Darwinistische Betriebsweise

Was Imker machen und Bienen (nicht) tun

Re: Darwinistische Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 10. Oktober 2017, 14:39

er zielt wohl v.a. auf das Verfliegen nach Wanderung ab, was natürlich viel eher zu Bienenanhäufungen führen kann.
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Re: Darwinistische Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 10. Oktober 2017, 14:44

zum Klima in England: sinngemäß Br. Adam: ...bei uns beginnt der Frühling an Weihnachten und wird im Mai unbemerkt zum Sommer ...

Is nich so richtig wirklich zu vergleichen.

Eine solide Bauweise mit ausreichenden 20 mm dürfte tatsächlich hinhauen.
Wenn Seeley von "dicken" Wänden spricht, spricht er von mehr als 25 mm, denn das ist die Standarddicke eines Ami-Kastens.

Ich sträube mich aufgrund des Gewichts ein wenig gegen die 25 mm Kästen, baue sie aber dennoch, da mir das Hobeln zu doof ist. Zudem isoliert ein 25 mm Kasten eben doch besser als ein 20 mm Kasten. Und hält auch länger.
Bei den Honigräumen seh ich das anders. Aus Platzgründen werden bei mir die Seiten vllt. nur 18 mm stark zukünftig.
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Re: Darwinistische Betriebsweise

Beitragvon beeo » 10. Oktober 2017, 15:38

Dann hast auch gleich die rauhen Innenwänder, wenn du nicht hobelst ;-)
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Re: Darwinistische Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 10. Oktober 2017, 17:22

beeo hat geschrieben:Dann hast auch gleich die rauhen Innenwänder, wenn du nicht hobelst ;-)


glatte wären mir lieber, wegen dem abkratzen und anbauen. Wie Andreas schon schreibt, die propolisieren auch glatte....
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Re: Darwinistische Betriebsweise

Beitragvon beeo » 10. Oktober 2017, 18:56

Mensch Waldi, grad wenns langsam dröge im Schwarzwald wird musste doch die Optimismen die ich liefere auf dich wirken lassen! ;-)
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Re: Darwinistische Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 10. Oktober 2017, 20:31

ähm... meine Stirnseiten sind IMMER rauh, da macht mich die zweite Hälfte nicht sonderlich euphorisch.
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Re: Darwinistische Betriebsweise

Beitragvon beeo » 13. Oktober 2017, 10:12

Nicht Drohnenschneiden und Standbegattung:
Johannes Wirz hat geschrieben:In den letzten Jahren haben viele Resultate die Bedeutung der Mehrfachbegattung bestätigt. Durch die Erhöhung der genetischen Vielfalt mit 8 bis 15 Vätern – im Vergleich zu Völkern mit 1 bis 7 Vätern – war die Volksstärke beim Einwintern erhöht und die Auswinterung besser (Mattila und Seeley2007; Tarpy et al. 2013). Es wurden grössere Brutnester und Wabenflächen gebaut (Tarpy und Seeley 2006). Die Wärmeregulierung war verbessert (Graham et al. 2006; Jones et al. 2004). Mit der Zahl der Drohnen, die eine Königin begatten, nimmt auch die Intensität des Schwänzeltanzes zu (Mattila et al. 2007), was sich in einer erhöhten Rekrutierung von Sammlerinnen niederschlägt (Mattila und Seeley 2014). Ausserdem fliegen die Bienen auch weiter entfernte Nektarquellen an (Mattila et al. 2014).
Auch im Bienenstock konnte die Bedeutung der Mehrfachbegattung nachgewiesen werden: Die Resistenz gegen Infektionskrankheiten war erhöht (Tarpy et al. 2013) und die Abwehr von eingeführten Faulbrutsporen verbessert (Seeley und Tarpy 2007). Die erhöhte Diversität der Begleitmikroflora und -fauna führte zu einer Verbesserung der Gesundheit der Völker, z.B. bei der Haltbarmachung von Pollen, dem sogenannten Bienenbrot (Mattila et al. 2012).
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Re: Darwinistische Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 13. Oktober 2017, 13:05

Das ist kommentarlos hinzunehmen. Wow!
Aus dem allem folgert, dass die auch mehr Honig brachten.
INTERESSANT, dass das von den Wissenschaftlern keiner "gemessen" hat.
inter-esse: lateinisch, soviel wie "mittendrin sein"
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Re: Darwinistische Betriebsweise

Beitragvon Tobi » 13. Oktober 2017, 13:54

waldimker hat geschrieben:INTERESSANT, dass das von den Wissenschaftlern keiner "gemessen" hat.


Weil ein eindeutig quantifizierbares Ergebnis weniger durch eigene selektive Wahrnehmung und Interpretation in die gewünschte Richtung zu beeinflussen ist...?! :roll:
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Re: Darwinistische Betriebsweise

Beitragvon beeo » 13. Oktober 2017, 14:13

Man kann denke ich davon ausgehen, dass gewisse Zählungen und Messungen stattgefunden haben. Anders wäre eine Aussage auch nicht möglich gewesen, zumindest nicht ohne sich lächerlich und unglaubwürdig zu machen (Negativbeispiel: Varroa-Killer-Sound).
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Re: Darwinistische Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 13. Oktober 2017, 15:37

Tobi hat geschrieben:
waldimker hat geschrieben:INTERESSANT, dass das von den Wissenschaftlern keiner "gemessen" hat.


Weil ein eindeutig quantifizierbares Ergebnis weniger durch eigene selektive Wahrnehmung und Interpretation in die gewünschte Richtung zu beeinflussen ist...?! :roll:


guter Einwand!

vllt. messen sie dem Honig auch kein so hohes Gewicht bei. Oder doch: Vermutlich tragen die Hiwis den Honig, da vergisst man sowas schnell... oder nimmts erst gar nicht zur Kenntnis: "O my gosh - the bees ARE collecting honey, aren`t they?!"
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Re: Darwinistische Betriebsweise

Beitragvon Tobi » 13. Oktober 2017, 19:55

waldimker hat geschrieben:
Tobi hat geschrieben:
waldimker hat geschrieben:INTERESSANT, dass das von den Wissenschaftlern keiner "gemessen" hat.


Weil ein eindeutig quantifizierbares Ergebnis weniger durch eigene selektive Wahrnehmung und Interpretation in die gewünschte Richtung zu beeinflussen ist...?! :roll:


guter Einwand!

vllt. messen sie dem Honig auch kein so hohes Gewicht bei. Oder doch: Vermutlich tragen die Hiwis den Honig, da vergisst man sowas schnell... oder nimmts erst gar nicht zur Kenntnis: "O my gosh - the bees ARE collecting honey, aren`t they?!"


Tja..., Imkern könnt sooo schön sein..., ohne den lästigen Honig...!
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Re: Darwinistische Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 13. Oktober 2017, 20:18

ja, echt ne Last, so wort-wörtlich. :bigrin:
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Re: Darwinistische Betriebsweise

Beitragvon Hamamelishonig » 14. Oktober 2017, 10:46

test
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Re: Darwinistische Betriebsweise

Beitragvon keinimker » 14. Oktober 2017, 21:36

Hallo zusammen,
erfreulich, dass es den Willen gibt, dem Natürlichen in der Bienenhaltung näher zu kommen.
Seit drei Jahren bin ich (erst) dabei! Vorher habe ich mich mit der "Theorie" befasst und auch in den Foren gelesen.
Bei der Frage nach der Beute war schnell klar, dass ich nicht kaufe sondern selber baue. Nur was? Schließlich: Warre. Wandstärke 36mm und 50mm.
Zweck der Bienenhaltung war die Biene. Honig nur soviel als für den Eigenbedarf nötig. Überwinterung auf eigenem Honig.
Die Aufstellung sollte in Tracht begünstigten Arealen (BIO-Äcker, Überflutungsaue) erfolgen. Das konnte ich auch realisieren. Die Völker stehen z.T. mehrere 100m auseinander.
Z.Z. behandle ich noch konventionell mit AS60% und OX. Ab dem neuen Jahr will ich mit weniger auskommen, d.h. ev. mit Milchsäure mehr zu machen, dafür die AS wegzulassen.
Meine Völker haben eine Einwinterungsstärke, die von 2 Zargen (36L) über 3 Zargen (54L) bis 4 Zargen (72L) reicht. Sehr aussagekräftig ist das Überwinterungsergebnis aber sicher nicht, da es nur wenige oder gar Einzelvölker sind.
Die Aufstellungshöhe ist ein nicht unwichtiges Kriterium. Geht es doch darum der natürlichen Situation (Baumhöhle) möglichst nahe zu kommen. Die natürliche Aufstellungshöhe ist aber nur IM Wald
gegeben, nicht im freien Gelände. Das macht das natürlich schwerer.
Zur Zeit habe ich den Eindruck, dass meine Völker (Alt- und Ablegervölker) in einem guten Zustand sind. Die nächste Arbeit ist die Bewertung des Windelbildes. Ich zähle auch noch Milben.
Meiner Einschätzung nach muss ja nicht gleich darwinistisch vorgegangen werden. Aber es muss nicht von jedem Volk vermehrt werden. Aber alleine Sanftmut ist kein Auswahlkriterium. Ein Bien muss sich schon wehren dürfen!
Gruß
Harald
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Re: Darwinistische Betriebsweise

Beitragvon Karlheinz » 15. Oktober 2017, 14:18

Hallo Harald,
Ich habe dieses Jahr bei einigen “Probevölkern“ auch erstmals auf AS verzichtet. Aber trotz totaler Brutentnahme waren mehrere weitere MS Behandlungen speziell im Oktober nötig. Dabei waren diese Völker nach der Brutentnahme und erstmaligen MS Behandlung sauber. Ohne AS wird imho eine milbenarme Überwinterung sehr sehr unwahrscheinlich...
Unwissenheit erzeugt viel mehr Sicherheit, als es das Wissen tut. (Charles Darwin)
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Re: Darwinistische Betriebsweise

Beitragvon Imka » 15. Oktober 2017, 15:52

Karlheinz hat geschrieben:Hallo Harald,
Ich habe dieses Jahr bei einigen “Probevölkern“ auch erstmals auf AS verzichtet. Aber trotz totaler Brutentnahme waren mehrere weitere MS Behandlungen speziell im Oktober nötig. Dabei waren diese Völker nach der Brutentnahme und erstmaligen MS Behandlung sauber. Ohne AS wird imho eine milbenarme Überwinterung sehr sehr unwahrscheinlich...



Hallo Karlheinz,
du stützt dich auf die Annahme, dass die Völker nach der Brutentnahme und MS-Behandlungen sauber waren. Falsche Annahmen führen aber zu einem falschen Ergebnis.
Nach meiner Erfahrung ist die MS-Behandlung nicht ausreichend wirksam, auch nicht, wenn sie mehrfach als Blockbehandlung erfolgt. Kontrollbehandlungen mit einem effektivwirkendem Mittel haben mir dies immer wieder gezeigt. Ich habe dies mit einer Völkergruppe (5) im vergangenem Jahr eingehend geprüft. Wenn ich nicht Ende August eine "Notbehandlung" mit einem tatsächlich wirksamen Mittel durchgeführt hätte, wären diese Völker im Herbst zusammengebrochen. Widererwarten sind dann bei dieser Behandlung mehr als 1000 Milben gefallen, obwohl der natürliche Milbenfall nur bei 2 - 3 Milben lag.
Indem nun Oxuvar zum Besprühen zugelassen ist, würde ich dies heutzutage an Stelle von MS verwenden. Die Wirkung soll hierbei erheblich höher sein als bei MS.
LG
Imka
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