Milder Winter- Bienen im Stress

Re: Milder Winter- Bienen im Stress

Beitragvon opa » 30. Januar 2014, 08:56

Hallo,
Das was du hier schreibst ist bei mir auch so , nonstop bekomme ich zuhören mach das nicht , oder das machst du falsch.
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Re: Milder Winter- Bienen im Stress

Beitragvon YoYo » 30. Januar 2014, 11:44

Angie hat geschrieben:sie glauben überwiegend, man dürfe die Bienen zwischen Dezember und März grundsätzlich nicht stören, auch nicht zur Futtersitzkontrolle,


Wer Erfahrung hat und ausreichend starke Völker gut einfüttert braucht keine Kontrolle. Ein erfahrener Imker weiß auch so was Sache ist. Das sind Spielereien die ein Imker mit großer Völkerzahl seinen Bienen und sich auch nicht antut.
Jede Störung ist Stress für die Bienen und wenn es nicht sein muss sollte man die Bienen im Winter möglichst nicht groß stören. Futtersitzkontrolle ist Spielerei. Bienen wussten schon lange vor dem Menschen wie der Wintersitz anzulegen ist und kriegen das seit Millionen von Jahren ganz gut alleine ohne Imker hin. Das ist auch eine Form von Intelligenz auf die man sich ganz gut verlassen kann. Futtersitzkontrolle hat mit "einfach Imkern" nichts zu tun.

Und natürlich ist nicht jeder alte Imker ein guter Imker, so wie nicht jeder Jungimker ein guter Imker werden wird. Das war schon immer so und wird immer so sein.

Viele Grüße
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Re: Milder Winter- Bienen im Stress

Beitragvon Waldi » 31. Januar 2014, 22:34

Hallo,
Also wird wohl nichts mit dem Winter, nach dem Wetterbericht bis mitte Februar zwischen +2 - +9 grad. :bll:
Und viel Sonne, :rofl:
Gruß

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Re: Milder Winter- Bienen im Stress

Beitragvon YoYo » 1. Februar 2014, 11:43

Statistisch betrachtet kommt nach Mitte Februar oft noch ein Wintereinbruch. Mitte März fängt dann der richtige Stress für die Bienen an, wenn sich die Imker sich wieder durch den Wabenbau wühlen. :bigrin:

Viele Grüße
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Re: Milder Winter- Bienen im Stress

Beitragvon Angie » 1. Februar 2014, 20:25

Warum so negativ, die Bienen haben sicher nicht nur Nachteile durch die Imker.
Wenn das Lamm stolpert und sich das Bein verknickt wird der Schäfer dies auch gipsen und es nicht den Raubtieren überlassen.

Vielleicht ist es nicht ganz verkehrt, wenn man den grausamen Gesetzen der Natur nicht so ganz ohne Schutz ausgesetzt ist.
Dabei wünsche ich jedem Bienenvolke einen umsichtigen Imker, ist ja klar,
jeder sollte sich Mühe geben, sich fortbilden, dann kommen die Bienen mit uns auch prima klar, denke ich.

Bei uns dümpelt es um die -5/+5°C herum, ich denke den Bienen geht es dabei ganz gut, stabile Temperaturverhältnisse kann man doch sicher am besten verkraften.

In Chicago hatte es in letzter Zeit bis zu -40°C tagsüber. das weiß ich von meiner Schwester, die dort lebt.
Weiß einer ob das die Bienen dann auch noch mit offenem Gitterboden verkraften oder muss der Imker sie dann doch einpacken????
Würde mich mal interessieren.
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Re: Milder Winter- Bienen im Stress

Beitragvon YoYo » 1. Februar 2014, 21:04

Angie hat geschrieben:In Chicago hatte es in letzter Zeit bis zu -40°C tagsüber. das weiß ich von meiner Schwester, die dort lebt.
Weiß einer ob das die Bienen dann auch noch mit offenem Gitterboden verkraften oder muss der Imker sie dann doch einpacken????
Würde mich mal interessieren.


In den USA wird normalerweise in den nördlichen Staaten kein Bienenvolk überwintert. Die Völker werden im Herbst abgeschwefelt und im Frühling durch Paketbienen ersetzt. Das ist günstiger als der Aufwand der Einfütterung und ihre Kosten und Risiken.
In Sibirien werden Bienenvölker in Erdkellern überwintert.

Viele Grüße
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Re: Milder Winter- Bienen im Stress

Beitragvon Simon » 1. Februar 2014, 21:52

Ich bin praktizierender Volksretter, ich sorge für genügend Heu in der Hütte wenn es knapp wird, aber man muss den Hunger schon hören um zu reagieren.
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Momentan sollte es in jeder Wabengasse so aussehen, Futter für alle. Wer fett 20kg füttert wird sich selten über das Futter Gedanken machen, es gibt aber einzargige Völker und Jungvölker die nicht ganz satt wurden. Da kommt der Volksretter und schaut nach, dauert keine 30 Sekunden und tut auch nicht weh. Weh tut es wenn ein 4000 Bienen starkes Volk vom Futter abreisst, weil das Völkchen große Brutflächen pflegt und kein Futter mehr greifbar ist. Eine Kontrolle auf verfügbares Futter und umhängen hätte genügt. Aktuell laufen ca. 100g/Tag an Futter durch das Volk, ca. 2kg Zehrung waren es im Januar, ich habe aufgrund der warmen Witterung mit mehr Verbrauch gerechnet, kann ja noch kommen. Ich habe noch keine Futterkontrolle gemacht, Mitte bis Ende Februar werde ich aber jedes Volk mal anheben und bei den Einzargern unter den Deckel schauen.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Milder Winter- Bienen im Stress

Beitragvon Simon » 1. Februar 2014, 22:17

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Diese Seite der Wintertraubenscheibe sieht gefährdet aus, momentan noch subventioniert durch das Futter der anderen Wabenseite.
341
Durch den sozialen Futtermagen wandert der Zucker über das vordere Rähmchenseitenteil, so lange bis es einen einschneidenden Temperatursturz gibt. In jeder Wabengasse muss Futter vorhanden sein.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Milder Winter- Bienen im Stress

Beitragvon YoYo » 2. Februar 2014, 12:09

Angie hat geschrieben:Warum so negativ, die Bienen haben sicher nicht nur Nachteile durch die Imker.


Na unterm Strich haben die Bienen sicher Vorteile durch die Imkerei. Wenn man es globaler betrachtet hat die Imkerei den Bienen zu einem Siegeszug um die Welt verholfen, ihnen sogar die Möglichkeit gegeben neue Kontinente zu besiedeln. Aber auch dadurch dass die Imker Bienenwohnungen zur Verfügung stellen, können Bienen heute in Gegenden leben die früher für Bienen unerreichbar waren. Bis an den Polarkreis können Bienen heute Nektar ernten. Das ist doch was.

Dass aber jeder Eingriff am Bienenvolk mehr oder weniger stressig für die Bienen ist, davon gehe ich schon aus. Deshalb muss das Ziel sein die Völker mit so wenigen Eingriffen wie möglich zu führen. Für Anfänger gilt das natürlich nicht, die müssen ihre Völker öffnen, auch um die Vorgänge im Bienenvolk kennen zu lernen und auch um die Auswirkungen ihrer Maßnahmen zeitnah zu sehen, denn nur so lernt man. Deshalb bin ich auch nicht dafür, dass Anfänger mit Warré, TBH und Bienenkiste anfangen, denn da lernt man zu langsam.

Viele Grüße
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Re: Milder Winter- Bienen im Stress

Beitragvon Angie » 2. Februar 2014, 14:44

Simon hat geschrieben:Durch den sozialen Futtermagen wandert der Zucker über das vordere Rähmchenseitenteil, so lange bis es einen einschneidenden Temperatursturz gibt. In jeder Wabengasse muss Futter vorhanden sein.


@ Simon

Ich dachte immer, dass die Bienen im Wintersitz über alle aktuell besetzten Waben Futterkontakt haben und Futterabriss erst entsteht, wenn keine Bienen, auf welcher Wabengasse sie auch sitzen mehr zum Futter gelangen können, bis dato werden doch alle Bienen schlimmstenfalls von den letzten noch erreichbaren Futtervorräten der Bienen einer Wabengasse profitieren?!

Habe ich das falsch verstanden?

Zum Beispiel sei eine Wabe mit Futter in der Mitte der Bienentraube leergefressen und ,o.k. rechts und links, die benachbarten Seiten auch,
verhungern die Bienen auf der leeren Wabe bei einem Frosteinbruch und werden von der Nachbarschaft nicht versorgt?
oder können etwa nicht mehr versorgt werden?
Da dann bei einem Frosteinbruch auch in zwei Zargen eingewinterte Völker, wenn sie Brut pflegen, vom Futterabriss bedroht wären.

Nicht dass ich es soweit kommen lasse....., ich frage nur interessehalber.

Den wenn ja, sollte wohl jeder eine Futtersitzkontrolle machen, denn man würde doch empfindliche Volkseinbußen riskieren--oder?
Simon fehlt. RIP
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Re: Milder Winter- Bienen im Stress

Beitragvon Simon » 2. Februar 2014, 17:44

Angie hat geschrieben:Ich dachte immer, dass die Bienen im Wintersitz über alle aktuell besetzten Waben Futterkontakt haben und Futterabriss erst entsteht, wenn keine Bienen, auf welcher Wabengasse sie auch sitzen mehr zum Futter gelangen können, bis dato werden doch alle Bienen schlimmstenfalls von den letzten noch erreichbaren Futtervorräten der Bienen einer Wabengasse profitieren?!
Je mehr die Bienen die Beute aufheizen und Brut pflegen desto besser kommen sie an äußeres entfernt gelagertes Futter und können es umtragen bzw. innerhalb der Traube austauschen, im März und April ist der Futterabriss weniger ein Thema, da organisieren die Bienen auch von entfernten Stellen Futter. Starke Bienenvölker können dies besser organisieren als kleinere Einheiten. Bei starken Völkern reicht die Traube meist sicher über die Rähmchen, beispielsweise vorne über die Seitenteile oder über durchhängende Bienen nach unten.

Angie hat geschrieben: Zum Beispiel sei eine Wabe mit Futter in der Mitte der Bienentraube leergefressen und ,o.k. rechts und links, die benachbarten Seiten auch,
verhungern die Bienen auf der leeren Wabe bei einem Frosteinbruch und werden von der Nachbarschaft nicht versorgt?
oder können etwa nicht mehr versorgt werden?
Die Versorgung funktioniert auch über die Wabengassen hinweg, sofern das Volk stark genug ist, ein Temperatursturz ist immer ein Risiko, vormals dicht besetzte Oberträger sind dann bienenfrei, bei Frost ziehen sich die Bienen in die Gassen zurück ein Austausch klappt dann manchmal nicht mehr, besonders bei den Schwächlingen. Es kann auch ein Teilabriss geben, schwächer besetzte Außenwaben werden bei eng sitzender Traube nicht mehr versorgt. Wenn Futter als Notmaßnahme in Form von Futterwaben an den Rand der Traube hinzugefügt wird, muss die Verteilung auch über mehrere Gassen hinweg laufen, am Besten fügt man auf beiden Seiten der Traube etwas hinzu. Wenn im Zentrum der Wintertraube viel Futter fehlt, wurde zu wenig gefüttert, ein Imkerfehler den man im Folgejahr besser macht.

Angie hat geschrieben: Da dann bei einem Frosteinbruch auch in zwei Zargen eingewinterte Völker, wenn sie Brut pflegen, vom Futterabriss bedroht wären.
Diesen Futterabriss nach oben in einen zweiten Raum habe ich bisher nur zwei mal beobachtet, in einem Fall war dir Ursache auch klar, es wurde eine nicht ganz volle Zarge mit Honig zur Überwinterung aufgesetzt und nicht weiter zugefüttert, die Bienen hatten wohl im Herbst etwas vom Honigraum in den leeren Brutraum nach unten getragen, die Honigraumwaben waren im unteren Drittel nicht durchgängig gefüllt, die Traube konnte die Distanz nicht überbrücken. Eine reichliche Fütterung im August/September sorgt für einen direkten Anschluss des Futters zum Zentrum des Wintersitzes. Wer bei zwei Zargen Zander 20kg Futter in den Waben hat und Einzarger auf 12-15kg gebracht hat, muss sich in den allermeisten Fällen nicht sorgen. Wer allerdings nur 12,5kg Vorrat in zwei Räume anstrebt riskiert einen Futterabriss, es gibt Imker die weniger als 10kg Vorrat für nötig halten, springen aber dafür ab jetzt wöchentlich mit dem Futterteig.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Milder Winter- Bienen im Stress

Beitragvon cooper » 12. Februar 2014, 16:26

Hallo

Wetter hier und heute : Trocken,ca. 8 Grad plus,kaum Wind,und Sonne satt.
Ideales Wetter zur Futterkontrolle hab ich mir gedacht und bin eben nach der Schicht gleich los zum Stand. (8;)
Ergebnis - Weit besser als erwartet. In allen 5 Völkern noch reichlich Reserve für den Februar und März/ April.
Alle 5 Völker noch recht dicht in der Traube - von oben fast keine Bienen zu sehen,nur durch leichtes Ankippen der oberen
Zarge war ein Blick ins Volk möglich.Dies habe ich auch gleich zur Futterschätzung genutzt indem ich die obere Zarge leicht
angehoben habe,rein Gefühlsmäßig lagen alle oberen Zargen bei 10 - 12 Kilo.
Denke mal bin mit dem Futter auf der relativ sichern Seite.Schlimmstenfalls muß ich noch die eine oder andere Futterwabe
zuhängen - hoffe aber mal sie kommen so zurande.

Gruß
in memoriam Simon
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Re: Milder Winter- Bienen im Stress

Beitragvon Simon » 12. Februar 2014, 19:16

Aktueller Verbrauch des Waagvolkes: -100g/Tag, konstant seit zwei Wochen. Trotz kühler Witterung wurde Pollen eingetragen, der Brutumfang würde mich interessieren, am Samstag solls zweistellig Celcius zum Nachschauen geben.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Milder Winter- Bienen im Stress

Beitragvon GeeBee » 15. Februar 2014, 19:32

Hallo zusammen,
heute habe ich die milde Witterung genutzt und an einem Stand die Völker inspiziert.
Es ist noch reichlich Futter vorhanden. Nicht verdeckeltes Futter ist sehr wässrig geworden und ich hoffe, dass das nicht zum Problem wird. Verdeckelte Brut habe ich nicht gesehen, aber es gibt kleine Flächen mit Stiften und teils jüngster offener Brut.
Ob es am nassen Winter oder am Standort liegt weiß ich nicht, aber die Beuten (von innen) und Waben waren teils angeschimmelt. Hoffe, dass der Frühling bald kommt!

Viele Grüße

GeeBee ;)-
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Re: Milder Winter- Bienen im Stress

Beitragvon Apfel » 15. Februar 2014, 20:31

Mal eine blöde Frage zu dem Thema verschimmelte Waben und wie im Beitrag vor mit erwähnt auch die Beute von Innen.
Und zwar wollt ich mal in die Runde fragen wer von euch die Randwaben über Winter entnimmt? Hab im Letztjährigen Lergang mit bekommen das man dies wohl zur besseren Luftzirkulation machen sollte, auch bei offenem Gitterboden. Dies würde jedenfalls das verschimmeln verhindern.
Macht das hier jemand oder gibt es hierzu von Euch Erfahrungen die dafür oder dagegen sprechen?
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