Umstellung von Zander auf ZaDant

Was Imker machen und Bienen (nicht) tun

Umstellung von Zander auf ZaDant

Beitragvon ako » 15. Juni 2016, 16:11

Hallo,

Ich möchte meine Völker (16 Stück ) gerne von Zander auf ZaDant umstellen, aus diversen Gründen.
Dies am besten noch in diesem Jahr nach der Honigernte.
Ich habe mir zwei Möglichkeiten überlegt, bin mir aber nicht sicher ob das so in der Praxis funktioniert.
Grundsätzlich ist zu sagen, dass ich das Material frühstens Anfang Juli haben werde.

Variante 1:
Flugling bilden mit Königin und diesen auf Mittelwände setzen. 2x im Brut freien Zustand mit MS behandeln.
Brutling nach Auslauf der gesamten Brut ebenfalls zweimal mit MS behandeln und anschließend vor dem Flugling abfegen.
Flugling selbstverständlich zwischendurch immer wieder füttern.

Variante 2:
Zarge mit Zadant Mittelwänden auf den Gitterboden stellen, Königin hinein tun. Anschließend Absperrgitter drauf und die Zanderzarge mit der Brut drauf. Davor alle Bienen in die neue Zange schütten, damit keine Drohnen über ASG sind.
Nach drei Wochen, nach Auslauf der Brut, ASG und alte Waben weg, danach normale AS Behandlung.

Bin mir nicht sicher wie ich Verfahren soll.

Variante 2 könnte bereits praktiziert werden wenn der Honigraum noch aufgesetzt ist.... (8;) :?

Vielen Dank für Antworten.
Liebe Grüße
Ako
ako
 
Beiträge: 67
Registriert: 17. Januar 2015, 16:34
Wohnort: Rheinland-Pfalz

Re: Umstellung von Zander auf ZaDant

Beitragvon waldimker » 15. Juni 2016, 21:20

Gute Frage!

Variante 1 funktionert bestimmt. Ob die sich beim Abfegen später in die Haare kriegen wär ncoh interessant. Oder die Königin meucheln...
Dieses Forum wird bald abgeschaltet. Wir starten ein neues, wo wir User uns neu sammeln können. URL: http://dreilichs.de/if/
waldimker
 
Beiträge: 2512
Bilder: 55
Registriert: 3. Juni 2014, 20:46
Wohnort: mitten im Schwarzwald / Kraichgau (beides Ba-Wü)

Re: Umstellung von Zander auf ZaDant

Beitragvon Augarian » 16. Juni 2016, 05:16

Hallo zusammen,

Ich würde die Völker komplett in die neuen Beuten ohne Brut geben.

Also eine totale Brutentnahme. Die Brutwaben sammeln und Brutscheunen bilden zum auslaufen, und die Brutscheunen nach 21 Tagen als eigene Völker brutfrei umsiedeln.

Damit du dann nicht zu Viele Völker hast, vorher entscheiden, welche du komplett auflösen möchtest und dies eine Woche vorher tun.

Bei Aktion Nummer 2, würde ich die Zadantzarge über ASG auf den Brutraum geben und die Königin oben einsetzen.

Nach 21 Tagen untere Kisten weg, Grund: frisches Futter wird dann in die neuen Waben eingelagert.


Wenn die Alten Waben oben sind, werden diese mit Futter zugetragen.

Vom Zeitpunkt würde ich warten bis die Brutnester kleiner werden, sonst hast du echt viele Brutscheunen und jetzt willst du evtl. einen noch kommenden Sommerhonig verwerten ... Ich hoffe noch darauf.

Grüße und Fragen immer wieder gerne.

Augarian
... Es kommt wie es kommt, der Honig ist immer im Eimer :thumbsup:
Augarian
 
Beiträge: 23
Registriert: 7. April 2014, 12:40

Re: Umstellung von Zander auf ZaDant

Beitragvon propolis » 16. Juni 2016, 05:43

Könnte man nich den Brutling nach MS-Behandlung (ohne Königin) mit Bienenflucht aufsetzt? Dann sparst du dir das Abfegen. Also quasi TuB mit Bienenflucht... Nur mal so ne Idee.
LG, propolis
propolis
 
Beiträge: 496
Bilder: 4
Registriert: 21. März 2015, 07:54
Wohnort: Niederrhein

Re: Umstellung von Zander auf ZaDant

Beitragvon FranzBurnens » 16. Juni 2016, 10:11

ako hat geschrieben: von Zander auf ZaDant umstellen, aus diversen Gründen.

Klar, wenn die Entscheidung gefallen ist, hat man mglw. keine Lust, sich öffentlich dafür zu rechtfertigen...
Aber interessant für andere wäre es ja schon, mal mitzuteilen, welche Erfahrungen u. Überlegungen dazu geführt haben.
Wenn ich richtig nachgeschaut habe, geht es um eine Unzufriedenheit mit zweiräumigen Zander-BR, danach auch mit einem Brutaum (und entsprechend Flach-HR).

Frage also, welche der aufgetretenen Schwierigkeiten können durch das System mit größeren Waben verringert werden, gibt es z.B. Erwartungen mit weniger Schwarmtrieb oder mehr Honigernte - allein durch die Betriebsweise?
Bisher hat offenbar noch niemand widersprochen, dass in einer Zarge mit 10 Zander-normal-Waben genügend Platz für das Brutgeschäft und die gesamte Volksentwicklung vorhanden ist.

Was ich mir noch vorstellen könnte: dass bei Großwaben eine geringere Tendenz auftritt, im abgesperrten HR ganze Bereiche freizulassen vom Honigeintrag - das 'berüchtigte' virtuelle Brutnest.
FranzBurnens
 
Beiträge: 596
Bilder: 3
Registriert: 20. November 2014, 14:35
Wohnort: K - Der angegebene Wohnort ist zu kurz.

Re: Umstellung von Zander auf ZaDant

Beitragvon waldimker » 16. Juni 2016, 12:07

das virtuelle brutnest hatte ich sowohl im flachen zander-BR als auch im hohen Dadant-BR.
und dann hatte ich es in beiden fällen wiedre nicht als die tracht wieder einsetzte.

die tendenz zum Unterbau scheint mir intensiviert bei den flachen Zanderbruträumen.
Dieses Forum wird bald abgeschaltet. Wir starten ein neues, wo wir User uns neu sammeln können. URL: http://dreilichs.de/if/
waldimker
 
Beiträge: 2512
Bilder: 55
Registriert: 3. Juni 2014, 20:46
Wohnort: mitten im Schwarzwald / Kraichgau (beides Ba-Wü)

Re: Umstellung von Zander auf ZaDant

Beitragvon ako » 16. Juni 2016, 16:24

FranzBurnens hat geschrieben:Klar, wenn die Entscheidung gefallen ist, hat man mglw. keine Lust, sich öffentlich dafür zu rechtfertigen...
Aber interessant für andere wäre es ja schon, mal mitzuteilen, welche Erfahrungen u. Überlegungen dazu geführt haben.
Wenn ich richtig nachgeschaut habe, geht es um eine Unzufriedenheit mit zweiräumigen Zander-BR, danach auch mit einem Brutaum (und entsprechend Flach-HR).


Hallo,

Der Grund warum ich auf ZaDant umsteige ist folgender. Ich habe dieses und letztes Jahr die Völker auf einer Zanderzarge geführt (Davor wie Liebig bzw nach seinem Buch). Das geht soweit, jedoch wollte ich dieses Jahr ausprobieren, die Völker noch weiter einzuengen um so mehr Freiheit im Brutraum zu haben. Sprich Platz zum schieben usw. Quasi grob gesagt wie bei Dadant. Leider musste ich feststellen, dass es mindestens 10 Zanderwaben sein müssen im Brutraum. Da waren aber plötzlich alle Vorteile weg die mir so gut gefallen hatten. Hinzukommt dass ich in einem Frühtracht Gebiet wohne und starke Völker brauche. Auf einer Zanderzarge überwintern? Habe ich gemacht jedoch sind die Völker nicht so stark zu zweizargig überwinterte. Ich möchte aber auch im Sommer keine zweite Zarge aufsetzen und diese im Frühjahr wieder entfernen. Das ist mir alles zu aufwendig.

Natürlich könnte ich auch auf Dadant umsteigen aber Warum? Ich bin Student, sprich die Mittel sind begrenzt. Zudem habe ich vor 4 Jahren angefangen und stehe jetzt bei ca 16-20 Wirtschaftsvölkern. Das Material will ich nicht unterstreicht verkaufen.

Also kam ich auf Zadant, da auch dort das Angebot zu nimmt.

Ich kann meine Zanderzarge behalten, baue mir aus Holz eine 6,5cm hohe Erhöhung für unter die Zarge und schwupp passen die Zadanträhmchen rein. Alles was ich kaufen muss sind also Rähmchen und Mittelwände. Das mal 20 ist auch schon ein bisschen was :thumbsup:

Ja das sind so grob die Überlegungen die mich mehr oder weniger zu Zadant brachen.
Das Material wurde heute bestellt.

P.S hätte mir jemand zu Beginn meiner Imkerei zu Dadant geraten hätte ich es wohl jetzt. Hier imkern aber sonst alle nur mit zwei Räumen DN, da war ich mit Zander schon die Ausnahme. :bll:
Liebe Grüße
Ako
ako
 
Beiträge: 67
Registriert: 17. Januar 2015, 16:34
Wohnort: Rheinland-Pfalz

Re: Umstellung von Zander auf ZaDant

Beitragvon outletter » 19. Juli 2016, 11:45

ako hat geschrieben:Hallo,

Ich möchte meine Völker (16 Stück ) gerne von Zander auf ZaDant umstellen, aus diversen Gründen.
Dies am besten noch in diesem Jahr nach der Honigernte.
Ich habe mir zwei Möglichkeiten überlegt, bin mir aber nicht sicher ob das so in der Praxis funktioniert.
Grundsätzlich ist zu sagen, dass ich das Material frühstens Anfang Juli haben werde.

Variante 1:
Flugling bilden mit Königin und diesen auf Mittelwände setzen. 2x im Brut freien Zustand mit MS behandeln.
Brutling nach Auslauf der gesamten Brut ebenfalls zweimal mit MS behandeln und anschließend vor dem Flugling abfegen.
Flugling selbstverständlich zwischendurch immer wieder füttern.

Variante 2:
Zarge mit Zadant Mittelwänden auf den Gitterboden stellen, Königin hinein tun. Anschließend Absperrgitter drauf und die Zanderzarge mit der Brut drauf. Davor alle Bienen in die neue Zange schütten, damit keine Drohnen über ASG sind.
Nach drei Wochen, nach Auslauf der Brut, ASG und alte Waben weg, danach normale AS Behandlung.

Bin mir nicht sicher wie ich Verfahren soll.

Variante 2 könnte bereits praktiziert werden wenn der Honigraum noch aufgesetzt ist.... (8;) :?

Vielen Dank für Antworten.



Hallo Ako,
Da ich ebenfalls auf Zadant umstellen möchte, würde mich interessieren, welches Verfahren du am Ende angewandt hast und welche Erfahrungen du damit gemacht hast.
Gruß Hermann
outletter
 
Beiträge: 2
Registriert: 5. Juli 2014, 17:00
Wohnort: Weingarten


Zurück zu Völkerführung - Betriebsweise

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste