Jungvolk eingegangen - was mach ich mit den Waben?

Jungvolk eingegangen - was mach ich mit den Waben?

Beitragvon FrankH » 14. Januar 2009, 11:07

Hallo,

das letzes Jahr in der kommunalen Völkervermehrung entstandene Volk war bei mir die ganze Zeit schon recht schwach. Nach den Regeln von Dr. Liebig hätte ich es eigentlich gar nicht einwintern sollen - wollte das aber nicht wahrhaben und habs trotztdem versucht.
Vor ein paar Tagen war es relativ mild (0°C) und die Sonne hat auf die Beuten gescheint. Beim Altvolk hat man ein deutliches Brummen gehört, wenn man das Ohr an die Beute gehalten hat.
Beim Jungvolk war Schweigen. Auch lagen einige tote Bienen vor der Beute (allerdings auch beim Altvolk). Ich konnte meine Neugier nicht zügeln und hab dann doch einen Blick in die Beute geworfen. Es waren nur ein paar wenige 10 tote Bienen noch da.

OK- ich habe was dabei gelernt. Die Regeln für die Einwinterungsstärke gelten offenbar tatsächlich. Aus eigenen Fehlern wird man klug.

Jetzt stellt sich aber die Frage, wie ich mit den Futterwaben und der Beute verfahre. Kann ich die Futterwaben bedenkenlos für die Jungvolkbildung im Frühjahr verwenden? Waben raus, tote Bienen abklopfen und alles kühl lagern? Oder wie geht man mit so einer Situation sonst um?

Grüße

Frank

PS: Bin auf der Suche nach noch 1-2 Völkern damit 2009 die von mir bereits organisierten Plätze auch tatsächlich mit Beuten beleget werden können. Wenn jemand günstig ein Volk abgeben will: am einfachsten ne kurze Mail an mich.
FrankH
 
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Re: Jungvolk eingegangen - was mach ich mit den Waben?

Beitragvon Simon » 14. Januar 2009, 13:33

Frank,
schade, dass das Volk nicht auf Touren gekommen ist. Es gab insgesamt drei Meldungen von schwachen Völkern aus der Völkervermehrung. Bei zwei Fällen gab es trotz Verstärkung nach einer Räuberei nicht die erhoffte Stabilisierung. Wenn ein Jungvölkchen mit 1000 Bienen als Start nicht in die Gänge kommt, könnte es durchaus an der Königin liegen. Auch ich habe ein paar Problemvölker eingewintert und bin gespannt wie die sich machen. Vielleicht kann man durch den Maßstab der Einwinterungsstärke schon im Voraus "schlechte" Königinnen erkennen und ausschließen. Im langjährigen Schnitt haben etwa 10% der Jungvölker Schwierigkeiten die notwendige Einwinterungsstärke vollständig zu erreichen.
Die vollen Futterwaben können zur Fütterung der Jungvölker verwendet werden, sofern keine Kotflecken darauf sind. Alte dunkle Waben mit wenig Futter würde ich einschmelzen.
Falls dunkle Futterwaben anfallen, sollten diese bei der Erstellung in die Jungvölker/Ableger, nicht erst im Sommer.

Gruß
Simon
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