bienensitz. Was ich nicht auseinanderreisse sind die waben der Winterkugel an sich. Nicht sinnlos trödeln dh ruhig aber zügig arbeiten dann ist nach 2 Minuten die Kiste wieder zu. der Wärmeverlust hält sich in Grenzen.


STC hat Recht und hat es gut ausgedrückt, liebe Jungimker.
Merke: es sind schon viele Völker verhungert, da der Imker die Futtersitzkontrolle scheute,
aber es ist noch keines erfroren, weil der Imker bei 0°C nach dem Futter sah und eventuell eine Wabe verrückte.

Verhungern können Völker übrigens auch noch im März, wenn es zu Beginn z.B. frühlingshaft warm war, mit dem ersten Pollen- und Nektareintrag ein großes Brutnest angelegt wurde und dann in der zweiten Hälfte des März die Temperaturen wieder abstürzen, sodass der Bien erstmal nicht mehr ausfliegen kann.

Die Bienen brauchen je nach Volksstärke und Wetter im Februar etwa 1-3kg Futter.
Im März brauchen sie je nach Volksstärke und Wetter 3-5kg Futter.
Sind diese vom Bienensitz gut zu erreichen auch ohne dass die Bienen die Wabengasse wechseln müssen,
da sie dies bei Kälte und einem Brutnest, dass sie wärmen müssen unter Umständen nicht schaffen?

Das ist der Sinn der Kontrolle auf Futterabriss.
Simon fehlt. RIP
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Re: Kontrolle auf Futterabriß

Beitragvon Cabovelas » 12. Februar 2017, 23:13

Ich kontrolliere ab Januar einmal im Monat.
Ich habe so schon viele Völker vor dem sicheren Hungertod gerettet!!!
Bisher ist allerdings noch keines eingegangen dass genug Futter hatte sich aber am kurzen Deckel öffnen zu Tode gestört hat :no:
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Re: Kontrolle auf Futterabriß

Beitragvon Sauzahn » 15. Februar 2017, 23:32

BieneMoni hat geschrieben:Den nächsten Besuch bei den Bienen nutze ich dann, um die unteren Zargen zu entfernen. Wann macht ihr das?

Wurde anscheinend noch nicht als Antwort genannt, daher: Im Spätsommer.
Gibt es einen Grund, warum Du das nicht im Rahmen der Spätsommerpflege erledigt hast?

Ansonsten bin auch ich der Ansicht, dass kurze Kontrollen im Winter, ob Frost oder nicht, eher Bienenleben retten als den Völkern zu schaden.

Gruß
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Re: Kontrolle auf Futterabriß

Beitragvon BieneMoni » 16. Februar 2017, 08:24

Im Spätsommer?
Überwinterst du also in einer Zarge?

Ich habe bislang immer in 2 Zargen überwintert.
Die Bienen ziehen sich dann im Laufe des Winters nach oben und ich kann die untere Zarge entfernen.

Viele Grüße, Moni
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Re: Kontrolle auf Futterabriß

Beitragvon waldimker » 16. Februar 2017, 09:14

Hallo Moni,
auch für mein Dafürhalten ist Deine Variante die "geschicktere". Insbesondere, wenn man bedenkt, dass das Bienenvolk im Frühjahr selten mehr als eine Zarge braucht...
.... und ich dann sowieso nur eine Zarge als Brutraum freigeben würde...
....aber "im Spätsommer" - so steht`s halt im Skript "Einfach imkern".
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Re: Kontrolle auf Futterabriß

Beitragvon jakobleipzig » 20. Februar 2017, 14:10

Cabovelas hat geschrieben:Ich kontrolliere ab Januar einmal im Monat.
Ich habe so schon viele Völker vor dem sicheren Hungertod gerettet!!!
Bisher ist allerdings noch keines eingegangen dass genug Futter hatte sich aber am kurzen Deckel öffnen zu Tode gestört hat :no:


1. Du hast also viele Völker zu schwach eingefüttert? Vermeidbarer herbstlicher Imkerfehler.

2. Von "zu Tode gestört wird" auch nicht gesprochen. Von Eingriffen, die dem Volk Energie kosten, ist die Rede. Es ist durchaus schwer einzuschätzen, ob ein Eingriff lohnend ist. Belastend für das Volk ist er ganz sicher, ob dadurch eine "Rettung" (meist Korrektur eines imkerlichen Fehlers) entsteht ist ungewiss.
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Re: Kontrolle auf Futterabriß

Beitragvon Cabovelas » 20. Februar 2017, 15:40

jakobleipzig hat geschrieben:
Cabovelas hat geschrieben:Ich kontrolliere ab Januar einmal im Monat.
Ich habe so schon viele Völker vor dem sicheren Hungertod gerettet!!!
Bisher ist allerdings noch keines eingegangen dass genug Futter hatte sich aber am kurzen Deckel öffnen zu Tode gestört hat :no:


1. Du hast also viele Völker zu schwach eingefüttert? Vermeidbarer herbstlicher Imkerfehler.

2. Von "zu Tode gestört wird" auch nicht gesprochen. Von Eingriffen, die dem Volk Energie kosten, ist die Rede. Es ist durchaus schwer einzuschätzen, ob ein Eingriff lohnend ist. Belastend für das Volk ist er ganz sicher, ob dadurch eine "Rettung" (meist Korrektur eines imkerlichen Fehlers) entsteht ist ungewiss.


Zu 1. a) Ab einer gewissen Völkerzahl wird methodisch und nicht mehr individuell Verfahren. Es kommt zu Differenzen im Futtervorrat die sich teilweise erst gegen Januar sichtlich bemerkbar machen.
b) Es war garnicht die Rede von "zu wenig" eingefüttert, sondern von Futterabriß (nicht verwechseln) Auch wenn genug eingefüttert wurde kann der Sitz der Traube bei ungünstiger Witterung oder flächigem Brutgeschehen so üngünstig sein dass eine KORREKTUR Völker "vor dem sicheren Hungertod" rettet!

Zu 2. a) Ob ein Eingriff lohnend ist oder nicht kann ich als Imker, und das kann ich mit Sicherheit sagen, sehr gut einschätzen! Wenn ein Volk ohne meinen Eingriff verhungern würde oder ein Futterabriß vorprogrammiert bzw. absehbar ist dann ist mein imkerlicher Eingriff mehr als "lohnend".
b) Das Anheben des Deckels und der Folie, währenddessen das Volk nicht einmal aufbraust, ist für mich kein Eingriff, und schon gar keiner der Energie kostet. Diese Handlung reicht mir in Verbindung mit der Waage aber schon vollkommen aus um abzuschätzen ob ein "Energie kostender Eingirff" lohnen ist oder nicht. Und wenn er meiner Einschätzung nach lohnen ist, dann IST ER DAS AUCH, denn er RETTET DAS VOLK!
c) Meine Erfahrung zeigt mir aber, und jeder erfahrene Imker wird mir zustimmen, wann durch meinen Eingriff eine Rettung entsteht. Es gibt sicher Grenzfälle da würde ich sagen "Es könnte sein dass bis zum ersten wärmeren Wetter kein Futterabriß entsteht" oder "Es könnte sein dass das Restfutter noch genau bis zur Weide reicht" aber könnte und würde ist mir zu risikoreich, daher der NOTWENDIGE EINGRIFF!

Ich hoffe du schnallst dich beim Autofahren nicht nicht an weil es sein KÖNNTE dass du ohne Unfall von A nach B kommst...
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Re: Kontrolle auf Futterabriß

Beitragvon STC » 21. Februar 2017, 08:21

jakobleipzig hat geschrieben:
1. Du hast also viele Völker zu schwach eingefüttert? Vermeidbarer herbstlicher Imkerfehler.

2. Von "zu Tode gestört wird" auch nicht gesprochen. Von Eingriffen, die dem Volk Energie kosten, ist die Rede. Es ist durchaus schwer einzuschätzen, ob ein Eingriff lohnend ist. Belastend für das Volk ist er ganz sicher, ob dadurch eine "Rettung" (meist Korrektur eines imkerlichen Fehlers) entsteht ist ungewiss.


zu 1) Fachlich und Sachlich hast du damit sicher recht! So von oben herab jedem (Jung)Imker zu sagen dass er nur die Beuten öffnen will weil er zu blöd war zum einfüttern klingt natürlich auch ganz toll und stärkt das eigene Ego. mehr halt auch nicht, denn ändern kann man nur im nächsten Jahr etwas...

Grundsätzlich sollte kein Futtermangel herrschen ja. Gerade Einzargig (Zander) überwinterte Völker haben nicht sooo viel Futter bekommen, um das Brutnest im Herbst nicht einzuschränken. Dann kommt der unterschiedliche Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr dazu (die aunterschiede werden gefühlt immer krasser)... zu viele Unbekannte. Wer nachschaut weiss bescheid.

zu 2) Energie Kosten tut ein öffnen der Beute sicher! die frage ist wie viel? Ist der Effekt auf die Volksstärke überhaupt messbar?

In jedem Fall sollte man solche Eingriffe NATÜRLICH möglichst vermeiden und primär sich mal auf die Informationen stützen, die man ohne Öffnen der Beute bekommen kann (Gemüll, Gewicht, Stethoskop,...) Keine Frage!

Aber generell das Öffnen der Beute so zu verteufeln ist einfach nicht richtig! Aus gutem Grund (und über diese Grund entscheidet der jeweilige Imker selber!) ist es aber möglich und je nach situation absolut sinnvoll und notwendig. Fehler hin oder her!
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Re: Kontrolle auf Futterabriß

Beitragvon waldimker » 21. Februar 2017, 09:33

Hab gestern bei leider widrigem Wetter mit Wind, bedeckt und 10 bis 12 Grad meine Völker auf Futter kontrolliert und eingeengt. Ehrlich gesagt gefällt mir das nicht, denn dabei ist die Kiste ein paar Minuten offen und ich muss einige Waben ziehen. Aber so war`s jetzt nunmal, ich kann da nicht grad so hin wenn mal die Sonne rausschaut. dafür ist das zu weit weg. ich muss es ein paar Tage vorher planen und der Wetterbericht ändert sich bekanntlich häufig...
Nun, was ich melden wollte: Alle brüten, z.T. schon Jungbienen gesehen. Eines hat erst 4 Tage zuvor mit Stiften begonnen. Größere Brutflächen sind allerdings nicht vorhanden. Wobei ich die mittleren Brutwaben nie gezogen habe.
Was mir auffiel war dass erstaunlich viel Futter verbraucht wurde. Der kalte Winter scheint nicht nur den Ölvorrat schmilzen zu lassen. Ich war ganz froh um die mitgebrachten Futterwaben und erwäge eine Fütterung Mitte März.
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Re: Kontrolle auf Futterabriß

Beitragvon VoBee » 25. Februar 2017, 16:42

Komme gerade auch von meinen Bienen und hab die Gitterböden gereinigt und die Völker auf Futter kontrolliert.

Auch ich kann mitteilen, dass nicht mehr allzu viel im Kasten ist. Und ich hab immerhin 28 kg pro Volk eingefütter!!! :shock:
Die Völker sind stark, es sind einige kleine Bienen (Jungbienen) von außen zu sehen gewesen, aber auf Stifte habe ich noch nicht kontrolliert bzw. wie groß das Brutnest schon ausgelegt ist.

Welche Menge würdet ihr raten, sollte man jetzt zufüttern, um bis Mitte April hin zukommen? Ich kann leider nur schlecht schätzen, was noch in den Völkern ist.

Kann ich Zuckerwasser füttern? Welches Verhältnis? 1:1???

Danke euch!
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