Frage zur Varroabehandlung an die Experten

Rückstandsfreies Imkern mit organischen Säuren
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Jeder Imker beachtet die gültigen Bestimmungen zur Varroabekämpfung und wendet die in seinem Land zugelassenen Behandlungsmittel an.

Frage zur Varroabehandlung an die Experten

Beitragvon Angie » 28. August 2017, 11:37

Ich frage mich gerade woran es eigentlich liegt, dass z.B. uns die Ameisensäure 85% offiziell genommen wurde, bzw in Deutschland nur noch auf Rezept erhältlich ist, aber andere in Deutschland ungestraft mit Tieren Experimente mit der Bienensauna und dem VarroaKillerSound machen dürfen.

Jeder weiß doch, dass die Hitze auch zum Gift werden kann, obwohl die Seite der Bienensauna das Wort Gift nur bei organischen Säuren in den Mund nimmt.
Ob der Schall des VarroaSounds auch zum " Gift " wird, also den Bienen schadet, wer weiß es schon, aber lt Herrn Liebig geht das aber in die Richtung.

ich frage mich halt gerade, warum das trotzdem einfach erlaubt wird. Die Anwender der Bienensauna haben auch schon einige völker in den Exitus geschickt, lt. der Bienensaunaseite wegen der falschen Handhabung.

Dazu kann ich nur sagen, dass man sicher auch mit der falschen Handhabung der Ameisensäure 60% Völker großen Schaden zufügen kann, bei der richtigen Handhabung der Ameisensäure 85% aber nicht.

Warum, warum :hmm:
Zuletzt geändert von Angie am 29. August 2017, 10:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Frage zur Varroabehandlung an die Moderatoren, Experten

Beitragvon FranzBurnens » 28. August 2017, 16:59

Das Zeugs ist nicht nur "uns" genommen sondern allgemein aus dem freien Warenverkehr verbannt worden. Andere Berufszweige nutzen die Chemikalie schließlich auch, z.B. für Reinigungszwecke, und kommen jetzt nicht mehr so einfach wie bisher dran. Ist anscheinend nicht so ganz ungefährlich, damit umzugehen, da wollen die Bürokraten schon genauer Bescheid erhalten, wer - wann - wozu -wieviel etc.

Wer es unbedingt haben will, kommt schon noch dran, muss einfach Formularkram ausfüllen.

75% AS gibt es jetzt, allerdings kein ad.us.vet. - Das Problem gab es bei der AS-Zulassung eben noch nicht. So'n Pech, wat nu? Das würd es evtl. auch tun, kommt uns aber nicht in die Kiste ... ;)

Macht sich bestimmt kein Bieneninstitut die Mühe, das nach zu beantragen. Aber es gibt ja MAQS. (" Es war schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben").

Frage @ Angie:
gibt es hier besonders befähigte "Moderatoren, Experten"? - oder lieber keine Antwort?
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Re: Frage zur Varroabehandlung an die Experten

Beitragvon Angie » 29. August 2017, 11:09

Du hast Recht, das war missverständlich, ich wollte damit nur verhindern, dass zuviele Vermutungen hier geäußert werden, es reicht ja, dass einer antworten kann, der es wirklich weiß:

Warum darf man in Deutschland mit Bienensauna und Varroasound herumexperimentieren, egal wieviele Völker dabei draufgehen?
Warum muss man sich die Hitze oder den Sound nicht auch zulassen lassen bevor man damit an die Bienen geht?
Oder geht es dabei nur um den Imkerschutz und nicht um den Tierschutz?

Diese Behandlungen sind sicherlich für den Imker selbst ungefährlicher als die Handhabung der MAQS, wobei man beim Öffnen derselben fast einen Atemschutz bräuchte. Das reicht dann hier als Argument nicht aus, da man ja die Ameiisensäure viel besser und schonender in die Verdunster füllen kann und sich selbst nicht so sehr den Däpfen aussetzen muss wie bei den MAQS.

Wo gibt es Bericht über die "Unfälle" der Imker mit der Ameisensäure?
Ein Tierarzt hat mir z.B. auch erklärt, dass die Ameisensäure sowieso kein Medikament im eigentlichen Sinne ist, da es nicht sythetisch hergestellt wird, wie z.B. das Perizin und das Amitraz.

Warum, warum... :hmm:
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Re: Frage zur Varroabehandlung an die Experten

Beitragvon Avignon » 30. August 2017, 08:35

Angie hat geschrieben:Warum darf man in Deutschland mit Bienensauna und Varroasound herumexperimentieren, egal wieviele Völker dabei draufgehen?



So ganz verstehe ich Deine Aufregung nicht, was den Verlust an Völkern betrifft, wenn mit der Bienensauna oder dem Varroasound herum experimentiert wird? Wieviele Tausende von Völkern gehen jedes Jahr ins Jenseits, weil sich immer mehr absolut unerfahrene Hobbyimker Bienen in den Garten stellen! Dann bräuchte man auch eine Zulassung für diese Leute?

Wenn ich so sehe, wie viele solcher Hobbyimker ohne Kenntnisse jedes Jahr regelrecht ihre Völker hinrichten, ohne sich selber in Frage zu stellen. Aber auf der anderen Seite sind diese Leute auch wichtig für den Absatz der Ablegerproduktion.
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Re: Frage zur Varroabehandlung an die Experten

Beitragvon Epoché » 30. August 2017, 13:19

Avignon hat geschrieben:Wenn ich so sehe, wie viele solcher Hobbyimker ohne Kenntnisse jedes Jahr regelrecht ihre Völker hinrichten, ohne sich selber in Frage zu stellen. Aber auf der anderen Seite sind diese Leute auch wichtig für den Absatz der Ablegerproduktion.


Ich gebe niemanden Bienen, von dem ich weiß, dass er schludert und meine Bienen dort nicht gut aufgehoben wären. Gelegenheit hätte es schon gegeben. Diesen Gedanken finde ich daher abartig. Und ich denke so wird es vielen Imkern gehen. Aber für einige geht Geld halt über alles. Paar Cent bei der Varroabehandlung einsparen, paar Ableger an "Hinrichter" verkaufen (und damit dann doch auch selbst Hinrichter sein). Naja.
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Re: Frage zur Varroabehandlung an die Experten

Beitragvon Avignon » 30. August 2017, 22:16

Lach mich immer weg, wenn solche Moral-Apostel wie Du, Epoché, mit solchen Argumenten kommen. Klar in DE braucht man ja für viele Dinge eine gewisse Urkunde (wie z.B. für den Besitz eines Rottweilers etc.).

Manchmal kann man nur lachen über eine derartige Realitäts-Fremdheit. Ein kleines Beispiel! Ich habe einen Nachbarn, der Wassermelonen produziert! Er beginnt sehr früh in der Saison in sogenannte Tunnel (Art Gewächshaus: 8 m breit und ca. 200 m lang). Dafür braucht er aber Bienen für die Bestäubung. Doch diese Tunnel sind nichts anderes als Bienentöter. Habe ihm klar erklärt, dass ich für 50 €/Volk ihm keine Bienen in die Tunnel stelle. Er kauft somit Ableger auf 5 Waben (3 BW, 1 FW und eine MW im Ausbau für unseren üblichen Preis für 120 € o.MWSt. Und die kann er somit hinrichten wie er will, was soll's. Kommt doch einfach einmal von Eurem hohen Ross der Bienenretter runter. Mann rettet Bienen, indem man einfach reichlich Bienen produziert!!!! Alles andere ist doch nur eine Gehirnwichserei von irgendwelchen Ecolo-Bobo-Imkern!
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Re: Frage zur Varroabehandlung an die Experten

Beitragvon Immenfreund » 31. August 2017, 05:30

Avignon hat geschrieben:...Ich habe einen Nachbarn, der Wassermelonen produziert! Er beginnt sehr früh in der Saison in sogenannte Tunnel (Art Gewächshaus: 8 m breit und ca. 200 m lang). Dafür braucht er aber Bienen für die Bestäubung. Doch diese Tunnel sind nichts anderes als Bienentöter...


Der Wassermelonen-Produzent sollte Hummel einsetzten.
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Frage zur Varroabehandlung an die Experten

Beitragvon waldimker » 31. August 2017, 07:21

Tierhaltung ist immer so eine Sache was die "Ethik" angeht.

(Da wäre das große Topic Kinder-"Haltung" natürlich noch viel brisanter. Denn auch hier gilt: Jeder darf`s.)

Die meisten Tier-Halter gehen mit ihren Tieren wie Dreck um. Ist vllt. ein gewisser Selbstschutz, da die meisten Nutztiere eben "sowieso" geschlachtet werden und es da dann doch einfacher ist, erst gar keine Beziehung zu dem Tier aufzubauen.

Und selbstverständlich ist mir klar, dass bei einer größeren Anzahl Bienenvölker die einzelne Biene und sogar das einzelne Volk in den Hintergrund tritt und man da nicht mehr soooo rumgucken kann, was die selbstgemachten Verluste angeht (z.B. akribisches Abfegen beim Aufsetzen oder sowas).

Aber Bienen sind nicht zum Essen da. Und man darf schon ein bisschen nach deren Wohle schauen. Über das Wohle, das man selbst braucht um produktive Bienen zu haben, hinaus.

Deine Grundhaltung, Avignon, ist eine rein materialistische und kapitalistische, ohne Rücksicht auf Umwelt (Gifte), auf die Tiere die Du hälst und letztlich auch auf die Konsumenten (sowohl die des Honigs auch die Deiner Ableger). Du bist der klassische Ausnutzer.
Aber keine Bange: Du bist nicht allein! Sowas wie Dich gibt`s in jeder Sparte zu Hauf. Danke!
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Re: Frage zur Varroabehandlung an die Experten

Beitragvon Imka » 31. August 2017, 13:09

Ich finde es mehr als schade, wenn bei den Diskussionsbeiträgen die Sachlichkeit hinten angestellt wird und es vorrangig um die Durchsetzung persönlicher Meinungen und eigener Vorstellungen geht. Oh Forum, wie bist du gesunken!

Wer mit dem Finger auf andere zeigt sollte bedenken, dass gleichzeitig einige Finger auf ihn zeigen.
Schauen wir doch ruhig einmal über den Tellerrand hinaus und nicht nur immer auf der Ebene dessen, was im bekannten imkerlichen Kreis gängig ist. Wir müssen deswegen nicht alles gut heißen oder übernehmen.
Auch sollten wir die Fronten zwischen konventioneller und biologischer (angeblicher) Imkerei nicht noch weiter verhärten. Genauso wenig sollten wir den Imkern, die von Bienenhaltung leben und somit eine entsprechend hohe Völkerzahl haben, den Stempel von Massentierhaltung und mangelndem Tierschutz aufdrücken. Etwas mehr Achtung und Respekt wäre manchmal angebracht und auch Verständnis, für die jeweilige Situation des einzelnen Imkers.

Bio-Imker, die derzeit davon profitieren, das Bio-Label benutzen zu dürfen, sollten in Betracht ziehen, dass dies künftig entfallen könnte, denn auf EU-Ebene sind konkret Bestrebungen im Gange, bei Honig die Bezeichnung BIO zu verbieten, weil Bienen auch nicht ökologisch bewirtschaftete Flächen beweiden. Dann dürfte nur noch mit der Bezeichnung: "Honig aus ökologischer Bienenhaltung" geworben und deklariert werden.

Amitraz ist u.a. auch in Deutschland als Apitraz-Streifen zugelassen. Apitraz und Apivar sind identisch hinsichtlich der Applikationsform und der Wirkstoffmenge. Betreffend dieses Wirkstoffes möchte ich auf einen aktuellen Beitrag vom Lebensmittelchemiker Pollmer verweisen, in dem er ausführt:
"Nicht Pestizide sind schuld am Bienensterben
Die wichtigste Ursache des Bienensterbens sind nicht Pestizide, sondern die Varroamilbe. Über den Stich des Blutsaugers gelangen gefährliche Viren direkt in die Hämolymphe, also in das Blut der Biene. An diesen Infekten gehen viele Bienen ein. Einige Viren nisten sich im Nervensystem ein, die Opfer verlieren die Orientierung und verirren sich zu anderen Bienenvölkern, um auch sie zu infizieren. Imker, die regelmäßig die Varroa bekämpfen, verlieren praktisch keine Völker. Wir verdanken also den Erhalt der Bienenbestände einem "bienengiftigen" Pestizid, das in wesentlich höherer Dosis direkt in den Bienenstock kommt, als sich im ungünstigsten Fall auf einer Blüte befindet.

Bei Bio-Imkern ist Amitraz verboten. Schade, denn auch deren Bienen leiden unter der Varroa. Das Ende vom Lied: Auch in Bio-Honigen wird immer wieder Amitraz gefunden, gerade so wie Fipronil in Bio-Eiern. Schließlich ist es vernünftiger, die Bios behandeln ihre von Parasiten befallenen Schützlinge mit wirksamen Medikamenten, statt sie leiden oder gar krepieren zu lassen, nur damit die Kundschaft ihren Bio-Willen bekommt."


http://www.deutschlandfunkkultur.de/der ... _id=394324

LG
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Re: Frage zur Varroabehandlung an die Experten

Beitragvon waldimker » 31. August 2017, 13:32

Erwerbsimkerei und Bio-Imkerei schließen sich gegenseitig nicht aus! Der Löwenanteil der Bio-Völker sind in Händen von Berufsimkern.

Imka hat geschrieben:Auch sollten wir die Fronten zwischen konventioneller und biologischer (angeblicher) Imkerei nicht noch weiter verhärten.


sehr witzig
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Re: Frage zur Varroabehandlung an die Experten

Beitragvon Epoché » 31. August 2017, 13:42

Irgendwie ist mir das Argument nicht klar, warum ich schlecht mit Bienen umgehen sollte, wenn ich es nicht muss. Oder warum ich schlecht mit ihnen umgehen soll, weil andere es tun. Was anderes sagt Avignon nicht.

Oder wohlwissentlich meine Bienen dem sicheren Tode aussetzen soll. Hat doch nichts mit Moralkeule zu tun. Die Bienen sind Lebewesen. Die kann man ruhig achten, auch wenn man mit ihnen wirtschaftet. Das tue ich mit meinen Angestellten doch auch - obwohl manch anderer das nicht tut.

Aber gut. Dann reduzieren wir es doch komplett aufs Wirtschaftliche. Kommt dann aber "überraschend" was ähnliches raus: verkaufe ich meine Völker an Leute aus der Umgebung, die sie Jahr fürs Jahr zu Grunde richten, bin ich möglicherweise mitverantwortlich für reichlich Infektionsherde, die mich selbst und meine Bienen auch wieder betreffen können. Da sollte auch dem Klischeekapitalisten mit den größten Scheuklappen das überhebliche Lachen vergehen. Aber ne, was machen tausend Euros übermorgen, wenn man heute einen haben kann...
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Re: Frage zur Varroabehandlung an die Experten

Beitragvon Tobi » 31. August 2017, 14:50

Also irgendwie finde ich den Vergleich von Insekten mit Kindern oder Angestellten nicht soooo passend...
...aber spiegelt schon ganz gut wieder für wie wichtig sich der ein oder andere Weltenretter so hält.
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Re: Frage zur Varroabehandlung an die Experten

Beitragvon waldimker » 31. August 2017, 15:48

Diese Vergleiche sind freilich solche. Ob Du sie nun passend findest oder nicht, gemacht sind sie. Man kann nicht alles zerlegen und alles getrennt betrachten. Wenn ich mit dem einen so und so umgehe, zeigt das ne ganze Menge darüber, wie ich denke, handle, empfinde usf. Es geht da immer um den Menschen dahinter. Die Sache, anhand derer man einen Menschen betrachten kann, ist dabei fast irrelevant. In unserm Falle sind es Bienen. Die Einstellung wird übertragen. Vom Träger der Einstellungen selbst.

In der Tat ist in diesem Forum was verlorengegangen. Man sieht es daran, wie die Amitraz-Nutzer sich nun öffentlich darüber austauschen. Zuvor sprachen wir hier über die gängigen Behandlungskonzepte der Bieneninstitute und neue Versuche über alternative Behandlungsweisen.
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Re: Frage zur Varroabehandlung an die Experten

Beitragvon Karlheinz » 31. August 2017, 16:17

waldimker hat geschrieben:Diese Vergleiche sind freilich solche. Ob Du sie nun passend findest oder nicht, gemacht sind sie. Man kann nicht alles zerlegen und alles getrennt betrachten. Wenn ich mit dem einen so und so umgehe, zeigt das ne ganze Menge darüber, wie ich denke, handle, empfinde usf. Es geht da immer um den Menschen dahinter. Die Sache, anhand derer man einen Menschen betrachten kann, ist dabei fast irrelevant. In unserm Falle sind es Bienen. Die Einstellung wird übertragen. Vom Träger der Einstellungen selbst.

In der Tat ist in diesem Forum was verlorengegangen. Man sieht es daran, wie die Amitraz-Nutzer sich nun öffentlich darüber austauschen. Zuvor sprachen wir hier über die gängigen Behandlungskonzepte der Bieneninstitute und neue Versuche über alternative Behandlungsweisen.

Dem kann ich mich nur anschließen.
Unwissenheit erzeugt viel mehr Sicherheit, als es das Wissen tut. (Charles Darwin)
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Re: Frage zur Varroabehandlung an die Experten

Beitragvon Avignon » 31. August 2017, 20:56

Ist schon lustig, wie sich so einige als die "besten" Bienenhalter (im Sinne des Wohles der Bienen) darstellen.

Ich werde mal einen Fall (ohne Namen) nennen, der in DE jedes Jahr stattfindet und aus unserer Sicht hier in FR total utopisch ist. Es gibt einen Berufsimker, der am Saisonende alle seine Wirtschaftsvölker ab-schwefelt. Keinen Stress mit der Milben-Behandlung, keine Kosten der Einfütterung, keinen Stress mit den Winterverlusten etc. etc. Er hat hier bei uns in Südfrankreich seine überwinterten Ableger reserviert, mit denen er jedes Frühjahr neu durchstartet. Ich finde es schon ein wenig komisch, jedoch würde ich mir nie anmaßen, diese Person zu verurteilen. Es muss jeder selber wissen, wie er am besten klar kommt.

Was meine Situation betrifft, so ist es mir völlig egal, was die Käufer mit meinen Ablegern anstellen. Ich habe dermassen viele Hobbyimker, die bei mir Kö kaufen, jedoch zu doof sind, sie korrekt in ihre Völker einzuweiseln. Und?? Wo liegt denn das Problem? Soll ich diese Leute zwingen/bitten, mir bei der Bestellung der Kö eine Urkunde zu präsentieren, dass sie in der Lage sind, meine Kö korrekt einzuweiseln?? Ist doch gar nicht möglich! Die meisten meiner verkauften Kö überleben das Einweiseln nicht genau bei den Leuten, die sich Bienen in den Garten stellen, um die Biene zu retten!
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Re: Frage zur Varroabehandlung an die Experten

Beitragvon waldimker » 31. August 2017, 21:10

Du solltest die (zertifizierten) Bio-Imker Deutschlands nicht in eine Schublade mit diesen "Imkern" stecken.

DU bist doch der, der die Säure-Anwendungen verhonepiepelt und Dich über die "dummen" Imker lustig machst. Und statt dessen Amitraz anpreist. Wenns Dir wirklich egal wär, was mit den Bienen dieser Säure-Anwender passiert, dann wend Du Amitraz an und lass die andern ihr Ding machen. Was gehts Dich an?

Oder anders ausgedrückt: Schieb ab. Ist ja nicht auszuhalten, so ein Möchtegern-Südfranzose.
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Re: Frage zur Varroabehandlung an die Experten

Beitragvon Avignon » 1. September 2017, 08:28

waldimker hat geschrieben:Du solltest die (zertifizierten) Bio-Imker Deutschlands nicht in eine Schublade mit diesen "Imkern" stecken.


Nunja, die sogenannten Amitraz-Spuren wurden doch im Honig deutscher Bio-Imker gefunden. Waren die dann nicht "zertifiziert"!

waldimker hat geschrieben:DU bist doch der, der die Säure-Anwendungen verhonepiepelt und Dich über die "dummen" Imker lustig machst. Und statt dessen Amitraz anpreist. Wenns Dir wirklich egal wär, was mit den Bienen dieser Säure-Anwender passiert, dann wend Du Amitraz an und lass die andern ihr Ding machen. Was gehts Dich an?


Ich preise kein Amitraz an und verkaufe auch keines! Klar ist es mir egal, was mit den Bienen anderer Imker geschieht. Sehe mich nicht als der Bienenretter. Jedoch wenden viele unwissende Imker Säuren an, weil sie nichts anderes kennen. Würde gerne einmal die tatsächlichen Zahlen sehen, wie viele Völker/Kö durch Säuren jedes Jahr ins Jenseits geschickt werden.

waldimker hat geschrieben:Oder anders ausgedrückt: Schieb ab. Ist ja nicht auszuhalten, so ein Möchtegern-Südfranzose.


Wohin ich wann und was schiebe, musst Du wohl mir überlassen. Lustig Dein Tanz! 8))
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Re: Frage zur Varroabehandlung an die Experten

Beitragvon waldimker » 1. September 2017, 09:08

Man wird sehen, in-wie-weit das für Dich entscheidbar ist.
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Re: Frage zur Varroabehandlung an die Experten

Beitragvon Avignon » 5. September 2017, 21:14

waldimker hat geschrieben:Man wird sehen, in-wie-weit das für Dich entscheidbar ist.


Bist Du jetzt hier der neue Platzhirsch im Forum, der uns mit seinen paar Bienenvölkern erklären will, wie erfolgreich geimkert wird? 8))

Ich glaube, ich stehe im Wald!
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Re: Frage zur Varroabehandlung an die Experten

Beitragvon waldimker » 6. September 2017, 06:38

Wenn ich Dir jetzt schreiben würde, was ich von Dir halte, würd ich mit aller Sicherheit gesperrt.

:bigrin:
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Re: Frage zur Varroabehandlung an die Experten

Beitragvon keinimker » 6. September 2017, 19:44

Nur Mut! Scheinbar braucht das dieser und jener.
Aber dann bitte (wenn ich das sagen darf) im persönlichen Bereich!!!!!
Herzliche Grüße
Harald
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Re: Frage zur Varroabehandlung an die Experten

Beitragvon waldimker » 6. September 2017, 20:05

Erledigt.

Hast recht, im persönlichen Bereich wären solche Auseinandersetzungen angebrachter.
Ich wünsch mir eigentlich einfach nur, dass dies ein informatives und unterhaltsames Forum bleibt.
Aber DIE Form von Unterhaltung, brauch ICH nicht.
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Re: Frage zur Varroabehandlung an die Experten

Beitragvon Angie » 7. September 2017, 13:22

So, nun ist gut,
ich habe diesen Treat eröffnet und
schließe
ihn hiermit.

Wer noch auf meine Eingangsfrage antworten möchte, kann dies noch tun, aber wirklich nur diejenigen.
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Re: Frage zur Varroabehandlung an die Experten

Beitragvon Joachim » 7. September 2017, 13:26

Angie hat geschrieben:So, nun ist gut,
ich habe diesen Treat eröffnet und
schließe
ihn hiermit.

Wer noch auf meine Eingangsfrage antworten möchte, kann dies noch tun, aber wirklich nur diejenigen.


Es wird dazu nichts mehr kommen, da die Moderatoren gehandelt haben.
Viele Grüße
Joachim
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