Stockwaage im Winter

Stockwaage im Winter

Beitragvon Simon » 8. Januar 2009, 09:08

Hallo!
Weil es aktuell im Vergleich der letzten Jahre mal wieder richtig Winter geworden ist, habe ich doch noch die Stockwaage aufgestellt.
capazwaage.jpg
capazwaage.jpg (53.48 KiB) 6526-mal betrachtet

Ich bin auf die Zehrung in Abhängigkeit der Temperatur gespannt. Für die Messung der Temperatur in der Beute fehlt mir noch der sinnvollste Messpunkt, leider gibt es nur einen Sensor.

Gruß
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Re: Stockwaage im Winter

Beitragvon jogl » 9. Januar 2009, 00:22

Servus,
Dazu fällt mir nur ne Wärmebildkamera ein, gibt es eigentlich Bilder mit dieser
von der Wintertraube? Könnte der Wärmeverlauf Innerhalb der Bienentraube
überhaupt dargestellt werden?

Gruß Jogl
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Re: Stockwaage im Winter

Beitragvon Simon » 9. Januar 2009, 10:16

Jogl,
eine Wärmebildkamera zeigt zumindest deutliche Temperaturunterschiede innerhalb der Beute, von der Form her könnte man auf die Traube bzw. aufs Brutnest tippen. In der ADIZ Zeitschrift gab es mal eine Aufnahme eines Bienenstandes. In Kombination mit einer Aufnahmeserie könnte man dann Rückschlüsse für die Messung per Brutraumsensor schließen.
Gestern Morgen gab es -10 Grad, in der zweiten Zarge über den Rähmchen 3,6 Grad. Die Innentemperatur veränderte sich beim Anstieg etwa im gleichen Verhältnis zur Außentemperatur.

Gruß
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Re: Stockwaage im Winter

Beitragvon Simon » 9. Januar 2009, 10:35

Noch was zur Zehrung,
über den Winter laufen vom LV-Württemberg 4 Stockwaagen, die Zehrung liegt momentan bei 100g/Tag.
Ich bin gespannt, ob die Zehrung bei den tiefen Temperaturen höher ausfällt, es sieht nicht unbedingt danach aus.
Meine Isolationsversuche haben auch darauf hingedeutet, dass Unterschiede in der Zehrung im brutfreien Zustand sehr schwierig zu ermitteln sind.

Gruß
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Re: Stockwaage im Winter

Beitragvon jogl » 9. Januar 2009, 22:13

Simon,
Eigentlich erstaunlich, ich brauch bei den Temperaturen ja auch mehr Öl.
Ich denke der ausgleichende Faktor ist die Bruttätigkeit, hohe Temperaturen im Januar, na ja brüten
wir ein bisschen, tiefe Temperaturen heizen wir lieber.

Zum Temperaturmessen: Es sollte von oben ca. 8 (16) Sensoren in die Beute geführt werden, ausgewertet braucht nur das stärkste zu werden.

Gruß Jogl
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Re: Stockwaage im Winter

Beitragvon Simon » 10. Januar 2009, 10:31

Ja, der Verbrauch von 100g pro Tag finde ich auch recht gering. Bei höheren Temperaturen gibts evtl. mehr Bewegung in der Beute oder auch mehr Brut und deshalb wird sich der Verbrauch in der Waage halten. Aber bei -100g wird sicher nicht großflächig gebrütet.
16 Sensoren wären natürlich Klasse, zwei pro Wabengasse. Aber trotzdem müsste man dann das Volk auseinandermachen um zu schauen was läuft. Wenn dann die Traube mal unten, mal oben sitzt sind die Aussagen wieder schlecht zu vergleichen. Ich belasse den Sensor mal über der Traube, vielleicht sollte man doch die restlichen LV-Waagen mit Sensoren bestücken.

Gruß
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stockwaage.jpg
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Re: Stockwaage im Winter

Beitragvon jogl » 10. Januar 2009, 21:20

Hallo,
100 gr. pro Tag, nochmal erstaunlicher wenn ich das Gesamtgewicht der Beute betrachte.
Aber Deine Brutraumtemperatur erstaunt mich schon, hast Du den neuesten Trend aus USA
schon umgesetzt ? 3 Liter Haus ähm Bienen ?
Würde auch die 100 Gramm proTtag erklären :mrgreen:

Gruß Jogl
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Re: Stockwaage im Winter

Beitragvon Simon » 11. Januar 2009, 11:18

jogl hat geschrieben:3 Liter Haus ähm Bienen ?

Ja, die Amis, die mit ihren popligen Energiemanagment, wenn unsere Bienen auf 40 000 Zylinder brüten, sind die dabei noch sparsam.

Gruß
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Re: Stockwaage im Winter

Beitragvon Simon » 11. Januar 2009, 15:41

frost.jpg
frost.jpg (64.03 KiB) 6442-mal betrachtet

Eis in der Beute, die Wintertraube hat eine sehr geringe Abstrahlung.
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Re: Stockwaage im Winter

Beitragvon Simon » 17. Januar 2009, 12:00

Nach Auswertung einiger Datenwerte ergibt sich nicht nur einen Abhängigkeit zwischen Außen- und Innentemperatur, die Tageszeit spielt auch noch eine große Rolle.
tempinnen.jpg
tempinnen.jpg (73.54 KiB) 6394-mal betrachtet

In der Messzeit zwischen 22 Uhr und 12 Uhr ist das Verhältnis zwischen Außen und Innentemperatur gleichmäßig.
Während der Nachmittagszeit kommt eine größere Differenz zustande, offenbar wird nachmittags die Beute 3-4 Grad stärker aufgeheizt als zu anderen Messzeiten. Dies kann aber auch damit zusammenhängen, da der Außentemperaturfühler in Bodennähe mehr Kaltluft abbekommt als die sonnenbeschienene Beute.

Gruß
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