Einfütterung

Was Imker machen und Bienen (nicht) tun

Einfütterung

Beitragvon Waldi » 4. August 2017, 11:22

Hallo,
habe da einen Schwager Imker der ein Besserwisser ist, und als sein Imkerpate gebe ich ihn langsam auf.
Er ist jetzt dabei trotz meiner Abratung die Bienen mit geschleuderten Honig einzufüttern, Mischung 1:1 mit Wasser.
Dass heißt 100% Wassergehalt. :hail:
Könnte es sein das der Honig mit so einen Wassergehalt in par Monate anfängt zu Gehren und er seine Bienen damit verliert ?
Es sind 4 Völker die er hat, wahrscheinlich nicht mehr lange. :hmm:
Wie Kann ich jetzt ihm helfen ?
Es Grüßt

Waldi
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Re: Einfütterung

Beitragvon HaroldBerlin » 4. August 2017, 11:39

Waldi hat geschrieben: Wie Kann ich jetzt ihm helfen ?
Waldi


Hallo Waldi,
wenn er so unbelehrbar ist und so viel mehr weiß über Bienen als ihr, dann ist ihm wohl leider nicht zu helfen... Vor allem schade für die Bienen!

So lange er

1.) seinen eigenen Honig verwendet (Faulbrutgefahr) und es
2.) noch so früh im Jahr ist und er
3.) in kleiner Rationen einfüttert

sehe ich nicht die dierkte Gefahr der Gärung. Reizfütterung mit Zucker und Wasser im Verhältnis 1:1 (ist nur ein Fünftel "trockener") machen auch einige Imker, wenn es dann zügig aufgenommen und eingedickt wird, ist es wohl ok - daher kleine Mengen auf einmal und nicht 15 Liter!
Gedanken würde ich mir über den "Duft" des Honig und eine dadurch leicht auszulösende Räuberei machen.
Nichts schmeckt so gut wie der eigene Honig!
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Re: Einfütterung

Beitragvon quikly » 4. August 2017, 12:27

Hallo Waldi

Wenn er die o.g. Punkte 1-3 einhält, dann haben seine Völker sicher die besseren Voraussetzungen als ausschließlich mit Zuckerlösung gefütterte Bienen.
Liebe Grüße

Claudia


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Re: Einfütterung

Beitragvon Epoché » 4. August 2017, 12:45

Waldi hat geschrieben:Hallo,
habe da einen Schwager Imker der ein Besserwisser ist, und als sein Imkerpate gebe ich ihn langsam auf.
Er ist jetzt dabei trotz meiner Abratung die Bienen mit geschleuderten Honig einzufüttern, Mischung 1:1 mit Wasser.
Dass heißt 100% Wassergehalt. :hail:
Könnte es sein das der Honig mit so einen Wassergehalt in par Monate anfängt zu Gehren und er seine Bienen damit verliert ?
Es sind 4 Völker die er hat, wahrscheinlich nicht mehr lange. :hmm:
Wie Kann ich jetzt ihm helfen ?
Es Grüßt

Waldi


Was wäre, wenn er 60% Wasser nimmt und 40% Honig? Hätte das Ergebnis dann 110% Wassergehalt?
Du weißt schon, dass Bienen eingetragenen Nektar/Futter etc. "trocknen" und damit sogar vorhaben zu überwintern?
Am besten hilfst Du ihm wohl, wenn Du ihm als Anfänger nicht totalen Quatsch erzählst und das Imkerpatesein erstmal Imkerpatesein sein lässt.

Ansonsten: Ich würde nicht mit Honig einfüttern. Aber weil ich ihn essen oder verkaufen möchte. Ich wüsste nicht, was daran nicht funktionieren sollte. Siehe Harolds Beitrag.
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Re: Einfütterung

Beitragvon Waldi » 4. August 2017, 12:58

Entschuldigung habe es leider nicht erwähnt, es handelt sich um Melizitose Honig den er mit Wasser verdünnt.
1Kg Honig + 1 Liter Wasser macht 100% Wassergehalt, oder irre ich mich? :hmm:
Meine Empfehlung war mit Futtersirup einfüttern, ist meiner Meinung sicher.
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Re: Einfütterung

Beitragvon Epoché » 4. August 2017, 13:14

Selbst wenn Du nur 1ml Honig in 1l Wasser gibst, hast Du nicht 100% Wasser? :D 100% Wassergehalt ist Wasser und sonst nichts.

Mal rechnen (unabhängig jetzt von der Unterschiedlichkeit verschiedener Messkalen. Dementsprechend verknappt und vereinfacht. Aber zur Anschaulichkeit reichts...):
Honig mit 17% Wassergehalt hat auf 1kg 830g Honig und 170g Wasser. Jetzt kippe noch 1l (ca 1000g) Wasser hinzu und vermenge das. Dann hast Du 830g Honig und 1170g Wasser. Das wäre dann knapp 60% Wassergehalt
Also schon sehr dünn (dünner als 1:1) und für die Einfütterung bei den meisten wohl nicht üblich, aber laaange nicht 100% Wasser :D

Wie es mit Melizitose aussieht generell zum Einfüttern hab ich aber keine Ahnung.

PS: Wollte nicht rumruppen ß)
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Re: Einfütterung

Beitragvon Joachim » 4. August 2017, 16:02

DEMETER-Imker bzw. BIO-Imker füttern auch Honig. Verwerflich finde ich das nicht. Es gehen die Meinungen immer auseinander was sich als Futter besser eignet: Zucker oder Honig. Neuere Lehrbücher und Wissenschaftler raten ab Honig zu verfüttern weil dies eher zu Ruhr führen würde (=Balaststoffe). Auf der anderen Seite konnte man auch schon mehrfach von anderen Seiten nachlesen, dass Völker, die auf 100% Honig (ohne Zugabe von weißem Zucker) überwintert wurden genau so gut oder genau so schlecht (wenn nicht sogar besser) aus dem Winter gekommen sind wie Völker die rein mit Zucker gefüttert und überwintert wurden.

Wie sagte Simon hier immer: "Versuch mach Kluch!" ....
Viele Grüße
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Re: Einfütterung

Beitragvon ulf » 5. August 2017, 12:51

quikly hat geschrieben:Hallo Waldi

Wenn er die o.g. Punkte 1-3 einhält, dann haben seine Völker sicher die besseren Voraussetzungen als ausschließlich mit Zuckerlösung gefütterte Bienen.



eine kühne These :)
woher nimmst du dein "Wissen" ??

Zuckerlösung ist für die Bienen optimal, zumal WInterfutter aus Zucker rückstandsfrei verdaut wird, was wiederum für die Bienen sehr gut ist

zumal von Melizitosehonig die Rede ist, der besonders viele Verdauungsrückstände übrig läßt !!!
angefangen hab ich am Fuß der dt. Mittelgebirge auf Freudensteinmaß, heute Carnica erfolgreich in Segeberger Beuten auf Deutschnormalmaß (DNM) :bigrin:
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Re: Einfütterung

Beitragvon waldimker » 5. August 2017, 18:34

interessante These, ulf und andere, das mit dem Zucker als "optimalem Futter".
Wisst ihr, dass man in den USA sagt: "Honey makes honey!"? Was soviel heißt: Wer seinen Bienen Honig als Winterfutter lässt, hat im nächsten Jahr mehr Honig, weil vitalere Völker. Das machen sogar einige große Berufsimker so. Freilich hamm die mehr Honig übers Jahr...
Der Einwand mit der Melizitose nicht ganz von der Hand zu weisen. Aber Angst sollte man davor auch nicht haben. Wenn der Imker vllt. 1/3 Melizitose nähme und ein 1/3 Zucker und 1/3 Wasser (ich weiß nicht, ob das zu dick wird?!) oder sowas in der Richtung, sollten die Bienen mit leben können. Die Randwaben aus Melizitose zu belassen fände ich in jedem Fall eine gute Idee.
Der Irrtum - insbesondere der gewohnheitsmäßige - ist wohl der größte Verursacher von Elend.
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Beitragvon quikly » 5. August 2017, 19:21

gelöscht
Zuletzt geändert von quikly am 5. August 2017, 19:32, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße

Claudia


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Re: Einfütterung

Beitragvon quikly » 5. August 2017, 19:27

Hallo Ulf

Vorerst war keine Rede von Melezitosehonig, das kam er erst später, und da kann es vielleicht schon zu Schwierigkeiten kommen.

Vergleiche gibt es hier nachzulesen ( in Bezug auf Winterfutter)

http://data.bienenstand.at/?setting=598 ... 0434430a95


auf der Seite von https://www.biene-oesterreich.at

es wurde immer wieder in die Statistik die Wintereinfütterung miteinbezogen ( in Datenbank einfach Honig als Filter setzten, ich kann es leider nicht hineinkopieren, nur kurz zusammenschreiben):

Verlustrate bei

Honig: 13,89% bei 1577 Völker
Rohrzuckersirup: 17,27% bei 8909 Völker
Stärkezucker: 14,1% bei 3636 Völker
Invertzucker 15,56% bei 5950 Völker

aber Untersuchungen dazu gibt es bereit mehr als genug. Dass die Zusammensetzung des Honigs für die Bienen immer noch am Besten ist ist wohl auch ziemlich logisch, alles Andere wäre ja sowieso äußertst absurd...
Liebe Grüße

Claudia


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Re: Einfütterung

Beitragvon quikly » 5. August 2017, 19:29

Sorry, kann man Beiträge auch wieder löschen? Hab doch nur den Vorschauknopf betätigt.
Liebe Grüße

Claudia


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Re: Einfütterung

Beitragvon Goran » 5. August 2017, 21:02

Servus

Bei mir Honigt Springkraut aber richtig ,muss aufpassen mit Fütterung ,wie ist bei euch die Lage

Mfg
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Re: Einfütterung

Beitragvon waldimker » 6. August 2017, 08:12

Springkraut honigt schwach. Reicht nichtmal für die Selbstversorgung. Schwacher Flug.
Wir hatten einen starken Frost spät im Frühjahr, da ist der japanische Knöterich und vermutlich auch schon Springkraut erfroren. Meine Tomaten und Gurken im Gewächshaus hats auch erwischt.
Ich mein auch, wir hatten einen frühen Frost im Herbst, so konnte das Springkraut nicht so aussamen.

Jedenfalls gibt es hier wesentlich weniger Springkraut als vorige Jahre. Auch steht es i.d.R. schwächer da. Heut morgen das erste Mal bepuderte Bienen gesehen. Aber beflogen wird es schon seit 5 Wochen.

Der jap. Knöterich ist zwar wieder gewachsen, aber auch schwächer als sonst - klar.

Insofern: Mau.
Der Irrtum - insbesondere der gewohnheitsmäßige - ist wohl der größte Verursacher von Elend.
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Re: Einfütterung

Beitragvon ulf » 6. August 2017, 13:30

waldimker hat geschrieben:Springkraut honigt schwach. Reicht nichtmal für die Selbstversorgung. Schwacher Flug.



Springkraut honigt sehr gut
Sogar bei Regenwetter fliegen die Bienen ins Springkraut, und das nicht ohne Grund
man kann die Bienen, die im Springkraut waren, ja sehr schön erkennen
allerdings ist eine geschleuderte Springkrauttracht - anders als der betörende Duft einer Springkrautwiese vermuten ließe - kaum pure Gaumenfreude
angefangen hab ich am Fuß der dt. Mittelgebirge auf Freudensteinmaß, heute Carnica erfolgreich in Segeberger Beuten auf Deutschnormalmaß (DNM) :bigrin:
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Re: Einfütterung

Beitragvon Epoché » 6. August 2017, 14:01

Ich glaube waldimker meinte sein heuriges Springkraut honigt kaum wegen Frostschäden und nicht dass Springkraut generell schlecht honigt.

Beschreib mal den Springkrauthoniggeschmack, Ulf! :D
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Re: Einfütterung

Beitragvon Waldi » 7. August 2017, 11:04

Hallo,
danke für eure Kommentare, da die Meinungen so unterschiedlich sind sag ich mal
abwarten und Tee trinken....
Schau ich mal wie die Sache sich entwickeln wird, und Berichten.
Es Grüßt

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Re: Einfütterung

Beitragvon Goran » 7. August 2017, 12:37

Servus

ich füttere ganz dünn 1 zu 1 aktuell am ende August wird dann ordentlich zu gefüttert.
3 zu 2 10 Liter Eimer rein und Sache erledigt.

Mfg

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