Ableger und Flugbienenrückflug

Was Imker machen und Bienen (nicht) tun

Ableger und Flugbienenrückflug

Beitragvon April » 15. Mai 2017, 20:53

Hi,

wenn man zwei besetzte Brutwaben* plus abgefegte Bienen von Baurahmen in eine neue Kiste einsetzt und nur 2-bienenbreit ein kleines Loch lässt, finden die Bienen dann raus und bis zu welcher Tageszeit macht man das?
Ich wollte das heut abend um halb acht machen, habe dann aber die Waben wieder zurückgesetzt, weil sie die nächsten Stunden wohl eh nicht mehr raus- und rüber in ihre Heimkiste kommen.
War das ok?


* eine der Bw's (mittlere, 5. Rähmchen) hat unten vier glockenförmige Näpfchen, von denen ich aber nicht sicher sagen kann, obs auch Eier in ihnen hat. Mit einer Lupe meinte ich - durch den Gesichtsschleier - eins gesehen zu haben: zu 45% ... auf Fotos kann ich aber keine entdecken.

Sollte ich noch 3-4 Tage oder bis zur Wz-Decklung warten, um sicher zu sein, dass sie belegt sind?
Wie lange könnte ich max. in der Wz-Entwicklung warten, ohne dass die Bees unwiederbringlich in Schwarmstimmung fallen? Bis zur Decklung und + ein paar Tage?

Nachtrag: und merken sich die Flugbienen evtl. den Ort mit den wenigen Bienen und dem Futter und überfallen die kleinen?

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Re: Ableger und Flugbienenrückflug

Beitragvon Epoché » 15. Mai 2017, 21:04

Die finden den Weg schon raus, keine Sorge.

Ob die Flugbienen sich den Ablegerort merken - möglich. Wenn Tracht herrscht, muss man sich aber wegen Räuberei eigtl keine Gedanken machen. Habe auch den Trick gehört, den Ableger an ein Ende des Grundstücks morgens zu stellen und nach paar Stunden wenn alle Flugbienen abgeflogen sind, die Beute an den zukünftigen Aufstellort zu bringen. Dann finden die Altbienen nichts mehr. Ich habe beides schon gemacht. Wegen Aufwand aber sein gelassen. Hab nämlich keinen Unterschied festgestellt. War aber auch immer Eintrag zu den Bildungszeiten.

Waren auf den Brutwaben denn Stifte? Wenn ja, ist es doch egal, ob das was Du gesehen hast Spielnäpfe oder schon bestiftete Weiselzellen waren. Einfach in Ruhe lassen und nächste Woche mal reinschauen ob sie am Nachziehen sind. Wenn ja - wieder in Ruhe lassen. Ansonsten Stiftwabe oder Weiselzelle reinpacken.

Die Frage mit der Schwarmstimmung verstehe ich nicht. Beim Ableger oder beim Muttervolk? Der Ableger müsste sehr stark sein, dass da was schwärmen könnte. Beim Muttervolk müsstest Du die Antwort eigtl wissen.

Viele Grüße!
Epoché
 
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Re: Ableger und Flugbienenrückflug

Beitragvon April » 15. Mai 2017, 22:23

hi Epoché,
Danke,
Epoché hat geschrieben:Die finden den Weg schon raus, keine Sorge.
aber das ist ok, dass man das nicht abends macht oder machen die Flugbienen sich dann nächsten morgen auf den Weg?

Wenn die Flugbienen die Kö nicht mehr riechen, beginnen sie unruhig eine Ausgang zu suchen und verlassen innerhalb von wieviel Stunden die Kiste?
2 Std., reicht das? Die Zurückgebliebenen suchen eine Lösung in der Nachschaffung.

Epoché hat geschrieben: ... den Trick gehört, den Ableger an ein Ende des Grundstücks morgens zu stellen ...
das hört sich gut an!

Epoché hat geschrieben:Waren auf den Brutwaben denn Stifte?
irgendwie ist das dies Jahr mit den Stiften so eine Sache ... oder meine Augen sind schlechter geworden. Es gibt Rundmaden, viel verdeckelte Brut und Königin, aber Eier habe ich - durch das Netz - nicht gesehen, nicht wie letztes Jahr.

Epoché hat geschrieben:... Beim Muttervolk müsstest Du die Antwort eigtl wissen. ...
Schwärmen beim Muttervilk.
mit Verdecklung wird es ernst?! "... ist die Zelle bereits verdeckelt, und bei gutem Wetter geht der Schwarm ab. ... "

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Re: Ableger und Flugbienenrückflug

Beitragvon Epoché » 15. Mai 2017, 23:58

Die Flugbienen flüchten ja nicht aus einer königinnenlosen kiste, sondern gehen einfach sammeln und fliegen dann zu ihrem alten Zuhause zurück. :)
Ergo ist es egal ob sie heute oder morgen heimfliegen.

Und joa, in der Regel sagt man schon, wenn Zelle verdeckelt, ist der Schwarm startklar. Kann wohl durchaus auch mal schon vorher passieren, insbesondere wenn man wochenlang am Zellenbrechen ist und die Schwarmstimmung unentwegt stark bleibt. Aber da plapper ich nur aus dem Verein nach. Die legen die Zellen auch an den verstecktesten Orten an. Wenn man Schwärmen verhindern will durch Zellenbrechen, sollte man also im Wochenrhytmus reinschauen. Wenn man Schwierigkeiten beim Stiftefinden hat, entweder alle Spielnäpfe immer mit entfernen oder Turnus verkürzen. Letzteres wär meiner Meinung nach nicht das Mittel der Wahl.

Stiftesuchen auf jeden Fall üben! ;)

Siehst Du denn dieses Jahr generell keine Stifte oder nur aktuell bei diesem Volk nicht?
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Re: Ableger und Flugbienenrückflug

Beitragvon April » 16. Mai 2017, 06:23

Epoché hat geschrieben:Die Flugbienen flüchten ja nicht aus einer königinnenlosen kiste, sondern gehen einfach sammeln und fliegen dann zu ihrem alten Zuhause zurück. :)
ah so. Und ich dachte, wegen "Weiselunruhe" (o.ä. Begriff).
Dann bleiben sie bei Regen länger. Und abends wäre es eher von Vorteil, da noch ein paar mehr Bienen pflegen.
Tja - "hätte, hätte ..."

Epoché hat geschrieben:... Siehst Du denn dieses Jahr generell keine Stifte oder nur aktuell bei diesem Volk nicht?
eher dies Jahr generell nicht. Ich habe auch erst zwei Durchsichten gemacht, zwischendurch mal gekippt.
Ich habe die "Stiftzeit" wohl verpasst. Brut ist ja da.
Gleich mal mit Lupe + Lampe suchen ...

Danke,
Gruß, april
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Re: Ableger und Flugbienenrückflug

Beitragvon waldimker » 16. Mai 2017, 06:50

Generell ist`s wohl kein Fehler, "alle" Bienen eines Volkes haben die Schwarmzellen gepflegt. D.h. für die Königinnenqualität ist ein "möglichst kurz" vor dem Verdeckeln ideal. Mach das nicht, wenn Du schon wochenlang Zellen gebrochen hast! s.Epoches Beitrag.
Wenn Du die Flugbienen abfliegen lässt, und generell, achte drauf, dass die Kö-Zellen gewärmt werden können! Nur eine am unteren Rand und eine handvoll Bienen - da hätt ich Bauchweh. Sind nur Stifte oder jüngste Maden drin, werden die dann garantiert verlassen. Auch glaub ich nicht, dass nur Stifte in einer Weiselzelle dann wirklich Schwarmköniginnen geben. Die werden andernorts (schneller) nachschaffen.
Ableger schwärmen nicht? Frag mal meine Frau... Gestern hats ein wenig geschimpft, weil schon wieder ein "Nachschwarm" im Garten hing. Mein Söhnchen hat ihn entdeckt. (Ganz der Papa.) Ich hab nämlich geschröpfte Schwarmwillige NICHT abfliegen lassen, sonden die zwei-Waben-Ableger fortgebracht. (Oder zumindst höchstens ne Stunde lang abfliegen lassen oder so) Da sind die Flugbienen drin, "jede Menge" verdeckelte Brut und einige SChwarmzellen. Nun... zusammen mit einer vehementen Nektartracht hat das immerhin bei ca. 50% der Ableger zu gefangenen (!) Nachschwärmen geführt. Die Dunkelziffer? :? Nicht alle Bienen stehen am Haus... und wenn der Kleine im Kindergarten ist?
Ich freu mich aber über die schönen Ableger. Bessere Organismen für den Start gibt`s wohl kaum. Man meint, man könnt das fast spüren...
:thumbsup:
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Re: Ableger und Flugbienenrückflug

Beitragvon Epoché » 16. Mai 2017, 09:34

Ok, krass. Hast Du die Ableger nur mit besetzten Waben gefüllt oder noch Bienen zugefegt und dann rappelvolle Ablegerkisten gehabt? Von Minischwärmchen in Begattungskästchen wurde mir auch schon erzählt. :D
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Re: Ableger und Flugbienenrückflug

Beitragvon April » 16. Mai 2017, 12:09

@waldimker
> Mach das nicht, wenn Du schon wochenlang Zellen gebrochen hast!
einmal Mitte April habe ich 3 Näpfe rausgebrochen.


heute wieder keinen Ableger zusammengestellt. :|

in den Näpfchen (oberer Br, mittleres Rähmchen: vier glockenförmige an der Unterseite, zwei glockenförmige mittig am Rand) habe ich mit Lampe & Lupe keine Stifte gesehen. Auch sonst konnte ich keine Stifte entdecken. Erst jetzt auf Fotos am PC, im 3. Rähmchen vielleicht vier, fünf Stifte in Zellen entdeckt. Also echt wenig.
Die Zarge besteht sonst aus einer Honigwabe, einer unbestifteten Drohnenwabe, zwei jungen Brutwaben mit Futter- und Pollenkranz, aber eben sogut wie unbestiftet, dann fünf Brutwaben voll verdeckelt bis halb leer und zum Abschluss ein Pollenbrett mit ner Handfläche verdeckelter Drohnenbrut in einem alten Ausschnittbereich. Mit Bees sind die Waben gut belaufen - wenn die sich dicht zusammenstellen, vielleicht jeweils gut 1/3 bis 1/2 deckend.
So haben ich nur die Drohnen rausgenommen und alles wieder vorsichtig zusammengestellt und probiers in vier Tagen nochmal, wenn denn eine Bw mit frischen Stiften: 2 Bw, 1 Hw, 1 Lw, 2 Mw - und ein paar Bienen zufegen - das "Tor" wohl noch 2 Stunden größer lassen (damit die Flieger schneller rausfinden) und dann auf 2 Bees einengen.

einen Ableger wollte ich so bilden. Weitere nach dem Honigklau. Letztes Jahr taten mir die ganzen gelangweilten Bienen leid, nachdem die beiden Honigräume weg waren. Mit denen könnte man doch mitte/ende Juli noch ein paar Kisten bestücken?

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Re: Ableger und Flugbienenrückflug

Beitragvon waldimker » 16. Mai 2017, 12:25

April hat geschrieben: Letztes Jahr taten mir die ganzen gelangweilten Bienen leid, nachdem die beiden Honigräume weg waren. Mit denen könnte man doch mitte/ende Juli noch ein paar Kisten bestücken?

april

Ja.
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Re: Ableger und Flugbienenrückflug

Beitragvon Epoché » 16. Mai 2017, 14:25

Du hast letzte Woche keine Stifte gesehen und jetzt vielleicht ein paar einzelne und die Drohnenwabe war auch nicht bestiftet. (war mehr als ein Stift in einer Zelle, wo Du Stifte erkannt hast? Lad mal das Foto hoch!)
Wieviel offene Brut war denn da? War überhaupt welche da? Waren die Maden da alle schon fett?

1/2 bis 1/3 voll ist nicht gut belaufen. Bei mir sind die aktuell knallevoll.

Tippe darauf, dass die Königin weg ist.
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Re: Ableger und Flugbienenrückflug

Beitragvon waldimker » 16. Mai 2017, 15:21

nicht nur die Königin...
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Re: Ableger und Flugbienenrückflug

Beitragvon Epoché » 16. Mai 2017, 16:20

;)- ;)- ;)- ;)- ;)- ;)- ;)- ;)-
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Re: Ableger und Flugbienenrückflug

Beitragvon April » 18. Mai 2017, 11:30

@Epoché
Stifte lagen einzeln.
einige kleine und dicke Rundmaden waren zu sehen - und viel verdeckelte Arbeiterinnenzellen, helle und dunklere.
Die Waben waren voll belaufen. 1/2 bis 1/3 voll meine ich, wenn ich die Bienen imaginär zusammenschiebe.
Die Kö ist aber da.

(Bild geht nicht: "Das Kontingent für Dateianhänge ist bereits vollständig ausgenutzt." Ich hatte ein 1,1 MB Bild versucht, was abgebrochen wurde und heute ein 189 KB-Bild. Scheinbar blockiert da noch irgendwas - ist auch keine Superqualität)

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