Gleich zwei Schwärme auf einmal?

Was Imker machen und Bienen (nicht) tun

Re: Gleich zwei Schwärme auf einmal?

Beitragvon SBE » 25. Juni 2016, 10:02

Hier der versprochene Bericht zu dem beiden Schwärmen:

Das Umsiedeln des zweiten Schwarms an den zweiten Standort hat Dank Waldimkers Tipps letztendlich doch noch geklappt.

Am ersten Tag hat sich in der Bienenkiste eine kleine Traube Bienen versammelt. Ich habe die Bienenkiste samt Bienen am Abend, als es eigentlich schon fast dunkel war, zum neuen Standort getragen und sie dort direkt vor ihre neue Beute geschüttet. sie haben sofort gemerkt, dass sie bei ihrem eigenen Volk gelandet sind und sind brav einmarschiert. Vorher Rauch geben ging nicht, da ich die Bienenkiste ja leer gemacht hatte und dort also auch kein Vorrat drin war; da sie aber offenbar den eigenen Volkgeruch noch hatten, sind die ohne Probleme eingelassen worden. Die Bienenkiste habe ich dann bienendicht weggeschlossen.

Am nächsten Tag hatte sich gegen Mittag am alten Standort zwei kleine Grüppchen zu je ca. 50 Bienen gebildet, die sich auf zwei Bretter niedergelassen hatten. In der Luft war allerdings auch einiges an suchenden Bienen unterwegs. Ich habe die beiden Grüppchen samt der Bretter zur neuen Beute getragen, wo sie wieder gleich in ihren Stock gelaufen sind.
Am Abend saßen in der Scheuen dann noch genau 5 Bienen, ungefähr an der Stelle, an der die Kiste gestanden hatte. Als kleinen Service habe ich die auch noch mal nach Hause gebracht.
Gestern (also Tag 2 nach dem Umzug) flogen noch einige wenige Bienen in der Scheune herum, am Abend saß keine Biene mehr verloren rum.
Ich gehe davon aus, dass die allermeisten Flugbienen ihren Stock gefunden haben, nachdem ihre Bienenkiste weg war. Der neue Standort ist ca. 25 m entfernt, zwar um die Ecke der Scheune, aber eigentlich das naheliegendste, wenn sie auf Suche nach einem neuen Obdach gehen.

Insgesamt ist dieses Volk noch unruhiger als das Schwarmvolk aus dem Hollunderbusch. Es sitzen deutlich mehr Bienen an der Vorderseite der Beute und fächeln, ich denke, dass das daran liegt, dass immer noch einige orientierungslose Bienen einfliegen.

Das mit der Literatur ist so eine Sache, ich habe schon einige Bücher hier und auch gelesen. Es ist aber immer so eine Sache, dort Antworten auf konkrete Fragen zu bekommen.

Ich habe gestern die Varoa-Schubladen kontrolliert, Der Schwarm ist frei, das Volk, was für zwei Tage in der Bienenkiste saß nicht. Ich vermute, dass das vorher dort hausende Restvölkchen infiziert war und sie sich dort bereits angesteckt haben.
Z.B. war mein Restvölkchen ja sehr klein und offensichtlich mit Varroa infiziert. Ich habe einige Bücher und vor allem im Internet recherchiert, ob ich sie jetzt (also vor ca. 2 1/2 Wochen, als ich sie entdeckt hatte) behandeln kann, da ich einerseits Sorge hatte, dass die Infektion dem sehr schwachen Volk in Kürze den Rest gibt, andererseits dachte, dass ich sie mit der Behandlung ja auch belaste und ihnen vielleicht dadurch den Garaus mache. Überall ist nur der Hinweis zu finden, dass nach der Honigernte behandelt werden soll, damit der Honig nicht belastet ist.

Ich konnte z.B. auch nirgends eine Info finden, ob in dem Schwarm Drohnen sind. Es steht nur immer "die Königin mit tausenden weiteren Bienen''. Natürlich ist die Info für Imker relativ irrelevant, aber nicht einmal im Tautz, in dem es ja um Bienenbiologie und gar nicht ums Imkern geht, habe ich diese Info gefunden. Überings habe ich in beiden Völkern mehrere Drohnen gesehen, sie scheinen also durchaus mitzufliegen.

Die Info, dass man eine Beute nicht einfach beliebig umstellen kann, habe ich, auch nachträglich, nachdem ich hier darauf hingewiesen wurde, in keinem Buch gefunden. Im Kapitel zu "Wandern" steht zwar, dass der neue Standort beim Wandern mind. 5 -7 km vom alten entfernt sein soll, da sonst "einige Bienen zurück zum alten Standort fliegen". Dass das aber schon bei einer Verstellung um ein paar Meter zum Problem werden kann und eben nicht nur einige Bienen, sondern gleich alle aktiven Flugbienen betrifft, steht nirgendwo erwähnt.

Das ist dann halt die Erfahrung, die man braucht, um das angelesene Wissen auch auf andere Situationen übertragen zu können. Aber ihr habt schon recht, ich habe in den nächsten Tagen und Wochen einiges an Lektüre zu wälzen. Ich aheb hier auch Kontakt zu anderen Imkern, die haben aber auch Bienenkisten und deren Erfahrung ist dann echt nicht so hilfreich ....

Auf jeden Fall ganz großen Dank für die Informationen, Hilfestellungen und Tipps, ihr habt mir (und damit auch den beiden Völkern) wirklich sehr weitergeholfen!

Eine Frage noch: Soll ich jetzt gleich eine Ameisenbehandlung durchführen oder erst in einigen Wochen, wenn sich die Bienen etwas eingelebt und vermehrt haben?

Ganz herzliche Grüße und noch mal vielen Dank

Susanne
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Re: Gleich zwei Schwärme auf einmal?

Beitragvon HaroldBerlin » 25. Juni 2016, 10:32

Hallo Susanne,

ich sag es mal so direkt: Dann ist es ja nicht ganz so verwirrt, wie es erst den Eindruck machte...

Das man die Beute nicht einfach so verstellen kann, liegt daran, dass sich die Bienen sehr präzise einfliegen. Sie kommen sehr schnell und sehr steil angeflogen und landen, orientiert an den großen Landmarken ringsum, auf den Zentimeter genau. Sieht man sehr schön, wenn man das Einflugloch bei einem Ableger zum Beispiel nur auf der linken Seite der Beute hatte - udn es dann komplett freigibt: Die meisten Bienen werden noch nach einer Woche auf der linken Seite ein- und ausfliegen.

Das sich in der Literatur für ganz konkret Fragestellungen oft keine passende Hilfe findet, das kenne ich. Leider gibt es immer wieder Leute, auch hier in diesem Forum, die mit der Bienenhaltung (?) anfangen, ohne sich bewusst zu sein, was das bedeutet und was sie wissen müssen, hier dann binnen von 14 Tagen 25 Threads lostreten, oft eine vorgefasste Meinung haben und dann eh alles udn immer besser wissen... und meist nach einer halben Saison komplett verschwinden. Daher rührt hier manchmal eine etwas abwartende Haltung bei solchen Anfragen - man erklärt, begründet und gibt Hinweise, die nichts fruchten, den Bienen geht es nicht gut und zum Schluss war es vergebene Liebesmüh. Ich hoffe und lese es aber so,m dass Du uns da aber nichts nachträgst...

Bienentaxi habe ich neulich beim Schwarmfang auch gespielt, eigentlich ist es Quatsch, aber als Hobbyimker kann man sich den Spaß auch mal erlauben und die Nachzügler persönlich einladen. Und aus eigener Anschauung kann ich Dir bestätigen: Ja, Schwärme können Drohnen enthalten! Ich weiß natürlich nicht, ob diese nicht nur eine Krise ihrer geschlechtlichen Identität durchmachen :rofl:, aber sie sind mitgeflogen.

Bei der Behandlungsfrage gibt es eigentlich auch nur ein Mantra: Zählen, wissen und dann entscheiden. Ich würde eine Windel einschieben, gerne mit geöltem Papier und nach drei Tagen zählen. Etwas schwierig dürfte die Umrechnung auf die Volksstärke sein.
Dann schaust Du hier nach, ob der Fall zu hoch ist - und entscheidest. Es ist ja ein Schwarm - da würde ich wohl nicht auf eine Ernte noch in diesem Jahr hoffen, aber so lange sie noch keine verdeckelte Brut haben, kannst Du natürlich als erste Maßnahme auch noch mit Milchsäure besprühen.
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Re: Gleich zwei Schwärme auf einmal?

Beitragvon waldimker » 25. Juni 2016, 10:33

Die Schwärme werden noch keine Brut haben. Insofern ist weder das "keine Varroa" eine aussagekräftige Diagnose noch das andere mit vielen. Bei letztern ist davon auszugehen, dass sie vor Varroa wimmeln. dieses evlt. zweimal im Abstand von 2 Tagen oder so .... s.u.

Ich würde im Zustand dass noch keine verdeckelte Brut vorhanden ist (am Besten am nächsten kühlen morgen) mit Milchsäure die Bienen besprühen. Vllt. beim Nachbarimker fragen. Besser sogar einen mitnehmen und zeigen lassen, der das routinemäßig macht. Zur Not - nicht zugelassen - geht auch 3%ige Oxalsäure.

Auf Honig würd ich jetzt nimmer spekulieren und wenn du doch ne wabe hier oder da rausfischst, wirst du die ja nicht vermarkten, sondern selber essen. von daher kein problem, zu behandeln.

zu diesem Verstellen:
ich hab neulich einen temporären zwischenableger rückvereinigt, da der ableger keine königin hatte. dazu hab ich erst mal die kiste 10 m weiter vor gestellt, in der annahme dass nun die flugbienen so nach und nach beim andern volk ankommen würden.
tja - andern tags war die kiste immer noch "voll". und flugverkehr.
also hab ich die waben abgestoßen, in der annahme, dass nun alle schnurstracks zum alten standort fliegen würden. weit gefehlt! plötlcih war die luft voller bienen und alle wollten durch mich durch (ich hatte mich nur umgedreht und die waben abgestoßen....) weil sie zum NEUEN standort wollten.
da stand aber keine kiste mehr. die bienenwolke orientierte sich aber an dem platz, wo sie erst seit einem tag stand....
erst nach 5 oder 10 min schwenkte die wolke (wirklich imposant) um und ließ sich auf dem muttervolk nieder, denn da daneben stand der ableger bis tags zuvor. ein ziemlich ordentlicher "schwarm" sammelte sich am überstehenden dach der beute. ich dacht noch: ob das gut geht? so nach und nach ein stetiger strom des einlaufens...
andern morgens waren alle drin, die königin lebt noch (mein Zuchtvolk ;) ).

nur tracht hats hier keine...
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Re: Gleich zwei Schwärme auf einmal?

Beitragvon FranzBurnens » 25. Juni 2016, 12:17

SBE hat geschrieben:Die Info, dass man eine Beute nicht einfach beliebig umstellen kann, habe ich, auch nachträglich, nachdem ich hier darauf hingewiesen wurde, in keinem Buch gefunden.

Hier wird was dazu gesagt, und über die Orientierung der Bienen allgemein. Ganz am Ende der Sendung spricht Lanz mit Randolf Menzel über das Thema:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanalueb ... -Juni-2016
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Re: Gleich zwei Schwärme auf einmal?

Beitragvon SBE » 8. Juli 2016, 11:29

Hallo, ich bin es noch einmal, diesmal mit einer weiteren Frage. Da diese aber mit der Vorgeschichte von den zwei Schwärmen zusammenhängt, hänge ich sie hier an dieses Thema an. Die beiden Völker sitzen jetzt in den Liebig-Zander-Beuten jeweils auf einer Zarge.

Gestern habe ich beide Völker kontrolliert. Dem Schwarm aus dem Holunderbusch geht es gut, er hat ordentlich Brut, auch verdeckelte. Es sitzt jetzt auf ca. 6 Rähmchen.

Das Volk, das zunächst in die Bienenkiste eingezogen war, hat aber keine Brut, auch keine offene. Die Bienen tragen zwar Pollen ein, auf den Waben finden sich aber nur mit Honig und Pollen gefüllte Zellen, aber keine Brutzellen. Ich konnte auch keine Königin entdecken. Dafür hat das Volk an 4 oder 5 verschiedenen Stellen (auf verschiedenen Waben, es sitzt auf ca. 4,5 Rähmchen) offenbar Nachschaffungszellen angelegt, ich habe versucht, in diese reinzuschauen, konnte aber auch darin keine Larven erkennen.
Ich befürchte, dass der Königin bei der Umzieherei aus der Kiste in die Beute etwas passiert ist und das Volk weisellos ist.

Jetzt meine Fragen:
1. Da ich keinerlei Brut entdecken konnte, gehe ich davon aus, dass die Königin schon seit dem Umzug in die beute fehlt. Das würde aber bedeuten, dass die Nachschaffungszellen leer sind. Baut ein von Anfang an weiselloses Volk überhaupt Nachschaffungszellen, die dann ja nicht belegt sind? Oden kann ich davon ausgehen, dass sie sicher belegt sind, weil die Bienen sonst gar keine bauen würden? (Was bedeuten würde, dass die Königin zunächst da war, wobei ich mir dann nicht erklären kann, warum ich gar keine Brut finden konnte.)

2. Was soll ist tun. Ich habe versucht, nachzulesen, und aus dem Gelesenen mehrere Möglichkeiten gefunden, die ich aber nicht gewichten kann und deshalb nicht entscheiden kann, was ist tun soll.
Ich habe folgende Möglichkeiten überlegt:

a) abwarten
Wenn das Volk Nachschaffungszellen angelegt hat, wird daraus bald eine neue Königin schlüpfen und das Volk hat wieder eine Regentin.
Dagegen spricht, dass ich nicht sicher bin, dass die Nachschaffungszellen belegt sind und ich somit ziemlich Zeit verlieren würde. Dagegen spricht meiner Meinung nach, dass es schon fast Mitte Juli ist und die
neue Königin je erst noch schlüpfen muss, begattet werden muss und Eier legen muss, so dass es lange dauern wird, bis das eh schon relativ kleine Volk den nächsten Nachwuchs haben wird.

b) eine begattete Königin kaufen

c) die beiden Völker vereinigen, also das weisellose Volk in das kräftigere Volk integrieren, so dass ich insgesamt ein starkes Volk bekommen würde.

Ich wäre sehr froh über Antworten und Tipps. Beim letzten mal haben Eure Hinweise mir sehr geholfen.

Viele Grüße,

Susanne
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Re: Gleich zwei Schwärme auf einmal?

Beitragvon FranzBurnens » 8. Juli 2016, 12:04

Weder a) noch b) noch c) würde ich sagen.

Wenn keine Brut vorhanden, sind dort auch keine Nachschaffungszellen, die können nur aus jungen Maden gezogen werden.

Das intakte Volk hat sicherlich eine Wabe mit Eiern bzw. jüngster Brut zu bieten. So eine entnehmen und in das brutlose zur Weiselprobe einhängen. Sofern wirklich keine Kö vorhanden, werden sie daraus nachschaffen. Sollte(n) nach drei Tagen bereits eine/mehrere der NZ verdeckelt sein, diese brechen zugunsten offener.

Es ist zwar nicht sicher, das daraus noch was wird, aber durch Vereinigung jetzt hat man auch nicht mehr, dafür aber das Risiko, dass die Vereinigung zu gegenseitigen Unfreundlichkeiten führt.
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Re: Gleich zwei Schwärme auf einmal?

Beitragvon SBE » 8. Juli 2016, 12:36

Ich hatte das in den Büchern auch so verstanden, dass zuerst die Made da sein muss, und dann wird die Zelle umgebaut.

Ich habe extra ein Foto angehängt, worauf diese Gebilde zu sehen sind. Diese befinden an mindestens 4 oder 5 verschiedenen Stellen auf den Waben, und es sind meist zwei oder drei auf einmal. Sie sehen aus wie kleine kugelförmige Ballons, nach unten offen.
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Re: Gleich zwei Schwärme auf einmal?

Beitragvon BieneMoni » 8. Juli 2016, 14:50

Ich würde eine Brutwabe mit Stiften bzw. jüngster Brut dazuhängen.
Vielleicht nicht gerade aus dem anderen kleinen Völkchen, sondern aus einem starken Volk.
Dann können sie sich bei Bedarf eine Königin basteln.
Viele Grüße, Moni
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Re: Gleich zwei Schwärme auf einmal?

Beitragvon SBE » 8. Juli 2016, 19:18

Danke für die schnellen Rückmeldungen!

Gerade hat eine bestiftete Wabe das Volk gewechselt (ich musste sie leider aus dem anderen kleinen Volk nehmen, ich habe ja nur die beiden!)

Ich werde in zwei bis drei Tagen dann mal berichten, was sich getan hat.

Bis dahin viele Grüße und noch mal danke für die Tipps

Susanne
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Re: Gleich zwei Schwärme auf einmal?

Beitragvon SBE » 14. Juli 2016, 22:34

Hallo zusammen,

ich habe vorgestern und heute noch mal in das Volk geschaut.

Die Weiselprobe war negativ, d.h. an der eingesetzten Wabe wurden keine neuen Nachschaffungszellen gebaut. An den eigenen Nachschaffungszellen haben die Damen aber fleißig weitergearbeitet und auch schon einige davon verschlossen. Vor zwei Tagenhabe ich auch entdeckt, dass in den Waben doch Brut vorhanden war, es waren deutlich Rundmaden zu erkennen. Allerdings handelt es sich dabei nach meiner Einschätzung nach um Drohnenbrut, jedenfalls sehen die verdeckelten Zellen für mich so aus. Ich habe ein Foto von heute angehängt, auf dem eine geschlossene Nachschaffungzelle und die ersten verdeckelten Brutzellen zu erkennen sind. Könnte das bitte jemand anschauen und beurteilen, ob es Drohnenbrut ist?

Falls ja, kann ich dann überhaupt erwarten, dass aus der Nachschaffungszelle eine Königin schlüpft? Ich habe auf keiner Wabe normal verdeckelte Brut entdecken können, immer nur diese Buckedeckel. Aus einem unbefruchteten Ei kann doch keine Königin werden? Auf der anderen Seite würden doch die Bienen wahrscheinlich um ein unbefruchteten Ei keine Nachschaffungszelle bauen?

Ich hatte die bestiftete Waabe aus dem anderen Volk als viertes Rähmchen eingehängt. Das fünfte ist bebrütet (noch nicht verdeckelt), im sechsten Rähmchen, das sozusagen am Ende des Bienennestes sitzt, ist nur Honig eingelagert und, war mich verwundert hat, eine einzige weitere neue Nachschaffungszelle angelegt, in der auch eine kleine Rundmade sitzt. Um diese Zelle herum und auf der Restwabe sind wie gesagt nur Honigzellen. Wie kann denn diese Made dahinkommen, wenn keine Königin mehr vorhanden ist?

Ich bin echt ein wenig ratlos, schon mit der Diagnose und der Frage, was in diesem Volk los ist.

Viele Grüße

Susanne
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Re: Gleich zwei Schwärme auf einmal?

Beitragvon SBE » 14. Juli 2016, 22:38

Sorry, ich hatte vergessen, das Bild anzuhängen... Hier ist es nachgeliefert.
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Re: Gleich zwei Schwärme auf einmal?

Beitragvon Epoché » 15. Juli 2016, 01:31

Jup ist Drohnenbrut. Und ich hatte letztens eine Jungkönigin in mein Pflegevolk geschmuggelt (jaja... :D), schön eingesperrt mit untergelegtem ASG, damit sie auch ja nicht auf Hochzeitsflug kann (...) und da gab es auch Nachschaffungszellen. Die Eier darin waren also mit 100% Sicherheit unbefruchtet. Also gibt es das wohl schon. Ich ärgere mich immer noch, dass ich nicht abgewartet und so dem vielleicht ersten Bienenkönig der Welt sein Leben verhindert habe. ;)
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Re: Gleich zwei Schwärme auf einmal?

Beitragvon Simon » 15. Juli 2016, 05:08

Das Volk hat eine Königin welche unbefruchtete Eier legt, zweite und eher zutreffende Situation: das Volk ist drohnenbrütig, eine oder mehrere Arbeiterinnen legen.
Je nach Volksstärke würde ich es auflösen und mit einem Nachbarvolk vereinigen, so stark hört es sich nicht an, dazu wird es mit Abstand zum Nachbarvolk abgeschüttelt
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Gleich zwei Schwärme auf einmal?

Beitragvon propolis » 15. Juli 2016, 14:26

Doch, wenn die Not groß ist, wird aus allem versucht, eine Königin zu machen, sogar aus Pollen. WZ mit Königen drin kann man daran erkennen, dass sie irrsinnig lang werden, weil die fette Made immer wieder abrutscht und die Bienen nachbauen - ich habe dieses Jahr in einem Volk ausgerechnet so eine "WZ" stehen lassen und prompt war mein Volk weisellos ;)
LG, propolis
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Re: Gleich zwei Schwärme auf einmal?

Beitragvon SBE » 15. Juli 2016, 14:41

Die Nachschaffungszellen, die sie bauen, sind tatsächlich alle recht kurz. Das passt.

Da es schade um den vielen eingelagerten Pollen und Honig wäre, kann ich nach ein oder zwei Tage nach Vereinigung, die Waben des aufgelösten Volks in das andere Volk einhängen, wenn ich vorher die Drohnenbrut herausschneide. Die Wabe von der Weiseprobe müsste ich ja auf jeden Fall zurückhängen können, um das Volk zu stärken. Die Brut darin ist mittlerweile verdeckelt.
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Re: Gleich zwei Schwärme auf einmal?

Beitragvon SBE » 15. Juli 2016, 15:23

Ich habe jetzt noch einmal nachgelesen und habe noch eine zweite Möglichkeit außer der Vereinigung mit dem anderen Volk gefunden.

Danach könnte ich nach dem Auskehren der Bienen in 20 m Entfernung die alte leere Beute wieder aufstellen bestückt mit MW und einer Brutwabe aus dem anderern Volk. Die Bienen würden dann zurück in die alte Beute fliegen und, da die Drohnenmütter ja nicht mitfliegen könnten und zurückblieben, aus der Brutwabe eine Königin nachschaffen. Damit wäre das Volk von den Afterweiseln und der Drohnenbrut gereinigt. Meine Frage ist nur, ob das jetzt noch Sinn macht? Wir haben ja immerhin schon Mitte Juli und bis die neue Königin herangezogen ist, wird es
1. knapp, ob bei ihrem Paarungsflug noch Drohnen da sind zum begatten
und
2. fast Spätsommer bis aus ihren Eiern dann endlich die ersten Bienen geschlüpft sind, so dass das Volk recht schwach in den Winter gehen würde.

Viele Grüße

Susanne
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Re: Gleich zwei Schwärme auf einmal?

Beitragvon FranzBurnens » 15. Juli 2016, 17:20

Drohnen sind nicht das Problem. Davon wären noch genügend da, wenn auch nicht in Massen.
Ich würde es mal so versuchen, aber die Beute gleich dort hinstellen, nicht erst später. Sonst haben sich evtl. schon welche verflogen.
Wenn im Herbst zu schwach, könnte man immer noch verstärken oder vereinigen.
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Re: Gleich zwei Schwärme auf einmal?

Beitragvon SBE » 15. Juli 2016, 17:39

Ja, ich glaube auch, ich werde das so versuchen. Ich habe den Tip gelesen, die Bienen auf ein weißes Bettlaken auszuschütten, damit man sehen kann, ob die Drohnenmütter zurück bleiben. Wenn es nicht klappt, merke ich das ja daran, dass sie keine Nachschaffungszellen auf dem "geliehenen Rahmen" bauen und wieder nur Buckelbrut machen. Dann kann ich die Vereinigung mit dem anderen Volk ja immer noch durchführen.

Ich denke, ich werde das morgen früh machen, damit sie dann den ganzen Tag Zeit haben, sich zurückzuorientieren.

Viele Grüße

Susanne
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Re: Gleich zwei Schwärme auf einmal?

Beitragvon Angie » 15. Juli 2016, 19:22

SBE hat geschrieben:1. knapp, ob bei ihrem Paarungsflug noch Drohnen da sind zum begatten
und
2. fast Spätsommer bis aus ihren Eiern dann endlich die ersten Bienen geschlüpft sind, so dass das Volk recht schwach in den Winter gehen würde.

Viele Grüße
Susanne


Wie schon erwähnt, es gibt noch genügend Drohnen, bedenke aber, dass ein Ablegervölkchen, welches sich jetzt im Juli noch eine Kö nachziehen soll, mindestens 4-5 Brutrahmen benötigt um die erforderliche Einwinterungsstärke zu entwickeln.
Ein zu schwaches Volk übersteht den Winter nicht.

Da aber jetzt schon einige Imker die Wabenhygiene einleiten, gibt es vielleicht Imker in Deinem Verein, die Dir weitere notwendige Brutwaben zur Verfügung stellen würden. Falls diese dann dunkle Waben sind, kannst du sie in drei Wochen, wenn die neue Kö geschlüpft ist gegen helle Waben eintauschen.

Dann wird mit der notwendigen Fütterung Dein Ableger bis zum Winter stark genug sein, sofern die Begattung der Kö gut verlaufen ist.
Simon fehlt. RIP
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Re: Gleich zwei Schwärme auf einmal?

Beitragvon SBE » 15. Juli 2016, 21:13

Hallo Angie,

danke für den Hinweis. Wann muss es denn die Stärke mit den fünf Bruträhmchen erreichen? Muss es die jetzt gleich bekommen oder erst kurz vor der Einwinterung erreicht haben,

Bienen sind im Moment ja noch noch viele da, nur eben keine Brut und das ja dann jetzt noch für einen etwas längeren Zeitraum.

Ich habe im Moment nur die beiden Völker. Die Wabe für die Weiselprobe hängt ja noch im drohnenbrütigen Volk, die haben sie auch sehr gut weiter gepflegt und verdeckelt, die lass ich ihnen auf jeden Fall drin, dann bekommen sie ja noch eine neue Wabe aus dem anderen Volk, auf der sie die neue Königin ziehen müssten. Soll ich jetzt unmittelbar noch drei weitere Waben besorgen oder bezieht sich die Angabe mit den 5 Rähmchen auf später?

Herzliche Grüße

Susanne
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Re: Gleich zwei Schwärme auf einmal?

Beitragvon SBE » 15. Juli 2016, 21:37

Noch eine Frage habe ich.

Kann ich die bisherigen Waben wieder in das Volk bringen, natürlich nachdem ich sie sauber abgefegt habe und mit ihnen kein Drogenmütterchen mitreisen kann? Natürlich ist da jede Menge Drohnenbrut drin, aber eben auch die Honig- und Pollenvorräte und außerdem sind die Waben ja schon aufgebaut, so dass es dem Volk auch eine Menge Wachsproduktion sparen würde.

Viele Grüße

Susanne
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Re: Gleich zwei Schwärme auf einmal?

Beitragvon FranzBurnens » 16. Juli 2016, 09:25

Die Rechnung geht so nicht auf: Aufzucht und Versorgung der Drohnen - wenn es viele sind - kostet mehr Energie als die Wachsproduktion. Wenn die Vorräte es wert sind, müssten die Drohnenbrutbereiche aus den Waben ausgeschnitten werden.

Wenn Drohnenzellen belassen werden, kann es immer mal passieren, dass die Kö auch da hinein legt. Das wäre momentan kontraproduktiv, aber auch im Spätwinter, wenn das Brutgeschäft erneut Fahrt aufnimmt, sofern diese Waben dann noch in der Beute hängen.
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Re: Gleich zwei Schwärme auf einmal?

Beitragvon SBE » 16. Juli 2016, 17:57

Hier wie versprochen der Bericht von der heutigen Aktion:

Ich habe die Bienen in der Zarge ca. 20 m weit weg getragen an eine Stelle etwas erhöht über den Beutenstandort. Dann habe ich den Boden hinterhergetragen, da darauf auch noch einige Bienen saßen. Zuerst habe ich die paar Bienen auf ein Bettlaken abgefegt, dann den Boden zurückgebracht und eine neue Zarge mit einigen Rähmchen aufgesetzt. Dann habe ich die einzelnen Waben auf das Handtuch abgefegt. Schon als ich bei der dritten Wabe war, wimmelte es unten an der Front der Beute von Bienen.
Nachdem ich alle Waben abgefegt hatte, habe ich die Rähmchen, die noch keinen Ausbau hatten (auf dem einen habe ich die einzelne Nachschaffungszelle zerstört), zwei reine Honigwaben und die Brutwabe, die ich für die Weiselprobe aus dem anderen Volk hatte, wieder in die Beute eingehängt. Außerdem die frische Brutwabe aus dem anderen Volk. Leider musste ich dazu eine Wabe mit ziemlich weit fortgeschrittener Brut nehmen, aber am Rand waren noch mehrere frisch bestiftete Zellen,

Drohnenzellen waren auf drei Waben vorhanden, auf einer nur ca. 5 x 5 cm, auf den beiden anderen deutlich mehr. Diese Waben habe ich weggetragen und die Drohnenzellen im Haus mit einem Messer rausgeschnitten (riesige Sauerei, ich habe die ausgeschnittenen Zellen in einem Plastikbeutel in die Gefriertruhe gelegt, weil ich dachte, dass sie so am schnellsten abgetötet werden :cry: )

Als ich damit fertig war, habe ich diese Waben wieder in die Beute eingehängt. Zu diesem Zeitpunkt waren auf dem Bettlaken noch ca. 200 Bienen in zwei Grüppchen vorhanden. Ich habe sie längere Zeit beobachtet, konnte aber rein vom Aussehen keine Afterweisel ausmachen (irgendwo stand, dass die an einem geschwollenen Hinterleib erkennbar sei). Nachdem sich die Zahl der Bienen auf dem Tuch auf ca. 50 reduziert hatte, habe ich das Tuch zusammengeschlagen und noch mal ca. 50 m weit weg getragen hinter eine dichte hohe Hecke. Da ich keine plumpe Biene erkennen konnte, hatte ich Sorge, dass sie doch noch ein bisschen fliegen kann, was für 20 m bergab vielleicht gereicht hätte, aber über eine Hecke hätte sie es bestimmt nicht geschafft.... Nach weiteren 15 min waren nur noch 5 Bienen auf dem Laken, die ich nach und nach angestumpt habe, woraufhin sie weggeflogen sind, bis eben auf eine. Die hat beim Anstumpen immer nur kleine Hüpfer gemacht, konnte also wohl tatsächlich nicht fliegen. Die habe ich dann getötet.

Es könnte also geklappt haben mit dem Aussortieren der Afterweisel. In drei Tagen werde ich nachschauen, ob ich Nachschaffungszellen finde. Ich werde dann auf jeden Fall hier berichten, ob es geklappt hat.
Vielen Dank noch einmal für die vielen Hinweise und Hilfestellungen!

Viele Grüße und ein schönes Wochenende

Susanne
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Re: Gleich zwei Schwärme auf einmal?

Beitragvon SBE » 16. Juli 2016, 17:57

Hier wie versprochen der Bericht von der heutigen Aktion:

Ich habe die Bienen in der Zarge ca. 20 m weit weg getragen an eine Stelle etwas erhöht über den Beutenstandort. Dann habe ich den Boden hinterhergetragen, da darauf auch noch einige Bienen saßen. Zuerst habe ich die paar Bienen auf ein Bettlaken abgefegt, dann den Boden zurückgebracht und eine neue Zarge mit einigen Rähmchen aufgesetzt. Dann habe ich die einzelnen Waben auf das Handtuch abgefegt. Schon als ich bei der dritten Wabe war, wimmelte es unten an der Front der Beute von Bienen.
Nachdem ich alle Waben abgefegt hatte, habe ich die Rähmchen, die noch keinen Ausbau hatten (auf dem einen habe ich die einzelne Nachschaffungszelle zerstört), zwei reine Honigwaben und die Brutwabe, die ich für die Weiselprobe aus dem anderen Volk hatte, wieder in die Beute eingehängt. Außerdem die frische Brutwabe aus dem anderen Volk. Leider musste ich dazu eine Wabe mit ziemlich weit fortgeschrittener Brut nehmen, aber am Rand waren noch mehrere frisch bestiftete Zellen,

Drohnenzellen waren auf drei Waben vorhanden, auf einer nur ca. 5 x 5 cm, auf den beiden anderen deutlich mehr. Diese Waben habe ich weggetragen und die Drohnenzellen im Haus mit einem Messer rausgeschnitten (riesige Sauerei, ich habe die ausgeschnittenen Zellen in einem Plastikbeutel in die Gefriertruhe gelegt, weil ich dachte, dass sie so am schnellsten abgetötet werden :cry: )

Als ich damit fertig war, habe ich diese Waben wieder in die Beute eingehängt. Zu diesem Zeitpunkt waren auf dem Bettlaken noch ca. 200 Bienen in zwei Grüppchen vorhanden. Ich habe sie längere Zeit beobachtet, konnte aber rein vom Aussehen keine Afterweisel ausmachen (irgendwo stand, dass die an einem geschwollenen Hinterleib erkennbar sei). Nachdem sich die Zahl der Bienen auf dem Tuch auf ca. 50 reduziert hatte, habe ich das Tuch zusammengeschlagen und noch mal ca. 50 m weit weg getragen hinter eine dichte hohe Hecke. Da ich keine plumpe Biene erkennen konnte, hatte ich Sorge, dass sie doch noch ein bisschen fliegen kann, was für 20 m bergab vielleicht gereicht hätte, aber über eine Hecke hätte sie es bestimmt nicht geschafft.... Nach weiteren 15 min waren nur noch 5 Bienen auf dem Laken, die ich nach und nach angestumpt habe, woraufhin sie weggeflogen sind, bis eben auf eine. Die hat beim Anstumpen immer nur kleine Hüpfer gemacht, konnte also wohl tatsächlich nicht fliegen. Die habe ich dann getötet.

Es könnte also geklappt haben mit dem Aussortieren der Afterweisel. In drei Tagen werde ich nachschauen, ob ich Nachschaffungszellen finde. Ich werde dann auf jeden Fall hier berichten, ob es geklappt hat.
Vielen Dank noch einmal für die vielen Hinweise und Hilfestellungen!

Viele Grüße und ein schönes Wochenende

Susanne
SBE
 
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Re: Gleich zwei Schwärme auf einmal?

Beitragvon SBE » 16. Juli 2016, 17:57

Hier wie versprochen der Bericht von der heutigen Aktion:

Ich habe die Bienen in der Zarge ca. 20 m weit weg getragen an eine Stelle etwas erhöht über den Beutenstandort. Dann habe ich den Boden hinterhergetragen, da darauf auch noch einige Bienen saßen. Zuerst habe ich die paar Bienen auf ein Bettlaken abgefegt, dann den Boden zurückgebracht und eine neue Zarge mit einigen Rähmchen aufgesetzt. Dann habe ich die einzelnen Waben auf das Handtuch abgefegt. Schon als ich bei der dritten Wabe war, wimmelte es unten an der Front der Beute von Bienen.
Nachdem ich alle Waben abgefegt hatte, habe ich die Rähmchen, die noch keinen Ausbau hatten (auf dem einen habe ich die einzelne Nachschaffungszelle zerstört), zwei reine Honigwaben und die Brutwabe, die ich für die Weiselprobe aus dem anderen Volk hatte, wieder in die Beute eingehängt. Außerdem die frische Brutwabe aus dem anderen Volk. Leider musste ich dazu eine Wabe mit ziemlich weit fortgeschrittener Brut nehmen, aber am Rand waren noch mehrere frisch bestiftete Zellen,

Drohnenzellen waren auf drei Waben vorhanden, auf einer nur ca. 5 x 5 cm, auf den beiden anderen deutlich mehr. Diese Waben habe ich weggetragen und die Drohnenzellen im Haus mit einem Messer rausgeschnitten (riesige Sauerei, ich habe die ausgeschnittenen Zellen in einem Plastikbeutel in die Gefriertruhe gelegt, weil ich dachte, dass sie so am schnellsten abgetötet werden :cry: )

Als ich damit fertig war, habe ich diese Waben wieder in die Beute eingehängt. Zu diesem Zeitpunkt waren auf dem Bettlaken noch ca. 200 Bienen in zwei Grüppchen vorhanden. Ich habe sie längere Zeit beobachtet, konnte aber rein vom Aussehen keine Afterweisel ausmachen (irgendwo stand, dass die an einem geschwollenen Hinterleib erkennbar sei). Nachdem sich die Zahl der Bienen auf dem Tuch auf ca. 50 reduziert hatte, habe ich das Tuch zusammengeschlagen und noch mal ca. 50 m weit weg getragen hinter eine dichte hohe Hecke. Da ich keine plumpe Biene erkennen konnte, hatte ich Sorge, dass sie doch noch ein bisschen fliegen kann, was für 20 m bergab vielleicht gereicht hätte, aber über eine Hecke hätte sie es bestimmt nicht geschafft.... Nach weiteren 15 min waren nur noch 5 Bienen auf dem Laken, die ich nach und nach angestumpt habe, woraufhin sie weggeflogen sind, bis eben auf eine. Die hat beim Anstumpen immer nur kleine Hüpfer gemacht, konnte also wohl tatsächlich nicht fliegen. Die habe ich dann getötet.

Es könnte also geklappt haben mit dem Aussortieren der Afterweisel. In drei Tagen werde ich nachschauen, ob ich Nachschaffungszellen finde. Ich werde dann auf jeden Fall hier berichten, ob es geklappt hat.
Vielen Dank noch einmal für die vielen Hinweise und Hilfestellungen!

Viele Grüße und ein schönes Wochenende

Susanne
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