Nachteil Zargentausch

Was Imker machen und Bienen (nicht) tun

Nachteil Zargentausch

Beitragvon BieneMoni » 16. September 2016, 15:29

Hallo,
ich habe gerade einen Nachteil des Zargentausches im Frühsommer entdeckt:

Nun sind die dunklen Waben oben voll mit Winterfutter und die hellen Waben unten voll mit Brut, Futter, Pollen.

Also eigentlich ist alles richtig gestapelt, aber auf den "falschen" Waben.

Über Winter gehen die Bienen dann komplett nach oben und im Frühjahr soll die Königin auf den dunklen Waben Eier legen... boah, das taugt nix.

Frage: soll ich jetzt die Zargen zurück tauschen?

Also Honigzarge (alte Waben) nach unten und Brutzarge (neue Waben nach oben)?

Sonst brütet das Volk im Frühling auf alten Waben und ich kann die übliche Altwabenentnahme vergessen...

Wie würdet ihr vorgehen?

P.S. Zargentausch war im Frühjahr nötig. Aber ich hätte wohl schon viiiiel früher zurücktauschen sollen, oder?

LG, Moni
Langstroth-Imkerei in der südpfälzischen Rheinebene
Benutzeravatar
BieneMoni
 
Beiträge: 194
Registriert: 27. April 2016, 14:08

Re: Nachteil Zargentausch

Beitragvon honigmaul » 16. September 2016, 20:57

Hallo BieneMoni!

Für einen solchen Eingriff ist es einfach zu spät. Es ist auch nicht Weltuntergangsstimmung nur weil ältere Waben nicht planmäßig ausgeschieden werden können. Lass alles wie es ist, ansonsten wird mehr Schaden als Nutzen angerichtet.

MfG
Honigmaul
honigmaul
 
Beiträge: 98
Registriert: 1. Februar 2011, 18:57
Wohnort: Hausruckviertel - Österreich

Re: Nachteil Zargentausch

Beitragvon Simon » 16. September 2016, 21:19

Keine Panik, alles so lassen wie es ist, im kommenden Jahr ist die Wabenhygiene galant zu lösen. Man muss früh genug die Bruträume tauschen damit die Brut ihren Weg nach findet, Juli und August sind zu spät dazu.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
Benutzeravatar
Simon
Admin
 
Beiträge: 5364
Bilder: 523
Registriert: 9. Februar 2008, 22:27
Wohnort: 73278

Re: Nachteil Zargentausch

Beitragvon BieneMoni » 16. September 2016, 21:32

o.k., danke für die schnellen Antworten! :thumbsup:
Langstroth-Imkerei in der südpfälzischen Rheinebene
Benutzeravatar
BieneMoni
 
Beiträge: 194
Registriert: 27. April 2016, 14:08

Re: Nachteil Zargentausch

Beitragvon Hansbauer » 23. Mai 2017, 07:31

Hallo. Ich hätte eine Frage zum zargentausch bei Völkern die von 1 auf 3 erweitert wurden.

Ich hatte den Zargentausch für Freitag geplant. Nur bin i ch etwas unsicher da der unter brutraum oft nur teilweise ausgebaut ist.

Soll ich trotzdem tauschen oder die Wabenhygiene für ein Jahr verschieben?

Werden die Bienen verdeckelte Honigkränze nach oben transportieren?

Lg
Hansbauer
Hansbauer
 
Beiträge: 48
Registriert: 3. Juli 2015, 10:38

Re: Nachteil Zargentausch

Beitragvon propolis » 24. Mai 2017, 09:39

Hallo,

ich hatte da letztes ja noch kein Problem mit, wenn Tracht ist, wird doch noch gebaut. Konnte ganz normal Wabenhygiene betreiben.... allerdings hatte ich ausnahmslos MW, ich denke aber, bei Naturbau ist es nicht anders. Große Futterkränze hatte ich gar nicht, weil die Brut ja direkt unterm ASG angelegt wurde.
LG, propolis
propolis
 
Beiträge: 495
Bilder: 4
Registriert: 21. März 2015, 07:54
Wohnort: Niederrhein

Re: Nachteil Zargentausch

Beitragvon ulf » 24. Mai 2017, 10:48

BieneMoni hat geschrieben:Hallo,

Über Winter gehen die Bienen dann komplett nach oben und im Frühjahr soll die Königin auf den dunklen Waben Eier legen... boah, das taugt nix.

LG, Moni




da hat die Königin nun wirklich überhaupt kein Problem mit, überhaupt keins 8-)



....
angefangen hab ich am Fuß der dt. Mittelgebirge auf Freudensteinmaß, heute Carnica erfolgreich in Segeberger Beuten auf Deutschnormalmaß (DNM) :bigrin:
ulf
 
Beiträge: 214
Registriert: 4. März 2015, 21:07

Re: Nachteil Zargentausch

Beitragvon Tom » 25. Mai 2017, 06:47

propolis hat geschrieben:Hallo,

ich hatte da letztes ja noch kein Problem mit, wenn Tracht ist, wird doch noch gebaut. Konnte ganz normal Wabenhygiene betreiben.... allerdings hatte ich ausnahmslos MW, ich denke aber, bei Naturbau ist es nicht anders. Große Futterkränze hatte ich gar nicht, weil die Brut ja direkt unterm ASG angelegt wurde.


Servus,

wann hattest du getauscht?
Simon tat dies in seinem Video am 22. Juni nach dem letzten Schleudern. Tracht war also durch.
Birgt ein Tausch während der Tracht nicht die "Gefahr", dass der nach oben getauschte Raum erstmal verhonigt, das Ganze dann nur schleppend im Honigraum landet und ein Nachobenwandern der Brut blockiert ist?
Tom
 
Beiträge: 28
Bilder: 5
Registriert: 6. September 2013, 14:58
Wohnort: 737XX

Re: Nachteil Zargentausch

Beitragvon Hansbauer » 25. Mai 2017, 07:49

Ja, genau das ist meine Angst. Ich habe bedenken mir durch diese Aktion den Honigertrag der letzten Schleuderung zu vermasseln.

Folgendes habe ich auf Youtube gefunden.

Frage an Simon Hummel:

"Hallo, wie gehst du bei der Wabenhygiene mit System vor wenn du nach unten erweitert hast?"

Antwort von Simon Hummel:

"Zwei Möglichkeiten gibt es, dreht man früh die beiden Bruträume gegeneinander (bis Ende der Schwarmzeit im Juni) wandert die Brut meist nach oben und im August kann regulär die Wabenhygiene gemacht werden.
Ansonsten empfiehlt es sich im August kurz vor der Einfütterung und der AS Behandlung die Bruträume zu tauschen, die Wabenhyhiene verschiebt sich dann um ein Jahr."


Mir persönlich sagt aus jetziger Sicht die 2 Variante besser zu.
Nach dem Abschleudern Brut nach unten , Frischeres Wabenmaterial nach oben. Dann einfüttern.

(und ein schöner unbebrüteter Ausgebauter Honigraum für die nächste Saison).

Ober übersehe ich irgendwelche Nachteile dieser Vorgehensweise?


LG
Hansbauer
Hansbauer
 
Beiträge: 48
Registriert: 3. Juli 2015, 10:38

Re: Nachteil Zargentausch

Beitragvon propolis » 25. Mai 2017, 20:47

Hallo,

ich habe Ende Juni getauscht, da blühte noch die Linde. Und selbst wenn die Tracht durch ist, sorgt doch die Einfütterung für Ausbau - die untergesetzte Zarge bleibt ja auch in der Schwarmzeit nicht komplett unausgebaut. Dann ist doch der Honig auch längst im Honigraum, weil der längst angenommen sein sollte, oder? Ich kann mich jedenfalls nicht an schlimm verhonigte Brutnester erinnern, was nichts heißen muss ;) .

Es gibt ein Video von Simon zu seinem Naturbau-Experiment, da baut das Volk untergesetzte Leerrähmchen prima aus, der Rest wird dann beim Einfüttern nach dem Zargentausch vervollständigt, meinte er darin.
LG, propolis
propolis
 
Beiträge: 495
Bilder: 4
Registriert: 21. März 2015, 07:54
Wohnort: Niederrhein


Zurück zu Völkerführung - Betriebsweise

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 2 Gäste

cron