Futtervorrat

Was Imker machen und Bienen (nicht) tun

Futtervorrat

Beitragvon carnica » 3. Februar 2012, 19:50

hallo zusammen,
hat schon jemand eine futterkontrolle gemacht? (8;)
Gruß carnica
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Re: Futtervorrat

Beitragvon honigmaul » 3. Februar 2012, 20:06

Hallo Carnica!

Eine Futterkontrolle brauche ich nicht machen. Ich habe im Spätsommer sehr gut eingefüttert, da kann nichts passieren. Ich muss nur vor der Tracht die überschüssigen Futterwaben entnehmen.

Um diese Zeit dürfte eigentlich das Futter nicht knapp werden. Der Verbrauch um diese Zeit ist sehr niedrig. In einem anderen Forum habe ich gelesen, dass der Waagstock um 625 g im letzten Monat abgenommen hat. Gefährlich wird es Ende März, Anfang April, da müssen die Imker auf der Hut sein, die zu wenig eingefüttert haben.

MfG
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Re: Futtervorrat

Beitragvon Simon » 3. Februar 2012, 21:22

Genau passend zum Thema gibt es aktuell ein Rundschreiben des für BW zuständigen Fachberater für Imkerei, T. Kustermann:
nachdem nun die sehr milde Witterung durch einen extremen Kälteeinbruch abgelöst wurde muss der Futtersituation jetzt besonderes Augenmerk geschenkt werden! Diese Wetterlage soll sich ja stabilisieren und uns somit für längere Zeit erhalten bleiben. Viele Völker haben bereits im Januar wieder gebrütet und diese Brut muss nun auch während dieser Kälte gewärmt werden – das kostet viel Energie (Futter). Sobald es wieder etwas wärmer wird sollten die Futterreserven auf jeden Fall kontrolliert und bei Bedarf Futterwaben zugehängt werden.

Brut im Januar.jpg
das beigefügte Bild stammt von R. Binder (RPTü), er hat um den 20.01. bei 3 von 4 Ablegern solche Brutflächen gefunden.) Schwachen Völkern kann diese Wettersituation nun den Rest geben!
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Futtervorrat

Beitragvon TraugottStreicher » 3. Februar 2012, 21:39

Schwachen Völkern kann diese Wettersituation nun den Rest geben!

Was würdest Du empfehlen bei schwachen Völkern?
Bei mir sind auch 2 Völker schwächlich (auf 4 Gassen) und ich hab' sogar über Vereinigung nachgedacht (weniger wegen der Kälte, mehr wegen Angst vor Futterabriss). Aber die Bienchen summen und Futter wird offenbar entdeckelt.

Bin wieder einigermaßen beruhigt und will Aktionismus wenn möglich vermeiden.
Mit freundlichen Grüßen - Traugott Streicher
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Re: Futtervorrat

Beitragvon Simon » 3. Februar 2012, 21:53

TraugottStreicher hat geschrieben:Was würdest Du empfehlen bei schwachen Völkern?

Wie auf dem oberen Bild zu sehen ist das Völkchen nicht das Stärkste, solche gibts einige. Trotzdem ist noch genügend Futter vorhanden, zumindest für die nächsten paar Wochen. Von oben sollte man am Bienensitz gedeckeltes Futter erkennen. Momentan würde ich bei den auffälligen Schwächlingen nichts machen, der nächste Schritt wäre eine Sanierung über Absperrgitter, das kann man auch recht früh im Jahr mit Erfolg machen.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Futtervorrat

Beitragvon carnica » 4. Februar 2012, 10:24

Gestern habe ich eine Standkontrolle gemacht und die toten Bienen vom Gitterboden entfernt, da wurde dann gleich mal rumgesummt ;)-
Dann habe ich mal die Beute leicht angehoben, sie ist doch sehr leicht geworden.

Jetzt würde ich gerne wissen ob noch genügend Futter vorhanden ist. Möchte aber nicht so gerne bei diesen kalten Temperaturen reinschauen.
Könnte man einen Blick von oben wagen ob noch genügent Futter vorhanden ist???
Gruß carnica
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Re: Futtervorrat

Beitragvon beehart » 4. Februar 2012, 10:37

Ich würde warten bis die extreme Kälte weg ist.
Jede Biene die aus der Traube fällt ist tot.

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Re: Futtervorrat

Beitragvon Simon » 4. Februar 2012, 19:24

beehart hat geschrieben:Ich würde warten bis die extreme Kälte weg ist.
Jede Biene die aus der Traube fällt ist tot.

Ganz klar, bei dieser Kälte blättert man nicht in den Völkern. Zur Beruhigung kann man aber trotzdem unter die Folie schauen, da passiert gar nichts, auch nicht bei -20°C.
zehrung.JPG
Wintertraube bei -15°C
So schaut ein durchschnittliches Völkchen aus, im Außenbereich ein paar tote Bienen in den Gassen ist normal, die sind nicht verhungert oder vom Futter abgerissen. Direkt neben der Wintertraube ist es eisig, sogar die Oberträger im Bienensitz haben Frost. Durch die Zehrung oder die Bruttätigkeit sind hat sich der Sitz der Völker nach oben Richtung Folie verlagert. Im Bienensitz sollte im direkten Anschluss an die Wintertraube Futter vorhanden sein, am besten gedeckeltes. Mit einem Stockmeisel oder Messer kann man von oben ohne Wabenziehen testen ob noch was in den Zellen ist.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Futtervorrat

Beitragvon carnica » 6. Februar 2012, 19:30

genügend Futter vorhanden, sieht gut aus :thumbsup:
Dateianhänge
IMG_0442.jpg
Wintertraube 05-12
IMG_0442.jpg (69.74 KiB) 11376-mal betrachtet
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Re: Futtervorrat

Beitragvon beehart » 6. Februar 2012, 21:59

Aber wenn ich es richtig sehe nur noch wenig Bienen.
Die sehen auch ziemkich dunkel aus, bist du sicher, dass die nicht verkotet waren?
Will da nix reininterpretieren, da die etwas im Schatten sind, aber ich hab da so ein typisches Bild im Kopf.

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Re: Futtervorrat

Beitragvon Simon » 6. Februar 2012, 22:42

carnica hat geschrieben:genügend Futter vorhanden, sieht gut aus :thumbsup:

Ist schwierig zu begutachten, das Volk kann nach dem Foto auf zwei oder auf vier Gassen sitzen.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Futtervorrat

Beitragvon carnica » 8. Februar 2012, 19:59

das Foto ist nicht das beste, halt ein Handyfoto ;) Bienen sitzen auf vier Waben und verkotet ist nichts, soweit ich es sehen konnte!
Gruß carnica
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Re: Futtervorrat

Beitragvon Simon » 18. Februar 2012, 17:53

verhungert.JPG
Sehr schade, dieses "Jungvolk" war etwas zu verschwenderisch mit dem Futter, der Imker zu nachlässig mit der Kontrolle. Zwei handtellergroße Brutflächen waren wohl etwas zu viel, auf den Nachbarwaben ist noch gedeckeltes Futter. Futterkontrolle ist angesagt, die besten Völker verhungern als erstes. :(
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Futtervorrat

Beitragvon Simon » 20. Februar 2012, 18:16

Nochmals ein Tipp zur Futterkontrolle, die meisten Völker haben in der Summe noch genügend Futter aber oft nicht an der richtigen Stelle.
einzarger_zehrung.JPG
Wurden die Völker zur Bildung mit dem eingeengten Flugloch auf einer Seite gestartet (was Sinn macht), befand sich das Hauptbrutnest und folgend der Wintersitz in Fluglochnähe und darum das Winterfutter. Die Futterablagerung geschieht fluglochfern, im hinteren Bereich der Wabe, im oberen Beispiel haben die fluglochfernen Waben rechts neben dem Bienensitz reichlich Futter.
aussenwabe1.JPG
Die Außenseite der ersten Wabe am Flugloch enthält fast kein Futter mehr, von oben ist dies meist gut sichtbar ob gedeckeltes Futter vorhanden ist.
aussenwabe2.JPG
Auf der Innenseite ist noch genügend Futter vorhanden. Momentan können die Bienen über die Rähmchen, bei einem Kälteinbruch kann es passieren dass sich die Bienen in die Gasse weit zurückziehen und verhungern, bei kleineren Einheiten wäre dies besonders schade. Es genügt eine volle Wabe aus dem nichtbesetzten Bereich direkt neben die Außenwabe zu setzen.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Futtervorrat

Beitragvon Immenfreund » 21. Februar 2012, 08:00

Danke Simon, das war sehr anschaulich; wahrhaft lehrhaft, man merkt doch den guten Lehrer in dir.
wie sollte die Außentemperatur für so eine Kontrolle mit Wabenziehen sein?
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Futtervorrat

Beitragvon Simon » 21. Februar 2012, 11:17

Immenfreund hat geschrieben:Danke Simon, das war sehr anschaulich; wahrhaft lehrhaft, man merkt doch den guten Lehrer in dir.
Dazu ist die online Lehr- und Lernplattform da. ;)
Immenfreund hat geschrieben: wie sollte die Außentemperatur für so eine Kontrolle mit Wabenziehen sein?
Nur die Kontrolle geht schnell und ohne Störung, der Wabentausch kann unangenehm werden wenn es kühl ist. Es wäre gut wenn abfliegende Bienen wieder zurückfinden, möglich ist das aktuell über den Mittag bei Temperaturen über 5°C, am Freitag soll es 10°C geben.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Futtervorrat

Beitragvon juku » 21. Februar 2012, 23:59

Hallo, habe heute Spechtnetz entfernt und von oben reingeschaut. Einige Völker sind sehr stark und haben eine Menge Jungbienen. Trotz guter Einfütterung und noch etwas vorhandener Futterreserve habe ich, wenn es jetzt nochmals kalt wird Angst, dass sie verhungern können. Also das ist absolut richtig vom Bienenberater, dass da stark "durchgebrütet" wurde. Ich rate Jedem dringend sofort nach Futterreserven zu schauen. Vielleicht ist es wieder auch einmal eine Besonderheit hier im Stuttgarter Becken. Ist mir noch nie passiert: Ein Einzarger hatte so viel Bienen, dass er trotz normaler guter Einfütterung an Futtermangel eingegangen ist. Habe noch nie in einem eingewinterten Jungvolk, das allerdings schon immer gut dastand, so viele Bienen um diese Zeit gesehen. Das passiert mir nicht noch mal. Werde künftig auf zwei Zargen einwintern.
Wünscht mir keine Kälteperiode mehr ;) Mein Optimismus ruht auf den Weidekätzchen am Standort, die fasst schon blühen ;)-
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Re: Futtervorrat

Beitragvon Simon » 22. Februar 2012, 11:30



Die Futtervorgung in diesem Volk ist aktuell noch in Ordnung, der Eingriff war nicht notwendig, es besteht keine Gefahr dass das Volk in einer Wabengasse vom Futter abreist. Der Wintertotenfall ist teils beträchtlich und beträgt bis zu 50% der eingewinterten Bienenmasse.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Futtervorrat

Beitragvon Simon » 22. Februar 2012, 17:14

sargbienen.JPG
Selbst im toten Zustand haben die verhungerten Völker eine Ästhetik. :cry:
ausgeraeumt.JPG
In der Hoffnung dass sich Futter unter der gedeckelten Zelle befindet wurde selbst gedeckelte Brut geöffnet.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Futtervorrat

Beitragvon sam » 22. Februar 2012, 19:51

Simon hat geschrieben:Genau passend zum Thema gibt es aktuell ein Rundschreiben des für BW zuständigen Fachberater für Imkerei, T. Kustermann:
nachdem nun die sehr milde Witterung durch einen extremen Kälteeinbruch abgelöst wurde muss der Futtersituation jetzt besonderes Augenmerk geschenkt werden! Diese Wetterlage soll sich ja stabilisieren und uns somit für längere Zeit erhalten bleiben. Viele Völker haben bereits im Januar wieder gebrütet und diese Brut muss nun auch während dieser Kälte gewärmt werden – das kostet viel Energie (Futter). Sobald es wieder etwas wärmer wird sollten die Futterreserven auf jeden Fall kontrolliert und bei Bedarf Futterwaben zugehängt werden.

Brut im Januar.jpg



so und größere Brutflächen hatte ich bei einigen Einzargern Mitte Jan gesehen. EInes hats deshalb nicht geschafft, Futterabris...

Gestern hab ich die Einzarger kontrolliert und teilweise bis zu drei volle FW zugehängt. Heute war erster Flugtag - sehr schön...
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Re: Futtervorrat

Beitragvon Immenfreund » 24. Februar 2012, 19:17

Habe heute bei anfangs 8°, dann 11° die Futterkontrolle durchgeführt.

Bei 2 Völkern musste nicht gemacht werden;
bei 4 Völkern konnten Futterwaben, wie im Beitrag von Simon beschrieben (Mo 20. Feb 2012, 19:16), ausgeglichen werden;
bei 4 Völkern musste Notfütterung mit gestürzten Gläsern/Bechern mit gelochtem Deckel über der Wintertraube erfolgen.
Eines dieser 4 war schon beim Öffnen durch massiv Kondenzwasser aufgefallen; dort waren über 7 Wabengassen teils bis an die Folie mit Bienen voll. Auslaufende und offene Brut vorhanden. Die aufgesetzte Leerzarge war, bis ich mit dem Sirup-Eimer zurückkam, an den Wänden schon 10 cm hoch mit Bienen besetzt.

näheres auf meinem Blog
Mit freundlichen Grüssen

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Re: Futtervorrat

Beitragvon Simon » 1. März 2012, 22:19



Futterkontrolle bei einem etwas schmächtigen Völkchen. In den Völkern sollten immer mindestens 5kg Futter vorhanden sein, im nicht besetzten Bereich sollten volle Futterwaben vorhanden sein.
Diese Kategorie an Völkchen wird erst spät erweitert und zwar nach unten, kurz vor der Kirschblüte.

Wer addiert die Einheiten? :bigrin:
1 Einheit Bienen = 125
1 Einheit Brut = 400
1 Einheit Futter = 125g
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Futtervorrat

Beitragvon Immenfreund » 2. März 2012, 05:09

vois la
bekomme ich dafür eine Originalauflösung per E-mail von dem Winterling für meinen Blog?
Dateianhänge
Auszählung für Simon Hummel by immenfreund.jpg
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Re: Futtervorrat

Beitragvon Simon » 2. März 2012, 06:59

Immenfreund hat geschrieben:vois la
bekomme ich dafür eine Originalauflösung per E-mail von dem Winterling für meinen Blog?

:thumbsup: Sehr gut Helmut, danke. Die Originalauflösung sprengt fast alle Kommuniktaionswege, 5min. HD macht knapp ein Gigabyte Daten. Ich kann das Video auf 720x400 anbieten?
Ich hätte das Volk eher stärker eingeschätzt, beim Ankippen von unten und ziehen von ein paar Waben schätzte ich 3500 Bienen, so kann man sich täuschen wenn es über den Oberträgern wuselt.
Das Volk wird nicht klein bleiben, es wird auch nicht saniert und es wird mir genügend Honig bringen, vielleicht sogar ohne viel Arbeit. Ich werde es weiter verfolgen.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Futtervorrat

Beitragvon Immenfreund » 2. März 2012, 07:05

dachte an die Originalauflösung von diesem Beitrag
http://einfachimkern.de/download/file.php?id=773&mode=view

Mir stellt sich angesicht dieser Auswertung die Frage, wie du / die Anderen die Dokumentation machst/machen.
Ich hatte letzes Jahr ein Diktiergerät am Mann und zuhause abgehört und Notizen übertragen. Stellte sich allerdings als bei vielen Völkern dann als zu Zeitaufwendig heraus, da mindestens die gleiche Zeit wie auf dem Stand nochmals investiert wird.
Mein Imkerpate macht sich nach Durchsicht seiner 20 Völker aus dem Kopf Notizen vor Ort, da bleibt aber bei einem über 50-jährigen nicht viel hängen.
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Futtervorrat

Beitragvon GeeBee » 2. März 2012, 17:54

Hallo zusammen,
ich komme gerade von meinen Bienen. Heute war der erste richtig frühlingshafte Tag mit etwas Sonne und auch die Bienen flogen endlich wieder. ;)- Der Reinigungsflug ist im Gange und eigentlich sieht es ganz gut aus. Meine beiden Jungvölker haben noch reichlich Futter und sitzten auf 5-7 Gassen. Allerdings macht mir das ehemalige Wirtschaftsvolk Sorgen. Es winterte schon recht klein ein. Nun habe ich das erste mal nach dem Futtervorrat gesehen und festgestellt, dass noch auf fast allen Waben Vorräte waren. Dennoch hingen stellenweise viele tote Bienen in den leeren Waben. Diese sind wohl verhungert obwohl auf der Wabe selbst noch Futter war. Es waren noch viele volle Futterwaben da. Offensichtlich sind die Bienen aber nicht nach oben dem Futter nach gezogen, sondern in Richtung Flugloch und dann nicht mehr zurück. Das ist dann ein Futterabriss oder?
Mir fiel auf, dass merkwürdig viel Wasser in der Beute (auf den Rähmchenauflagen) war und dass größere Flächen ungedeckeltes Futter sehr dünnflüssig und glasig erschienen. Einige Waben schimmelten leider auch. Nun habe ich als Sofortmaßnahmen alle besetzten Waben in eine Zarge in die Mitte geräumt und den Rest mit intakten Futterwaben aufgefüllt. Ich habe keinerlei Brut, noch eine Königin gesehen. Am liebsten würde ich diese paar Bienen einem meiner Jungvölker zufegen (durch ein Absperrgitter), bin mir aber nicht sicher, ob ich damit mehr risikiere als zu helfen. Ach ja, einige Kotspuren waren auch auf den Waben.

Vielleicht könnt ihr mir Tipps geben und diese Lage einordnen. Das ist mein erster Bienenwinter bzw. -frühling!

Danke schon einmal!

Gruß,

GeeBee
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Re: Futtervorrat

Beitragvon Simon » 2. März 2012, 20:22

GeeBee hat geschrieben: Dennoch hingen stellenweise viele tote Bienen in den leeren Waben. Diese sind wohl verhungert obwohl auf der Wabe selbst noch Futter war.

Verhungern würde ich nur dann vermuten, wenn sich gar kein Futter mehr in der Wabengasse befindet. In den verhungerten Völkern bzw. Wabengassen war gar kein Futter mehr vorhanden. In sehr schwach besetzten Randgassen kann es selten vorkommen, dass diese bei sehr tiefen Temperaturen keine Abwärme von der Haupttraube bekommen.
Ein Futterabriss innerhalb einer Wabengasse scheint mir nur bei sehr kleinen Einheiten denkbar. Ich vermute eine mangelnde Volksstärke schon zur Einwinterung.
GeeBee hat geschrieben:Mir fiel auf, dass merkwürdig viel Wasser in der Beute (auf den Rähmchenauflagen) war und dass größere Flächen ungedeckeltes Futter sehr dünnflüssig und glasig erschienen.

Offenes Futter zieht über den Winter Wasser, besonders in den Randwaben. Für die Bienen kein Problem, Wasser wird aktuell gezielt eingetragen, sobald das Volk daran zehrt wird das dünne Futter abgezogen.

GeeBee hat geschrieben:Ich habe keinerlei Brut, noch eine Königin gesehen. Am liebsten würde ich diese paar Bienen einem meiner Jungvölker zufegen (durch ein Absperrgitter), bin mir aber nicht sicher, ob ich damit mehr risikiere als zu helfen.

Die Königin ist der Joker im Frühjahr, ohne sie ist kein Stich zu machen. Bei Flugwetter würde das Volk auflösen, einfach ein paar Meter vom Volk entfernt die Bienen abkehren.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Futtervorrat

Beitragvon GeeBee » 3. März 2012, 21:38

Hallo Simon,
das Volk habe ich heute bei Flugwetter aufgelöst. Nun habe ich noch einige Futterwaben für den Notfall vorrätig.

Netten Gruß,

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Re: Futtervorrat

Beitragvon Simon » 8. Februar 2013, 18:31

Wie im letzten Jahr gibts ein paar Völker mit Futtermangel, vor allem die schwächeren Völker könnten bei unpassender Futterbevorratung vom Futter abreißen. Heute hatte ich ein Volk auf 4 Wabengassen kontrolliert, von oben war eine äußere Gasse ohne Futter, die Bienen lebten noch, irgendwie organisierten sie Futter, aber nicht optimal. Beim umhängen einer der äußeren vollen Waben direkt an den Sitz war eine handfläche gedeckelte Brut zu sehen, also aufpassen, vor allem bei den kleineren Völkern.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Futtervorrat

Beitragvon Simon » 9. Februar 2013, 12:18

58
So sollte Futter in den Wabengassen vorrätig sein, von oben sieht man ob noch gedeckeltes Futter vorliegt, in Kombination mit Anheben der Kiste genügt die Kontrolle.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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