Pflege eines Begattungskästchens während der Kellerhaft

Was Imker machen und Bienen (nicht) tun

Pflege eines Begattungskästchens während der Kellerhaft

Beitragvon Hotzenplotz » 10. Juni 2016, 22:25

Hallo zusammen, ein kleines Volk mit einer unbekannten Königin ist für drei Tage in einem Kieler Begattungskästchen zur Kellerhaft. Zugesetzt wurde ebenfalls eine Futtertasche mit Futterteig. Für den Futterteig benötigen die Bienen Wasser. Ist dieses mit mittels eines Bestäubers von unten hinein zu spritzen oder ist das für diese drei Tage nicht notwendig. Für Rückmeldungen bin ich dankbar
:ugeek: ;)-
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Re: Pflege eines Begattungskästchens während der Kellerhaft

Beitragvon waldimker » 11. Juni 2016, 07:25

Mir wurde von einem Profi gesagt: Nein.
ich hatte neulich welche im Bad stehen. Das Gebrumm war sehr laut. Als ich dann mit dem Zerstäuber ein bisschen Wasser ins Lüftungsgitter gespritzt hatte, wurde es ruhiger.
Bin da selbst unschlüssig und im Zweifelsfall würde ich es wieder tun. Schwimmen sollte da drin aber nix!
Der Irrtum - insbesondere der gewohnheitsmäßige - ist wohl der größte Verursacher von Elend.
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Re: Pflege eines Begattungskästchens während der Kellerhaft

Beitragvon Mike54 » 18. Juni 2017, 11:40

Ich habe am 16.6.2017 einige Segeberger Begattungskästen mit je einer Suppenkelle Bienen gefüllt, Futterteig eingelegt und unbegattete Königinnen nach ca. 20 min. zugesetzt und in den Keller gestellt.
Diese sind heute immer noch sehr laut, ist das normal?
Kann es sein das die Bienen die Königinnen abgestochen haben?
volle Honigtöpfe wünscht
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Re: Pflege eines Begattungskästchens während der Kellerhaft

Beitragvon STC » 18. Juni 2017, 16:12

keine panik! die sind und bleiben relativ laut (für mein empfinden) von 12 kielern haben bei mir 10 dennoch eine legende königin :-)
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Re: Pflege eines Begattungskästchens während der Kellerhaft

Beitragvon bob » 18. Juni 2017, 16:46

Hotzenplotz hat geschrieben: Für den Futterteig benötigen die Bienen Wasser. Ist dieses mit mittels eines Bestäubers von unten hinein zu spritzen oder ist das für diese drei Tage nicht notwendig. Für Rückmeldungen bin ich dankbar


ich gebe während der Kellerhaft täglich mittels Zerstäuber etwas Wasser durch das Lüftungsgitter.
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Re: Pflege eines Begattungskästchens während der Kellerhaft

Beitragvon Mike54 » 18. Juni 2017, 17:28

Danke für die Antworten.
Wasser habe ich auch mit einem Zerstäuber durch das Lüftungsgitter gesprüht.
Ich habe den Eindruck das sie heute Abend schon leiser sind.
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Re: Pflege eines Begattungskästchens während der Kellerhaft

Beitragvon Actionmichel » 19. Juni 2017, 05:56

Bei mir werden die Bienen bereits vor und während dem Befüllen der Begattungskästchen mit ordentlich Wasser eingesprüht. :thumbsup:
Danach kommen sie 3 Tage in den kühlen, dunklen Keller. Dort werden sie für 3 Tage komplett in Ruhe gelassen!
Vor dem Aufstellen besprühe ich sie nochmals durch das Lüftungsgitter mit Wasser. :thumbsup:
Dann werden sie meist ruhiger und haben für ihren neuen Start etwas Wasser.
:? Brausen hört man sie nur dann, wenn man ihnen während der Dunkelhaft Licht macht!!!

Gruß Michael
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Re: Pflege eines Begattungskästchens während der Kellerhaft

Beitragvon waldimker » 19. Juni 2017, 06:20

so seh ich da auch. zuviel wärme, zuviel licht. sonst müssten die ziemlich ruhig sein. ich sprühe beim befüllen (vorher, feuchte Bienen werden verladen), dann nach zwei tagen nochmal zwei sprüher. Wenns geht stell ich abends nach Flugschluss auf und sprüh nochma ,wenns passt. Bisher hat das so gut geklappt.
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Re: Pflege eines Begattungskästchens während der Kellerhaft

Beitragvon andreasE » 20. Juni 2017, 16:48

Hotzenplotz hat geschrieben: Für den Futterteig benötigen die Bienen Wasser.

Nein, das brauchen sie nicht.

Hotzenplotz hat geschrieben: Ist dieses mit mittels eines Bestäubers von unten hinein zu spritzen ...

Nie von unten, weil sie es nicht brauchen.

waldimker hat geschrieben:Mir wurde von einem Profi gesagt: Nein.

Da hat er recht.

waldimker hat geschrieben:Das Gebrumm war sehr laut.

Man muß in diesem Zusammenhang "brummen" von "brausen" unterscheiden.
Bei dir werden sie gebraust haben, weil die Königinnen noch nicht geschlüpft waren. Wenn die Könniginnen geschlüpft sind, brummen die "Kästchen" nur noch... vorausgesetzt sie stehen kühl und dunkel... aber das ist ja eh klar.

Mike54 hat geschrieben:Ich habe am 16.6.2017 einige Segeberger Begattungskästen mit je einer Suppenkelle Bienen gefüllt, Futterteig eingelegt und unbegattete Königinnen nach ca. 20 min. zugesetzt und in den Keller gestellt.

Die Königin wird mit den Bienen sofort zugegeben solange noch Chaos herrscht.

Mike54 hat geschrieben:Diese sind heute immer noch sehr laut, ist das normal?

Nein.

Mike54 hat geschrieben:Kann es sein das die Bienen die Königinnen abgestochen haben?

Es ist sogar sehr wahrscheinlich.

Actionmichel und Waldimker machen das genau richtig, wobei dieser nur vor dem Öffnen der Fluglöcher zu sprühen braucht, aber nicht im Keller... aber nur wenn er möchte.

Gruß
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Re: Pflege eines Begattungskästchens während der Kellerhaft

Beitragvon Mike54 » 20. Juni 2017, 19:48

Nachtrag:
Die Begattungskästchen stehen seit gestern ca. 4,5 km vom Bienenstand entfernt.
Bei der heutigen Fluglochkontrolle festgestellt: bei 4 von 5 Begattunskästen ist Flugbetrieb, beim fünften kein Betrieb.
Also den Kasten ohne Betrieb inspziert, siehe da, tote Königin in der Kiste, der Rest Bienen war weg. Leere Kiste mitgenommen, die anderen bleiben am Aussenstand, mal abwarten wie sich das entwickelt.
Gruß Mike
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