Zustand der Völker

Re: Zustand der Völker

Beitragvon Karlheinz » 20. April 2015, 17:38

"Drohnen fliegen noch keine - dann sollte eigentlich eine Schwarmkontrolle noch nicht so dringend nötig sein - oder ist das ein Trugschluß??"

Ist ein Trugschluss, denn bereits letzte Woche hatten wir am Lehrbienenstand in Kolbermoor (Bayern) mehrere verdeckelte Weiselzellen.
Also besser kontrollieren....
Gruß
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Re: Zustand der Völker

Beitragvon Sauzahn » 20. April 2015, 20:25

Bei mir war gestern Kontrolltag und mit der Völkerentwicklung bin ich ganz zufrieden: große Brutflächen, noch keine Schwarmstimmung, die Völker sind allgemein recht gut in Schwung.

Aber wetterseitig hätte es auch hier besser sein können: es scheint zwar viel Sonne, aber der Wind ist kühl und in der Nacht gehen die Temperaturen in den niedrigen einstelligen Bereich. Noch dazu die Trockenheit... ich habe teilweise den Eindruck, die Bienen zehren noch vom Winterfutter, denn Nektar ist mir nicht in nennenswerten Mengen begegnet. Wird wohl größtenteils wieder in Brut umgesetzt...

Bedauerlicherweise soll es Ende der Woche kalt und regnerisch werden und in der kommenden Woche auch bleiben. Da bin ich schon fast geneigt, meine Hoffnungen auf eine Frühtracht zu begraben :(

Gruß
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Re: Zustand der Völker

Beitragvon Nils » 20. April 2015, 20:40

Ich komme gerade vom Völker wiegen...
Wenn ich meiner Kofferwaage trauen darf habe ich derzeit immer noch bis zu 300 g Abnahmen pro Tag. Die Sonne scheint, der Wind bläst kalt und bei 14 Grad fliegen sie nur verhalten. Rein rechnerisch sind einige Völker bereits bei unter 3 kg Futter angelangt.

Die 2ten Bruträume werden zum Teil nur auf 3 Rähmchen belagert. Wozu sollten sie die auch ausbauen, wenn nix rein kommt?

Ich überlege ernsthaft morgen nochmal einige Liter Zuckerwasser zu verteilen....

Nur einzelne bringen Zunahmen zustande von ca. 500 g / Tag. Das sind aber die ganz besonders starken Völker...

Frustriert,

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Re: Zustand der Völker

Beitragvon Boettger » 21. April 2015, 08:32

Nils hat geschrieben:... Was mich nach wie vor quält: wann soll ich die Völker mal richtig durchschauen?
... Vor 1 Jahr genau hatte ich in 2014 den ersten Schwarm! Sind sie heuer später dran? Damals war auch der HR schon drauf, aber heuer sind wir wohl etwas hinten dran.
Auch das große Polleneintragen der letzten Tage macht mir Sorge: wieviele Pollenbretter mögen das Brutnest schon einengen?
Drohnen fliegen noch keine - dann sollte eigentlich eine Schwarmkontrolle noch nicht so dringend nötig sein - oder ist das ein Trugschluß?? ...

Was man von den "alten" Imkern vor allem lernen kann ist: Geduld - das ist alles andere als einfach, ich weiß das aus eigener Erfahrung und übe noch - aber auch die Bienen brauchen Zeit um sich zu entwickeln. Und vielleicht auch etwas Vertrauen in die Fähigkeiten unserer Honigbienen sich selbst zu versorgen. Und natürlich die Erkenntnis, dass jedes Jahr anders ist. :bigrin:
Freu Dich doch, dass Deine Bienen im Moment Pollen eintragen können, sie brauchen gerade jetzt eine ganze Menge davon für die Brut. Über Pollenbretter würde ich mir im Moment keine Gedanken machen. Wer weiß was noch kommt?
Setz Dich vor Deine Völker und beobachte was sie im Moment für Pollen bringen. Das lässt Rückschlüsse auf die Quellen zu und die sind sicher schon recht vielseitig (beim mir: späte Weiden, Pestwurz, Mirabellen, Schlehen, Kirschen daneben Ahorn, Johannis- und Stachelbeeren etc.).

Zur Erinnerung: Nach einem extrem warmen Winter 2013/14 blühte die Hasel letztes Jahr schon früh im Februar, der komplette März war frühlingshaft warm mit Temperaturen um die 20 Grad und ohne nennenswerte Nachtfröste. Mithin der wärmste und trockenste Februar/März seit 25 Jahren im gesamten Land. Sämtliche Blühpflanzen waren in ihrer Entwicklung ca. drei Wochen voraus. Die Kirsche, die bei mir im Moment gerade zu blühen beginnt, stand letztes Jahr schon am 03. April in Vollblüte. Wer also die diesjährige Entwicklung der Völker mit letztem Jahr vergleichen will (oder auch dem vorletzten mit ganz nebenbei dem gegensätzlichem Extrem: Winter bis zum 08. April) muss das berücksichtigen oder er liegt hoffnungslos daneben. Im Prinzip sind wir dieses Jahr nicht "hinten dran", abgesehen von der Trockenheit entwickelt sich alles wohl eher "normal".

Unabhängig von den Drohnen (ich habe auch noch keine in den Völkern) beginne ich ab Mitte April mit der Schwarmkontrolle. Mit der Kippmethode geht das doch schnell und ich bin viel zu neugierig. In diesem Fall stimme ich der Parole: "Es gibt kein zu früh, nur ein zu spät" in vollem Umfang zu.
"Richtig durchschauen" tue ich meine Völker im Moment nicht. So neugierig bin ich dann auch wieder nicht. Zeigen sich Schwarmzellen ist immer noch Zeit für eine komplette Durchsicht. Vorher genügt es mir in der Regel ein, zwei, drei Waben zu ziehen, um zu sehen ob (gesunde) Brut da ist und ob sich das Brutnest in etwa so entwickelt wie es soll.
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Re: Zustand der Völker

Beitragvon Nils » 21. April 2015, 09:00

Hallo Boettger,

ich stimme dir ganz und gar zu, ich möchte die Bienen nicht unnötig stören. Waben zog ich bislang nur bis zur ersten Wabe mit Brut, das Brutnest beließ ich und momentan wird nur aufgesetzt und regelmässig gewogen. Letzteres mit erschreckendem Ergebnis, trotz Blüten in Hülle und Fülle kein bzw. wenig Nektareintrag.

So gerne ich die Bienen machen lasse - es wäre ein Jammer würden sie dann deswegen morgen im Baum hängen! Und ich merke es nicht, weil ich nur Abends heim komme.

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Re: Zustand der Völker

Beitragvon Lukas » 21. April 2015, 09:01

Nils, lass dich trösten. Bei mir hat noch keine Biene einen Fuss in die Erweiterungszarge gesetzt. Gleich mehrere Probleme plagen mich: 2 aufgegebene Brutansätze haben meinen Bienen wohl viel Kraft gekostet. Der erste zu Weihnachten, mit teilweise blühender Hasel nur ein paar hundert Meter unter mir, der zweite Mitte März. Beide male wurden 15° und mehr schlagartig mit schroffen Minusgraden abgelöst, was vermutlich zum Ausräumen großer Brutbereiche geführt hat. Zumindest im März bin ich mir diesbezüglich sicher: Stifte und offene Brut auf mehreren Waben wurden bis auf einen Kern von wenigen hundert Zellen komplett ausgeräumt, selbst bei meinen stärksten Völkern. Es folgte eine komplette Brutpause und erneuter Brutbeginn erst vor 2 Wochen, im Moment kaum schlüpfende Jungbienen, aber abgehende Winterbienen. Du kannst dir den Zustand ausmalen, wenn Ende April noch nichts ergiebiges geschlüpft ist: Abwärtsentwicklung zu besten Zeit :( Die Bienen sitzen nun bei bester Witterung an der Belastungsgrenze auf verdeckelter Brut, erst in einer Woche wird das große Schlüpfen beginnen.
4 Völker habe ich zwecks Sanierung auf die stärksten aufgesetzt, bei keinem ist eine positive Entwicklung des Brutnests zu beobachten. Alle 4 Königinnen der betroffenen Völker taugen nix, aber auch andere Königinnen habe ich schon zur Ausmusterung vorgesehen. Meine Strategie vom letzten Jahr, jede Königin irgendwie zu verwerten, rächt sich nun.

Allgemein ein schmerzhaft lehrreicher Frühling, habe keine leeren Kästen vorgefunden, werde vermutlich aber auch keine vollen Honigräume sehen. Noch sind ein paar Ziele für 2015 in Reichweite - also dranbleiben! :/
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Re: Zustand der Völker

Beitragvon Sauzahn » 21. April 2015, 09:12

Lukas hat geschrieben:Bei mir hat noch keine Biene einen Fuss in die Erweiterungszarge gesetzt.

Darum versuche ich es mal mit nur einem Brutraum, wenigstens während der Frühtracht. Bei der Durchschau am Sonntag und den Sonntag davor habe ich jeweils eine leere MW zentral ins Brutnest gegeben, um es in die Breite zu drücken; vorgestern kam noch der Baurahmen hinzu.

Ich mache dies zum ersten Mal, daher bin ich auf das Ergebnis gespannt. Immerhin sitzen sie schon in den Erweiterungszargen und bauen diese auch - wenngleich zögerlich - aus. Eine Waage besitze ich nicht, aber das Gefühl beim Anheben der Honigräume nach einer Woche war ziemlich ernüchternd...

Gruß
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Re: Zustand der Völker

Beitragvon Lukas » 21. April 2015, 09:18

Sauzahn hat geschrieben:Darum versuche ich es mal mit nur einem Brutraum, wenigstens während der Frühtracht.


Ich werde das auch so tun. Nächste Woche wird die Kirsche blühen, ich setze dann das Absperrgitter unter die Erweiterungszarge und erweitere ggf. nach unten.
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Re: Zustand der Völker

Beitragvon waldimker » 21. April 2015, 11:50

Bei uns blüht die Schlehe seit gestern oder vorgestern....an ganz geschützten Stellen habe ich die ersten Wildkirschenblüten gesehen...gaaaaanz vereinzelt ein Löwenzähnchen, die Blätter derselben sind generell so ca. 10 bis 12 cm lang...

Meine Bienen stehen aber "im gelobten Land", wo das Häuflein Bienen inmitten einem Meer von blühendem Raps und Obstbäumen steht. Muss das noch besser hinkriegen, das wird keine Ernte geben. Aber eine gute Bienenentwicklung, was acuh mein Hauptziel ist. Wenn der Raps verblüht ist, kommen sie hier bei uns in den zweiten Frühling...

Mit der Erweiterungszarge für den BR mache ich das so: Ich lasse sie ganz weg. Bin mal so frech und denk noch nicht mal mehr drüber nach. Unser IV-Vorstand macht das seit 2014 durchgehend bei allen (auch winters) und mag nicht mehr "zurück".
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Re: Zustand der Völker

Beitragvon Simon » 21. April 2015, 13:14

waldimker hat geschrieben: Bin mal so frech und denk noch nicht mal mehr drüber nach.
Frech und ohne Denken, klingt fortschrittlich.

waldimker hat geschrieben: Unser IV-Vorstand macht das seit 2014 durchgehend bei allen (auch winters) und mag nicht mehr "zurück".
Dh. er hat schon einen Winter damit geschafft und ein halbes Jahr, ich mach das schon seit vielen Jahren, aber immer mit vor und zurück mit allen aber nicht durchgehend. ;)
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Zustand der Völker

Beitragvon waldimker » 21. April 2015, 13:51

Simon, das ist frech!

Lies nochmal genau nach: "Nicht mehr"

Außerdem ist das rückschrittlich. Früher hatte man auch nur einen Brutraum.

Der Vorstand schätzt es, nicht so viel Material unnütz im Regen stehen zu haben...
Er macht das dann seit mind. einem Jahr durchgängig. Vorher nur bei einem (kleineren) Teil seiner Völker. Überzeugungstäter aus Erfahrung.
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Re: Zustand der Völker

Beitragvon propolis » 22. April 2015, 05:53

Hallo,

gleich gestern bei der zweiten Schwarmkontrolle hat unser Ex-Schwarm zwei Schwarmzellen präsentiert. Er besetzt beide Zargen sehr gut und baut langsam den Honigraum aus.

Also habe ich gleich ganz viele Sachen zum ersten Mal getan: komplette Durchsicht, Schwarmzellen brechen, einen Ableger bilden - ich hoffe, das Brutbrett, dass ich mir ausgesucht habe ist gut genug, es war auf jeden Fall jüngste Brut und reichlich an verdeckelter Brut drauf und ich habe noch Bienen dazugestoßen.

Die Ex-Ableger sind eher noch gemütlich unterwegs, ein Volk würde ich als mickerig bezeichnen. Wir hoffen auf stille Umweiselung...
LG, propolis
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Re: Zustand der Völker

Beitragvon Sauzahn » 22. April 2015, 09:39

waldimker hat geschrieben:Außerdem ist das rückschrittlich. Früher hatte man auch nur einen Brutraum.

Was Simon wohl meint ist, dass Du immer einen kritischem Blick behalten solltest, um Deine Entscheidungen zu hinterfragen und ggf. zu revidieren, statt blind eine Betriebsweise zu kopieren.

Wenn ich mir ansehe, wie sich die Bienen jetzt schon unten knubbeln und dies umso mehr tun werden, wenn bald der nächste Schwung Brut schlüpft, empfinde ich das Imkern mit nur einem Brutraum tatsächlich als rückschrittlich. Unten druchhängende und oben quellende Bienen, die sich mit Rauch nur mühsam zurückdrängen lassen (und trotzdem macht es vielfach "Knack" beim Wiederaufsetzen), Gefahr von Wildbau nach unten, keine Kippkontrolle, sondern wöchentliches Wabenziehen (Fluglochwache lässt grüßen)... früher war eben nicht alles besser.

Der zweite Brutraum kommt, in diesem Jahr nur eben später. Und ein "Kontrollvolk" in meinem Mini-Versuch führe ich nach wie vor zweizargig. Die haben das, wenn man so sagen möchte, selbst entschieden, indem sie ihr Brutnest zeitig nach oben erweitert haben. Mit denen imkert es sich schon jetzt am angenehmsten, aber es entspricht ja auch meiner Gewohnheit.

Gruß
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Re: Zustand der Völker

Beitragvon hobbee » 22. April 2015, 10:15

In ner neuner Zanderzarge mit Carnika und zwei DR bei 2 Randwaben blieben da ja nur 5 Brutwaben..... Ich kann mir das kaum vorstellen, wie das gehen soll.

In ner 11er DN mit 17% mehr Wabenfläche je Zarge mags gehen, da bleiben immerhin sieben Brutwaben übrig.
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Re: Zustand der Völker

Beitragvon waldimker » 22. April 2015, 11:38

@hobbee:

Der Imker Ansgar Westerhoff (Worin, hat 3000 Völker) imkert mit 9 Waben Zander im BR. Punkt.
Der Drohnenbau wird in den hohen Hochboden gebaut und wird bei der Kippkontrolle abgeschabt, wenn sie denn geschehen.
Schwarmkontrollen werden nicht durchgängig durchgeführt. Die Wirtschaftlichkeit wird über die gesparten Lohnkosten hereingebracht.
Gespart: 3000 Zargen, 27 000 Rähmchen, 27 000 Mwe...

es geht, zeigt deutschlands größter imker.

@sauzahn:
den kritiscehn Blick hab ich angeboren. Ich "denke aber grad nicht mehr drüber nach" weil ich mir die Gedanken gemacht habe undm ich entschlossen habe. Wenn das nicht funktioniert werd ich das erfahren. Und ändern. ganz klar.
Vermutich werden diese einräumige zandrig geführten Völker zukünfitg in einem Hochtal ganzjährig extrem extensiv geführt. Also nix von all den gängigen Kontroleln und Drohnenbrutschneiden. Der Hochpunkt der Völker dürfte dort vor Sonnwend kaum erreicht sein.

"Dadant" ist auch "eng". Der Raum kommt über die HRe und den hohen Hochboden bzw. den Leerraum hinter dem Schied. Mir gefällt die Idee: Da Brut, da Honig. Da ich künftig vermutlich jeden Spätsommer Bauerneuerung durchführen möchte, sind mir wenige Brutraumwaben lieb.

@hobbee:
ich hab das letztes Jahr ausprobiert, weils mir ging wie Dir mit den verhonigten 2. BRe. Kurzerhand hatte ich dann schon Ende Juni alle Völker auf BR - und das hat gut funktioniert!
Nur ein Volk hat ganz brav alles durchs ASG getragen - dafür war die unterste Zarge praktisch leer! Auch die hätte ich mir also sparen können.
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Re: Zustand der Völker

Beitragvon hobbee » 22. April 2015, 20:26

Genau, das muss ein Bioimker sein. Ansonsten käme ja niemand auf die Idee, die Königin derart 'einzupferchen'.
"Bioimker" sind die absurdeste Erfindung der Welt. Wie er auf seiner homepage damit wirbt, in den verseuchten, zigfach mit bösen Neonicotinoiden gespritzten konventionellen Raps zu wandern..... echt zu geil.
Die Bioimkerbranche nenne ich echt schmerzbefreit.
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Re: Zustand der Völker

Beitragvon Hochleistungsbiene » 22. April 2015, 23:42

(8;)
Sieht auch nach Blütenbehandlung aus... :stick:
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Re: Zustand der Völker

Beitragvon hobbee » 23. April 2015, 06:49

Biohonig schmeckt doch nur richtig gut, wenn der "Pestizid"anteil hoch genug ist.... [;o)
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Re: Zustand der Völker

Beitragvon Janos » 23. April 2015, 06:54

hab gestern kurz reingespickelt in mein stärkstes Volk und was sehen meine Augen - doch einige bestiftete Spielnäpfchen - ich hoffe ich habe alle gefunden

restliche Situation:
- quasi ausschließlich Pollen auf Wabe 1
- keinerlei Honigkränze
- komplett ausgebauter und bestifteter Drohnenrahmen

- macht also 1x Pollen & Futter - 4xBrut - 1xDrohnen

- darüber hinaus ist der 1. Honigraum quasi voll (es sind sogar fast alle Waben schon als Dickwaben ausgezogen - hatte ich letztes Jahr nicht in dem Maß)
- der 2.Honigraum ist ca. zu 1/3 ausgebaut und schon deutlich angetragen
- es gab in beiden Honigräumen (wobei eigentlich nur im 2.) noch eine Tendenz den Bereich über den Brutwaben etwas voller - besser - ausgebauter

Interpretation meiner Seite:
- habe ich es hier mit einer 2000+ Königin zu tun, dann ist der Platz zum stiften unten auf jeden Fall zu klein
- ansonsten sieht es so aus, wie man es sich halt wünscht mit dem Schied

Maßnahmen:
- alle (hoffentlich) Zellen gebrochen und ausgeräumt
- Brutnest mit einer MW erweitert
- Honigräume um 180° gedreht
- ich war ganz kurz versucht noch einen 3. aufzusetzen, aber irgendwie kam ich mir da blöd vor, da mich hier eh schon alle für ablsolut bescheuert halten da hier sonst noch keiner auch nur einen Honigraum drauf hat. Wenn die aber bis Sontag in dem Tempo weiter machen, dann gibts den 3. Honigraum
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Re: Zustand der Völker

Beitragvon waldimker » 23. April 2015, 07:05

Danke für die Schilderung des Erfolges des "Einpferchens" der Kö von einem nicht Bio-Groß-Imker (denn die müssen ja blöd sein).
Herzlichen Dank, Janos! So soll es wohl sein.
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Re: Zustand der Völker

Beitragvon Simon » 23. April 2015, 07:07

Janos hat geschrieben:hab gestern kurz reingespickelt in mein stärkstes Volk und was sehen meine Augen - doch einige bestiftete Spielnäpfchen - ich hoffe ich habe alle gefunden
Hast du Brutwaben abgeschüttelt um alle zu finden? Nur auf annähernd bienenfreier Wabenfläche funktioniert "Zellenbrechen".
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Re: Zustand der Völker

Beitragvon Janos » 23. April 2015, 07:12

Simon -- angeschüttelt ;) werde das ganze auf jeden Fall noch mal wiederholen müssen, war etwas überrascht ;)

naja Anfänger halt ;)
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Re: Zustand der Völker

Beitragvon Nils » 23. April 2015, 08:42

Mir erging es gestern ähnlich.
Mein "Monstervolk", das schon vor 2 Wochen den HR bekam (sehr früh für unsere Gegend) hatte eine Zelle mit 3-tägiger Larve drin und viele Spielnäpfchen mit Stift. Die Königin war natürlich nicht zu sehen.
Ich bin mir ziemlich sicher nicht alles gesehen zu haben, ich war auch zu überrascht davon.
Also werde ich am Samstag nochmal in Ruhe alles durchschauen und hoffentlich die Queen-Mam finden und einen Altkö-Ableger machen. Zellen dann in 5-8 Tagen käfigen und später die ersten Apideas machen. So der Plan. Wahrscheinlich schwärmen sie mir vorher ab :(

Ettliche Pollenzellen hatten einen glänzenden Überzug, das ist doch auch ein Schwarmzeichen, oder? Der großteil der Pollenzellen jedoch noch nicht. Kann man daran irgendwas ablesen?

Und eine ganz andere Frage: bedeutet eine Schwarmzelle mit Larve denn immer, daß wirklich geschwärmt wird? Letztes Jahr beobachtete ich, daß solche Zellen plötzlich leer waren! Wenn ich aber auf Basis solcher Zellen einen Altkö-Ableger als Schwarmvorwegnahme mache, zwinge ich ihnen eigentlich den Schwarm auf, oder?

Servus,

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Re: Zustand der Völker

Beitragvon HaroldBerlin » 23. April 2015, 08:55

Nils hat geschrieben:Ettliche Pollenzellen hatten einen glänzenden Überzug, das ist doch auch ein Schwarmzeichen, oder? Der großteil der Pollenzellen jedoch noch nicht. Kann man daran irgendwas ablesen? Nils


Hallo Nils,
es heißt, wenn sie schwärmen wollen konservieren sie den Pollen mit so einem glänzenden Überzug...
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Re: Zustand der Völker

Beitragvon Simon » 23. April 2015, 14:29

Nils hat geschrieben: Und eine ganz andere Frage: bedeutet eine Schwarmzelle mit Larve denn immer, daß wirklich geschwärmt wird? Letztes Jahr beobachtete ich, daß solche Zellen plötzlich leer waren!
Zu Beginn der Schwarmstimmung und noch vor dem Bienenmaximum bei viel offener Brut sind die meisten Völker vorsichtig mit der Pflege der "Zellen". In dieser Zeit reagieren die Völker noch recht gut auf präventive Maßnahmen wie Baurahmen geben, Honigräume erweitern, Brutraum erweitern, Mittelwand einhängen, Schröpfen, Zellenbrechen funktioniert in diesen Völkern auch zuverlässig. Durch solche Eingriffe werden oft die Stifte aus den Schwarmzellen gefressen oder Larven abgetragen, manchmal sogar alle, es reicht aber bekanntlich eine. ;) Mit weiter wachsendem Volk oder förderlichen Schwarmbedingungen durch die Tracht oder Wetter kippt die Schwarmstimmung und die Fraktion der Zellenausfresser wird von den Schwarmwilligen überstimmt und alle Schwarmzellen werden fertiggepflegt.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Zustand der Völker

Beitragvon beeo » 23. April 2015, 14:59

Janos hat geschrieben:Wenn die aber bis Sontag in dem Tempo weiter machen, dann gibts den 3. Honigraum


Ravensburg ist ja eigentlich ne sonnenverwoehnte gegend. Aber wenn keiner außer dir was reinkriegt kuckst vll noch in deine uebrigen voelker, nicht dass das eine dank seiner staerke raeubert...
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Re: Zustand der Völker

Beitragvon Janos » 23. April 2015, 15:13

ich liege mit meinen Bienen auf 700m in Richtung Allgäu von RV aus

das ganze ist ein lokales Phänomen und ich führe es auf andere Faktoren zurück - alle Völker in meiner unmittelbaren Nähe legen auch zu - nur nicht soviel wie diese Zwei - Räuberei ist fast auszuschließen
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Re: Zustand der Völker

Beitragvon Simon » 23. April 2015, 15:20

Janos hat geschrieben: das ganze ist ein lokales Phänomen und ich führe es auf andere Faktoren zurück
Diese frühe extreme Tracht hatte ich auf 750m ebenfalls schon beobachtet, fällt die Weidenblüte auf gutes Flugwetter gibt es erhebliche Zunahmen und kann die Völker sehr früh in den Schwarm treiben, noch vor den Völkern die auf 350m stehen.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Zustand der Völker

Beitragvon Janos » 23. April 2015, 15:25

"Diese frühe extreme Tracht hatte ich auf 750m ebenfalls schon beobachtet, fällt die Weidenblüte auf gutes Flugwetter gibt es erhebliche Zunahmen und kann die Völker sehr früh in den Schwarm treiben, noch vor den Völkern die auf 350m stehen."


So sieht es aus bin hier auf 700m - es hat zwei Völker getroffen, die sehr stark aus dem Winter kamen und somit die Weide hier voll ausnutzen konnten/können (im Moment ein Volk sicher über 20.000 Bienen - am 09.04. 17.000 nach Liebefeld) - bin gespannt, wo das noch hinführt --- vermutlich in den Baum ;)
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Re: Zustand der Völker

Beitragvon beeo » 23. April 2015, 16:01

Was ist deine haupttracht? Wenn die erst spaet kommt kannst ja großzuegig schroepfen und ableger machen :-)
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