auf einem Brutraum einwintern

Was Imker machen und Bienen (nicht) tun

auf einem Brutraum einwintern

Beitragvon FranzBurnens » 9. September 2016, 12:48

Da ich die Völker dieses Jahr alle auf einem BR gehalten habe, sollte es bitteschön auch so weitergehen.
Allerdings haben sie alle noch mehr oder weniger viel Honig gesammelt, nachdem ihnen im Zuge der letzten Schleuderung Mitte Juli die HRe "zum Ausschlecken" aufgesetzt wurden.

Dabei haben wir jetzt genügend Honig im Keller und die Motivation, nochmals abzuschleudern - ist auch an diesem Orte ...
... sprich: die Bienen sollen ihre Vorräte liebend gern als Winterfutter behalten.
Dabei ist auch Blatt-Honigtau gesammelt worden. Dürfte aber angesichts milder Wintertemperaturen kein zu sehr belastender Faktor sein.

Die Bienen sehen nur leider überhaupt nicht ein, dass sie das Futter umtragen sollen. Weder von oben noch vom untergeschobenen HR wird erkennbar etwas in den BR geholt. Da helfen auch keine ASG oder zwischengelegte Folien mit umgeschlagener Durchschlupf-Ecke. Habe es auch versucht mit jeweils wenigen Waben pro Zarge, um zu zeigen, dass es bloß ein freundliches Angebot darstellt und keine Erweiterung des Wohnraums.
In einigen Fällen wurde aus lediglich angetragenen Waben mit wenig Inhalt der Nektar entfernt. Verdeckelte scheinen völlig tabu. (Besser also aufritzen?)

Unter dem Gesichtspunkt, dass ein Bebrüten des HR im Verlauf des Winters vermieden werden sollte: Könnte man eine Zarge mit Honig unter dem BR belassen (ohne ASG), so dass die Bienen bei Bedarf sich das benötigte Futter daraus in die Brut-Traube hoch holen? Oder würde der Zehrweg einfach umgedreht und aus dem BR in Richtung Futter nach unten gewandert, dort also auch unweigerlich gebrütet?
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Re: auf einem Brutraum einwintern

Beitragvon Augarian » 9. September 2016, 13:08

Hallo zusammen,

ich würde Brutraum, ASG , HR belassen Nach deinen Angaben ist das Futter im HR. Königin in den oberen Raum also HR geben 21 Tage warten untere Zarge wegnehmen und einschmelzen.

Somit sitzt das Volk auf neuen Waben und du hast auch hier eine Wabenhygiene mit System. Fertig auffüttern und das Volk ist bereit für den Winter.

Dieses System kannst du jedes Jahr nach der Honigernte wiederholen. Juli ausgeschleuderten HR auf BR +3 kg füttern.... 1. AS Behandlung( als 2 Zarger).... ASG zwischen beide Zargen Königin hoch.... ca. 21 Tage später untere Zarge weg (einschmelzen)... Rest füttern( 12-14kg) .... Anfang Mitte September 2. Behandlung AS auf einer Zarge wie einen starken Ableger. Volk fertig für den Winter.

Wabenhygiene mit System auch bei einem BR kein Problem und Volk sitzt immer auf frischen Waben.

Grüße und gesunde Winterbienen

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... Es kommt wie es kommt, der Honig ist immer im Eimer :thumbsup:
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Re: auf einem Brutraum einwintern

Beitragvon FranzBurnens » 9. September 2016, 14:05

Danke, ein interessantes System. - Das würde ich aber dann eher als Brutentnahme-Variante berücksichtigen, um damit eine Milbenbehandlung verbinden zu können.

Meine Absicht war nicht so sehr der Wabenaustausch - obwohl da sicher auch einiges zu tun wäre - sondern das Erhalten mehr oder weniger leerer Honigwaben, die im Frühjahr wieder einsatzbereit sind. Die hat man dann immer zuwenig und hofft, dass auch Mittelwände angenommen u. ausgebaut werden.

Außerdem sind die HR überwiegend Zander-Flachzargen. Zwei übereinander würden sicher auch als Brutraum taugen, soviel möchte ich aber nicht durcheinander bringen.
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