"Dadant"-Beute und Betriebsweise

Was Imker machen und Bienen (nicht) tun

Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon andreasE » 23. Oktober 2015, 19:18

waldimker hat geschrieben:
@AndreasE:
...


Ich werde mich mal für eine Woche oder so "abmelden", weil meine Frau in den nächsten Tagen wölfen wird.

Gruß
Andreas
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 23. Oktober 2015, 19:49

Da wünsche ich alles Gute!
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon andreasE » 13. November 2015, 16:19

waldimker hat geschrieben:Da wünsche ich alles Gute!

Danke. Jascha ist geboren.

waldimker hat geschrieben:@AndreasE:
Sagen wir das Völkchen sitzt ab Anfang März auf 3 oder 4 Dadantwaben (oder 5-6 Zanderwaben oder oder). So nach ca. 4 Wochen wenn die Natur mitmacht, kommt das erste Rähmchen ohne MW und ohne Anfangsstreifen zw. die vorhandenen Brutwaben und das Schied. (oder wie würdest Du den Zeitpunkt festmachen?)

Eigeengt wird bei mir nach dem Reinigungsflug. Die Völker sind dann in "Brut", was heißt, daß die Königin nicht mehr "rennt" wie eine junge. Zudem wird es nach dem Reinigungsflug auch nicht mehr vorkommen, daß die Völker die Ruhr bekommen.
Wann das erste Rähmchen gegeben wird, kann nicht pauschal beantwortet werden. Mit vier Wochen liegst Du aber schon recht gut. Wenn ich einenge, achte ich auf den Brutumfang, um das richtige Maß zu finden. Dabei sehe ich auch, wie die Verhältnisse zwischen offener und geschlossener Brut sind. Es ist ganz hilfreich, wenn die Dynamik der Völker beurteilt werden kann... und irgendwann weiß man ja zudem, was man in seinen Kästen hat.

waldimker hat geschrieben:Weitere leere Rähmchen könnten folgen, wenn das gegebene - ich würd mal sagen zu 2/3 - ausgebaut ist.

Das ist ein gutes Maß, sofern diese Wabe auch bebrütet wird.

waldimker hat geschrieben:würde das Deiner Einschätzung nach funktionieren?

Ja.

waldimker hat geschrieben:Würde es auch funktionieren, wenn man gleich auf einmal die fehlenden 2-3 Dadanträhmchen (oder oder) gibt, diesmal mit MWe?

Das würde auch funktionieren.

waldimker hat geschrieben:
Klar - der Eineng-Bonusfaktor "Wärme" fällt dann weg.

Nicht nur dieser Bonus wäre verschenkt. Du hast auch mehr Pollen und Nektar im Brutnest... mindestens.

waldimker hat geschrieben:Weitere Naturbaufrage:
Wenn ich den Honigraum OHNE ASG aufsetze und sich dort nur Rähmchen mit Anfangsstreifen befinden - gelingt das gut?

Nein, weil eine, von mir schon angesprochene, "Aufstiegshilfe" fehlt.

waldimker hat geschrieben:(das sollte man wohl lassen wenn es einen Leerraum hinter dem Schied gibt, zumindest dann beizeiten das ASG einlegen, sonst würden die Waben wohl unterhalb der Unterträger in die Länge gezogen und der Leerraum dergestalt genutzt?)

Weiß ich nicht.

Gruß
Andreas
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 13. November 2015, 18:01

Hallo Andreas,

dann noch herzlichen Glückwunsch zu Jaschas Geburt!

Danke für Deine Antworten.

Wenn man gleich auf die volle Rähmchenzahl im BR erweitern möchte (beim ersten Erweitern) und nutzt Rähmchen mit Anfangsstreifen - würde das auch gelingen?
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon andreasE » 13. November 2015, 18:57

Hallo Waldimmker,

waldimker hat geschrieben:Hallo Andreas,
dann noch herzlichen Glückwunsch zu Jaschas Geburt!

Danke!

waldimker hat geschrieben:Wenn man gleich auf die volle Rähmchenzahl im BR erweitern möchte (beim ersten Erweitern) und nutzt Rähmchen mit Anfangsstreifen - würde das auch gelingen?

Ja.

Gruß
Andreas
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 13. November 2015, 19:53

aja - eine hab ich noch!

Wenn Du einengst, orientierst Du Dich an der Bienenmasse, nehm ich an, weniger am Brutumfang? Je nach Witterung könnte der Brutumfang in der kommenden Woche ja noch drastisch zunehmen...?
Will sagen: Du engst auf die Zahl Waben ein, die sie mit Bienen grad besetzen? Oder nur Brutwaben?
Oder wenn anders: wie?
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon andreasE » 13. November 2015, 20:01

... ich orientiere mich an der Zahl der Brutwaben. Alle anderen kommen hinter das Schied. Ich habe aber mindestens drei Waben im "Brutraum".
Wenn der Brutumfang zunimmt, auf den dem Volk verbliebenen Waben, braucht noch nicht ereitert werden. Es wird erweitert, wenn die Waben nicht mehr ausreichen.. diesen Zeitpunkt einzuschätzen, die Dynamik im Volk, ist nach einigen Jahren der Übung nicht mehr schwer und schnell gemacht...

Gruß
Andreas
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 13. November 2015, 20:07

Danke. Sehr erhellend.
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon Nigra » 15. November 2015, 09:19

andreasE hat geschrieben:Wenn der Brutumfang zunimmt, auf den dem Volk verbliebenen Waben, braucht noch nicht ereitert werden. Es wird erweitert, wenn die Waben nicht mehr ausreichen.
Der wirtschaftliche Hintergrund dazu ist, dass das Winterfutter bei Nektarfluss sicher in die darüber liegenden Honigräume umgetragen wird und nicht im Brutraum bleibt?
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 15. November 2015, 10:06

Das Winterfutter bleibt hinter dem Schied, wird von dort nicht umgetragen. Erweitert wird mit Mittelwänden oder leeren Rähmchen, die kein Winterfutter enthalten.
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon Nigra » 15. November 2015, 10:39

waldimker hat geschrieben:Das Winterfutter bleibt hinter dem Schied
Auf den Brutwaben ist kein Futter? Das war bei meinen Buckfast aber nicht so!
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon Lukas » 15. November 2015, 11:10

Nigra hat geschrieben:Auf den Brutwaben ist kein Futter? Das war bei meinen Buckfast aber nicht so!


Bis zur Honigraumgabe sollte durch Einengen nur noch sehr wenig Futter auf den Brutwaben sein. Ich denke da lässt man den Bienen keine große Wahl, egal ob Carnica oder Buckfast.
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon andreasE » 15. November 2015, 11:16

Nigra hat geschrieben: Das war bei meinen Buckfast aber nicht so!

Du hast eben keine Buckfastbienen gehabt und weißt eben nicht wovon Du redest! Aber das sage ich ja schon die ganze Zeit.
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon Nigra » 15. November 2015, 11:19

andreasE hat geschrieben:Du hast eben keine Buckfastbienen gehabt und weißt eben nicht wovon Du redest!


Die wurden mir als solche verkauft. Und da ja jeder Züchter selber bestimmt was Buckfast ist, ist Ihre Aussage nicht nachvollziehbar!
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon Nigra » 15. November 2015, 11:21

Lukas hat geschrieben:Bis zur Honigraumgabe sollte durch Einengen nur noch sehr wenig Futter auf den Brutwaben sein.

Gut, das leuchtet ein. In Zukunft sollte ja das Winterfutter im Honig auch einfacher nachgewiesen werden können. Dann ist das auch kein Problem mehr!
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon andreasE » 15. November 2015, 11:58

Nigra hat geschrieben:... ist Ihre Aussage nicht nachvollziehbar!

Weil Du nicht verstanden hast, was ich geschrieben habe... aber macht ja nichts.
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon Janos » 16. November 2015, 14:40

hier auch mal mein Senf:

Mit restlichem Winterfutter (hinterm Schied) lasse ich meine Bienen im Honigraum schon mal MW ausbauen, d.h. ich enge früh ein (Ende Febr. Anfang März) und setze dann ne Woche später den 1. HoR auf (dieser hat nur 3-4 ausgebaute Waben im Block und restliche MW) um 90° verdreht, so haben sie für evetnuell früh eintetende Weidentracht etwas Platz und aber beides über dem Brutnest - ausgebaute Waben und MW. Somit findet Eintrag und Bauaktivität parallel statt. Viel Eintrag viel Bau und gleichzeitig kein Platzmangel, da ja schon ein paar ausgebaute Zellen zu Verfügung stehen.
Sobald alle MW ausgebaut sind und deutlich angetragen kommt der zweite Honigraum ausschließlich mit MW. Dies ergibt auch ordentlich Wachs, da ich so nur einen Bruchteil der Honigrähmchen über den Winter nehme und das meiste ausschmelze.
Den Baurahmen gebe ich erst Anfang April - erhoffe mir dadurch den Hauptbautrupp aus dem Brutnest zu ziehen, was ja wieder den Schwarmtrieb senken soll.

Würde Winterfutter umgetragen, dann dürfte es nach meinem Verständnis nicht aus den Waben tropfen, wenn ich meine Honigrähmchen kontrolliere.
Stelle ich aber Nektareintrag in den HoR fest und dies bei mehreren Kontrollen in kürzeren Abständen (habe keine Stockwaage) dann entnehme ich die restlichen Futterwaben hinterm Schied.
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 16. November 2015, 21:06

Hallo Janos!

Interessante Vorgehensweise. Wenn ich das richtig verstehe, wird bei dir das Winterfutter hinterm Schied gar nicht gebraucht, sondern es erfolgt eine sehr früh Tracht, die in den HR getragen wird? Die Bienen würden meines Erachtens diesen eingetragenen Honig in Notzeiten (Schlechtwetter) auch bevorzugt verwenden bevor sie überhaupt an das Winterfutter gehen. Nicht notwendigerweise weil es Honig ist, sondern weil das Futter durch das Schied verdeckt ist. Oder leeren sich die Futterwaben dennoch?

Ich persönlich habe die "DadantBetriebsweise" - also mit Schied mein ich hier - AUCH gewählt weil ich das Parken des Winterfutters hinter dem Schied genial fand. Da bei meiner Betriebsweise geplant ist, den ersten HR ganzjährig den Bienen zu belassen (auch als Winterfutter!), habe ich die Gefahr, Winterfutter im Honig zu haben, überhaupt gar nicht. Aber bei der Parkierung hinterm Schied ist der Eintrag von Winterfutter in die Honigwaben meiner Ansicht nach geringer als wenn das Volk mit dem Brutnest in eine geschlossene Futterkappe vordringt und dort Platz schaffen muss. Diesen Platz schafft ihm der Imker in der Dadantbeute durch das rechtzeitige Erweitern mit MWe oder Leerrähmchen im Brutnest. OHNE die Notwendigkeit, Winterfutter umzutragen.

Anmerkung zu meinem ersten HR: Dieser ist WESENTLICH kleiner vom Volumen als ein normaler 12erDadantHR. Um genau zu sein, fasst er das halbe Volumen.
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon Janos » 16. November 2015, 21:38

doch es wird zum Ausbau der MW verbraucht, da der 1. HoR deutlich vor Tracht drauf kommt.
Die werden so eng geschiedet, dass die Wintertraube über das schmale Schied hinausreicht.

https://www.dropbox.com/s/6hoq4dmsk1kq0 ... e.jpg?dl=0

Und für mich erscheint es logisch, so früh wie möglich den Bautrupp nach oben zu lenken und nicht in die Breite - kenn welche, die überhaupt nicht mit ausgebauten Waben arbeiten
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 17. November 2015, 23:18

du verwendest aber gleich von anfang an ein ASG?

warum schmilzt du die HR-Waben ein?

"keine ausgebauten Waben" heißt: MWe oder Leerrähmchen mit Anfangsstreifen?
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon Janos » 18. November 2015, 05:30

waldimker hat geschrieben:du verwendest aber gleich von anfang an ein ASG?

Ja
waldimker hat geschrieben:warum schmilzt du die HR-Waben ein?

weil ich sie nicht brauch und weil durch das virtuelle Brutnest einiges an Pollen drin landet
waldimker hat geschrieben:"keine ausgebauten Waben" heißt: MWe oder Leerrähmchen mit Anfangsstreifen?

Ja bisher MW, da bei Dickwaben die Anfangsstreifen nicht so gut klappen sollen - will ich aber auch noch versuchen.
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon andreasE » 18. November 2015, 07:46

Hallo Janos,

kannst Du mal erklären, was ein "virtuelles Brutnest" ist und wie es entsteht?

Gruß
Andreas
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon FranzBurnens » 18. November 2015, 09:35

Janos hat geschrieben:
Mit restlichem Winterfutter (hinterm Schied) lasse ich meine Bienen im Honigraum schon mal MW ausbauen, d.h. ich enge früh ein (Ende Febr. Anfang März) und setze dann ne Woche später den 1. HoR auf

Das dropbox-Foto [Situation Ende März! mithin HR bereits ca. 4 Wochen im Ausbau] wäre also so zu verstehen: links 5 Waben, dann Schied, daran anschließend 4 weitere Rähmchen im Beespace (nicht Schulbuch-mäßig weit auseinandergerückt) angeordnet? (Arg eng wirkt das eigentlich garnicht.)
So dass der Bienensitz m.o.w. mit dem Schied geteilt würde ... gibt es dann nicht auch Brut jenseits des Schieds? Warum eigentlich nicht, wenn schon die Barriere überwunden ist, und das Volk sich mit dem störenden Zwischenbrett abgefunden hat?

Erstaunlich auch, dass die Bienen nur aufgrund des Einengens, d.h. ohne Tracht, bereits HR-MW ausbauen. Dann würde der Bau-Impuls aus einem Mangel an freien Brutzellen herrühren (was sonst soll sie dazu bewegen?), der aber im abgesperrten HR nicht ausgeglichen werden kann. Müsste sich m.E. eher Schwarmstimmung-fördernd auswirken und mglw. auch die Volksentwicklung bremsen.
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon Janos » 18. November 2015, 15:46

andreasE hat geschrieben:Hallo Janos,

kannst Du mal erklären, was ein "virtuelles Brutnest" ist und wie es entsteht?

Gruß
Andreas


Es ist ein Bereich über dem ASG, der von den Bienen für die Königin hergerichtet wird um dort zu stiften, da unten im Brutraum so eng geschiedet ist, dass es dort keine freien Zellen mehr gibt.

Da die Königin dort aber nie hinkommt bleiben diese Zellen leer und somit bleibt die Honigkappe immer nach oben offen und dadurch soll ja bekanntlich der Schwarmtrieb gedämpft werden.

https://www.dropbox.com/s/37vt66rbfm9fx ... 0.jpg?dl=0

einziger Nachteil des ganzen, es wird auch immer ein Pollenkranz im Honigraum angelegt - auf dem Bild sieht man auch schön, wie dieser Bereich NICHT zur Dickwabe ausgezogen wird, der Rest schon
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon Janos » 18. November 2015, 15:51

FranzBurnens hat geschrieben:

So dass der Bienensitz m.o.w. mit dem Schied geteilt würde ... gibt es dann nicht auch Brut jenseits des Schieds? Warum eigentlich nicht, wenn schon die Barriere überwunden ist, und das Volk sich mit dem störenden Zwischenbrett abgefunden hat?


weiß ich nicht, aber die Kö geht nicht über das Schied

FranzBurnens hat geschrieben:Erstaunlich auch, dass die Bienen nur aufgrund des Einengens, d.h. ohne Tracht, bereits HR-MW ausbauen. Dann würde der Bau-Impuls aus einem Mangel an freien Brutzellen herrühren (was sonst soll sie dazu bewegen?), der aber im abgesperrten HR nicht ausgeglichen werden kann. Müsste sich m.E. eher Schwarmstimmung-fördernd auswirken und mglw. auch die Volksentwicklung bremsen.


Denke es liegt eher am "Futtereintrag", der von "Außen" (hinterm Schied) kommt und es schlüpfen um diese Zeit dann doch schon einige Jungbienen, die auch bauen wollen
Schwarmtrieb entsteht nicht, da ja unten ohne Problem immer neue Zellen entstehen durch das restliche brüten INS Futter (hat ja noch Futterkränze zu der Zeit auf den Brutwaben)
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon andreasE » 19. November 2015, 18:12

Hallo Janos,

Janos hat geschrieben:Es ist ein Bereich über dem ASG, der von den Bienen für die Königin hergerichtet wird um dort zu stiften, da unten im Brutraum so eng geschiedet ist, dass es dort keine freien Zellen mehr gibt.

Da die Königin dort aber nie hinkommt bleiben diese Zellen leer und somit bleibt die Honigkappe immer nach oben offen und dadurch soll ja bekanntlich der Schwarmtrieb gedämpft werden.


Das sind zwei Bilder von einem Honigraum über dem Absperrgitter:
20150617_111325.jpg
20150617_111325.jpg (26.73 KiB) 7345-mal betrachtet

20150617_111349.jpg
20150617_111349.jpg (26.63 KiB) 7345-mal betrachtet


Mir scheint, da meine Waben anders aussehen als Deine, daß das sogenannte virtuelle Brutnest nichts mit dem Einengen als solchem zu tun hat.

Und wenn ich mir Deine Honigraumwabe so anschaue, lag es sicher nicht an dem fehlenden Platz für die Königin im Brutraum, sondern eher an einer Läppertracht oder an einem zu langem Warten nach Trachtende. Vielleicht hast Du auch zuviel Honigraum auf dem Volk gehabt... wahrscheinlich ist es aber eine Kombination aus den vorgenannten Vermutungen.

Wären die Völker, von denen diese Honigzargen stammen,
20150616_224956.jpg

nach der Tracht, ohne Anschlußtracht, auf den Völkern verblieben und hätten sie eine Zarge als Reserve gehabt, würde ich auch "virtuelle Brutnester" haben. Da bin ich mir ganz sicher...

Gruß
Andreas
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 19. November 2015, 18:41

also: wieder rausgefressener Honig, um`s mal platt zu sagen? Und dann mit dem leeren Raum gemacht, was sie - ala Pfefferle - gemacht hätten, wäre die Wabe "ewig" gewesen: Nach oben dem Futter nachrutschen.
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon Janos » 20. November 2015, 07:39

Im 2. HoR sahen die später aus wie bei dir im ersten weiterhin die freie Fläche Pollenkranz geputzte Zellen Rest verdeckelter Honig
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon waldimker » 20. November 2015, 10:17

@Janos:

zur Betriebsweise mit dem auf- und dann untergesetzten Honigraum: Welchen Grund hat es, den HR im September unterzusetzen? Die Futterkappe will man doch normal oben haben. Auch bei zweiräumig Zander setzt man ja den alten HR obenauf und füttert dann auf. Kennst Du die Gründe hierfür?
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Re: "Dadant"-Beute und Betriebsweise

Beitragvon andreasE » 20. November 2015, 12:25

Janos hat geschrieben:Im 2. HoR sahen die später aus wie bei dir im ersten weiterhin die freie Fläche Pollenkranz geputzte Zellen Rest verdeckelter Honig

Wie erklärst Du Dir dann die Unterschiede? Glaubst Du, es liegt nur am Einengen?

Gruß
Andreas
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