Honigernte mit der Bienenflucht

Was Imker machen und Bienen (nicht) tun

Honigernte mit der Bienenflucht

Beitragvon Simon » 4. August 2009, 13:54

bienenflucht.JPG
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Honigernte mit der Bienenflucht kann ziemlich entspannt sein, besonders jetzt entsteht sehr schnell Räuberei. Wenn ein Stand mit 10 Völkern abgeerntet wird, sitzen die Bienen oft schneller auf den Waben wie sie abgekehrt wurden - mit der Bienenflucht kann im Idealfall die Ernte zargenweise stattfinden. Die Bienenflucht sollte 24 Stunden eingelegt sein, die wenigen Bienen die dann noch drinnen sind fliegen ab.
Einen Unterschied zwischen den verschiedenen Typen habe ich noch nicht bemerkt, anscheinend gibt es da Unterschiede in der Entleerungsgeschwindigkeit. Wichtig, die Flucht sollte richtig herum eingelegt werden. :bigrin:
Nachteile der Bienenflucht: man muss vor der Honigernte den Stand besuchen, man hat den Honig doppelt in der Hand.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Honigernte mit der Bienenflucht

Beitragvon jogl » 4. August 2009, 15:27

Ich hab mit der linken und der mittleren gearbeitet.
Die linke funktioniert eindeutig besser, d.h. der Honigraum ist schneller
Bienenleer.

Gruß Jogl
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Re: Honigernte mit der Bienenflucht

Beitragvon hummelimker » 20. Mai 2010, 16:27

Sind die Zwischenböden selbstgebaut? Gibt es irgendwo eine Bauanleitung/Materialempfehlung? Welcher Hersteller bietet Zwischenböden für die Einfachbeute an?
Danke im voraus für die Antworten!
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Re: Honigernte mit der Bienenflucht

Beitragvon Simon » 20. Mai 2010, 20:20

Passende Bienenfluchten gibt es von http://www.Dehner-Bienen.de, diese sind in den Deckel integriert. Die mittlere Bienenflucht ist auch von Dehner. Ich habe eine Serie selbst gebaut, kompliziert ist die Anfertigung nicht. Ein Rahmen und eine mit Schrauben oder Nägel gesicherte Platte genügt, wobei ich die 3 bzw. 4mm starke MDF-Platte in einer Nut versenkt habe. Bei den Fluchten gibt es Unterschiede in der Funktion, die sternförmigen oder rautenförmigen mit mehreren Ausgängen funktionieren etwas besser.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Honigernte mit der Bienenflucht

Beitragvon Zaberimker » 6. Juni 2010, 08:13

Hallo miteinander,

ich bin auch dabei, die Honigernte mit der Bienenflucht auszuprobieren. Der Tip, diese richtigherum einzsetzen ist prima, hilfreich wäre aber auch die Auskunft - wie ist es richtig. Also für mich als unbedarften (damit ich nicht den Brutraum leerräume ) - wo ist oben???

Beim Selbstbau kann man ja vermutlich einen Zwischenboden basteln, der für das Einlegen der Binenflucht aufgemacht erden kann. hat da wer Erfahrung und wie hoch sollte der offene Raum nach oben bzw. nach unten sein?

Vielen Dank und schönen Sonntag noch
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Re: Honigernte mit der Bienenflucht

Beitragvon geifiimker » 6. Juni 2010, 10:27

Hallo Zaberimker

Bei der Bienenflucht ist die abgebildete Seite unten.Bei meiner Bienenflucht ist jeweils ca 1 cm Raum.Meinen Bienenfluchtrahmen kann ich auch als Zwischenboden verwenden einfach Korken für Flugloch entfernen und in die Öffnung der Bienenflucht von oben einen Deckel einlegen.
Danke fürs lesen,viel Freude beim Imkern
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Re: Honigernte mit der Bienenflucht

Beitragvon Simon » 6. Juni 2010, 10:43

Zaberimker hat geschrieben:... hilfreich wäre aber auch die Auskunft - wie ist es richtig. Also für mich als unbedarften (damit ich nicht den Brutraum leerräume ) - wo ist oben???

Dazu muss man die Funktion der Flucht kurz beschreiben. Die Bienen suchen mit ausgestellten Fühlern nach einen Zugang vom abgesperrten Honigraum zu den Brutzargen. Über das Gitter der Flucht wird die Richtung erfasst, die Bienen gehen in die trichterförmigen Öffnungen und gelangen in den Brutraum. Umgekehrt finden sie die Öffnung zum Honigraum, kommen aber nicht mit den ausgestellten Fühlern durch die enge Öffnung durch. Durch den enger werdenden Trichter werden diese seitlich abgeklappt, deshalb funktioniert diese Flucht nur in einer Richtung - soweit die Theorie.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Honigernte mit der Bienenflucht

Beitragvon Hansbauer » 27. Juli 2017, 07:13

Hätte noch eine Frage zum Einsatz der bienenfluchten.

Für die Nacht auf Samstag meldet der Wetterbericht etwa 13 Grad.
Bisher hatte ich noch nie die Teile verwendet, also habe ich großen Respekt vor dem Thema mit dem abkühlen des Honigs und der darauffolgenden schlechten scheuderbarkeit.

Ist das wirklich relevant oder nur Theorie?

Der schleuderraum ist beheizt, ebenso die honogschleudern.

Flucht oder Besen...

Lg
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Re: Honigernte mit der Bienenflucht

Beitragvon waldimker » 27. Juli 2017, 08:13

Wenn Du einen Raumentfeuchter hast, kannst den in den Schleuderraum dazustellen, dann lässt den Honig in den Waben bei ca. 25 Grad und sowenig Luftfeuchte wie möglich ein paar Tage. Zargen so stellen, dass die Wärme und Luft auch überall dran kommt (über Kreuz oder so). So kriegst den Honig schleuderwarm und er zieht dabei keine Feuchte. Sowas entspannt das Imkern ungemein.
Bei dickem WAldhong nicht so furchtaber intensiv trocknen...
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