Reinvasion

Rückstandsfreies Imkern mit organischen Säuren
Forumsregeln
Jeder Imker beachtet die gültigen Bestimmungen zur Varroabekämpfung und wendet die in seinem Land zugelassenen Behandlungsmittel an.

Reinvasion

Beitragvon waldimker » 7. Januar 2017, 15:53

Aus dem Infobrief aus Mayen, 14. Oktober 2016

Herausgeber:
DLR Westerwald-Osteifel, Fachzentrum Bienen und Imk
erei, Mayen
Landwirtschaftskammer NRW, Bienenkunde, Münster
LWG Fachzentrum Bienen, Veitshöchheim
LLH Bieneninstitut Kirchhain, Kirchhain
Landesanstalt für Bienenkunde, Hohenheim
Länderinstitut für Bienenkunde, Hohen-Neuendorf

"Die Milbenkontrolle in diesem Jahr ist
sehr wichtig, da in vielen Regionen
zur Zeit der Sommerbehandlung kaum
Milben in den Völkern vorhanden wa-
ren. Aber die sehr warmen Flugtage
im September bescherten behandel-
ten Völkern zum Teil hohe Zahlen an
Milben, die über die Reinvasion aus
zusammenbrechenden Einheiten in
diese gelangten. Zudem wiesen die
Völker Ende September je nach Alter
der Königinnen enorme Brutflächen
auf, in denen sich diese Milben unge-
stört vermehren konnten, wenn wir
ihren Zuflug nicht bemerkt hatten."
Kontakt zur Autorin Barbara Bartsch

kompletter Text: http://www.bienenkunde.rlp.de/Internet/ ... 016_25.pdf

Soviel zum Thema: "Wissenschaftler sagen, es gäbe keine Reinvasion in nennenswertem Umfang"
Mir scheint, das sind nur einzelne Rufer, die solches verkünden. S. Herausgeberliste.

vlg
vom waldimker
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Re: Reinvasion

Beitragvon Simon » 7. Januar 2017, 21:02

Ich habe da viele Beispiele wo es eine nichtsichtbare nichtvorhandene Reinvasion durch keine Milben gibt, aber einige Völker die ein echtes Rätsel in sich verborgen haben.
Ein Volk aus dem letzten Jahr, 22.07. drei Tage lang Windel eingeschoben, keine Milbe gefallen, anschließend bei Hitze mit 100ml AS behandelt, ca. 100 Milben gefallen.
Vor- und nach Behandlung gab es praktisch keinen Milbenfall, eine präparierte Windel lag durchweg bis in den Herbst bis zu einer Woche unterm Volk. Auf eine zweite Ameisensäurebehandlung im September wurde verzichtet, bis weit in den Herbst gab es nichts zu vermerken. Anfang Oktober lag der Abfall bei 2 Milben/Tag, eine OSD brachte wenig bis nichts: keine 100 Milben. Am 13.12. ist der nat. Abfall auf 13 Milben/Tag angestiegen, die folgenden Behandlungen des Dauerbrüters brachte 3500 Milben. Ein Milbeneintrag könnte man heranziehen, der Nachweis bleibt im Dunklen stecken.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Reinvasion

Beitragvon Actionmichel » 8. Januar 2017, 09:31

hatte dieses Jahr das gleiche Problem.
im August und September gab es bei mir teilweise so wenig nat. Milbenfall, so dass ich nach dem Auffüttern auf eine 2. AS verzichtet habe.
Im Oktober, als ich für drei Tage die Windel eingelegt habe, war bei drei Völkern der nat. Fall über 15 Milben am Tag.
Nach der sofortigen OS- Behandlung fielen weit über 2000 Milben in den ersten 5 Tagen runter.
Da bei mir in der Nachbarschaft mehrere Imker bereits Völkerverluste im Oktober zu beklagen hatten, kann ich mir schon vorstellen, dass ich von denen einiges an Varroa abbekommen habe. Das Futtergewicht stieg in dieser Zeit auch nochmals ganz schön an. Bei den Imker- Nachbaren waren die betroffenen Völker leer geräumt.
Meine Völker, diese den hohen Milbenabfall hatten sind immer noch am Leben und auch weiterhin stark.
Ich bin mir aber sicher, wenn ich den nat. Milbenabfall im Oktober nicht kontrolliert hätte, dass diese Völker wahrscheinlich nicht ins neue Jahr gekommen währen.

Gruß Michael
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Re: Reinvasion

Beitragvon STC » 8. Januar 2017, 11:02

Ich glaube was du hier beschreibst ist der grundsätzliche Ablauf der Milbensituation dieses Jahr...
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Re: Reinvasion

Beitragvon Tobi » 8. Januar 2017, 11:05

Anfang Dezember für eine Woch die Windeln zwecks Sensitivitätsfeststellung drin gehabt:
Bei 66 Völkern keine Milbe gefunden.
Bei 2 Völkern eine Milbe pro Woche.
Bei einen Volk drei Milben pro Woche. Genau dieses Volk war aber auch das einzige, bei dem ich aufgrund der Gewichtszunahme ohne Fütterung davon ausgehe, dass es massiv geräubert hat.

Zufall, Resistenz, oder doch Milben zusammengeräubert...?

Sicher mangels Völkerzahl und Wiederholungen nicht ausreichend repräsentativ um eine allgemeingültig Aussage zu treffen, aber geht schon in die Richtung entsprechender Untersuchungsergebnisse...
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Re: Reinvasion

Beitragvon waldimker » 30. Januar 2017, 13:35

Noch für alle Zweifler, eine wissenschaftliche Studie der Uni Hohenheim von Prof. Rosenkranz und Dr. Eva Frey:

https://academic.oup.com/jee/article-ab ... m=fulltext
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