Ein- oder zweiräumiger BR - mehr als eine Ja/Nein-Frage

Was Imker machen und Bienen (nicht) tun

Ein- oder zweiräumiger BR - mehr als eine Ja/Nein-Frage

Beitragvon beeo » 30. Juni 2016, 16:06

Hallo zusammen, und direkt vorneweg: Das soll keine Diskussion lostreten, welche Betriebsweise besser ist.

Ich maße mir mittlerweile zumindest zu einem Teil an, mitsprechen zu können.
Und wovon ich überzeugt bin ist, dass beides Wege sind, die nach Rom führen, die Eigenheiten der einzelnen Arbeitsweisen kommen mal dem einen, mal dem anderen entgegen. Es sollten also mehr die miteinander reden, die sich für die eine Art interessieren, als dass eine Sparte die jeweils andere missioniert.

Ich habe zu schätzen gelernt:
- dass ich schlichtweg weniger Material benötige. Und wenn man sich die Zeit in der Werkstatt aus den Rippen schnitzen muss ist das ein gewichtiges Argument.
- Gewichtiges Argument ist beim Wandern auch wörtlich zu nehmen.
- dass ich den Brutraum durchsehe und in jeder Wabe eine Funktion erkenne.
- dass ich mit meinen bescheidenen Kenntnissen schneller den Brutumfang erfassen kann, als in zwei Zargen (zumindest ich habe in zwei Zargen nicht immer auch den unteren BR durchgeblättert)
- dass ich auch ohne Raps sogar Frühtrachthonig in den HR-Waben hatte. Vielleicht haben wir das nächste Jahr entsprechendes Wetter, dass sogar ein paar Waben schleuderbar werden...
- dass subjektiv betrachtet ein anderer Wärmehaushalt herrscht. Gemessen hab ich es nicht, aber derartige "Abwärme" beim Öffnen eines Stockes hatte ich vorher nie. Ich gehe davon aus, dass diese Wärme Brut, Bienen und Honig gut tut. Vielleicht auch der Varroa. Wobei, vll. wirkt die Wärme wie eine Bienensauna ;-)
- dass sich mit der Einräumigkeit in Verbindung mit einer vollständigen Brutentnahme ähnlich wie bei TuB eine tolle Möglichkeit bietet, das Wabenwerk bei Bedarf sogar jährlich vollständig zu erneuern, und damit massiv Varroa und verschiedene Infektionsherde zurückzudrängen.

Ich habe weiterhin lernen MÜSSEN:
- dass scheinbar nicht jede Königin für diese Betriebsweise geeignet ist. Ein verhonigendes Brutnest drückt das Volk sehr schnell aus der Brut. Diesen Verlust an Bienennachkommenschaft muss man erstmal wieder ins Lot bringen, dabei geht wertvolle Zeit einfach verloren. Sicher hat hier das Wetter eine Rolle gespielt. Zweiräumig hätte man aber vielleicht doch etwas umsortieren können.
- dass es deshalb sinnvoll sein könnte, nicht direkt die harte Umstellung von zweizargig auf Schiedbetrieb umzusetzen, sondern erstmal auf eine Zarge beschränken. 10 Waben bieten halt doch nen gewissen Puffer.
- dass der Imker gezielt auf Eignung für diese Betriebsweise selektieren sollte. Ich habe nämlich zwei Linien, die perfekt darin harmoniert haben. Die Königin hat problemlos das Nest in die Breite verteilt, die Bienen haben sich nicht in den Boden gehängt, sondern den HR besiedelt. Zeigte sich auch am Deckelwachs, das war teilweise ganz schön dunkel vom belatschen :-)
- Simon hat die Erfahrung gemacht, dass Bienen die sich im Boden aufhängen, schneller wegsterben, die Bienenmasse also schneller abnimmt. Auch aus diesem Grund wäre eine Kö zu bevorzugen, deren Bienen das eben nicht machen.

Ich werde nächstes Jahr eventuell hier und da reagieren und doch nen zweiten BR aufsetzen, wenn ich meine zu erkennen, dass eine Kö anders nicht zurechtkommt. Aber dann nur bei den feststehenden Völker.
Auch werde ich früher dran sein mit HR aufsetzen, wohl schon wenn die Weiden erkennbar was bringen. Und dann großzügiger ausgebaute Waben reinhängen in die HR.
Schwarmneigung ist bei mir zum Glück kein wirkliches Thema, da trägt auch die Brutentnahme deutlich zu bei.
Kuck mal, ein neues Forum :-) Infos: http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f=28&t=2729
beeo
 
Beiträge: 1066
Bilder: 12
Registriert: 21. April 2014, 23:39
Wohnort: Kinzigtal/Baden/DE

Re: Ein- oder zweiräumiger BR - mehr als eine Ja/Nein-Frage

Beitragvon Goran » 30. Juni 2016, 20:25

Hallo Beeo

Also Ich habe diese Jahr alle meine Völker 2 Zargig geführt außer 6 Völker ,Honig Wassergehalt 16,7 und einige haben sogar 16,0 gehabt.
Dazu ganze Raps wurde nach oben getragen und brav in allen Waben eingelagert.
aber es gibt auch einige Unterschiede bei Eintrag und zwar die Völker welche 3 Zargen gehabt haben haben deutlich schneller die Honigräume gefühlt dazu haben die auch Später deutlich mehr in HR umgelagert als alle andere Völker welche auf 1 BR gewesen sind.
Zweite Sache Völker Entwicklung die Völker welche 3 Zargig geführt sind haben deutlich mehr Brut gehabt und Volkstärke ist Deutlich schneller nach oben gegangen als bei die Völker welche eng geführt worden sind .
Dazu die Volkstärke nach den Raps die Völker welche 3 Zargig geführt worden sind haben kaum an die Stärke verloren andere deutlich mehr kann man auch gleich sehen wenn man Deckel aufmacht .

Fazit an den Raps soll man unbedingt 3 Zargig Imkern weil einfach zu viel Tracht auf einmal da ist und Bienen tragen sehr viel auf einmal ein,sonst werden die Bienen weniger bzw.weniger Brut und der Volk benötigt deutlich länger bis er sich erholt hat nach den Raps .

zweite Sache nach den Raps ist mehr oder weniger Tote Hose bei mir wenn es gut klappt fängt die Fichte zu Honigen,jetzt kommt 1 BR zu vorteil,Fichten tracht ist weniger Intensiv und daher ist mann mit 1 BR und 1 HR gut aufgehoben.
weil der Waldhonig nicht in BR landen soll ist das so wie so Empfehlungswert,danach kommt Linde und Weißklee da ändere Ich nichts die bleiben auf 1 BR und 1 HR mal sehen was daraus aktuell wird heute hat endlich die Linde richtig gehonigt bei mir.

ich glaube das die Völker Führung nach Stand Jahres zeit und Tracht stärke gemacht werden soll.
Meine Empfehlung

Frühjahr: 3 Zargig 2 BR UND 1 HR bis ende Mai
Sommer: 2 Zargig 1 BR und 1 HR bis ende des Sommer mit der 2 BR welche man Weg nimmt kann 1 Schöne Ableger gemacht werden (Brütlning).Wenn das Jahr mitmacht diese Ableger füttert sich zum Grosen Teil selbst ein.

Mfg

Goran
Goran
 
Beiträge: 230
Bilder: 2
Registriert: 25. Februar 2014, 16:08

Re: Ein- oder zweiräumiger BR - mehr als eine Ja/Nein-Frage

Beitragvon Manuel91 » 30. Juni 2016, 21:00

Hallo zusammen!

Das sehe ich ganz genauso beeo! Weniger Materialbedarf, kein Unterschied in der Schwarmtriebigkeit im Vergleich zu 2-Zargern und der Honig war die letzen beiden Jahre bei mir immer unter 16 % Wassergehalt. Ich habe 9 Jahre 2-zargig geimkert und seit 2 Jahren sitzen alle meine Völker nur noch auf 1 Zarge.
Ich finde es auch wirklich sehr angenehm.

Nur der Punkt mit den weniger geeigneten Königinnen für die 1-zargige Betriebsweise ist mir nur noch nicht untergekommen.
Vielleicht habe ich in dieser Hinsicht einfach Glück gehabt.

Wichtig finde ich bei dieser Betriebsweise noch: Wenn Honig geerntet wurde oder eine Trachtlücke herrscht, geht das Futter schneller zur Neige, weil im Brutraum (jedenfalls machen das meine Bienen so) so gut wie kein Futter gelagert wird. Ich achte immer schon darauf, dass eine der beiden Randwaben eine Futter/Honig-Wabe ist, sodass nicht allzu schnell Engpässe entstehen könne. Man muss es halt nur im Blick haben.

Wie betreibst du denn Wabenhygiene? Immer nach dem Prinzip der vollständigen Brutentnahme? Ich setze nach dem Schleudern im Juli eine Zarge mit Leerwaben auf, sodass die Völker 2-zargig eingewintert werden. Im Frühjahr nehme ich die untere Zarge weg (sobald die Bienen nach oben gezogen sind) und schmelze die Waben ein. Das war bei mir vor Einsetzen der Tracht der Fall.
Vielleicht kann ich mein System ja noch optimieren. Ich glaube die 1-zargige Betriebsweise bietet noch viel Spielraum nach oben :thumbsup:

Viele Grüße
Manuel
Manuel91
 
Beiträge: 48
Registriert: 15. Januar 2015, 11:32
Wohnort: Reutlingen

Re: Ein- oder zweiräumiger BR - mehr als eine Ja/Nein-Frage

Beitragvon propolis » 1. Juli 2016, 06:13

Hallo,

da die Hälfte meiner Völker nur einzargig gebrütet hat, finde ich die einräumige Betriebsweise auch recht interessant. Allerdings habe ich Sorge, dass die Futterversorgung nicht ausreichend ist - meine Völker haben die meiste Zeit von Holz zu Holz gebrütet. Manuel, was machst du in einem solchen Fall?
LG, propolis
propolis
 
Beiträge: 496
Bilder: 4
Registriert: 21. März 2015, 07:54
Wohnort: Niederrhein

Re: Ein- oder zweiräumiger BR - mehr als eine Ja/Nein-Frage

Beitragvon Augarian » 1. Juli 2016, 06:40

Hallo,

Ja das Thema Futterversorgung... Wer in einem Brutraum die Völker führt darf nie die gesamte Frühtracht ernten.

Die Speckwaben sind dann im Honigraum.

Ich selber führe meine Völker auf Zadant, nach dem ich auch wie viele mit zwei Bruträumen angefangen habe.

Hier quetsche ich die Bienen nicht ganz zusammen meine Völker sitzen im Moment noch auf 7-8 Waben incl. Baurahmen.

Somit ist eine Speckwabe im Brutraum. Dennoch lasse ich 2-4 Zanderrähmchen voll Honig im Honigraum stehen, für schlechtes Wetter.

Ja man kann bzw. muss den Ersten Honigraum sehr früh geben, dass das Volk nach oben wandert. Des Weiteren gebe ich einen Zweiten Honigraum wenn die Völker explodieren um einfach Platz für die Bienen zu haben und die Schwarmstimmung zu dämpfen.

Nachdem ich nun im 2. Jahr so meine Völker führe möchte ich nicht mehr zurück.

Beide Systeme funktionieren und beide haben vor und Nachteile.

Ein Imkerkollege experimentiert gerade mit 2 Bruträumen diese aber geschmiedet auf jeh nach Volk 10-12 Waben also 5-6 oben und unten.

So hat er den Vorteil der Kippkontrolle gewahrt, und führt seine Völker dennoch sehr eng. Auch ein interessanter Ansatz den ich bei ihm weiter beobachten möchte. So gibt es in den Betriebsweisen so viele Wege Möglichkeiten, dass man von der Betriebsweise nicht sprechen kann.

Ich für meinen Teil imker in einem Brutraum mit Schied und bin zufrieden und glücklich.

Grüße Augarian
... Es kommt wie es kommt, der Honig ist immer im Eimer :thumbsup:
Augarian
 
Beiträge: 23
Registriert: 7. April 2014, 12:40

Re: Ein- oder zweiräumiger BR - mehr als eine Ja/Nein-Frage

Beitragvon Manuel91 » 1. Juli 2016, 06:51

Manuel, was machst du in einem solchen Fall?

Die meisten meiner Völker brüten auch die gesamte Zarge durch. Wenn es machbar ist, habe ich je Volk immer eine volle Futter-/Honigwabe als Randwabe. Aber falls diese auch bebrütet wird, dann lasse ich beim Ernten im Honigraum etwas Honig drin. Wobei das bei mir am Standort nach der Frühtracht nie der Fall war, da die Robinie hier recht früh honigt. Da hatte ich eher das "Problem", dass auf den Frühjahrshonig noch Robiniennektar aufgeladen wird :)
Wenn Du Futterwaben übrig hast (2-3 volle Waben sollten für 4 Wochen reichen) , kannst Du diese auch nach der letzten Schleuderung im Jahr in den Ex-Honigraum hängen, sodass die Bienen sofort Zugriff darauf haben. Auf diese Weise muss man nicht sofort etwas zufüttern, sondern kann erst bequem gegen Varroa behandeln (mache ich im August) und danach vollständig auffüttern.
Manuel91
 
Beiträge: 48
Registriert: 15. Januar 2015, 11:32
Wohnort: Reutlingen

Re: Ein- oder zweiräumiger BR - mehr als eine Ja/Nein-Frage

Beitragvon waldimker » 1. Juli 2016, 07:02

Ja, die Futterversorgung - so fällt auch mir auf - ist das manko an der einräumigen geschichte. wobei ich von unserem lieben Forumsbetreiber gehört habe, dass seine zweiräumig geführten völker AUCH Futternot hatten, insofern...
ich hatte heuer die völker auf ca. 6 dadantwaben, manche auf bis zu 10 Zanderwaben. gefüttert werden musste nicht, d.h. nur ein Einzelfall, aber es war nah dran...
das Belassen von Honigwaben aus dem Frühjahr oder überhaupt hat bei mir den Nachteil, dass ich Sortenhonig will/brauche. Ich habs zwar so gemacht, aber es ist eine arge Sortiererei.
Insofern werde ich kommende Saison mind. 9 Zanderwaben geben (die max. Kastengröße) oder 7 DD-Waben. Das müsste i.d.R. einem Futtervorrat von wenigstesn 5 kg entsprechen.
Das dumme ist nur, manche Völker sind sehr brav und bunkern wirklich alles über ASG...

am liebsten wärs mir, die DD-Völker auf 9 Waben zu führen. Dann wäre meine Kiste voll. Das hat auch Vorteile, insb. beim Wandern (kein Schlackern der Rahmen). Und genau da ist auch der Nachteil. Die Fläche entspricht (bei meinen Rähmchen) ca. 13 Zanderwaben. Das wird an Futter dann schon wieder ein rechtes Gewicht...

die "Kleinrahmen" wie Zander und Langstroth haben bei einräumiger Betriebsweise den Nachteil, dass unten - das mag subjektiv sein - "etwas fehlt". Die wollen da noch. Auch das Einwintern auf einer Zarge z.B. Zander ist so ne Sache wenn man an die Frühtracht will. Demgemäß ist ein entsprechender Kasten z.B. Zadant oder 9er oder 10er DD für die Überwinterung letzlich geeigneter. Die größeren Waben sind auch wesentlich übersichtlicher in der Durchsicht.
Dieses Forum wird bald abgeschaltet. Wir starten ein neues, wo wir User uns neu sammeln können. URL: http://dreilichs.de/if/
waldimker
 
Beiträge: 2512
Bilder: 55
Registriert: 3. Juni 2014, 20:46
Wohnort: mitten im Schwarzwald / Kraichgau (beides Ba-Wü)

Re: Ein- oder zweiräumiger BR - mehr als eine Ja/Nein-Frage

Beitragvon beeo » 1. Juli 2016, 07:55

Manuel91 hat geschrieben:Wichtig finde ich bei dieser Betriebsweise noch: Wenn Honig geerntet wurde oder eine Trachtlücke herrscht, geht das Futter schneller zur Neige, weil im Brutraum (jedenfalls machen das meine Bienen so) so gut wie kein Futter gelagert wird.

Genau das haben zwei Völker bei mir gemacht und den Honig fast nur in BR-Waben gelagert. Die äußeren ohne Brut konnte ich dann jeweils hochhängen und durch MW ersetzen, aber das kann man ja nicht unbegrenzt in den BR so weiterführen. Und plötzlich ging es mal recht schnell dass sie sich immer mehr eingeschnürt haben, auch mit Pollen...
Wie betreibst du denn Wabenhygiene? Immer nach dem Prinzip der vollständigen Brutentnahme?

Das ist so vorgesehen. Ich will mich nicht sonderlich vergrößern. Für nächstes Jahr wird es also so aussehen, dass ich mit der Brutentnehmerei einfach ne Zarge fülle und die sich selbst was nachziehen. Dann ergeben im Schnitt drei Spendervölker zwei neue Völker. Die ersetzen dann vermutlich anfallende Verluste oder werden verkauft.
Das mit dem Nachziehen lassen geschieht nicht aus Gründen der optimalen Zucht sondern aus praktischen Gründen. Ich kann sie auch an Wanderstandorten einfach stehen lassen, die Flugbienen fliegen in vollem Umfang zurück und fehlen bei den Spendern nicht, und falls sich die neu erstellten Völker nicht mehr für eine Tracht empfehlen hab ich auch ne Brutfreiheit zum Behandeln. Sobald ich dann daheim mit der Züchterei soweit bin wird umgeweiselt. Aber in den ersten Maitagen habe ich einfach noch keine Zellen, geschweige denn begattete Jungköniginnen.
Diese Völker würden dann gegen Ende des Jahres ebenfalls wieder eine Brutentnahme erfahren. Damit sollte es kaum 3jährige Brutwaben geben (obwohl ich gegen solche nichts habe, auch nichts gegen 4jährige, solange das Volk gesund ist, aber es ist ein gutes Gefühl was fürs Wohlbefinden und die Gesundheit getan zu haben ;-) ).
A pro pos Zucht: Es empfiehlt sich bei viel Brutentnahme immer dunkle Waben vorzuhalten, wenn es darum geht Zuchtstoff zu gewinnen. Ein- oder zweimal bebrütete Waben sind da schon ne Herausforderung...

Die Brutentnahme kommt aber auch gut, wenn man aufgrund pollenreicher und nektararmer Frühtracht pollenbunte Brutwaben hat. Man sieht ja wie die das Brutnest einschnüren. Eine Brutentnahme bei reichem Nektarfluss wirkt da echt Wunder...

Ich wintere aber nur einzargig ein. Das hat bisher prima funktioniert. Einige Kollegen hier sind sehr erfolgreich damit, Ende Januar/Anfang Februar Völker aufeinanderzusetzen. Die pushen sich dann gegenseitig ein bisschen, vor allem kommt dann schon recht gut was in den HR, sobald die Weide beginnt. Das, und das klingt logisch, ist dann besseres Futter als der eingelagerte Sirup. Aber natürlich wird auch hier Sicherheit geopfert. Aber wenn ich es bisher problemlos einzargig geschafft habe, dann klappt das bei den Doppelvölkern auch.
Kuck mal, ein neues Forum :-) Infos: http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f=28&t=2729
beeo
 
Beiträge: 1066
Bilder: 12
Registriert: 21. April 2014, 23:39
Wohnort: Kinzigtal/Baden/DE

Re: Ein- oder zweiräumiger BR - mehr als eine Ja/Nein-Frage

Beitragvon FranzBurnens » 1. Juli 2016, 09:17

beeo hat geschrieben:Ich wintere aber nur einzargig ein. Das hat bisher prima funktioniert.

Wenn keine Spättracht ist, bleibt zwischen letztem Schleudern (Mitte Juli) und Einwintern noch recht viel Zeit. Da sind die Völker so stark, dass man sie kaum auf einen BR pressen kann, will man nicht rapide die Bienenmasse reduzieren. Irgendwie muss also noch eine Zeitlang zusätzlich eine abgeschleuderte Zarge, möglichst mit ausgebauten Waben, als Aufenthaltsraum belassen werden. (Sofern man Völker nicht teilt über eine Form der Brutentnahme (TuB z.B.) - wobei dann auch mehr Kistenmaterial benötigt wird bzw. ausgebaute HR-Waben bebrütet würden, die dann künftig nicht mehr für Honigeinlagerung zu verwenden sind.)
Sollte man also unter-stellen (mit ASG) oder besser drüber? Wie lange bis zur Wegnahme einer Zarge, zwischenzeitlich wird höchstwahrscheinlich eingefüttert, d.h. Futter kommt auch in die zweite Zarge ... darf mithin nicht soviel sein, damit der Sirup bei Entnahme bereits weggeputzt ist. Man könnte natürlich auch die zweite Zarge mit Restfutter vorhalten, um bei Winterausgang evtl. Knappheit auszugleichen.
FranzBurnens
 
Beiträge: 596
Bilder: 3
Registriert: 20. November 2014, 14:35
Wohnort: K - Der angegebene Wohnort ist zu kurz.

Re: Ein- oder zweiräumiger BR - mehr als eine Ja/Nein-Frage

Beitragvon Augarian » 1. Juli 2016, 09:26

Hallo zusammen,

auch bei der Einraumbetriebsweise ist eine Wabenhygiene nach System möglich es ist nur ein anderes System.

Ich erweiter den Brutraum mit Mittelwänden immer an Position 3 somit sind an 1+2 und 9+10 die ältesten Waben ( im Winter).

Im Frühjahr wird das Volk auf die Brutwaben eingeengt so um die 5 Waben eher 4.

Somit fliegen jedes Jahr mindestens 5 Brutwaben raus. Und ich habe einen kompletten Durchlauf nach 2 Jahren.

Das Einschmelzen läuft so im Frühjahr.

Königinnenvermehrung im Standmaß ist via Sammelbrutableger... +3er Böden gut machbar. Ich verwende bei Zadant für den Sammelbrutableger nur 6 Waben in 2 Abteilen im 3-er Boden die Bienen reichen um hinterher 2 3er Böden zu bestücken und 6 Königinnen zu versorgen.

Für mich als Freizeitimker mit um die 15 Völker ist es wichtig ein System zu haben, was mir liegt und Freude macht. Und so sollte jeder sein System finden, was zu Ihm passt.

Eine junge Dame bei uns im Verein arbeitet durchweg mit Zander 1/2 und passt so den Brutraum an 2 oder 3 Zargen+ 3-4 Honigräume geht auch.

Grüße Augarian
... Es kommt wie es kommt, der Honig ist immer im Eimer :thumbsup:
Augarian
 
Beiträge: 23
Registriert: 7. April 2014, 12:40

Re: Ein- oder zweiräumiger BR - mehr als eine Ja/Nein-Frage

Beitragvon beeo » 1. Juli 2016, 11:17

Bekanntlich schiedet Westerhoff seine einräumigen 1,0 Zander Bruträume. Setzt also wohl die extremste Form der Brutraumverkleinerung ein (mal abgesehen von geschiedet in DNM).
Hier stecken natürlich Möglichkeiten der Völkerbetreuung dahinter, die gut geführte Berufsimkereien haben, Hobbyimkern aber oftmals verwehrt sind.

Deshalb werde ich wieder vollständige Bruträume einsetzen. Im Falle der Wandervölker habe ich das aus Transportgründen eh gemacht, aber auch um Restfutter im Kasten zu haben bei Standortwechsel.
Bei den nichtwandernden Völkern wird es nun die Herausforderung sein, den HR zum richtigen Zeitpunkt aufzusetzen. An verschiedenen Stellen schreiben Autoren darüber, dass sie den ersten HR bereits aufsetzen, bevor die Völker alle benötigten Waben im BR haben. Ich denke dieser Zeitpunkt ist gleichermaßen knifflig wie flexibel vom Jahr abhängig. Mal gespannt was ich da hinkriege...
Kuck mal, ein neues Forum :-) Infos: http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f=28&t=2729
beeo
 
Beiträge: 1066
Bilder: 12
Registriert: 21. April 2014, 23:39
Wohnort: Kinzigtal/Baden/DE

Re: Ein- oder zweiräumiger BR - mehr als eine Ja/Nein-Frage

Beitragvon Manuel91 » 1. Juli 2016, 12:33

Einige Kollegen hier sind sehr erfolgreich damit, Ende Januar/Anfang Februar Völker aufeinanderzusetzen. Die pushen sich dann gegenseitig ein bisschen

Setzt man die Völker dann über Absperrgitter aufeinander? Also der Sinn ist wahrscheinlich, die Völker danach wieder zu trennen und beide Königinnen zu behalten oder?

Und plötzlich ging es mal recht schnell dass sie sich immer mehr eingeschnürt haben, auch mit Pollen...

Das ist natürlich schwierig. Da hilft glaube ich am Besten die vorbeugende Maßnahme rechtzeitig den HR aufzusetzen.
In der akuten Situation würde ich glaube ich die Brutwaben mittig im Block zusammenschieben. Ob das wirklich hilft weiß ich nicht, ist nur ein Gedanke :idea:
Manuel91
 
Beiträge: 48
Registriert: 15. Januar 2015, 11:32
Wohnort: Reutlingen

Re: Ein- oder zweiräumiger BR - mehr als eine Ja/Nein-Frage

Beitragvon beeo » 1. Juli 2016, 15:02

Ja, zweimal ASG, der HR kommt dann auch über ASG.
Kuck mal, ein neues Forum :-) Infos: http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f=28&t=2729
beeo
 
Beiträge: 1066
Bilder: 12
Registriert: 21. April 2014, 23:39
Wohnort: Kinzigtal/Baden/DE

Re: Ein- oder zweiräumiger BR - mehr als eine Ja/Nein-Frage

Beitragvon Simon » 3. Juli 2016, 07:52

Ich nutze mittlerweile ausschließlich ein- oder zweiräumigen Brutraum und bin total umgestiegen nachdem ich die Vorteile der beiden Varianten erkannt habe. Ich sehe bei einräumiger Führung über die Schwarmzeit mittlerweile mehr Probleme als Erleichterung, durch die Brutkonzentration werden die Fingerchen beim ziehen und abschütteln der Waben weniger belastet. Für dieses Jahr geht das Votum eindeutig zu zweiräumiger Führung, die Einräumer waren viel schneller beim beexit und zogen dies auch länger durch. Zweiräumige Völker überwintern einen ticken stärker und kommen in Folge im Einzelfall auch früh in Schwarmstimmung, aber die Einräumer sind die Gewinner in der Hinsicht. Das Gegentum der Einengung sieht mir nach sicherer Schwarmprävention und Verzögerung aus, Einzarger die nach oben erweitert wurden sind erst mal versorgt, ebenfalls scheint dies einen Schub in der Brutentwicklung zugunsten großer offener Brutflächen geben. Die Erweiterung nach unten bringt weniger stark beobachtbar einen schwarmdämpfenden Effekt. Die Konzentration der Brut auf allen Waben unter dem Absperrgitter bringt leere Zellen und Pollen in den Honigraum, das ist nachhaltig lästig; die scharfe Trennung von Brut- und Honigraum (wobei der Honigraum dadurch schon wieder keiner ist) bringt für die Schwarmstimmung keine sichtbaren Vorteile. Honigkränze oder Pollen wird gerne als die Ursache für Schwarmsauslösung gesehen, nach meiner Beobachtung sind das keine Ursache sondern ein Zeichen starker Völker, zum Zeitpunkt der Annahme des Honigraumes können Honigkränze über der Brut Folgeprobleme auslösen. Bei Einzargern systembedingt mangelhaft der Schwarmkontrollaufwand, eine Wabe ziehen reicht nicht, nur draufschauen nicht, 3-4 sollten abgeschüttelt werden. Die Zweizarger machen aktuell ab Juli durchweg einen stärkeren Eindruck, auch wenns momentan nicht prickelnd honigt. Ich bleib dabei beim 1 bis zweizargigen Brutraum, ich seh die kombinierten Vorteile der Ein- und Zweiheit, zweifelsfrei.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
Benutzeravatar
Simon
Admin
 
Beiträge: 5364
Bilder: 520
Registriert: 9. Februar 2008, 22:27
Wohnort: 73278

Re: Ein- oder zweiräumiger BR - mehr als eine Ja/Nein-Frage

Beitragvon FranzBurnens » 3. Juli 2016, 14:12

törötötäh - gratuliere zum 5000. Beitrag! Möge dir ein ewiges Leben zur Rechten des Bienengottes Ah Mucen Cab beschieden sein, Simon ...

Leider versteh ich den letzten Post nicht so recht. Von was auf ein- oder zweiräumigen BR umgestiegen / worin bestehen die Vorteile der einräumigen Führung / bei welcher Methode reicht es zur Schwarmkontrolle eine Wabe zu mustern / "die scharfe Trennung von Brut- und Honigraum (wobei der Honigraum dadurch schon wieder keiner ist)" ????

Vielleicht wird da für unsereins zu viel Vorwissen erforderlich, um die Gedankengänge nachvollziehen zu können, etwas weniger komprimiert wäre hilfreich.

Danke
FranzBurnens
 
Beiträge: 596
Bilder: 3
Registriert: 20. November 2014, 14:35
Wohnort: K - Der angegebene Wohnort ist zu kurz.

Re: Ein- oder zweiräumiger BR - mehr als eine Ja/Nein-Frage

Beitragvon Simon » 3. Juli 2016, 14:42

Schön dass die Klarheit für Verwirrung sorgt, ich wollte aufführen dass ich die Entscheidung oder Festlegung zwischen ein- oder zweiräumiger Völkerführung nicht zweifelsfrei beurteilen möchte, wer dies macht der blendet durch statische Beobachtungen viele entscheidende Details aus. Zur Frage der Schwarmkontrolle, die Kippkontrolle funktioniert tadellos und sicher, auf zwei Räumen, das Problem liegt nicht im Erkennen der Schwarmstimmung sondern im Verhindern. Die Schwarmstimmung auf einem Raum zu diagnostizieren bedeutet immer Waben ziehen und im Zweifel der Sicherheit wegen abschütteln, so wird die Diagnose zur halben Schwarmverhinderung auf Level des Zellenbrechens, bei den Einzargern habe ich nicht mehr diagnostiziert sondern immer Bienen geschüttelt, denn 100% waren in Schwarmstimmung. Die scharfe Trennung zwischen Brut und Honigraum gelingt nur zu Gunsten der Brut, wenn scharf getrennt wird bildet sich der Honigraum um, Pollen, leergehaltene Waben, das macht Arbeit, mehr Wasser im Honig und Motten, Nachteile durch funktionslose Leerwaben. Der Schwarmdruck ist bei den allermeisten Einzarger heuer enorm gewesen, ich konnte sie nicht am Schwarmakt hindern, dh. die meisten haben ihre Königin verloren, egal wie sauber die Schwarmzellen gebrochen wurden, bei den Zweizargern gab es diese Situation nicht in diesem Umfang.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
Benutzeravatar
Simon
Admin
 
Beiträge: 5364
Bilder: 520
Registriert: 9. Februar 2008, 22:27
Wohnort: 73278

Re: Ein- oder zweiräumiger BR - mehr als eine Ja/Nein-Frage

Beitragvon Hössi » 4. Juli 2016, 10:44

Also ich habe das heuer mit einem Brutraum, auch aus einer Materialnot heraus, intensiv getestet.
Fazit: Es gibt kein fixes System. Ich habe Völker auf einem BR + HR mit Null Schwarmstimmung.
Zwei BR + HR die nicht zu halten sind und eine Vielzahl mit untersetztem BR.

Wenn man soviel als möglich nach Schema F arbeiten will kommt das Untersetzen nach meinen bisherigen
Erfahrungen dem am Nächsten. Bei mir kommen jetzt dann die untersetzten BR nach oben und dann wird angefüttert,
behandelt, aufgefüttert.

Im Frühjahr kommt der untere BR raus, ASG drauf, HR drauf und dann wieder bei Bedarf ein BR MW drunter. So werde
ich das jetzt aufgrund der gemachten Erfahrungen fliesbandmäßig anwenden...
Hössi
 
Beiträge: 167
Registriert: 27. April 2015, 14:41
Wohnort: Illertaler, 600 m ü NN

Re: Ein- oder zweiräumiger BR - mehr als eine Ja/Nein-Frage

Beitragvon Goran » 4. Juli 2016, 11:18

Hallo

Ich habe 3 Völker welche kaum Honig haben aber sehr viel Bienen und sehr viel Brut ,bei 2 HR wurde Honig zum ausbau von Mittelwände ausgenutzt .
Ist die Frage wie soll ich den solche Völker überhaupt führen egal wie ich es gemacht habe ist da gleiche gewesen.
Solche Völker bauen meine Mittelwände für die Jung Völker aus sonst nicht,mal eine andere Betrachtung,diese Linie ist eher auf Nektar orientiert und bringt kaum Honigtau in die Bienenbeute daher werden die Königinnen alle umgeweiselt ,diese Jahr.

Mfg

Goran
Goran
 
Beiträge: 230
Bilder: 2
Registriert: 25. Februar 2014, 16:08

Re: Ein- oder zweiräumiger BR - mehr als eine Ja/Nein-Frage

Beitragvon beeo » 4. Juli 2016, 12:47

Wenn man es vom Wachstum der Waben im Wildvolk her betrachtet sollte das Untersetzen sogar eher entgegenkommen. Der Wabenbau kann nach unten wachsen.
Kuck mal, ein neues Forum :-) Infos: http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f=28&t=2729
beeo
 
Beiträge: 1066
Bilder: 12
Registriert: 21. April 2014, 23:39
Wohnort: Kinzigtal/Baden/DE

Re: Ein- oder zweiräumiger BR - mehr als eine Ja/Nein-Frage

Beitragvon Immenfreund » 4. Juli 2016, 13:46

Hössi hat geschrieben:Bei mir kommen jetzt dann die untersetzten BR nach oben und dann wird angefüttert,
behandelt, aufgefüttert.


Das Brutnest wandert bis ca. Mitte Juli in den oberen BR; wie bekommst du das mit untergesetzten hin, dass du eine leer Zarge entnimmst?
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

Bienenstand auf 300 m.ü.d.M. Hanglage in Streuobstwiese am Waldrand

http://immenfreund.wordpress.com

nur noch in http://dreilichs.de/if/ aktiv
Benutzeravatar
Immenfreund
 
Beiträge: 1117
Registriert: 1. Mai 2011, 15:45
Wohnort: Waiblingen-Bittenfeld

Re: Ein- oder zweiräumiger BR - mehr als eine Ja/Nein-Frage

Beitragvon Hössi » 4. Juli 2016, 21:45

Die Frage versteh ich jetzt nicht ganz?
Hössi
 
Beiträge: 167
Registriert: 27. April 2015, 14:41
Wohnort: Illertaler, 600 m ü NN

Re: Ein- oder zweiräumiger BR - mehr als eine Ja/Nein-Frage

Beitragvon Immenfreund » 5. Juli 2016, 06:31

Wabenhygiene, wie geht das auf einfache Weise bei untergesetzt?
Normal Brutnest wander nach oben; untere Zarge kann leer entnommen werden und Waben eingeschmolzen werden.
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

Bienenstand auf 300 m.ü.d.M. Hanglage in Streuobstwiese am Waldrand

http://immenfreund.wordpress.com

nur noch in http://dreilichs.de/if/ aktiv
Benutzeravatar
Immenfreund
 
Beiträge: 1117
Registriert: 1. Mai 2011, 15:45
Wohnort: Waiblingen-Bittenfeld

Re: Ein- oder zweiräumiger BR - mehr als eine Ja/Nein-Frage

Beitragvon Hössi » 5. Juli 2016, 06:54

Das geht in diesem Fall erst nach der Auswinterung im Frühjahr.
Hössi
 
Beiträge: 167
Registriert: 27. April 2015, 14:41
Wohnort: Illertaler, 600 m ü NN

Re: Ein- oder zweiräumiger BR - mehr als eine Ja/Nein-Frage

Beitragvon Simon » 5. Juli 2016, 07:00

Wabenhygiene im Frühjahr geht nicht reibungslos, der Kern der ersten Zarge war bei allen meinen Versuchen dieses Jahr mit mindestens 4 Waben bebrütet, sinnvoller ist es die Wabenhygiene bis in den folgenden August zu verschieben.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
Benutzeravatar
Simon
Admin
 
Beiträge: 5364
Bilder: 520
Registriert: 9. Februar 2008, 22:27
Wohnort: 73278

Re: Ein- oder zweiräumiger BR - mehr als eine Ja/Nein-Frage

Beitragvon Hössi » 5. Juli 2016, 07:11

Geht mit Sicherheit auch...
Hössi
 
Beiträge: 167
Registriert: 27. April 2015, 14:41
Wohnort: Illertaler, 600 m ü NN


Zurück zu Völkerführung - Betriebsweise

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast