Behandlung mit der Grabkerze

Rückstandsfreies Imkern mit organischen Säuren
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Jeder Imker beachtet die gültigen Bestimmungen zur Varroabekämpfung und wendet die in seinem Land zugelassenen Behandlungsmittel an.

Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon Distelbauer » 29. Oktober 2013, 22:10

Also ich habe ja nur Ableger, aber zweizargig und gerade als es kühl wurde und ich noch behandeln musste kamen sehr viele Wespen und ich musste die Fluglöcher stark einengen. Ich hatte auch grad kein Gitter parat und hab einfach eine Blechdose mit einem Nagel misshandelt und über die Grabkerze gestülpt :at: .Die Windel hab ich eingeschoben, aber einen cm Spalt Richtung Flugloch gelassen.

Gruss Georg
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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon dg392 » 19. November 2013, 06:49

Hallo,
danke für die Beiträge. Ich bin Anfänger und mache den 1. Winter mit Bienen durch.
Ich habe die Kerze in den Topf gestellt, in dem man die Schwefelstreifen abbrennt. Passt wunderbar, Bienen können nicht reinkrabbeln und er ist aus Metall.
Zwei Nassenheider-Verdunster habe ich auf ein Brett geschraubt und dazu gestellt.
Hatte 2 Milben in 3 Tagen auf dem Brett unter der Beute gefunden.
Viele Grüße
dg392
 
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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon Simon » 24. November 2013, 12:57

dg392 hat geschrieben:Hatte 2 Milben in 3 Tagen auf dem Brett unter der Beute gefunden.

Zwei Milben in drei Tagen ist sicher kein Behandlungserfolg, selbst als natürlicher Milbenabfall wäre dieser nicht kritisch. Die thermisch unterstützte Ameisensäure hat ihre Grenzen, unter 10°C wirkt sie trotz guter Verdunstung nicht immer. Beim Liebig-Dispenser rückt immer genügend Säure nach wenn sie verdunstet ist, mit der Grabkerze verdunsten 50ml am Tag, wie sahen die Verdunsterflächen aus, ist genügend Säure nachgerückt?
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon dg392 » 26. November 2013, 07:00

Hallo,
danke für die Antwort.
Die Säure ist verdunstet. Wenn ich den Deckel anhob kam mir der scharfe Geruch der Säure entgegen und Rähmchen waren oben voller Bienen. Was die Temperatur betrifft, denke ich etwa 20 Grad.
In der nächsten Beute, ich mache die Behandlung nacheinander in den Völkern, waren es 10 Milben an einem Tag.
Viele Grüße
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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon YoYo » 26. November 2013, 10:01

Ich habe ja vor zwei Jahren hier über meine Versuche geschrieben mit Ameisensäure und bei tiefen Temperaturen noch eine erfolgreiche Behandlung durchzuführen. Dabei stellte auch ich fest, dass trotz guter Verdunstung keine Wirkung mehr gegeben war. Ich habe damals als Wärmequelle einen 5 Liter Kanister gefüllt mit heißem Wasser benutzt. Das ist mehr Wärmeenergie als man mit einer Grabkerze erzeugen kann. Ich denke dass die Wärme bei sehr niedrigen Außentemperaturen, die sich ja in der Beute im Bereich des Bodens fortsetzen, wie eine Glocke im Verdunstungsraum über dem Bienensitz gefangen bleibt mit der verdunsteten AS, weil es wohl nicht mehr zu einer Vermischung der Luft kommt, bzw zu einem Absinken der Säure.
Eine zusätzliche Wärmequelle im Boden könnte da zur Konvektion beitragen, ein Teelicht könnte da evtl. schon ausreichen.

Viele Grüße
YoYo
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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon Immenfreund » 27. August 2014, 19:25

teste gerade ein günstiges Öllicht
Erdnussdose mit Rapsöl (derzeit 99 cent/Liter)
ein Pappelholzplättchen mit einem metallischen Dochthalter; Docht: Schnürsenkelabschnitt
20140827_Öllicht.jpg


Die erste Version hatte wohl einen zu schwachen Docht, der war nach 3 Stunden zu stark abgebrannt, da nicht genügend Öl nachgezogen wurde.
20140827_Öllicht_1.jpg


Das selbstgebastelte Öllicht kommt dann in die blaue Laterne (siehe Kommentar im Blog).
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon Simon » 27. August 2014, 22:08

Hallo Helmut,
immer noch auf der Suche nach der definierten Wärmequelle, bei den Hindenburglichtern besteht Gefahr dass die ganze Dose sich entfacht, kann selten auch bei Teelichtern passieren. Das größte Hindernis ist die Co2 Produktion des Volkes, ein Armierungsgewebe hilft, noch ist das Wetter gut. ;)
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon Immenfreund » 28. August 2014, 09:27

Simon hat geschrieben:Hallo Helmut,
immer noch auf der Suche nach der definierten Wärmequelle, bei den Hindenburglichtern besteht Gefahr dass die ganze Dose sich entfacht, kann selten auch bei Teelichtern passieren. Das größte Hindernis ist die Co2 Produktion des Volkes, ein Armierungsgewebe hilft, noch ist das Wetter gut. ;)


Hindenburglicht :idea: wieder was gelernt :idea:
Die Gefahr, dass sich das Öl so stark erwärmt, dass es auch ohne Docht brennt hatte ich (ähnlich einem Pfannenbrand) auch schon. Hast du das mit dem Teelicht schon selbst gesehen?
Da meine Laterne nur wenig Luftöffnungen hat, dürfte die Sauerstoffzufuhr nicht für einen unkontrollierten Brand ausreichen.
Ja, die nächsten 2 Tage sind bei uns gut, habe seit vorgestern Abend meine weniger belasteten und daher noch nicht behandelten Völker mit LD (ganzer Docht) 60%AS bestückt. Wollte am 31.8. falls die 150ml noch nicht verdunstet sind mit heizen nachhelfen.
Die Ölkerzen, die ich bisher verwendete, brannten oft keine Nacht durch, der Docht brannte runter, da das "Öl" [weis jemand, wie das gemixt oder behandelt wurde, dass es wachsfest wurde] nicht nachgeschmolzen war und der Docht trocken ging (falscher Docht - zu billig und daher zu teuer).
20140828_082231.jpg

Mein Hindenburglicht-Experiment brennt nun 14 Stunden, allerdings ist die Sauerstoffzufuhr besser als in der Laterne in der Beute.
Der Verbrauch ist minimal, dürfte, wenn der Docht mitmacht mehrere Tage brennen, bis das ganze erlischt, weil der unten herausstehende Docht die Schwimmplattform zum kippen bringt und das ganze erlischt. Zumindest im ersten Experiment.
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon Immenfreund » 28. August 2014, 19:31

Als ich heute beim Abendessen meiner Frau das Hindenburglicht-Experiment erläuterte, kam ihr die :idea: (bin stolz auf sie OO;)
statt dem Holzschiffchen als Dochthalter
20140828_191901.jpg
ein leeres Teelicht zu verwenden, da es nicht verkohlen kann.
2014-08-28_20-10-43_HDR.jpg
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon HaroldBerlin » 29. August 2014, 23:50

Immenfreund hat geschrieben:Als ich heute beim Abendessen meiner Frau das Hindenburglicht-Experiment erläuterte, kam ihr die :idea: (bin stolz auf sie OO;)
statt dem Holzschiffchen als Dochthalter ein leeres Teelicht zu verwenden, da es nicht verkohlen kann.


Da sehe ich bei beiden Teilen ein gewisse Gefahr:
Aus Holz: Wenn es sich erwärmt oder gar ankohlt, kann das Stückchen Holzkohle wie ein riesiger Docht wirken
Aus Aluminium: Durch die gute Wärmeleitung könnte sich zu viel Öl zu hoch erhitzen.

Zitat:
Wenn Metallschale und aufnehmendes Gefäß zu heiß werden, kann das gesamte flüssige Paraffin flächig Feuer fangen und sich eine gefährliche Flamme bilden. Das geschieht dann, wenn die Umgebungstemperatur höher ist als gewöhnlich und die Wärme nicht abgeführt wird. (Wikipedia)
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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon Immenfreund » 30. August 2014, 05:48

vielen Dank für den Hinweis, ich bin noch in der Versuchsphase, aber die Beute will man ja nicht abfackeln.

Das Öl kann in Verbindung mit Sägemehl oder Stoffresten zur Selbstentzündung gelangen.

Wenn das Teelicht in einem Gefäß steht, das die Wärme des flüssigen Paraffins vom Metallnapf aufnimmt und abführt, kann das Paraffin sich kaum entzünden. Wäre bei meinem Aufbau der Fall.

Bei Rapsöl ca.
Siedepkt.: 350 °C
Flammpkt.: 230 °C
Zündtemp.: 300 °C

bisher max 110 °C Öltem. nahe Docht gemessen; die 230°C habe ich als Flammentemp. auch gemessen (Infrarotthermometer)
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon otto1755 » 30. August 2014, 17:46

Hallo zusammen,

habe ein Problem.
Behandle grad mit Grabkerze verdunstet bis zu 50 ml. :thumbsup:

Nur bei einem nur ca. 15 ml, gleiche Dochtgröße gleiche Kerze gleicher Standort. :hmm:.
Dan habe ich noch ein Einzarger mit voller Dochtgröße verdunsten nur 10ml. :hmm:
Docht ist bei beiden getränkt. Was soll ich damit machen? Behandlung abbrechen? Oder mal so lassen.

Viele Grüße

Julian
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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon Immenfreund » 30. August 2014, 18:41

würde mal den Tropf kontrollieren, evtl. wurde er beim letzen mal teilweise mit Propolis zugesetzt.
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon otto1755 » 30. August 2014, 19:24

Mhhhh.....des habe ich mir auch schon überlegt. Aber wäre der Docht dan nocht trocken?

Viele grüße

Julian
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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon Immenfreund » 30. August 2014, 19:34

mit Propolis zugesetzt geht natürlich nicht, da die Bienen nicht rankommen; aber sonstwie ein Teilverschluss wäre denkbar. Dr. Liebig erwähnt diese Kontrolle des Tropfs vor dem Einsetzen in seinem Buch.
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon otto1755 » 31. August 2014, 09:20

Guten Morgen,

so war heute morgen bei meinen Bienen. Und den Liebig-Dispenser genau begutachtet. (8;)
War alles in Ordnung der Docht ist auch komplett getränt, aber die AS will nicht richtig verdunsten.
Bei dem Einzarger ist der Milbenfall höher wie der natürliche Milbenfall,
nur bei dem Zweizarger ist der Milbenfall gleich geblieben. Liegt dies evtl. an der Fluglochgröße oder so das die AS nicht richtig durch geht?

Viele Grüße

Julian
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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon Simon » 31. August 2014, 09:42

otto1755 hat geschrieben:Liegt dies evtl. an der Fluglochgröße oder so das die AS nicht richtig durch geht?

Hi Julian,
üblich sind sehr hohe Verdunstungsraten mit der Grabkerze, zieh mal den Bodenschieber. Bei Einzargern aber aufpassen mit thermischer Unterstützung/Lufttrocknung, normalerweise reichen die aktuellen Temperaturen für eine genügende Behandlung auf einer Zarge.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon otto1755 » 31. August 2014, 10:51

Simon hat geschrieben:
otto1755 hat geschrieben:Liegt dies evtl. an der Fluglochgröße oder so das die AS nicht richtig durch geht?

Hi Julian,
üblich sind sehr hohe Verdunstungsraten mit der Grabkerze, zieh mal den Bodenschieber. Bei Einzargern aber aufpassen mit thermischer Unterstützung/Lufttrocknung, normalerweise reichen die aktuellen Temperaturen für eine genügende Behandlung auf einer Zarge.


Hallo Simon,

soll ich mal bei allen den Schieber raus machen?
Bei uns regnet es momentan (was nicht so vorgesagt war :evil: )
Kann es trotzdem noch funktionieren?
Bei dem Einzeiger habe ich kein thermische Untersützung nur bei den Zweizarger.

Viele Grüße

Julian
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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon Simon » 31. August 2014, 11:10

otto1755 hat geschrieben:soll ich mal bei allen den Schieber raus machen?

Ich würde nur beim Einzarger den Schieber entfernen.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon otto1755 » 31. August 2014, 11:52

Simon hat geschrieben:
otto1755 hat geschrieben:soll ich mal bei allen den Schieber raus machen?

Ich würde nur beim Einzarger den Schieber entfernen.


Hallo Simon,

wie ist des wenn es bei allen draußen ist, ist da die Wirkung der AS geringer?

Viele Grüße

Julian
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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon Magnia » 31. August 2014, 19:22

Simon hat geschrieben:Das Armierungsgewebe ist meist aus Glasfaser276


Welche Maschenweite muss das Gewebe haben, dass keine Bienen durchpassen ?
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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon Magnia » 31. August 2014, 19:28

otto1755 hat geschrieben:Guten Morgen,

so war heute morgen bei meinen Bienen. Und den Liebig-Dispenser genau begutachtet. (8;)
War alles in Ordnung der Docht ist auch komplett getränt, aber die AS will nicht richtig verdunsten.


Hallo,

ich habe am 27./28./29.8 behandelt. Die Temperaturen lagen maximal bei 21,2 / 22,9 / 22,5. Verdunstet sind lediglich 50ml bei den in der Sonne stehenden Völkern und <50ml bei den Schattenvölkern.
Au waia ! Die Völker haben mittlerweile die Schadschwelle erreicht. Ich muss doch nicht etwa das Schwammtuch rausholen :puke:
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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon Simon » 31. August 2014, 19:34

Magnia hat geschrieben:Welche Maschenweite muss das Gewebe haben, dass keine Bienen durchpassen ?

Armierungsgewebe, ca. 2-3mm.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon Immenfreund » 4. September 2014, 09:28

neue Versuchsreihe:
nachdem ich im Internet recherchiert hatte, dass Dochte bei Öllampen (*) bis zu 10 cm das Öl ansaugen, bin ich auf eine geschlossene Variant gekommen, die folgenden Vorteil hat:
kein unkontrollierter Abbrand möglich, das Öffnung begrenzt.
feststehender Docht.jpg


mit dem Problem des abbrennenden (verschleißenden) Dochtes kämpfe ich noch,
feststehender Docht abgebrannt.jpg
aber mit einem Glasfaserdocht sollte das zu lösen sein.

* bei einem Restaurantbesuch am letzten Sonntag sah ich zudem eine Öllampe als Tischdeko, die etwa eine "Ölkatusche" der Größe meines Meerrettichglases hatte.

der Glasfaserdocht bringts:
Rapsöllampe_mit_Glasfaserdocht_200.jpg


gemessene Temperaturen:
Flamme: 260-318°C
Blechdeckel des Meerrettichglases: 70-80°C
Blechdeckel der blauen Laterne (unter Abdeckung): 80-193°C
Oberfläche Hartfaserplatte: 123°C
Glas der Laterne: 37-62°C (kann man längere Zeit anfassen)
Zuletzt geändert von Immenfreund am 19. September 2014, 06:09, insgesamt 2-mal geändert.
Mit freundlichen Grüssen

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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon Magnia » 4. September 2014, 11:55

Simon hat geschrieben:
otto1755 hat geschrieben:soll ich mal bei allen den Schieber raus machen?

Ich würde nur beim Einzarger den Schieber entfernen.


Hallo Simon,

wenn der Bodenschieber gezogen wird, erhöht sich dann die Verdunstungsmenge der Ameisensäure?
Kann man in diesem Fall davon ausgehen, dass die Konzentration in der Stockluft ansteigt?
Durch den geöffneten Boden verflüchtigen sich doch die absteigenden Säuredämpfe. Führt ein geöffneter Boden dann nicht einfach nur zu einer höheren Verdunstungsmenge, aber
einer geringeren Konzentration in der Stockluft ?

Wie kann ich dann sicher sein, dass die Behandlung erfolgreich war ?

Vielen Dank
Viele Grüße
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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon Simon » 4. September 2014, 16:00

Magnia hat geschrieben:wenn der Bodenschieber gezogen wird, erhöht sich dann die Verdunstungsmenge der Ameisensäure?

Ja, die Flaschen leeren sich schneller, die Ablüftung nach unten erhöht die Verdunstungsmenge.

Magnia hat geschrieben:Kann man in diesem Fall davon ausgehen, dass die Konzentration in der Stockluft ansteigt?

Das ist schwierig zu beurteilen, man müsste messen.

Magnia hat geschrieben:Durch den geöffneten Boden verflüchtigen sich doch die absteigenden Säuredämpfe. Führt ein geöffneter Boden dann nicht einfach nur zu einer höheren Verdunstungsmenge, aber einer geringeren Konzentration in der Stockluft ?

Ich hatte schon sehr gute Ergebnisse mit sehr hohem Wirkungsgrad, deshalb spielt die Aufstauung der Säureluft eine geringe Rolle, viel weniger als man für die schwere Säureluft für nötig ansieht. Vielleicht ist der Weg der Säure, von oben durch das Volk nach unten, entscheidend. Die Wabengassenverdunster neben dem Brutnest schneiden vermutlich auch aus diesem Grund schlechter ab. Im Volk findet beständig eine Zirkulation der Luft statt, je wärmer (und trockener?) es außen ist desto intensiver, wird von unten AS über die Schublade eingebracht wirkt sie, aber deutlich schlechter, Säuredämpfe fällt zwar nach unten, aber die Schwaden werden immer wieder in Umlauf gebracht.

Magnia hat geschrieben:Wie kann ich dann sicher sein, dass die Behandlung erfolgreich war ?

Man könnte die Milben während der Behandlung ungesehen ins Gras fallen lassen, der nat. Abfall vor und nach der Behandlung sind dann der Maßstab der Wirkung.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon Immenfreund » 5. September 2014, 04:44

Magnia hat geschrieben:Wie kann ich dann sicher sein, dass die Behandlung erfolgreich war ?


wenn die Windel nach der Behandlung so aussieht:
20140904_Varroafall nach Behandlung 20140825.jpg
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon Hamamelishonig » 6. September 2014, 15:26

Was haben wir schon alles versucht und getestet, um die Verdunstungsleistung zu erhöhen?
Kerzen, Grabkerzen, Öllampen, Raumverkleinerungen durch Folienabdeckungen (selber), etc....

Wir müssten doch endlich mal zu einer Standardlösung kommen, die einfach für alle nachzubauen ist oder durch wenige Standardbauteile zuzukaufen ist, und nicht so eine Bastellösung ist. Jedes Jahr das gleiche und doch immer wieder anders. Ich dachte, mit einer vorgezogenen Behandlung in den August hätte ich das Problem heuer umschiffen können. Nix außer Spesen.

Das ist doch verflixt, dass wir das im Ländle nicht auf die Reihe bekommen!
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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon Immenfreund » 6. September 2014, 16:42

Hamamelishonig hat geschrieben:...Ich dachte, mit einer vorgezogenen Behandlung in den August hätte ich das Problem heuer umschiffen können. Nix außer Spesen.

meint du hast behandelt bei angeblich passendem Wetter und hast keine Wirkung erzielt?

Hamamelishonig hat geschrieben:Das ist doch verflixt, dass wir das im Ländle nicht auf die Reihe bekommen!

Kopf hoch! Wenn es einer schafft, dann wir :thumbsup:
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Behandlung mit der Grabkerze

Beitragvon Hamamelishonig » 7. September 2014, 16:10

Immenfreund hat geschrieben:[meint du hast behandelt bei angeblich passendem Wetter und hast keine Wirkung erzielt?


... wie unter viewtopic.php?f=11&t=1536 nachzulesen ....

Wenn man bedenkt, was inzwischen alles für Apparate zur Sublimation der Oxalsäure auf dem Markt erhältlich sind, müsste doch zur kontrollierten Verdampfung der AS eigenlich noch mehr zu haben sein, z.B. ein bateriebetriebener AS-Inhalator , 12 Volt-Anschluss für die Autobaterie oder ein umgebauter Taschenwärmer auf 12V-Basis analog http://www.amazon.de/gp/product/B0071JZ ... e=UTF8&me= , in Rosa, so passend für die 15.000 Damen, die einen warmen Kopf bekommen sollen.
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