Auswinterung im Februar?

Auswinterung im Februar?

Beitragvon beeatwork » 19. Februar 2014, 22:37

Hallo Kollegen,

wer von euch vertraut dem Frühling und hat mit der Frühjahrsnachschau begonnen, seine Völker bereits nachgesehen? :?: (8;)

Ist Warten auf dem März nicht die bessere Völkerführung auch bei 12°C im Februar? :auge:

Grüße
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Re: Auswinterung im Februar?

Beitragvon HaroldBerlin » 19. Februar 2014, 23:10

Ich habe bei Sonnenschein und Flugbetrieb bei 12 Grad nur mal die Deckel gelüpft, an einzelne Rähmchen geh ich noch nicht ran... Sind ja immer nur ein paar warme Stunden!
Noch hier? Wir sind doch alle da: http://dreilichs.de/if/
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Re: Auswinterung im Februar?

Beitragvon dellal78 » 19. Februar 2014, 23:25

Ich muss gestehen :oops: Vor 2 Tagen hatten wir 14 Grad, da habe ich eine Beute aufgemacht,(ein Zarger) die mir sehr leicht vorkam. Rähmchen gezogen um zu sehen wie viel Futter die wirklich haben. Ich konnte es nicht lassen und habe alle Rähmchen gezogen. Kein Brut! Auch kein Pollen Vorrat. Futter ca. 5kg. Nur eine Wabe hatte eine Einheit Stifte. Ca. 7000 Bienen. Habe 2kg Futterteig drauf gelegt. Dann habe ich die nächste Beute aufgemacht, genau das gleiche Bild, kein Brut! Die Königinnen habe ich gesehen. Eigentlich bin ich davon ausgegangen dass die Völker in Brut sind. Weil tagsüber haben wir 6-10 Grad, Nachts ist es kühler aber nicht unter 0.
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Re: Auswinterung im Februar?

Beitragvon imker » 20. Februar 2014, 20:37

Das ist mir noch zu früh, um die Völker für eine Durchsicht aufzumachen. Wir hatten die letzten Tage hier am Rande vom Odenwald viel Sonne und 11 bis 13 °C.

Habe in den letzten 2 Tagen die Völker mit der (Koffer-) Waage kontrolliert, ob der Futtervorrat noch ausreichend ist, mal durch die Folie nach Futterkränzen und der Anzahl der besetzten Waben geschaut. Auch mit der Taschenlampe nach dem Totenfall auf dem Gitterboden gesehen und den Flugbetrieb angesehen und auf das Aufbrausen gehorcht, um die Weiselrichtigkeit zu prüfen.
Das reicht mir einstweilen um einen Überblick über den Zustand der Völker zu erhalten.
Wenn ich noch mehr Informationen bräuchte, würde ich zur Zeit zunächst eine Gemülldiagnose dem Öffnen des Volkes vorziehen

Eine Durchsicht mache ich frühestens , wenn die Temperaturkurve eindeutig Richtung Frühjahr zeigt, zB wenn absehbar ist, dass bald die Kirschen blühen.
mit Grüßen von Arnold
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Re: Auswinterung im Februar?

Beitragvon Joachim » 20. Februar 2014, 23:20

Dazu passend ein Beitrag von Dr. Gerhard Liebig vom 20.02.2014, veröffentlicht auf seiner Homepage http://www.immelieb.de

"Warten auf den Frühling": http://www.immelieb.de/?p=1093#more-1093

mit passendem Video dazu: http://www.youtube.com/watch?v=cqX9I9y5jrE
Viele Grüße
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Re: Auswinterung im Februar?

Beitragvon Simon » 23. Februar 2014, 22:08

Auswinterung im Februar ist noch etwas verfrüht, die Völker schrumpfen weiterhin und wer weiß was im März noch für ein Winter ansteht.
Aktuell zeigt das Waagvolk -100g/Tag an, seit Anfang Januar sind 4kg verbraucht worden. Ich habe mehr Brut erwartet, man müsste mehr Völker anschauen.


Sehr interessant war der sehr geringe Abgang an Bienen, wahrscheinlich liegen diese wenigen auf dem Gitterboden.
Aber nachzuchtwürdig ist das Volk trotzdem nicht. ;)
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Auswinterung im Februar?

Beitragvon YoYo » 23. Februar 2014, 22:19

Simon hat geschrieben: Ich habe mehr Brut erwartet,...


Wo soll die denn her kommen? Bisher waren die Temperaturen noch keinen Tag so, dass mal ordentlich Pollen rein gekommen wäre. Erst wenn die Bienen mal ordentlich Pollen gesammelt haben, dehnen sie auch die Brutfläche aus, vorher läuft das Brutgeschäft auf Sparflamme aus den Körperreserven.

Viele Grüße
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Re: Auswinterung im Februar?

Beitragvon dellal78 » 23. Februar 2014, 22:52

Bei mir war kein gedeckeltes Brut. Habe 5 Völker durch geschaut, nur Stifte und bißchen offenes Brut. Und gar kein Pollen. Wenn die Sonne scheint tragen sie bißchen Pollen ein und das wars auch schon. Anfang März soll es kühler werden, mal schauen wie es weiter geht.
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Re: Auswinterung im Februar?

Beitragvon Miguel » 24. Februar 2014, 09:38

Wann entfernt ihr eigentlich das Mäusegitter?
Diese Tage wird ja jede Menge Pollen gesammelt, einiges bleibt jedoch wegen der Gitter am Eingang liegen. Deshalb meine Frage.

Grüße
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Re: Auswinterung im Februar?

Beitragvon YoYo » 24. Februar 2014, 10:14

Miguel hat geschrieben:Wann entfernt ihr eigentlich das Mäusegitter?


Noch nicht entfernen, erst wenn im Laufe des März bis Anfang April die Bienen regelmäßig fliegen entfernt man die Gitter. Das ist wetterabhängig, es kann sein, dass es im März noch richtig winterlich wird.
So viel Pollen bleibt dann doch nicht hängen, als dass es einen messbaren Effekt auf die Versorgung der Brut hätte. Da muss man einfach ein bisschen cool bleiben.

Viele Grüße
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Re: Auswinterung im Februar?

Beitragvon hummelimker » 25. Februar 2014, 18:59

Hier die Ergebnisse der Durchsicht von insgesamt 13 Völkern in Göttingen (Südniedersachsen) von Sonntag, 23.2., und heute, 25.2.2014 (sonnig, windstill, mittags 14-15 °C, Nachtfrost):
- sämtliche Völker mit Brut (incl. ein leider drohnenbrütiges) in allen Stadien;
- teilweise (doppelt handteller)große Brutflächen auf bis zu 5 Waben;
- Eintrag von Pollen und Nektar!
Hier blühen die Kornelkirschen, außerdem Winterling, Schneeglöckchen, Märzenbecher, Krokusse. Weiden natürlich noch nicht!
Mein Nachbarimker meinte, wenn es so weiterginge, würde er im März schleudern... ;-)
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Re: Auswinterung im Februar?

Beitragvon Bernhard » 25. Februar 2014, 21:39

Hallo,

weiss jemand was das für ein Abdeckmaterial ist im Liebigfilm
bei 04:32.
Höhenlage meines Bienenstandes: 320 m über Normalnull
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Re: Auswinterung im Februar?

Beitragvon Beernd » 25. Februar 2014, 21:45

Armierungsgewebe---verhindert das Löschen des Teelichts durch Bienen bei der Sublimation von OS.
Vielleicht war es auch nur behilflich bei einer AS Verdampfung bei niedrigen Temperaturen mit Teelicht zum selben Zweck wie oben beschrieben.
Grüße aus dem Enzkreis.
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Re: Auswinterung im Februar?

Beitragvon Catherine » 18. Februar 2015, 17:13

Ich habe mich nicht getraut, selbst bei 12°C meine Völker aufzumachen. Lust hätte ich schon gehabt...
Würdet ihr die Kästen jetzt noch umsetzten, nach einem ersten Reinigungsflug?
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Re: Auswinterung im Februar?

Beitragvon andreasE » 18. Februar 2015, 19:59

Catherine hat geschrieben:Würdet ihr die Kästen jetzt noch umsetzten, nach einem ersten Reinigungsflug?

... Du meinst um wenige Meter?

Gruß
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Re: Auswinterung im Februar?

Beitragvon jakobleipzig » 19. Februar 2015, 10:30

Wenn sie gerade geflogen sind, haben sie sich den Standort wieder gemerkt. Sie sollten schon drei Wochen nicht geflogen sein!

Ein "Umstellen in kleinen Schritten" würde ich nun wegen der Winterruhe auch erst im März machen.
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Re: Auswinterung im Februar?

Beitragvon Catherine » 20. Februar 2015, 17:35

Ja es wären nur ein paar Meter, bzw. ein paar Graden Umdrehung. Weiter unten lese ich, in kleinen Schritten ginge es. Ich probiere es, mal sehen. Danke!
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Re: Auswinterung im Februar?

Beitragvon Cabovelas » 20. Februar 2015, 23:15

In kleinen Schritten ist es auf jeden Fall kein Problem! Besonders wenn es nur um Grade geht. Es muss aber auch Flugwetter herrschen damit sich die Völker an die kleinen Schritte überhaupt anpassen können. Im Sommer ist es noch weniger ein Problem. So bis 10cm passen sich die Bienen schnell wieder an.
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Re: Auswinterung im Februar?

Beitragvon HaroldBerlin » 21. Februar 2015, 11:47

Catherine hat geschrieben:Würdet ihr die Kästen jetzt noch umsetzten, nach einem ersten Reinigungsflug?


Hallo Catherine,

in kleinen (aus unserer menschlichen Sicht SEHR kleinen Schritten) geht es, wenn Du zum Beispiel Lücken am Stand schliessen willst. Ansonsten, wenn es um Meter geht, dann gibt es immer wieder den Tipp, nachts umzustellen, und das Flugloch mit zum Beispiel Thujazweigen fast zu verstopfen. Das soll den Bienen angeblich signalisieren, dass sich etwas verändert hat und sie würden sich so beim Verlassen der Beute neu einfliegen. Ich habe es bisher nur einmal probiert, als ich alle bis auf eine Beuten in den Raps gewandert hatte und die dann am Stand verschoben hatte. Es hat funktioniert, allerdings war es auch die einzige Beute auf dem Grundstück... was eben auch den Erfolg "erzwungen" haben kann.

Durchsicht mache ich hier bei uns noch nicht, da es nachts immer noch richtig kalt wird und ich in der Sonne überall leichten Flugbetrieb sehe. Nur bei einem Volk (viel Totenfall, kaum Flugbetrieb, alte Königin) habe ich in der Sonne mal kurz den Deckel gelüpft, um zu sehen ab noch was lebt in der Beute. Das tut es, nun wird abends wenn alle drin sind noch mal gewogen. Einziger Grund, eine Beute weiter zu öffnen wäre für mich das Zuhängen von Futterwaben oder eine Notfütterung von unten - wie sie Simon die Tage in einem Video gezeigt hat.
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