Auswinterung 2016

Auswinterung 2016

Beitragvon waldimker » 22. Februar 2016, 19:44

Hallo Kollegen!

Heute war auch bei uns im Schwarzwald Reinigungsflug. Ich habe die Gelegenheit genutzt und die Völker schnell durchgesehen und eingeengt, wo zutreffend (wo ein Schied in der Beute war).
Vielleicht möchten auch andere ihre Auswinterungsbefunde schildern - so kämen wir zu einem einigermaßen realistischen Bild von Winterverlusten sowie Überwinterungsraten (oder wie das heißt: wieviel Prozent Bienen haben den Winter überlebt) sowie Futterverbrauch, Brutgeschehen je nach Standort usf.
Oder vielleicht möchte auch einfach jmd. Anteil nehmen.

Standort:
Ich hab hier mitten im Schwarzwald 6 Völker stehen. 500 m Höhe. Kühles, feuchtes Kleinklima.

Winterverluste:
Alle leben.

Brutgeschehen:
Nur zwei haben eine kleine Fläche verdeckelte Brut. Eines ist ein schwächeres, das andere war bis vor Weihnachten etwas milbenlastig (als einziges). Die anderen haben erst gestern mit dem Stiften angefangen.

Überwinterungsrate Bienen:
Bis auf eines sind alle gut dabei wenn man die eingewinterten Bienen als Maßstab nimmt. Prozentzahl fällt mir schwer zu schätzen. Einge sind erfreulich bienenreich. Überwinterungsrate so ca. 80-90%?
Eines hat deutlich verloren seit Mitte Oktober, bestimmt 50%, als ich die Kästen das letzte Mal durchgesehen habe bzw. offen hatte.
Die Königin hab ich nicht gefunden, Stifte schon. Dann fiel mir eine ordnungsgemäß geöffnte Weiselzelle (ganz in der Nähe des Seitenholzes eines Rähmchens) auf. Offensichtlich wurde umgeweiselt oder nachgeschafft. Deswegen hab ich die Königin auch nicht gefunden. Ich suchte nach dem blauen Punkt... Dadurch würde sich die verringerte Volksstärke erklären: zuwenig Winterbienen aufgezogen wegen notwendiger Brutpause falls die Kö übern Jordan ging. Ich hatte mich schon an Weihnachten gewundert, als mal Flugwetter war, dass das Volk so wenig flog.

Futtervorrat:
Massig. Eingefüttert wurden zw. 10 und 16 kg. Bzw. das war Mitte Oktober drin.
Dazu müsste man sagen, dass es sich mehrheitlich um Ableger oder leicht geschwächte (durch Schröpfen im Spätsommer) Wirtschaftsvölker handelt. Ich hab keine so richtigen "Kracher" eingewintert. Sondern vermehrt.

Eintrag:
Man solls nicht glauben, aber neben Pollen von Winterling und Hasel (und was ncoh?) fand sich frischer, sehr nasser und wenig süßer Nektar in den Waben (Spitzprobe). Bei uns blühne noch nicht mal Krokusse, nur Winterlinge und Schneeglöckchen - den ersten Tag übrigens!

Mein Vater, der jeden Tag Zeitung liest, erzählte mir von einem Artikel, in dem von "sehr hohen Winterverlusten" die Rede war "wegen der Varroa-Milbe". Ich war dann froh als ich alle kräftig fliegen sah. Aber eher hättens die Bären geschafft als die Varroa an diesem Standort.

viele Grüße

aus dem Wald...
Zuletzt geändert von waldimker am 23. Februar 2016, 08:19, insgesamt 1-mal geändert.
Dieses Forum wird bald abgeschaltet. Wir starten ein neues, wo wir User uns neu sammeln können. URL: http://dreilichs.de/if/
waldimker
 
Beiträge: 2512
Bilder: 55
Registriert: 3. Juni 2014, 20:46
Wohnort: mitten im Schwarzwald / Kraichgau (beides Ba-Wü)

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon Hamamelishonig » 22. Februar 2016, 20:40

Also von meinen 15 eingewinterten leben alle, sind auch alle überdurchschnittlich stark und haben wenig Futter verbraucht...
Hab am Sonntag erst die Innendeckel gedreht und leere Futterwaben gesucht, aber kaum leere gefunden. Heuer werde ich wohl im April Futterwaben schleudern müssen
Wichtig: Dieses Forum wird demnächst abgeschaltet - komm mit rüber ins neue Forum "Einfaches Imkern" unter http://dreilichs.de/if
Mehr Infos: http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f=28&t=2729
Benutzeravatar
Hamamelishonig
 
Beiträge: 410
Registriert: 10. Juli 2010, 07:27
Wohnort: Hohenlohe/Westrand mit Weinbergen

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon Lukas » 22. Februar 2016, 21:09

waldimker hat geschrieben:wieviel Prozent Bienen haben den Winter überlebt) sowie Futterverbrauch, Brutgeschehen je nach Standort usf.
Oder vielleicht möchte auch einfach jmd. Anteil nehmen.

1 Volk hat es nicht überlebt, Kotspritzer auf den Rähmchenoberseiten, starker Bienenabgang bereits vor Weihnachten, in den letzten Tagen dann brut- und königinnenlos auf einer Wabengasse direkt am Futter verhungert.
3 Völker sind mikrig oder schwach
49 Völker sind ausreichend bis UNGLAUBLICH groß.

Sehr auffallend: meine Brutableger sind durchgehend viel stärker als die als Kunstschwarm gebildeten Völker, trotz Vorsprung im frühen Herbst. :hmm:

Futterverbrauch sehr unterschiedlich, habe den Tag gestern genutzt um ein paar Futterwaben umzuhängen und nebenher 9 Testvölker einzuengen. Das Bild das sich mir heute bot, fand ich diesbezüglich äußerst ansprechend: Bienen auf einer Seite füllen jede Ritze, haben die Folie in Perfektion abgedichtet und auf Bruttemperatur hochgeregelt. Die andere Seite bis auf ein paar Futterträgerinnen praktisch leer. Ich liebe Ordnung.

waldimker hat geschrieben:Man solls nicht glauben, aber neben Pollen von Winterling und Hasel (und was ncoh?) fand sich frischer, sehr nasser und wenig süßer Nektar in den Waben (Spitzprobe). Bei uns blühne noch nicht mal Krokusse, nur Winterlinge und Schneeglöckchen - den ersten Tag übrigens!

Ih habe die selbe Beobachtung gemacht. Erst dachte ich an Kondenswasser, überwindete mich dann aber doch zu probieren. Schmeckte nach dem Ort, an dem man Bienen immer Wasser sammeln sieht - mit leichter Süsse :mrgreen: In meinem Fall hats ganz sicher nichts mit Nektar zu tun gehabt. Aber lagern Bienen Wasser ein??

waldimker hat geschrieben:viele Grüße

aus dem Wald...

Grüße zurück, vom Berg ;-)
Benutzeravatar
Lukas
 
Beiträge: 601
Bilder: 1
Registriert: 16. Mai 2013, 19:10
Wohnort: Vinschgau, Südtirol

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon waldimker » 22. Februar 2016, 21:23

du meinst die hamm pipi gesammelt und eingelagert?
Hoffentlcih hamm sie`s desinfiziert. ich habs nämlich auch probiert. mir fehlt aber der Vergleich.
:mrgreen:
Dieses Forum wird bald abgeschaltet. Wir starten ein neues, wo wir User uns neu sammeln können. URL: http://dreilichs.de/if/
waldimker
 
Beiträge: 2512
Bilder: 55
Registriert: 3. Juni 2014, 20:46
Wohnort: mitten im Schwarzwald / Kraichgau (beides Ba-Wü)

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon Bernhard » 22. Februar 2016, 22:19

Meine haben noch 2-3 Wochen ihre Ruhe vor mir.
Futter ist da, fliegen tun sie alle.
Pollen kommt auch schon.
Alles gut.
Höhenlage meines Bienenstandes: 320 m über Normalnull
Bernhard
 
Beiträge: 198
Registriert: 22. April 2010, 12:32

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon waldimker » 23. Februar 2016, 08:15

@Lukas:
das mit dem KS und dem Brutableger ist interessant. Im Sommer war`s glaub cih grad umgekehrt?
wann hast du die KSe gebildet und die Brutableger?
- ich kann dann auch noch Vergleich ziehen, meine paar KSe sind aber an Außenstandorten verteilt und noch nicht gesichtet.
Dieses Forum wird bald abgeschaltet. Wir starten ein neues, wo wir User uns neu sammeln können. URL: http://dreilichs.de/if/
waldimker
 
Beiträge: 2512
Bilder: 55
Registriert: 3. Juni 2014, 20:46
Wohnort: mitten im Schwarzwald / Kraichgau (beides Ba-Wü)

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon Lukas » 23. Februar 2016, 10:05

waldimker hat geschrieben:das mit dem KS und dem Brutableger ist interessant. Im Sommer war`s glaub cih grad umgekehrt?
wann hast du die KSe gebildet und die Brutableger?
- ich kann dann auch noch Vergleich ziehen, meine paar KSe sind aber an Außenstandorten verteilt und noch nicht gesichtet.


Zu ganz verschiedenen Zeiten in verschiedensten Stärken. Ich sehe da heute keinen Zusammenhang mehr. Der KS mit 3,5kg im Juli ist heute nicht größer als der mit 1,5kg, generell aber eher mittelprächtig. Die Problemvölker wurden interessanterweise alle KS erstellt, brüteten und wuchsen massiv, liessen im Herbst und Winter aber massiv Federn. Die Brutableger werkeln da scheinbar viel unauffälliger bis spät in den Herbst und scheinen eigentlich gar nicht kleiner geworden zu sein.

waldimker hat geschrieben:du meinst die hamm pipi gesammelt und eingelagert?
Hoffentlcih hamm sie`s desinfiziert. ich habs nämlich auch probiert. mir fehlt aber der Vergleich.


Ich dachte da eher an schlammige Pfützen ;)
Benutzeravatar
Lukas
 
Beiträge: 601
Bilder: 1
Registriert: 16. Mai 2013, 19:10
Wohnort: Vinschgau, Südtirol

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon Waldi » 23. Februar 2016, 11:34

Hallo,
alle meine 18 Völker haben den winter gut überstanden, habe 2 Schwache Völker dabei ( Sanierung Fälle) im Früling.
Futer Ist noch genug da, um Futterwaben zu ernten ( für Ableger im Sommer) habe ich bei 4 Starke Völker Futterteig draufgelegt.
Es Grüßt

Waldi
Waldi
 
Beiträge: 295
Bilder: 6
Registriert: 31. Mai 2012, 08:27
Wohnort: Raum Bielefeld

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon Agot1979 » 23. Februar 2016, 18:18

Bei mir :

Ein Volk eingewintert.
Ein Volk ausgewintert.
Genügend Futter vorhanden
Volk schon in Brut.

Im laufe des Jahres kommt noch ein Wirtschaftsvolk hinzu und es werden mindestens 2 Ableger erstellt.
Agot1979
 
Beiträge: 12
Registriert: 7. Februar 2016, 10:12
Wohnort: Wien

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon Sauzahn » 23. Februar 2016, 20:51

Jetzt schon auswintern? Hab ich was verpasst?

Futter wurde zuletzt im Januar kontrolliert und für ausreichend befunden. In den Beuten rühre ich nicht rum bis März. Hab Besseres zu tun.

Gruß
Sauzahn
Sauzahn
 
Beiträge: 351
Registriert: 18. Mai 2013, 21:56
Wohnort: Bochum

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon Lukas » 23. Februar 2016, 20:58

Sauzahn hat geschrieben:Jetzt schon auswintern? Hab ich was verpasst?
waldimker und ich sind halt vom Klima verwöhnt. Bei uns ist Frühling :bll: ;)-
Benutzeravatar
Lukas
 
Beiträge: 601
Bilder: 1
Registriert: 16. Mai 2013, 19:10
Wohnort: Vinschgau, Südtirol

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon Sauzahn » 23. Februar 2016, 21:12

Unverschämt ist das. Im Münchner Tatort scheint auch immer die Sonne.

Ich hole jetzt tief Luft und blase die ganze Kaltluft schön zu euch in den Süden. Dann könnt ihr wieder eure beheizten Flugbrettchen rausholen :bll:

Gruß
Sauzahn
Sauzahn
 
Beiträge: 351
Registriert: 18. Mai 2013, 21:56
Wohnort: Bochum

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon cooper » 23. Februar 2016, 23:03

Gestern morgen ca 3 cm Schnee und minus 2Grad.Nix mit auswintern sondern Rähmchen putzen und reparieren.
in memoriam Simon
cooper
 
Beiträge: 207
Registriert: 26. November 2012, 21:34
Wohnort: Hessen

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon Plonsi » 23. Februar 2016, 23:10

Alle 22 Völker haben gut überlebt. Teilweise hängen sie bei Schnee und 3° max auf 4 Waben dick durch und besetzten 6-8 (einzargig alle). Futter ist mit 4-7 kg mittelmäßig aber sie werden hoffentlich in 3-4 Wochen an die Weide kommen und sobald Flugwetter ist (und nicht Weiden in massen da sind) bekommen sie Futterteig aufgesetzt.
Freu mich schon wenn sie mal wieder das Wunder vollbringen und aus Körperreserven und erster frischer Nahrung eine Brutexplosion hinlegen!!

@ Sauzahn: freu dich doch, nach meinem Wissen explodieren die Völker deutlich stärker, wenn es länger kalt ist und dann ein recht plötzlicher Temperatursprung kommt als wenn es nie wirklich kalt wird und dann langsam und früh etwas wärmer wird. Die Bienen holen das doppelt auf und wer sich anstreng aufzuholen überholt nicht selten. :thumbsup:
Plonsi
 
Beiträge: 365
Bilder: 17
Registriert: 28. November 2012, 09:16
Wohnort: Miltenberg

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon waldimker » 24. Februar 2016, 00:05

das Einengen setzt nicht voraus, dass nun zwangsläufig gleich Frühling wird, sonst würde man damit hinwarten. In der allg. üblichen Betriebsweise mit den zwei Zargen und so wird das ja auch nicht gemacht. Wird denn da überhaupt "ausgewintert"? Ist doch eher eine "nach-dem-Winter-mal-reingucken"-Geschichte, nicht wahr?
Übrigens liegt um die gestern eingeengten Völker heute Schnee. Ich hab den Wetterbericht sehr wohl gekannt. :bigrin:
Dieses Forum wird bald abgeschaltet. Wir starten ein neues, wo wir User uns neu sammeln können. URL: http://dreilichs.de/if/
waldimker
 
Beiträge: 2512
Bilder: 55
Registriert: 3. Juni 2014, 20:46
Wohnort: mitten im Schwarzwald / Kraichgau (beides Ba-Wü)

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon hobbee » 24. Februar 2016, 05:04

Verluste 6 von 271, somit einer der verlustärmste Winter, seit langem.
Allerdings ab und an (ca 10-15% der Völker) zu wenig Futtermenge (ob aus Versehen zu wenig gefüttert, oder zu viel verbraucht, sei mal dahin gestellt). Der Futterverbrauch ist sicher signifikant höher als in einem Durchschnittswinter.
Habe erstmals auch Bayvarol im Herbst eingesetzt, und die Milben hatten ganz offensichtlich keine Resistenz.
Und so gehe ich als 100% auf dem Boden der Rechtslage wandelnder, bekennender 'Chemie-Arschloch-'Imker sehr, sehr gut gelaunt pfeifend ins Frühjahr.
Erstmals seit Jahren sind mir bisher keine Völker geklaut worden, spricht für ne gute Überwinterung auch bei anderen Imkern. L)
Und natürlich wurde schon ein paar Völker gepresst, ich wüßte nicht, wie es meine Bienen ansonsten überleben sollten, sie sind schon ganz süchtig danach. In den nicht gepressten schien es mir, als würden sie schreien "press mich, press mich- endlich". Bin mir allerdings noch nicht ganz sicher, ob ich mir das einbilde......
hobbee
 
Beiträge: 189
Bilder: 0
Registriert: 2. Mai 2014, 21:02

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon HaroldBerlin » 24. Februar 2016, 12:00

Dann hier auch mein Beitrag dazu...
Ich hatte das sonnige und warme Wochenende am 7.Februar genutzt, um die 14 Beuten durchzusehen, da richtig zwei Tage Flugwetter war:

Drei Völker tot, da waren sie wohl zu klein, saßen verhungert auf Futter... Trauriger Anblick, waren auch die die bisher schon sehr viel Totenfall hatten, alle blaue Königinnen. Kein Kot auf den Waben, Biene steckten inmitten von Futter kopfüber in den Zellen - ich vermute mal, zu klein geschrumpft und dann bei minus 14 Grad erfroren - die Königinnen lagen inmitten des Volkes. :black:
Da hätte ein beherztes Zusammenlegen Ende Oktober sicher noch etwas verhindert.

Totenfall entfernt, Waben durchgesehen, in zwei Völkern je zwei verschimmelte (Völker tot, Außenwaben) in den Müll geworfen.

Und alle Völker (ich glaube drei waren es) die, die in der Ecke oder sogar über dem Futter saßen, umgehängt. Nur ein Volk hatte ein bisschen Brut, keins wirkte richtig groß und bis auf zwei hatten alle reichlich Futter.
Damit hatte ich für die beiden zu leichten Völker ordentlich Futter und habe es an beiden Seiten an den Bienensitz oder in die Zarge darüber gehängt, wenn das Volk noch unten saß.

Nun warte ich, dass die Krokusse in Massen erblühen - Winterling und Schneeglöckchen schon seit anderthalb Wochen - und mein Spillingsbaum - die Knospen schieben in den letzten drei Tagen schon gehörig.
Muss ich auch mal wieder die Pfirsiche mit Huminsäure gegen die Kräuselblattkrankheit spritzen, da geht es auch schon los.
Noch hier? Wir sind doch alle da: http://dreilichs.de/if/
Benutzeravatar
HaroldBerlin
 
Beiträge: 658
Bilder: 17
Registriert: 23. April 2013, 19:32
Wohnort: Berliner Osten

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon Goran » 24. Februar 2016, 12:47

Hallo

so mein Beitrag dazu für Bienen Jahr 2016

ich habe 29 Völker geplant zum Überwintern
am Ende Oktober einen hat Varoa Erwischt und hab 1 WG Bienen mit Brut und Königin vorgefunden ,Waben Abgekratzt und die Bienen mit MS behandelt dazu habe Ich von einen Starken Volk eine Volle Wabe mit Bienen gehängt und den Volk mit ca 6 Kilo Futter eingewintert Volk hat danach 2 WG besetzt ca 2000 Bienen oder 1500 Bienen ,aktuelle Stand sind am leben und in 1 WG mit Königin von 2015 dazu wird Anfang März Saniert .
Alle andere 28 Völker haben ausreichend Futter sind zwischen 5 und 10 WG stark ,sind mittlerweile alle in Brut .
werde alle 28 Auswintern mit einen Sanierungsfall was auch als 29 Volk gerechnet werden kann .
Sonst Schneeglocken sind in volle Blühte Bienen kommen mit Pollen nach Hause ,Flug ist noch immer nicht stark Reinigungsflug ist zum Teil gemacht es wird Warme wetter gewartet.
ich wollte die Bienen anschauen hab aber nicht war zwar warm aber sehr viel Wind,es hat noch Zeit wahrscheinlich warte Ich bis Salweiden Blühte ,außer den Sanierung Fall den werde ich nexte Woche Aufsetzen.

sonst alles Top :thumbsup: :thumbsup:

gute Anfang Wünsche ich allen und viel Honig .
Goran
 
Beiträge: 230
Bilder: 2
Registriert: 25. Februar 2014, 16:08

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon biene100 » 24. Februar 2016, 21:08

Hallo,
alle meine 50 Völker haben überlebt.
Im Vergleich zu anderen Jahren sind die Völker stärker und der Futterverbrauch war höher.
Völker auf 4 Waben geschiedet. Futterwaben der Völker ausgeglichen. Alle haben gedeckelte Brut. Jungbienen schlüpfen bereits.
Bienen stehen am Oberrhein. Wir warten jetzt auf die Weiden.

Grüße aus dem Schwarzwald

Bernd
biene100
 
Beiträge: 2
Registriert: 24. Dezember 2015, 12:25

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon propolis » 24. Februar 2016, 21:23

[quote="HaroldBerlin"
Muss ich auch mal wieder die Pfirsiche mit Huminsäure gegen die Kräuselblattkrankheit spritzen, da geht es auch schon los.[/quote]

Hallo Harold, magst du deine Erfahrungen dazu mit mir teilen, gerne per PN. Unser Pfirsich ist auch jedes Jahr gut befallen und könnte Hilfe vertragen.

Auswinterung: Hier wird ab 7 Grad geflogen und erkundet. Alle 8 Völker sind noch da, sieht auf den ersten Blick unter den Deckel auch gut aus, beide Einzarger müssen nicht saniert werden. Futter ist von knapp bis reichlich alles vorhanden und wird wöchentlich kontrolliert, ich habe hier und da schon was reingestellt, was bisher aber meine Bienen nicht interessiert hat.
LG, propolis
propolis
 
Beiträge: 496
Bilder: 4
Registriert: 21. März 2015, 07:54
Wohnort: Niederrhein

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon Simon » 24. Februar 2016, 21:59

Ich hab gar nicht alle Völker gesichtet seit der Oxalsäurebehandlung, momentan ist nicht Auswinter sondern Vollderwinter. Ein paar hab ich abgeräumt wo es offensichtlich keinen Polleneintrag gab im Januar, im Nov. ein weiselloses, schwache Jungvölker, Varroa in Kombi mit Dauerbrüten, eine nicht außergewöhnliche niedriger Verlustrate im einstelligen Prozentbereich bis jetzt. Heftige Dauerbrüter gab es, in Kombination mit 2000 Varroamilben seit Mitte Dezember. Zur Salweidenblüte schau ich mir die Völker genauer an, bis dahin gibts vielleicht noch mehr Winter wie bislang.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
Benutzeravatar
Simon
Admin
 
Beiträge: 5364
Bilder: 522
Registriert: 9. Februar 2008, 22:27
Wohnort: 73278

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon Wilson » 25. Februar 2016, 07:42

Hallo zusammen!
Na, da bin ich aber froh, dass noch jemand mit diesem Winter noch nicht ganz abgeschlossen hat. Muss dazu sagen, dass ich Neuling auf dem Gebiet der praktischen Imkerei bin. Aber irgendwie passen bei mir die Auswinterungserhebungen nicht ganz mit dem Schnee vor meinem Fenster zusammen. Oder liege ich da begrifflich falsch? Meine 3 Ableger, 2 Einzarger, 1 Zweizarger (Zander) leben "alle" noch, bei den Einzargern ist aber sicher Futterknappheit angesagt, wenn das Wetter so weitergeht, warm, kalt, warm... Brüten tun alle, fliegen tun sie auch alle schon bei einstelligen Temperaturen, aber ich möchte den Winter nicht vor dem Frühling loben :shock: , obwohl es mir auch schon in den Fingern kitzelt!
MfG Wilson
MfG
Wilson
Wilson
 
Beiträge: 64
Bilder: 12
Registriert: 14. Oktober 2015, 06:55
Wohnort: Remstal

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon bob » 25. Februar 2016, 07:56

Wilson hat geschrieben:Hallo zusammen!
Na, da bin ich aber froh, dass noch jemand mit diesem Winter noch nicht ganz abgeschlossen hat. Muss dazu sagen, dass ich Neuling auf dem Gebiet der praktischen Imkerei bin. Aber irgendwie passen bei mir die Auswinterungserhebungen nicht ganz mit dem Schnee vor meinem Fenster zusammen. Oder liege ich da begrifflich falsch? Meine 3 Ableger, 2 Einzarger, 1 Zweizarger (Zander) leben "alle" noch, bei den Einzargern ist aber sicher Futterknappheit angesagt, wenn das Wetter so weitergeht, warm, kalt, warm... Brüten tun alle, fliegen tun sie auch alle schon bei einstelligen Temperaturen, aber ich möchte den Winter nicht vor dem Frühling loben :shock: , obwohl es mir auch schon in den Fingern kitzelt!
MfG Wilson


Du siehst und machst das absolut richtig. :D
Ich habe die Völker bisher ebenfalls in Ruhe gelassen, allerdings ist es beruhigend , wenn man die Kisten mit der Kofferwaage wiegt, um den Futtervorrat zu kontrollieren. Ich habe das vor 2 Wochen so gehandhabt und bei 4 Einzargern etwas Futterteig aufgelegt, weil die rechnerische Futtermenge bei nur noch 5 kg lag.
Ansonsten genügt ein Blick durch die Folie und die Kontrolle des Varroaschiebers. (8;)
Gruß bob
bob
 
Beiträge: 217
Bilder: 5
Registriert: 18. Dezember 2014, 21:28
Wohnort: Baden Württemberg

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon hobbee » 25. Februar 2016, 13:58

Update:
Verluste 7/271
Eines habe ich vorhin abgeräumt: verhungert. Nicht, weil nix mehr drin gewesen wäre, sondern weil sie von der Mitte nach links gezehrt hatten, an der Seite angefangen hatten zu brüten und sie an das Restfutter rechts bei der Kälte nicht drankamen.

War nicht mal schwach.
hobbee
 
Beiträge: 189
Bilder: 0
Registriert: 2. Mai 2014, 21:02

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon Simon » 25. Februar 2016, 14:14

hobbee hat geschrieben:bekennender 'Chemie-Arschloch-'Imker sehr, sehr gut gelaunt pfeifend ins Frühjahr.
Ich würde mich nicht so als Märtyrer darstellen wollen, sieh es doch etwas entspannter. Ich wünschte mir die Zulassungssituation organischer Säure wäre liberaler abgelaufen, die Freiheitlichen hatten sich für die Zulassung von 85%iger AS eingesetzt. Ich wäre nicht pfeifend unterwegs, wenn ich zu den Krümeln vom Tisch der Reichen gezwungen werde.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
Benutzeravatar
Simon
Admin
 
Beiträge: 5364
Bilder: 522
Registriert: 9. Februar 2008, 22:27
Wohnort: 73278

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon Simon » 27. Februar 2016, 21:34

802
Als einziges Volk an einem Stand hatte es im Dezember aufgeheult als die Windel zur Varroakontrolle gezogen wurde, heute war ein guter Tag um das vorgemerkte Volk zu kontrollieren. Kein gezielter Polleneintrag, aber auch keine wirkliche Weiselunruhe. Auf zwei Waben gab es offene Brut, die Stifte für ein drohnenbrütiges Volk ungewöhnlich zielgerichtet abgesetzt, ich hab zunächst nach einer unbegatteten Königin gesucht. Unbegattet legte ein Weibchen in jedem Fall, denn die Deckelung der paar wenigen Zellen war mit Käppchen. Selbst ohne den Brutzellendeckel kann anhand der Dimension und Krümmung der Larven in den Arbeiterinnenzellen abgeschätzt werden ob es sich um Drohnenbrut handelt. Die Königin lag auf dem Gitterboden und wurde nicht wie der Rest des Totenfalls entsorgt, schade um das abgeschüttelte Volk, es hat sich tapfer gegen die Varroa gestemmt.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
Benutzeravatar
Simon
Admin
 
Beiträge: 5364
Bilder: 522
Registriert: 9. Februar 2008, 22:27
Wohnort: 73278

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon HaroldBerlin » 2. März 2016, 15:56

Simon hat geschrieben:Die Königin lag auf dem Gitterboden und wurde nicht wie der Rest des Totenfalls entsorgt, schade um das abgeschüttelte Volk, es hat sich tapfer gegen die Varroa gestemmt.


Eine tote Königin, die gut sichtbar auf dem Gitterboden lag, während das restliche Volk oben im Futter saß, hatte ich diesen Winter auch - und das zum ersten Mal. Anfang Februar beim T-Shirt-Wetter war sie noch auf den Waben unterwegs, war nämlich meine einzige grüne... Sie verstärken jetzt ein anderes Volk, da keine Stifte vorhanden waren...
Noch hier? Wir sind doch alle da: http://dreilichs.de/if/
Benutzeravatar
HaroldBerlin
 
Beiträge: 658
Bilder: 17
Registriert: 23. April 2013, 19:32
Wohnort: Berliner Osten

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon hobbee » 5. März 2016, 07:01

Gestern traf ich einen Standimkerkollegen an meinem Wanderplatz. Bin immer an seinem eingezäunten Grundstück vorbeigefahren, hatte ihn leider nie angetroffen.
Sehr sympathischer Kollege- so Mitte Sechzig schätze ich. August 14 sind ihm 8 von 14 Völkern geklaut worden, sein Obst wurde auch regelmäßig Opfer von zweibeinigen Räubern...... jetzt hat er das Grundstück mit eingelassenen Nagelplatten 'gesichert'.
Er berichtete mir jedenfalls, dass ihm trotz AS-Behandlung 3 von jetzt wieder 12 Völkern durch Varoose eingegangen seien. Im Dezember seien alle noch geflogen und im Januar zur OS-Behandlung seien drei Kisten leer gewesen.
hobbee
 
Beiträge: 189
Bilder: 0
Registriert: 2. Mai 2014, 21:02

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon Joachim » 5. März 2016, 09:11

Das Problem liegt am (Winter)wetter - es war zu warm - die Völker haben, sollten diese nicht an exponierten Lagen stehen, quasie durchgebrütet. Diese Situation beschert zwar vielen Imkern (noch) wenig Ausfälle - diese werden aber noch mit Sicherheit kommen - sei es, dass das Futter knapp wird - oder dass der Milbendruck bereits jetzt so hoch ist dass die Völker eigentlich kaum Chancen haben zu überleben. Man darf, auch wenn jetzt Völker einen (sehr) starken Eindruck machen nicht davon ausgehen, dass dieses so bleibt. Die Zeit der abgehenden Winterbienen hat an einigen Orten bereits eingesetzt - man kann sehr schön anhand von Populationsschätzungen feststellen dass mit unter bis 1.000 oder mehr Bienen innerhalb von weniger Tage / Woche einfach fehlen, aber noch immer zu wenig Brut gepflegt wird die diesen Umstand wieder "schnell" wett machen können.

Ein Wort zur Naturentwicklung vs. Volksentwicklung im Neckarkessel:
Die wilden Mandeln, Mirabellen, Schlehen und Weiden sind offen - dank des stark wechselnden Wetters (ein bis zwei Tage Bienenflug, dann wieder dank Wintereinbruch Pause) wird m.E. dazu führen dass die Frühtracht durch die Völker 2016 hier eher nicht abgeriffen werden kann. Die Völker hinken ihrer Entwicklung weit hinterher.

zur Milbenentwicklung:
an den Beobachtugnsvölkern kann ich sagen, dass diese gering bis null jetzt schon über mehrere Wochen geht. Dies hängt aus meiner Sicht von der stringenten Behandlungsform/methode meiner Betriebsweise zusammen - aber: abgerechnet wird erst am Ende des Bienenjahres - eine Auswertung bzw. Veröffentlichung der Daten folgt zur gegebener Zeit.

Fazit:
Aus meiner Sicht empfiehlt es sich in 2016 Ableger in ausreichender Form zu bilden, und diese zu Beginn bereits stringent nach bekannten Behanlungswegen gegen die Milben zu behandeln - die Wirtschaftsvölker müssen/sollten auf jeden Fall engmaschig überwacht werden. Warten bis Juli/August halte ich im Jahr 2016 für kontraindiziert und sehr wagemutig.

.....ein weiters spannendes Bienenjahr steht uns bevor ;)-
Viele Grüße
Joachim
Benutzeravatar
Joachim
 
Beiträge: 399
Bilder: 68
Registriert: 26. August 2012, 19:38
Wohnort: BaWü 322m ü. N.N.

Re: Auswinterung 2016

Beitragvon waldimker » 5. März 2016, 09:47

Hast sicher recht, Joachim.
Meine Völker hier im SChwarzwald sind praktisch noch im Wintermodus - die meisten brutfrei sei langem Ich glaub auch nicht, dass die die Stifte, die am 21. und 22. Feb. gesetzt wurden, weitergepflegt haben. Es liegt Schnee, das soll noch eine Woche so bleiben. Die Milbenlast in diesen Völkern ist sehr gering.
Die andern "im Tal"...ja, da wird das so sein wie du beschreibst. Eine engmaschige Kontrolle des Milbenbefalls und Entnahme von Brut oder sogar komplette Brutentnahme gegen Ende der Trachtzeit kommen diesjahr vermutlich in die Frage.
Die Milbenlast an den wärmeren STandorten ist höher.

Stellt sich mir immer wieder die Frage nach dem idealen Überwinterungsstandort: kalt oder warm? Problem ist im "Kalten" - bei größerer Völkerzahl - einen geeigneten Termin für das Gesundheitszeugnis zu finden, diese trotz Schmuddelwetter und Matsch dann ins "Warme" zu befördern. Mir hat in meiner kurzen Imkerlaufbahn der Schnee schon mehrfach Striche durch Rechnungen gemacht. Einfacher ist es halt, gleich im Warmen zu überwintern, rein logistisch... ;)
Dieses Forum wird bald abgeschaltet. Wir starten ein neues, wo wir User uns neu sammeln können. URL: http://dreilichs.de/if/
waldimker
 
Beiträge: 2512
Bilder: 55
Registriert: 3. Juni 2014, 20:46
Wohnort: mitten im Schwarzwald / Kraichgau (beides Ba-Wü)

Nächste

Zurück zu Februar

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast