"Dadant"-Beute und Betriebsweise

Was Imker machen und Bienen (nicht) tun

Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 30. Januar 2015, 10:24

Hallo Andreas,

Du meinst: 4 und 5 Wabenabteile für Ableger reichen?
Und dann zügig im kommenden Frühjahr umsetzen?
Das wäre natürlich eine Variante.
(Die andere wäre, die 10er Kästen umbauen. Das bedingt ein wenig Fleiß und die Kästen werden nicht gnaz so alt wie die extra auf 9 Waben gebauten).
Es bedeutet allerdings auch, dass eine Füttereinrichtung vorhanden ist, mit der man die zwei Ableger im einen Kasten füttern kann.
Eigentlich wollte ich sogar einen Kasten mit 4 Abteilen einrichten. Das wären dann 2 - 2 - 2 - 3 Waben. Nach Leeren von zweien zwecks Kö- Entnahme käme man dann auf die 2 ableger. Dafür einen Futterkasten bauen ist schon recht aufwändig, aber natürlich machbar.
Andererseits: Wenn man ihn hat, wird er viele Jahrzehnte seine Dienste tun.

"Das alte Zeugs" - ja, Zufriedenheit. Es werden mir sicher viele im Forum zustimmen,d ass man damit tadellos imkern kann.

Auf jeden Fall werde ich "Halbzargen" bauen in Zukunft. Mein Rücken ist mir das wert. Letztes Jahr bin ich mit einer vollen Zanderzarge ins Wanken gekommen und hätte fast rücklings den Berg runter den Flug (mit Zarge) in den Kartoffelacker gemacht...
Evtl. käme mri Zander noch gelegen wenn cih mal "ausgewachsen" hab (genug eigene Völker) und dann den Überschuss verkaufen möchte. Zander ist hierum sehr gängig. Vielleicht mags auch der älteste meiner Frau haben, sofern ihn die Pubertät nicht andere Wege leitet...

Zum Deckel:
Der Weichfaserkern hat den Vorteil, dass doch eher eine Schraube oder ein Nagel drin hält als in Styropor - wegen der notwendigen Aufbauten. Und das ganze ist kompakter - ich denke, so 3 cm dick am Ende.
Nochne Idee: Vier Leisten ca. 2x2 cm auf eine Hartfaser/Sperrholzplatte genagelt, Weichholzfaserplatte einlegen, zweite Platte draufnageln - fertig ist der fast unkaputtbare Deckel. Ahja: Streichen würd ich wie gesagt wowieso.

radial und tangential: Ich hab noch ein recht kleines Schleuderchen, aber es passt ein 9-Waben-Radialkorb rein. Allerdings nur bis 160 mm Rähmchenhöhe. Desderwegen radial oder tangential.
Die Zukunft mag größere Geräte bringen, wo das dann egal ist. Aber wie groß meine Imkerei letztens Endes wird hängt leider nicht nur von meinem Willen ab.
Radial scheint mir das einzig sinnvolle.


viele Grüße und vielen Dank!

waldimker
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon andreasE » 30. Januar 2015, 22:03

Hallo Waldimker,

waldimker hat geschrieben:Du meinst: 4 und 5 Wabenabteile für Ableger reichen?

Ja

waldimker hat geschrieben:Und dann zügig im kommenden Frühjahr umsetzen?

Ja

waldimker hat geschrieben:Das wäre natürlich eine Variante.

Ja

waldimker hat geschrieben:(Die andere wäre, die 10er Kästen umbauen. Das bedingt ein wenig Fleiß und die Kästen werden nicht gnaz so alt wie die extra auf 9 Waben gebauten).

Besser 9 Waben als 10...oder Du verkaufst nicht nur die Zander, sondern auch die Zehner-Dadant.

waldimker hat geschrieben:Eigentlich wollte ich sogar einen Kasten mit 4 Abteilen einrichten. Das wären dann 2 - 2 - 2 - 3 Waben. Nach Leeren von zweien zwecks Kö- Entnahme käme man dann auf die 2 ableger. Dafür einen Futterkasten bauen ist schon recht aufwändig, aber natürlich machbar.
Andererseits: Wenn man ihn hat, wird er viele Jahrzehnte seine Dienste tun.

Vier Abteile sind sicherlich sehr zu empfehlen, denn es werden ja bei der Bildung der Ableger immer welche "entstehen", welche nicht zu Deiner Zufriedenheit sein werden.... z.B. werden auch nicht immer alle Königinnen schlüpfen oder in Eiablage gehen.... usw...
Einen Futteraufsatz würde ich allerdings nur für zwei Abteile bauen.

waldimker hat geschrieben:"Das alte Zeugs" - ja, Zufriedenheit. Es werden mir sicher viele im Forum zustimmen,d ass man damit tadellos imkern kann.

Bist Du nicht zufrieden mit Deinem "Material", so wirst Du nicht Dein Pensum schaffen und Deine Arbeit wird nicht gut sein.
... auch wenn alles Tadellos ist und andere Imker sich darüber freuen... es gibt kein Weg zurück!

waldimker hat geschrieben:Auf jeden Fall werde ich "Halbzargen" bauen in Zukunft. Mein Rücken ist mir das wert. Letztes Jahr bin ich mit einer vollen Zanderzarge ins Wanken gekommen und hätte fast rücklings den Berg runter den Flug (mit Zarge) in den Kartoffelacker gemacht...

Ein Rücken ist unbezahlbar, ich kenne ein paar Imker die deshalb aufgeben mußten.
Mit den Halbzargen ist, glaube ich, alles gut.

waldimker hat geschrieben:Nochne Idee: Vier Leisten ca. 2x2 cm auf eine Hartfaser/Sperrholzplatte genagelt, Weichholzfaserplatte einlegen, zweite Platte draufnageln - fertig ist der fast unkaputtbare Deckel. Ahja: Streichen würd ich wie gesagt wowieso.

...oder...
andreasE hat geschrieben: Zudem würde ich einen Rahmen darum bauen. Also: Sperrholzplatte, darauf an den Rändern, vier schmale Leisten anbringen, Isolierung hineinlegen, mit der zweiten Sperrholzplatte das "Päckchen" verschließen und dann die nötigen "Auf-bzw Unterbauten". So in der Art...


waldimker hat geschrieben:Radial scheint mir das einzig sinnvolle.

Warum?

Gruß
Andreas
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 31. Januar 2015, 08:35

Hallo Andreas!

Vielen Dank nochmal wieder!

Die 10er Beuten - ich hab nochmal "gekruschdeld" (rumgekramt) und ich mach für die Mitte recht dünne Trennschiede. Dann bringe ich 2x5 Waben unter. Das ist mir sympathisch. Dazu zwei weitere Trennschiede zum Viererboden. Jungvolkaufzucht. Weisel-Vorhalten.

In der 9er-Beute wärens 2x4. Das hälst Du noch für ausreichend!? Wow.

Radial? Ich meine, das Prinzip ist einfach, die KRäfte auf die Waben sind gut gewählt. Die Technik ist simpel und unkaputtbar.
Selbstwender ist mir zuviel Brimborium technischerseits.
Hast Du andere Erfahrungen? Heidehonig?

viele Grüße!

vom waldimker
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon andreasE » 31. Januar 2015, 17:12

Hallo Waldimker,

waldimker hat geschrieben:In der 9er-Beute wärens 2x4. Das hälst Du noch für ausreichend!? Wow.

Ja. ... aber nicht nur ich. Du kannst ja vielleicht mal den Jan Dirk Bunsen oder den Eugen Neuhauser nach ihren Erfahrungen mit 2x4 Waben fragen. Bei Letzterem habe ich selber sehr viele dieser Ableger (Kunstschwärme) erstellt. Es ist überhaupt kein Problem, solange man zwei in einer Beute überwintert.

waldimker hat geschrieben: Die Technik ist simpel und unkaputtbar.

Das stimmt. Die Technik ist simpel. An einer Schleuder geht aber nie der Korb kaputt.
Ich habe eine Selbstwendeschleuder mit Programmautomatik von Fritz. Baujahr 1989. Sie ist noch nie ausgefallen.
Eine Radialschleuder finde ich gut, wenn sie mindestens 1 m Durchmesser hat. Ich finde den Schleudergang aber zu lang und das Lehren und wieder Auffüllen ebenfalls. ... das ist aber alles Geschmackssache und es hängt viel von dem ganzen Drumherum ab... also Entdeckeln, Sieben oder nicht Sieben ,ein oder zwei Arbeiter, wieviel Platz habe ich zur Verfügung usw. Das muß man schon sehr individuell betrachten, wenn eine solche Entscheidung ansteht.

Gruß
Andreas
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 4. Februar 2015, 17:54

Hallo Andreas,

nochmal zur Doppelvolkbetriebsweise:
Wenn ich 2 Völker auf je 5 Waben nebeneinander habe, denkst Du eine Doppelvolkbetriebsweise wäre möglich, sinnvoll? Evtl. würde ich diese Völker etwas mehr schröpfen und so zu ein wenig mehr Ableger gelangen. Würde evtl. in meine Imkerei passen, einige Doppelvölker stehen zu lassen.

viele Grüße,

vom waldimker

PS: was machst Du bei eingeschneiten Beuten?
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon andreasE » 4. Februar 2015, 22:50

Hallo waldimker,

waldimker hat geschrieben:nochmal zur Doppelvolkbetriebsweise:
Wenn ich 2 Völker auf je 5 Waben nebeneinander habe, denkst Du eine Doppelvolkbetriebsweise wäre möglich, sinnvoll? Evtl. würde ich diese Völker etwas mehr schröpfen und so zu ein wenig mehr Ableger gelangen.

Das geht auch mit 2x5 Waben ( Dadant)! Mit dem Schröpfen mußt Du einfach schauen, wie die Völker sich entwickeln. Ich denke aber nicht, daß es mehr wäre, als auf 2x6 Waben. Je mehr Ableger Du machen kannst, desto besser... das wußten schon die alten Heideimker. ... die Betriebsweisen sollten sich meines Erachtens sowieso wieder daran orientieren.

waldimker hat geschrieben: Würde evtl. in meine Imkerei passen, einige Doppelvölker stehen zu lassen.

Bei den Doppelvölkern gibt es allerdings einige Dinge zu beachten... aber das steht ja weiter vorn, und das sollte Dir, zumindest ein wenig vertraut sein, bevor Du damit anfängst, damit es nicht zu Problemen kommt.

waldimker hat geschrieben:PS: was machst Du bei eingeschneiten Beuten?

Das kann ich gar nicht sagen, da wir in normalen Winter ca. 10 cm Schnee haben ... eher weniger.
Hin und wieder kommt es aber vor, daß wir bei Schneeverwehungen am Flugloch ein wenig mehr haben. Dann ist meine Erfahrung so, daß, wenn es Wirtschaftsvölker sind, die Wärme aus dem Flugloch an der Beutenwand den Schnee schmilzt und ein kleiner Spalt entsteht, dieser verhindert wiederum das Ersticken der Völker ( Bodenschieber habe ich ja immer eingeschoben). Bei Dir würde ich wohl auch, solange Schnee hoch liegt, denn Schieber herausziehen.

Gruß
Andreas
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon Janos » 5. Februar 2015, 07:52

hab nichts gemacht, da es sich nach ein paar Tagen wieder erledigt hatte (Gitterboden ist auf)

und wie beschrieben bildet sich sehr schnell wieder ein Spalt zwischen Schnee und Beutenwand
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 5. Februar 2015, 08:45

Danke, Janos und Andreas!

Dann will ich das 2016 mal probieren mit den Doppelvölkern.
Was machst Du mit den ganzen vielen Ablegern? Nicht immer will man wachsen. Vereinigst Du dann am Ende der Saison oder im Frühjahr?

Gibt es Literatur zur Heideimker-Betriebsweise?
Weil: Wir haben oft im August noch eine gute Tannentracht, die schwer zu holen ist. Einmal wegen der Volksstärke, zum andern natürlich wegen Varroa. Dazu hab ich mir auch schon Gedanken gemacht, wie man die Völker varroaarm bekommt (zumindest teilweise) um diese späte Tracht mit starken Völkern einbringen zu können ohne die Völker zu gefährden.
Dazu ein andermal mehr. Sind bislang auch nur Gedanken, keine Erfahrungen.

viele Grüße aus dem windig-weißen Schwarzwald,

waldimker
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon andreasE » 5. Februar 2015, 10:23

Hallo,

waldimker hat geschrieben:Dann will ich das 2016 mal probieren mit den Doppelvölkern.
Was machst Du mit den ganzen vielen Ablegern? Nicht immer will man wachsen. Vereinigst Du dann am Ende der Saison oder im Frühjahr?

Wenn Du pro Wirtschaftsvolk einen Ableger machst und die Ausfälle der Ableger berücksichtigst, kommst Du, wenn alles sehr gut läuft, auf 75% Ableger... eher weniger.
Wenn Du aus Deinen Wirtschaftsvölkern nach der Spättracht Kunstschwärme machst, beinflußt Du mit der Größe der Kunstschwärme Deinen Völkerbestand unter Brücksichtigung Deiner Dir zur Verfügung stehenden Ableger. Die Kunstschwärme sollten aber groß genug sein, damit sie auch Überwinterungsfähig sind.
Wenn Du die Ableger mit den Wirtschaftsvölkern, welche in der Spätracht waren, vereinigst, machst Du einen großen Fehler.
Ableger werden immer getrennt von den Wirtschaftsvölker geführt und NIEMALS mit diesen vereinigt.

waldimker hat geschrieben:Gibt es Literatur zur Heideimker-Betriebsweise?

Pfefferle z.B. (8;)
An Deiner Stelle würde ich auf jutup ein paar Filme dazu anschauen... da gibt es Einige.

waldimker hat geschrieben:Weil: Wir haben oft im August noch eine gute Tannentracht, die schwer zu holen ist. Einmal wegen der Volksstärke, zum andern natürlich wegen Varroa. Dazu hab ich mir auch schon Gedanken gemacht, wie man die Völker varroaarm bekommt (zumindest teilweise) um diese späte Tracht mit starken Völkern einbringen zu können ohne die Völker zu gefährden.
Dazu ein andermal mehr. Sind bislang auch nur Gedanken, keine Erfahrungen.

Da bin ich mal gespannt!

Gruß
Andreas
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 5. Februar 2015, 20:05

And now for something completely different....

Späte Tracht abschöpfen und Varroa im Griff haben dabei.
Ideen und Gedankengänge. Bisher noch nie umgesetzt. Kommentare willkommen.

Stellen wir uns vor:
Mitte/Ende Juli - wenn andernorts die Imker schon längst abgeschleudert haben und gegen Varroa behandelt haben - honigts im Schwarzwald oder in der Heide noch bzw. eine Tracht steht noch bevor. Die Varroa-Diagnostik zeigt aber an: Ist nicht. Behandeln. Man muss etwas tun...

Brutentnahme komplett. Habe irgendwo gelesen, dass 90% der Varroen mit der Brut (und wenigen ansitzenden Bienen) mitgehen. Also hat der Rest-Flugling noch 10% der Milben...
Der Rest-Flugling ist aber viel zu schwach um Honig einzutragen.
Abhilfe: Sollten die Völker paarweise stehen, wird von zweien nur EIN Kasten stehen gelassen. Die Kö wird unter Zuckerteigverschluss gekäfigt (hab ich bislang bei der Fluglingbildung nie getan, aber hier kommen auch die Nachbarbienen in den Kasten rein), evtl. sogar durch eine bereits geprüfte und in Eilage befindliche Jungkö ersetzt. Die angetragenen HRe werden oben aufgesetzt. Die vollen bei dieser Gelegenheit evtl. geschleudert.
Beide Fluglinge zusammen sollten für die kommenden zwei oder drei Wochen genügend "manpower" aufbringen um eine Tracht einzufahren.
Poitiver Nebeneffekt: Komplette Bruterneuerung.
Nachteil: Mehrarbeit.
Aber: Aus der Brut (die im Notfall mit AS behandelt wird, sonst nach Schlupf und Brutfreiheit mit OS) können mind. zwei Völker entstehen. Das müsste man im Zweifel wiegen (KS).
So hat man aus zwei Völkern evtl. oder mind. drei gemacht, die Varroa in (erträgliche) Schranken verwiesen, sämtliche Waben erneuert, Honig geerntet und die nicht entsprechnden oder zu alten Kö durch junge, vorgehaltene ersetzt.

Wie schwer sollte den ein KS sein - und zu welcher Zeit?!

ideenreiche Grüße,

waldimker

ps: weiß jmd: darf man ein "nacktes" volk, also eines ohne Wabenbau - mit OS oder MS behandeln und im selben Jahr von diesem Volk (sei es Schwarm oder Kusntschwarm) noch Honig ernten?Bzw. steht diesem etwas entgegen? Mal wenigstens für den Eigenverbrauch?
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 5. Februar 2015, 20:16

Meinst Du Karl Pfefferle: Imkern mit dem magazin und der Varroatose?
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon andreasE » 6. Februar 2015, 12:21

Hallo Waldimker,
also, wenn ich eine Bauerneuerung machen würde, damit die Völker für eine Spätracht "Einsatzbereit" sein sollen, so würde ich sie im Mai/Junie machen und zwar mit junger Königin.
Deine Idee ist gut, aber ich denke, daß Dir zu viele Bienen verloren gehen während der Tracht und die sich abarbeitenden Flugbienen kein gescheites Volk mehr für den Winter aufbauen können. Gerade im Wald bei Pollenmangel und verhonigendem Brutnest. Zudem glaube ich nicht, daß der Aufwand nicht im Verhältnis zum Ertrag stehen würde.

waldimker hat geschrieben:Aber: Aus der Brut (die im Notfall mit AS behandelt wird, sonst nach Schlupf und Brutfreiheit mit OS) können mind. zwei Völker entstehen. Das müsste man im Zweifel wiegen (KS).

Ich schmelze diese Brutwaben ein. Schau Dir diese Bienen mal genauer an...

waldimker hat geschrieben:Wie schwer sollte den ein KS sein - und zu welcher Zeit?!

Bei uns: Anfang August 2 kg und später ab Ende August mindestens 3 kg.

waldimker hat geschrieben:Meinst Du Karl Pfefferle: Imkern mit dem magazin und der Varroatose?

Genau den meine ich.

Gruß
Andreas
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 6. Februar 2015, 12:59

Ich mein, bei uns ist die verlässlichste Haupttracht - wenn es sowas gibt - die im Juni. Würde ich diese nicht durch eine frühe Bauerneuerung gefährden? Schmilzt Du alle Brutwben auch schon zu so frühem Zeitpunkt ein? Ich habe aus der Brut eines Volkes am 15. August noch einen Abeger erstellt, der im nächsten Jahr hervorragend Honig eingetragen hat.

Es gibt so unheimlich viel über Bienen zu wissen - es ist ein unschätzbarer Reichtum, der sich da offenbart.
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 6. Februar 2015, 13:02

Das Pfefferle-Buch gibts für 72 Euro bei Amazon....
Ich habs vor ein paar Jahren gelesen. Dabei viel mir das Imkern ohne ASG besonders auf.
Du hebst vor allem auf seine Jungvolk-Genese ab?
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 6. Februar 2015, 14:48

Noch zur Waldtracht:
Da ich meine Bienen hier auch überwintere, werden die sich so und so abarbeiten, ob ich Bauerneuerung und Zusammenlegen mache oder nicht. Ist immer ein Problem. Ob`s den Aufwand lohnt ist freilich die Frage, ja.
Pollenmangel? Bislang hatte ich den Eindruck, es sei immer genügend Pollen reingekommen. Ich werd mal drauf achten.

viele grüße

vom waldimker
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon andreasE » 6. Februar 2015, 16:58

waldimker hat geschrieben:Ich mein, bei uns ist die verlässlichste Haupttracht - wenn es sowas gibt - die im Juni. Würde ich diese nicht durch eine frühe Bauerneuerung gefährden?

Ja.
Eine Bauerneuerung sollte ca. 10 Wochen vor der nächsten Tracht stattfinden - am besten mit junger Königin!
Das heißt: Wenn Du im Juni Deine Haupttracht hast...
Aber mal etwas ganz Grundsätzliches: Ein Bienenvolk hat eine Brutkurve und davon abhängig eine Kurve der Anzahl der Arbeitsbienen. Je nach Höhepunkt dieser Kurven, und somit der höchsten Leistungsfähigkeit des entsprechenden Volkes, fällt die Sammelleistung aus. Wenn ein Bienenvolk sein entsprechendes Maximum der Entwicklung überschritten hat, wirst Du keine Höchstleistung mehr erwarten können; ebenso kannst Du nicht viel erwarten, wenn das Volk sich noch entwickelt. Die Kunst des Imker`s besteht nun darin, zu einer bestimmten Tracht die Völker auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung zu haben.
Nehmen wir mal an, daß ein Volk in der Frühtracht drei Honigaufsätze voll Honig sammelt. Dann ist es illusorisch zu glauben, sie würden es auch in der Sommertracht UND in der Spättracht ebenso tun. Das funktioniert nicht.

waldimker hat geschrieben: Schmilzt Du alle Brutwben auch schon zu so frühem Zeitpunkt ein?

Bislang habe ich es so gemacht. Man muß auf die Räuberei achten, welche dabei entstehen kann.

waldimker hat geschrieben:Du hebst vor allem auf seine Jungvolk-Genese ab?

Ja. Er hatte aber auch ein tiefes Verständnis von den Bienen... auch wenn ich vieles, was er geschrieben hat, anders mache.

waldimker hat geschrieben:Pollenmangel? Bislang hatte ich den Eindruck, es sei immer genügend Pollen reingekommen. Ich werd mal drauf achten.

Ich habe hin und wieder mit einem Imker Völker im Schwarzwald "abgeerntet". Da viel mir der Pollenmagel und die desolaten Brutnester schon auf. Es kann aber bei Dir anders sein.

waldimker hat geschrieben:Es gibt so unheimlich viel über Bienen zu wissen - es ist ein unschätzbarer Reichtum, der sich da offenbart.

Das stimmt: Ich finde die Bienen auch wunderbar und lerne jedes Jahr mehr dazu.

Gruß
Andreas
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon Mel » 10. Februar 2015, 21:20

waldimker hat geschrieben:Das Pfefferle-Buch gibts für 72 Euro bei Amazon....
Ich habs vor ein paar Jahren gelesen. Dabei viel mir das Imkern ohne ASG besonders auf.
Du hebst vor allem auf seine Jungvolk-Genese ab?


Das Pfefferle-Buch gibt es für weniger als die Hälfte auch von der Familie Pfefferle (dem Eigenverlag Pfefferle) im Bienenkundemuseum Münstertal. 15. unveränderte Auflage von 2011. Momentan für 33,00 Euro + 2,00 Euro Versand.
Einfach in der Navigation unter dem Menüpunkt "Karl Pfefferle" schauen.
http://www.bienenkundemuseum.de

Das Buch zu lesen lohnt sich unbedingt! Es wurde nicht ohne Grund auf der APIMONDIA 1979 als beste Neuerscheinung mit der Goldmedaille ausgezeichnet.
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 10. Februar 2015, 21:45

Bei Geller gibts das für 33 Euro ohne Versandkosten. Schon bestellt und bezahlt. Aber Danke!
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 22. Februar 2015, 19:07

So. Der Pfefferle ist da. Ich hab die 15. Auflage von 2011 bekommen. Ist das die neueste?

Was anderes, in diesem Thread, weils die zwei einzigen geouteten Berufsimker, Avignon und AndreasE, anspricht, dazu beide Dadant (auch) haben:
Aus welchem Material fertigt ihr Eure Beuten?
Holz? Welches?
Wandstärke?
Schichtplatten o.ä.?

viele Grüße

vom waldimker
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon Mel » 22. Februar 2015, 19:48

waldimker hat geschrieben:So. Der Pfefferle ist da. Ich hab die 15. Auflage von 2011 bekommen. Ist das die neueste?

Ja.
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon andreasE » 22. Februar 2015, 21:02

waldimker hat geschrieben:So. Der Pfefferle ist da.

Gut

waldimker hat geschrieben:Aus welchem Material fertigt ihr Eure Beuten?

Holz
waldimker hat geschrieben:
Welches?

Weymouthskiefernholz

waldimker hat geschrieben:Wandstärke?

Ich habe bislang 25mm, aber die Neuen werden 20 mm. Ein Brett so breit wie die Beute hoch wird. Kein Leimholz.

waldimker hat geschrieben:Schichtplatten o.ä.?

Niemals

Gruß
Andreas

P.S. So mache ich es.
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 22. Februar 2015, 21:20

Ich beglückwünsch Dich um die breite Hobelmaschine!
Ich hab ne Leimpresse als Ersatz für Arbeitsbreite...
Evtl. lass ich die nächste Charge auf Dicke hobeln im Sägewerk und nehm auch ganze Bretterseiten. (dann fehlt die Einstreu für das Pferd...)
Und auch ich würde nie Schichtplatten nehmen. Bisher haben die Kästen einigermaßen gehalten.
Und: Ich hab nun auch alles auf Weymouthkiefer umgestellt. Sehr schön zu verarbeiten.
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon andreasE » 23. Februar 2015, 12:16

Hallo Waldimker,

sehr wichtig ist die Holzqualität wenn Du nur ein breites Brett nimmst und keine schmalen Bretter verleimst. Da können die Leute beim Einschlag, Aufsägen und dem anschließenedm Lagern schon sehr viel falsch machen, was sich dann im Reißen und Werfen der Bretter bzw. Beuten zeigt.

Gruß
Andreas

P.S. Ach ja, ich habe keine noch keine Tischlereimaschinen, sondern mich bisher in einer Tischlerei "eingemietet".
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 25. Februar 2015, 21:54

Zum Innendeckel (und für alle die ihre Kästen aus Schichtplatten bauen wollen):

Ich hab bei einem Baumarkt nach verschiednen Preisen geforscht.
Fichte-3-Schichtplatte 19 mm koste so ca. 38,50
Multiplex Birke 18 mm koste so ca. 41,00
Da Multiplex wasserfest geleimt ist und die Fichte nicht, werde ich für die unisolierten Innendeckel die 18 mm Multiplex verwenden.
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon beeo » 25. Februar 2015, 22:31

Wenn wir in Offenburg beim Stadelbauer 3S in C/C Quali kaufen liegen wir bei 20 EUR plus Märchensteuer.
Aber halt Plattenware, kein Zuschnitt...
Kuck mal, ein neues Forum :-) Infos: http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f=28&t=2729
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon FranzBurnens » 26. Februar 2015, 12:32

waldimker hat geschrieben:
ps: weiß jmd: darf man ein "nacktes" volk, also eines ohne Wabenbau - mit OS oder MS behandeln und im selben Jahr von diesem Volk (sei es Schwarm oder Kusntschwarm) noch Honig ernten?Bzw. steht diesem etwas entgegen? Mal wenigstens für den Eigenverbrauch?


Für den Eigenbedarf gibt es keine Grenzwerte. Man darf sich sogar selbst umbringen. Weltweit...

Die genannten Säuren kommen ja sowieso natürlich im Honig vor, zumindest MS, aber auch AS. Wenn man die Mittel frühzeitig vor der Tracht und dem Aufsetzen eines (unbehandelten) Honigraums anwendet, können sie kaum in erhöhtem Maße in die Honigwaben gelangen. Mit den synthetischen Varroziden wäre so eine Vorgehensweise ja auch gestattet.
Mir wurde kürzlich ein Glas Springkraut-Honig aus Herbstschleuderung angedreht. Der Geschmack feinsäuerlich; offenbar eine (zu) kleine Weile nach AS-Verdunstung geerntet. Sowas geht freilich garnicht.
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 26. Februar 2015, 15:28

Hallo Franz,

Danke.

Springkrauthonig schmeckt wie Du es genannt hast. Evlt. sogar ein wenig bitter. Muss nicht AS sein.
Hab mal Tannenhonig eines Kollegen probiert - da war das auch drin.
Ich schleudere ab, wenn das Springkraut stark beflogen wird - meist ist das ab 15. August bei uns.
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 4. März 2015, 18:59

@Andreas:

gleich zu Anfang des Threads sprachen wir von der Verrutschsicherunng für die Brutraumwaben.
Nun hätte ich eine andere Idee:
in der 9er Dadantbeute wären 6-Schied-Leerraum zu finden in der Saison. Statt hier Nägelchen oder Leistchen einzusetzen, was beim Wandern mit der Sackkarre auch mal ganz schön schief gehen kann....
wie wär`s: einfach mit leeren, gedrahteten Rähmchen auffüllen? Sind ja nur drei in diesem Fall.
Ein weiterer Vorteil (so bin ich drauf gekommen): Falls es den Bienen doch einfällt, an dieser Stelle zu bauen (und ein leeres gedrahtetes Rähmchen wird den Bienen soviel Anreiz für Naturbau geben wie ein Absperrgitter) wären Waben und Honig wenigstens in mobilen Rähmchen geborgen und nutzbar. Statt beim Ankippen der Beute zu Transportzwecken abzureißen und alles zu verdrielen...
(dazu: Meine Wanderung sieht so aus, dass ich die Kästen uaf einem Anhänger habe und lasse. D.h. nach Trachtende wird nagehängt und "voll" zurückgefahren. Die Völker kommen dann gleich auf ihren alten Platz und werden dann erst abgeerntet.)
Zumindest wäre das was, bis meine Bienen die extreme Honiglagerung "OBEN" verlässlich praktizieren.

viele Grüße

waldimker
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon andreasE » 5. März 2015, 08:43

Hallo Waldimker,

Du kannst natürlich leere Rähmchen hinter das Schied hängen. Die Frage ob sie diese aber so ausbauen wie Du es Dir wünscht, bleibt damit aber weiterhin unbeantwortet. Du könntest das aber steuern, wenn Deine Rähmchen Anfangsstreifen haben. Dann stellt sich aber wieder die Frage, ob die Bienen das nicht als Motivation sehen, hier zu bauen...
Zudem mußt Du die Rähmchen aus dem Kasten nehmen, wenn Du das Schied und die Waben zur Seite rückst. Und schließlich brauchst Du mehr Rähmchen.

Gruß
Andreas
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 8. März 2015, 09:24

Es wird Frühling...

...die Völker werden in nächster Zeit erweitert werden müssen.
Das stellt sich bei Dadant sicher anders dar als bei den generell zargenweisen Erweiterungen anderer Systeme.
Denn im Brutraum wird mit einzelnen Waben erweitert, die Honigräume werden zargenweise aufgesetzt.

Im zeitigen Frühjahr nach dem Reinigungsflug wurden/werden die Bienen auf die Anzahl Waben eingeengt (nicht erweitert!), die sie besetzen. Dabei werden natürlich die Waben mit Brut auf jeden Fall im Nest belassen. Überzählige Futterwaben werden entnommen, dunkle Waben und Waben mit wenig Futter werden hinter das Schied gehängt - die Bienen tragen das Futter um ins Brutnest.
(nicht nur bei Dadant: Viele Imker geben ab diesem Zeitpunkt den Schieber oder ein Wärmebrett, um den Gitterboden zu schließen, damit das Brutnest leichter warm gehalten werden kann in kalten Nächten und Tagen)

So weit so gut, wir sind im Heute angekommen.
Der ersten Pollen wird eingetragen. Die Königin beginnt ihre Legetätigkeit zu steigern. Erste kleine Mengen von jungen Bienen schlüpfen.

Wann ist nun die Zeit für die Erweiterungen
a) im Brutnest - wabenweise
b) der Honigräume aufsetzen - zargenweise
?

a)
Idee: Erst wenn der erste "Satz" größerer Brutflächen schlüpft - also 3 Wochen nach der ersten Schönwetterphase mit Pollen- und Nektartracht vonden Weiden - beginnt die Bienenmasse zu wachsen. Bis dahin schrumpft sie noch durch abgehende Winterbienen.
die Bienen brauchen mehr Platz im Brutnest für sich selbst und können dann auch weiter mehr Brut pflegen.
Eine Dadantbrutraumwabe zuhängen?
Oder wie viele? Und in welchem Rhythmus geht es dann weiter?
Oder wird die Erweiterung im Brutnest in einem Schritt durchgeführt (was ja sichelrich möglich wäre). Z.B. von 4 Waben auf 6 Waben?

b)
Liebig gibt an: erster Honigraum bei Einsetzen der Kirschblüte.
Ich selbst hab das ein paar Jahre gemacht und dann gemerkt dass das bei uns Käse ist. Die Honigräume blieben wochenlang leer.
Andere wiederum erweitern erst wenn die Bienen unten durchhängen. Das ist bei uns hier die gängige Praxis und garantiert aber trotzdem keine Annahme des Honigraums wenn keine Tracht reinkommt. Lieber quetschen sich die Bienen in den Bruträumen zusammen.
Bei Dadant ist aber der Raum für Honiglagerung im Brutraum sehr knapp bemessen. Und das ja gewollt. D.h.: Wäre es evtl. sinnvoll schon den Weidenhonig in den ersten Honigraum umzuleiten?
Immerhin entsprechen 6 Dadantwaben gerade einmal 9 Zanderwaben. Bis bei einem zweiräumig auf 20 Zanderwaben geführten Volk der erste Honig in den Honigraum gelangt dauertts also eine Zeit länger.
(Die "breiten Honigkränze" auf den Brutraumwaben wollen manche verhindern mit der Begründung, der Schwarmtrieb werde dadurch gefördert. Wenn diese Honigkränze über dem ASG auf der nächsten Etage zu finden sind, bleibt das wohl aus.)
Oder gilt hier auch: Die Bienen sollen durchhängen vorher?

Wie viele Aufsätze sollte man geben? (Es gibt Dadantbeuten mit 12, mit 10 und mit 9 Rahmen - das wird sichelrich einen Unterschied machen).

Und letztendlich: Wie viel Raum bracuht ein Volk wirklich?
Gesetzt den fall, die Honigräume dienen nur dem Aufenthalt der Bienenmasse, weil eh kein Honig reinkommt. Ich würde orakeln, einem starken Volk würden für die E-sche 9er Beute 3 Aufsätze genügen. Bei 12er zweie.
Korrekt? Oder korrekturwürdig?

viele Grüße

vom waldimker
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