AS Nachbehandlung mit (elektrischer) Heizung

Rückstandsfreies Imkern mit organischen Säuren
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Jeder Imker beachtet die gültigen Bestimmungen zur Varroabekämpfung und wendet die in seinem Land zugelassenen Behandlungsmittel an.

AS Nachbehandlung mit (elektrischer) Heizung

Beitragvon Lukas » 18. Januar 2017, 12:54

Hallo zusammen,
ich sehe nun endgültig ein, dass AS-Nachbehandlungen im Herbst bei mir ungenügend bis wirkungslos sind, da die Temperaturen einfach zu niedrig sind. Also muss eine technische Lösung bis zum nächsten Herbst her. Ich stehe direkt im Wald, die Grabkerze ist also nur ein Thema solange ich die Zeit finde daneben stehen zu bleiben.

Am naheliegendsten wäre natürlich, ein Heizelement direkt an den Docht des Dispensers zu bringen und dort kuschelige Stocktemperatur zu erzeugen. Entsprechende Elemente mit Thermostat gibts für den Preis von 4-5 Grabkerzen.
Nun habe nicht nur ich den Eindruck, dass AS bei einer gewissen Temperatur zwar noch gut verdunstet, aber nicht mehr so richtig wirkt. Kann es sein, dass die an sich schon schwere AS in kalter Luft einfach noch mehr Tendenz hat, an der warmen Bienentraube vorbei nach aussen zu fliessen statt in das Volk hineinzuwirken? Demnach würde auch eine punktuelle Heizung wenig bringen, sondern man müsste eher die ganze obere Leerzarge warm bekommen, so dass der Dampf nicht ausfliesst sondern oben bleibt und langsam in die Bienentraube einwirken kann.
In dem Fall wäre es dann sinnvoller etwas mehr Leistung einzubringen (50 Watt = Grabkerze..?) und nicht direkt den Dispenser erwärmen....? Gibts Erfahrungen dazu?
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Re: AS Nachbehandlung mit (elektrischer) Heizung

Beitragvon summserum » 18. Januar 2017, 14:19

Hallo,

zu welcher Zeit sollen denn die AS Nachbehandlungen im Herbst stattfinden.
Muss es unbedingt AS sein.
OS wäre für Notbehandlungen im Herbst doch eher angesagt.
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Re: AS Nachbehandlung mit (elektrischer) Heizung

Beitragvon Bernhard » 18. Januar 2017, 14:42

Nenn mal ein genaueres Datum, der Herbst ist lang.
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Re: AS Nachbehandlung mit (elektrischer) Heizung

Beitragvon Lukas » 18. Januar 2017, 14:57

September + Oktober, das genaue Datum weiss ich erst erst dann, wenn ich die Windeln ausgezählt habe. Alle Behandlungsmethoden die nur bei Brutfreiheit wirken, scheiden aus. Völker mit verkorkster Sommerbehandlung gehen in der Regel eher ein als dass sie brutfrei werden.
Ich bin übrigens auf 1400 Meter, mir ist durchaus bekannt, dass AS andernorts auch im Herbst gut funktioniert ;)
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Re: AS Nachbehandlung mit (elektrischer) Heizung

Beitragvon summserum » 18. Januar 2017, 15:24

Lukas hat geschrieben:September + Oktober, das genaue Datum weiss ich erst erst dann, wenn ich die Windeln ausgezählt habe. Alle Behandlungsmethoden die nur bei Brutfreiheit wirken, scheiden aus. Völker mit verkorkster Sommerbehandlung gehen in der Regel eher ein als dass sie brutfrei werden.
Ich bin übrigens auf 1400 Meter, mir ist durchaus bekannt, dass AS andernorts auch im Herbst gut funktioniert ;)


Ab September monatlich kontrollieren, immer wenn mehr als 5 Milben pro Tag fallen (Schadschwelle) mit 2g Oxalsäure bedampfen, ob brutfrei oder nicht.
Nur wenn notwendig, im November/Dezember, wenn die Völker brutfrei sind oder kaum mehr Brut haben mehrere Bedampfungen in kürzerem Abstand z. B. 4 x mit 4-5 Tagen Abstand.
So würde ich vorgehen.
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Re: AS Nachbehandlung mit (elektrischer) Heizung

Beitragvon Lukas » 18. Januar 2017, 16:08

summserum hat geschrieben:Ab September monatlich kontrollieren, immer wenn mehr als 5 Milben pro Tag fallen (Schadschwelle) mit 2g Oxalsäure bedampfen, ob brutfrei oder nicht.


OS verdampfen bei brütenden Völkern halte ich für vergebene Mühe. Mir ging's eher darum, wie ich im Stock die Temperatur herstellen muss um AS wirksam zu machen, auch wenns draussen bibber ist ;)
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Re: AS Nachbehandlung mit (elektrischer) Heizung

Beitragvon Imka » 18. Januar 2017, 17:11

Lukas hat geschrieben:
summserum hat geschrieben:Ab September monatlich kontrollieren, immer wenn mehr als 5 Milben pro Tag fallen (Schadschwelle) mit 2g Oxalsäure bedampfen, ob brutfrei oder nicht.


OS verdampfen bei brütenden Völkern halte ich für vergebene Mühe. Mir ging's eher darum, wie ich im Stock die Temperatur herstellen muss um AS wirksam zu machen, auch wenns draussen bibber ist ;)


Nichts ist unmöglich!

In der Imkerei sollte man doch auf dem Teppich bleiben und nicht mit jeder Art von theoretischen Überlegungen versuchen, die Bienen zu Unzeiten zu behandeln.
Die Wirksamkeit auf die Milbe wird nicht durch eine künstliche, von außen geschaffene Temperaturerhöhung bestimmt. Effektive Behandlung ist nur zum richtigen Zeitpunkt mit dem jeweils effektivsten Mittel möglich.

Über AS-Anwendung kann man geteilter Meinung sein, doch frage ich mich, warum hat der AS-Verfechter Dr. Liebig nun von AS auf OS umgeschwenkt? Darüber sollte man nachdenken!

LG
Imka

http://www.immelieb.de/von-der-teilung- ... reinigung/
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Re: AS Nachbehandlung mit (elektrischer) Heizung

Beitragvon Angie » 18. Januar 2017, 17:43

Lukas hat geschrieben:Hallo zusammen,
ich sehe nun endgültig ein, dass AS-Nachbehandlungen im Herbst bei mir ungenügend bis wirkungslos sind, da die Temperaturen einfach zu niedrig sind. Also muss eine technische Lösung bis zum nächsten Herbst her. Ich stehe direkt im Wald, die Grabkerze ist also nur ein Thema solange ich die Zeit finde daneben stehen zu bleiben.


Lies Dir das mal genau durch, und überspring dabei die unwichtigen Meinungsäußerungen, die es ja überall gibt.

viewtopic.php?f=11&t=880

Bei der Grabkerzenbehandlung brauchst Du nicht daneben stehen zu bleiben, wenn Du die Regeln beachtest. Das macht keiner drei Tage lang.
Sie ist für mich im September/Oktober das Mittel der Wahl.

Das einzige was aber Sinn macht, ist die Kontrolle der Grabkerzen nach etwa einer halben Stunde, ob sie ausgegangen sind.
Dies kann man am Besten aber schon zu Hause testen, um zu sehen ob man gute Qualität hat.

Das Verdampfen von AS mittels Grabkerze haben hier schon einige probiert. Wenn Du alles gelesen hast und dann noch Fragen hast, bitte schön.

Liegen die Tiefstemperaturen in der Nacht allerdings unter 5°C, kann die Ameisensäure nicht mehr nach unten durch die Bienentraube durchsinken. Dann ist für diese Art der Wärmeunterstützung Schluss.
Somit wirst Du dann auch mit jeglicher Art von Thermostaten Schwierigkeiten bekommen.
Die Ameisensäure verdunstet zwar, aber sinkt eben nicht mehr runter, wenn Du dann nach ein paar Tagen kontrollierst bekommst Du alles in die Lunge und das ist ganz ungesund!
Auch ist es keine gute Idee die ganze Kiste aufzuheizen um die Bienen nicht zur Unzeit aus der Kiste zu treiben.

Dann muss man im Bedarfsfalle auf OS Verdampfung oder das Milchsäure sprühen umsteigen.
Je nachdem wo man wohnt und was erlaubt ist.

Die OS Träufelung würde ich selbst nur durchführen, wenn die Völker brutfrei sind und es wirklich richtig kalt ist.
Ansonsten hätte ich Sorge die Völker im Verhältnis zum Behandlungserfolg zu sehr zu schädigen.
Zuletzt geändert von Angie am 18. Januar 2017, 17:54, insgesamt 2-mal geändert.
Simon fehlt. RIP
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Re: AS Nachbehandlung mit (elektrischer) Heizung

Beitragvon Simon » 18. Januar 2017, 17:48

Imka hat geschrieben:warum hat der AS-Verfechter Dr. Liebig nun von AS auf OS umgeschwenkt?
Das ist keine Frage der Entscheidung ob nun AS oder OS, sondern eine weitere alternative Behandlungsmethode die ihre Vorzüge hat. Passend zum Thema gibt es neben der Grabkerze (die eine Idee eines imkernden Friedhofsgärnters war) Heizplatten von hinten/unten unter das Volk zu schieben, beim Testen der Bienensauna hatte Dr. Liebig die eine oder andere Idee einer Zweitnutzung des Gerätes bekomen.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: AS Nachbehandlung mit (elektrischer) Heizung

Beitragvon Bernhard » 18. Januar 2017, 20:39

Ich würde mit den Bienen in eine tiefere Lage umziehen,
wenn die Behandlung vorbei ist im Oktober zurück
auf 1400 m, auf Brutfreiheit warten, dann OS
und es ist gut.

Ansonsten komplette Brutentnahme und behandeln.

Die gesammelten Brutwaben aus dem Flugkreis, wenn mit einer alten Königinn
diese auf einer Wabe absperren.

Ist die Brut geschlüpft dann die Königin mit Wabe entnehmen,
mit OS duschen und mit neuen Königinnen Ableger daraus machen.

Die Wabe einschmelzen.
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Re: AS Nachbehandlung mit (elektrischer) Heizung

Beitragvon dadantus » 19. Januar 2017, 09:29

Warum wird denn erst im September/Oktober behandelt?
Solange Trachtangebot in 1400m höhe?

Gruß
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Re: AS Nachbehandlung mit (elektrischer) Heizung

Beitragvon Lukas » 20. Januar 2017, 12:28

Angie hat geschrieben:Bei der Grabkerzenbehandlung brauchst Du nicht daneben stehen zu bleiben, wenn Du die Regeln beachtest.


Ich stelle keine Kerze in einem stark waldbrandgefährdeten Wald auf und entferne mich dann :no: Wenn das jemand hört, sieht oder sonst wie mitbekommen, habe ich die Anzeige sicher und da werden mir die Erklärungen im genannten Thread nicht weiterhelfen.

dadantus hat geschrieben:Warum wird denn erst im September/Oktober behandelt?
Solange Trachtangebot in 1400m höhe?


Wer liest ist klar im Vorteil, gilt auch für die meisten anderen hier. Ich mache nach Trachtende im Juli TBE, bedampfe mehrfach und bilde Schwärme. Wenn sich da jetzt 5-6 Völker mit erhöhtem Befall herauskristallisieren will ich einfach noch mit AS nachgehen, OS funktioniert bei mir dann einfach nicht, selbst wenn die Blockbedampfer das anders sehen. Und ganz sicherlich will ich die Völker nicht zwecks Behandlung nach Bologna fahren.

Danke Simon, der Hinweis auf die Idee von Dr. Liebig weist mir schonmal wohin die Reise circa gehen muss.
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Re: AS Nachbehandlung mit (elektrischer) Heizung

Beitragvon dadantus » 21. Januar 2017, 09:08

Dann solltest du eventuell auch mal mehr lesen und deine Betriebsweise nicht aus einem Buch auf deinen Standort pressen, sondern deine Betriebsweise den örtlichen Gegebenheiten anpassen.

Wie lange Imkers du schon? Ich mache auch oft die TBE und habe in den letzten 4 Jahren festgestellt, das meine Völker ggf. "Varroa" freier sind (aber auch nicht alle) dafür aber auch kleiner auswintern (eher Handballgröße und nicht Fussball).
Dies schließe ich durch den Abriss der Winterbienenproduktion im Volk, die ja ab Juli beginnt.
Daher würde ich in 1400m höhe probieren mal einen Teil ohne TBE mit AS als erstes zu behandeln und ggf, OS-Dampfer im Sep/Okt.
Hier im platten Land, reicht eigentlich 3x AS um nach dem ersten frost OS im Dez. zu träufeln.
Sollte das dann auch Murks sein, kann man ja noch immer sich so eine Heizung/Sauna oder was auch immer für teures Geld kaufen.

Gruß
Manuel
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Re: AS Nachbehandlung mit (elektrischer) Heizung

Beitragvon Lukas » 21. Januar 2017, 10:39

dadantus hat geschrieben:Dann solltest du eventuell auch mal mehr lesen
Danke, auf diesen Tipp habe ich noch gewartet :bigrin:

dadantus hat geschrieben:Ich mache auch oft die TBE und habe in den letzten 4 Jahren festgestellt, das meine Völker ggf. "Varroa" freier sind (aber auch nicht alle) dafür aber auch kleiner auswintern (eher Handballgröße und nicht Fussball).
Dies schließe ich durch den Abriss der Winterbienenproduktion im Volk, die ja ab Juli beginnt.

Bei mir sind die TBE Völker allesamt die stärksten. Probleme machten vor allem die sehr früh gebildeten Jungvölker einer Serie für die Zuchtwertschätzung, die im Herbst nicht vernünftig nachbehandelt werden konnten. Konkret geht es um 6-8 Völker von 60, bei denen eine späte Behandlung vorteilhaft bis akut notwendig war.
Dass Winterbienen ab Juli schlüpfen halte ich für ein Märchen, das geht sich von den Zahlen her schon nicht aus.

dadantus hat geschrieben:Daher würde ich in 1400m höhe probieren mal einen Teil ohne TBE mit AS als erstes zu behandeln und ggf, OS-Dampfer im Sep/Okt.

Dann wäre alles verkehrt. AS darf ich nicht legal verwenden, tue es aber trotzdem wenn Not am Mann ist. Brütende Völker mit OS bedampfen halte ich für Problemverschleppung.

dadantus hat geschrieben:Hier im platten Land, reicht eigentlich 3x AS um nach dem ersten frost OS im Dez. zu träufeln.

Hier reicht in der Regel eine Sommerbehandlung, aber eben nicht immer.
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Re: AS Nachbehandlung mit (elektrischer) Heizung

Beitragvon FranzBurnens » 21. Januar 2017, 13:19

Lukas hat geschrieben:AS darf ich nicht legal verwenden

Ist MAQS in Italien ebenfalls nicht zugelassen?

Damit könnte man bei ungünstiger Witterung jedenfalls eher Erfolge erzielen als mit 60%AS. Bei dem Septemberwetter der letzten beiden Jahre müssten die Tagestemperaturen ausgereicht haben. Allerdings dürften die Völker dann nicht auf einem Schatthang stehen, wo es an manchen Tagen bis Mittags deutlich unter 10° bleibt, Nachts auch schon friert.
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Re: AS Nachbehandlung mit (elektrischer) Heizung

Beitragvon Lukas » 21. Januar 2017, 14:15

FranzBurnens hat geschrieben:Ist MAQS in Italien ebenfalls nicht zugelassen?

Damit könnte man bei ungünstiger Witterung jedenfalls eher Erfolge erzielen als mit 60%AS. Bei dem Septemberwetter der letzten beiden Jahre müssten die Tagestemperaturen ausgereicht haben. Allerdings dürften die Völker dann nicht auf einem Schatthang stehen, wo es an manchen Tagen bis Mittags deutlich unter 10° bleibt, Nachts auch schon friert.


Hallo, MAQS ist seit kurzem zugelassen, konnte es im Herbst aber noch nicht beziehen. Ich bin da aber auch aufgrund einiger Beiträge im Forum etwas skeptisch und mir war eigentlich nicht so recht bewusst, dass das auch bei niedrigeren Temperaturen funktionieren soll. Wo ich darüber nachdenke, wäre es aber wirklich eine Alternative. Die Mindesttemperatur von 10° haben wir in der Regel immer zur besagten Zeit. Aufgrund des Einsatzes in Ausnahmefällen wäre der relativ hohe Preis auch hinzunehmen. Danke für den Tipp!
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Re: AS Nachbehandlung mit (elektrischer) Heizung

Beitragvon Finvara » 21. Januar 2017, 20:17

Hallo Lukas,
wäre es nicht sinnvoller statt mit Nachbehandlungen im Herbst zu experimentieren die Sommerbehandlung / bzw. Betriebsweise zu optimieren. Eine wirkungsvole Sommerbehandlung ist in jedem Fall optimaler und gesünder für die Bienen als eine Herbstbehandlung .
Dann brauchst du keine Nachbehandlung mehr. Eine Herbstbehandlung ist in jedem Fall nur eine Notbehandlung . Sie sollte also die große Ausnahme sein , aber nicht die Regel.

gruß Finvara
... man kann ohne Bienen leben , ... aber es lohnt sich nicht.
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Re: AS Nachbehandlung mit (elektrischer) Heizung

Beitragvon dadantus » 21. Januar 2017, 22:45

Hallo,

ein Märchen das Winterbienen ab Juli erzeug werden ist es seit vielen Jahren schon nicht mehr.
In deinem Eröffnungsthread schreibst du, das du deine AS-Behandlung "pimpen" möchtest und bei dem Tipp die Betriebsweise (Behandlung) umzustellen, sagst du das AS-Behandlung bei dir eigentlich verboten ist? Verstehe ich nicht, wünsche dir und deinen Bienen aber alles gute, wird schon werden.


Gruß
Manuel
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Re: AS Nachbehandlung mit (elektrischer) Heizung

Beitragvon Simon » 22. Januar 2017, 08:45

dadantus hat geschrieben:bei dem Tipp die Betriebsweise (Behandlung) umzustellen, sagst du das AS-Behandlung bei dir eigentlich verboten ist?
Eine einzige und einheitliche Behandlungsstrategie incl. Betriebsweise wird es nicht geben, eine durchdachte Strategie mit hochwirksamer Behandlung im Sommer kann durchaus mal schief gehen. Sofern man kontrolliert, wie es Lukas des öfteren macht, wird man zu ungünstigen Zeiten im Herbst unter einen Behandlungsdruck kommen. Ameisensäure ist geeignet, wenn man auf die wirksamen Bedingungen achtet oder sie herstellt. Ab Oktober würde ich eher zur mehrmaligen Oxalsäureverdampfung raten, es kommt aber auf den Standort und den Brutumfang an ob OS Sinn macht, leider ist man erst hinterher schlauer.

dadantus hat geschrieben:ein Märchen das Winterbienen ab Juli erzeug werden ist es seit vielen Jahren schon nicht mehr.
Es gibt viele hochmoderne Bienenmärchen, deren Sinn erschließt sich durchs Lesen des Originaltextes. Ich bin überzeugt, dass Winterbienen schon ab Februar da sind, wenn man die Königin mitrechnet ist das schon mal eine.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: AS Nachbehandlung mit (elektrischer) Heizung

Beitragvon FranzBurnens » 22. Januar 2017, 09:08

dadantus hat geschrieben:ein Märchen das Winterbienen ab Juli erzeug werden ist es seit vielen Jahren schon nicht mehr.

Was gibt es zu diesem Thema an Belegen? Behauptungen aufstellen kann jeder.

Der Nachweis dürfte aber sehr aufwändig zu führen sein, weil man ab Juli die neu geschlüpften Bienen markieren muss, um ihre Lebensdauer zu ermitteln. Außerdem ist das Ganze noch (aber nicht nur) vom Klima abhängig.

Die Lebenserwartung der Biene hängt wohl maßgeblich davon ab, wieviel sie sich bei der Brutpflege verausgabt. Daraus läßt sich vermutlich folgern, dass in borealen Gefilden bei früh einsetzenden Winterbedingungen (= Brut hört auf) die wenige/einge Zeit davor geborenen Bienen zu Winterbienen werden müssen, wenn das Volk überleben soll. Trotzdem wäre auch hier der Juli Hochsommer und also eine recht (re-)produktive Phase mit großem Bedarf an Brutversorgung. Man stelle sich etwa einen Schwarm vor, der im Juni erst aus- bzw. eingezogen ist

Umgekehrt wo der Winter nur eine kurze Weile dauert, wie in Südeuropa - dort werden sicherlich im Juli noch keine Winterbienen entstehen können/müssen.
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Re: AS Nachbehandlung mit (elektrischer) Heizung

Beitragvon Lukas » 22. Januar 2017, 11:35

Finvara hat geschrieben:Hallo Lukas,
wäre es nicht sinnvoller statt mit Nachbehandlungen im Herbst zu experimentieren die Sommerbehandlung / bzw. Betriebsweise zu optimieren.


Ist mir bekannt. Es klappt aber trotzdem nicht immer, manchmal erklärbar, manchmal unerklärbar. Eines von 10 Völkern tickt nicht immer wie ich mir das vorstelle, es freut mich, dass das bei dir nicht so ist. Solange das so ist, möchte ich halt einen Plan B, statt über die nächste Sommerbehandlung nachzudenken - für das betreffende Volk ists dann nämlich zu spät.

dadantus hat geschrieben:Hallo,ein Märchen das Winterbienen ab Juli erzeug werden ist es seit vielen Jahren schon nicht mehr.

Finde ich schon. Würden Winterbienen erzeugt werden (also anders als Sommerbienen) so müsste das Volk ab Juli konstant wachsen. Winterbienen die im Sommer sterben, waren nunmal keine Winterbienen. Bei mir wird in der Regel gebrütet bis im November, trotzdem konnte ich heuer bei 60 von 60 Völkern beobachten (entspricht immerhin 100% mit kleinem Unsicherheitsfaktor), dass die Völker kleiner statt größer wurden, im speziellen Fall waren weder Sommer- noch Winterbienen anwesend.

dadantus hat geschrieben:In deinem Eröffnungsthread schreibst du, das du deine AS-Behandlung "pimpen" möchtest und bei dem Tipp die Betriebsweise (Behandlung) umzustellen, sagst du das AS-Behandlung bei dir eigentlich verboten ist? Verstehe ich nicht, wünsche dir und deinen Bienen aber alles gute, wird schon werden.


Deine Arroganz kannst du dir sparen. Du könntest aber mal versuchen, den Unterschied zu erkennen zwischen:
    a) den ganzen Völkerbestand grundlos mit einem nicht zugelassenen Mittel zu behandeln
    b) ein Volk nachzubehandeln, das ohne Behandlung zu Weihnachten nicht mehr existieren würde und bei dem die zugelassenen Mittel nicht mehr unmittelbar einsetzbar sind. Ich könnte mit das sogar vom Tierarzt erlauben lassen, Behandlungsnotstand etc, was im Sommer verständlicherweise nicht möglich ist.
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Re: AS Nachbehandlung mit (elektrischer) Heizung

Beitragvon Tobi » 22. Januar 2017, 16:30

FranzBurnens hat geschrieben:
dadantus hat geschrieben:ein Märchen das Winterbienen ab Juli erzeug werden ist es seit vielen Jahren schon nicht mehr.

Was gibt es zu diesem Thema an Belegen? Behauptungen aufstellen kann jeder.

Der Nachweis dürfte aber sehr aufwändig zu führen sein, weil man ab Juli die neu geschlüpften Bienen markieren muss...


Ein Edding, und los gehts...

Kann mir nicht vorstellen, dass das nicht schon öfter (auch aber nicht nur) von wissenschaftlicher Seite getan und entsprecheend dokumentiert wurde...?
"Zu viele Arschlöcher, zu wenig Kugeln." Clint Eastwood
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Re: AS Nachbehandlung mit (elektrischer) Heizung

Beitragvon Finvara » 22. Januar 2017, 18:17

Hallo Lukas,
auch bei mir giebt es natürlich solche Ausreißer. ( Es klang nur so als wäre die Herbstbehandlung bei dir Standart. Sorry,... ist wohl falsch rübergekommen.)
Allerdings behandle ich dann nicht mit AS - Säure. In so einem Falle löse ich das Volk auf.
( Alle vedeckelte u. ältere Brut wird eingeschmolzen. Die Restbrut/Stifte einem schwachen Volk zugehangen. Die Bienen mit OS beträufelt, und am nächsten Tag ebenfalls dem betreffenden Volk zugegeben.)

gruß Finvara
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Re: AS Nachbehandlung mit (elektrischer) Heizung

Beitragvon Lukas » 23. Januar 2017, 11:01

Finvara hat geschrieben:In so einem Falle löse ich das Volk auf.
( Alle vedeckelte u. ältere Brut wird eingeschmolzen. Die Restbrut/Stifte einem schwachen Volk zugehangen. Die Bienen mit OS beträufelt, und am nächsten Tag ebenfalls dem betreffenden Volk zugegeben.)


Auflösen wegen zu hohem Varroadruck halte ich für nicht produktiv. Ist das Volk schon am abschmelzen bzw. kollabieren ists eh zu spat und man tut dem verstärkten Volk selbst nach Behandlung wohl keinen großen Gefallen. Ist sehe es so: das Volk im Herbst ist wenig wert, im Frühling hingegen sehr viel. Die Wertsteigerung erfolgt von ganz alleine im Winter, sofern man im Spätsommer seine Hausaufgaben gemacht hat. Löse ich auf, habe ich Totalschaden. Bekomme ich die Milben auf ein erträgliches Maß, gibts 200% Rendite durch abwarten.
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Re: AS Nachbehandlung mit (elektrischer) Heizung

Beitragvon waldimker » 23. Januar 2017, 11:10

ich hab solche schwer befallenen, schon geschrumpften, vereinigt. das wurd müll. ich erwarte nicht, da im frühjahr noch leben zu sehen. die andern, die ich durchtherapiert hab, sehen dagegen gut aus und geben hoffnung.
wie wärs mit 85%iger AS?
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