Varroa-Killer-Sound

Rückstandsfreies Imkern mit organischen Säuren
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Jeder Imker beachtet die gültigen Bestimmungen zur Varroabekämpfung und wendet die in seinem Land zugelassenen Behandlungsmittel an.

Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon myggel » 4. Dezember 2016, 21:53

ha. cool. also wirkung ist da. nämlich keine.
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon Simon » 19. Dezember 2016, 21:54

http://www.varroa-sound.de/
Es ist die Revolution in der Varroabehandlung überhaupt und eine tolle Sache.
Und überhaupt scheints besser als Bayvarol und Checkmite in Kombi zu wirken.

http://www.varroa-sound.de/wp-content/u ... Milben.pdf
Wo gibts denn so einen gleichmäßigen und hohen natürlichen Abfall Anfang April? Das ist ja fast schon ein unnatürlicher Varroaabfall. Solche Völker sind in den Instituten gesucht.
vsound.jpg
Das ist quasi die ideale Varroabehandlung, gibts Mängel? Noch Fragen?
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon Imka » 19. Dezember 2016, 23:25

Simon hat geschrieben:http://www.varroa-sound.de/
Es ist die Revolution in der Varroabehandlung überhaupt und eine tolle Sache.
Und überhaupt scheints besser als Bayvarol und Checkmite in Kombi zu wirken.

http://www.varroa-sound.de/wp-content/u ... Milben.pdf
Wo gibts denn so einen gleichmäßigen und hohen natürlichen Abfall Anfang April? Das ist ja fast schon ein unnatürlicher Varroaabfall. Solche Völker sind in den Instituten gesucht.
vsound.jpg
Das ist quasi die ideale Varroabehandlung, gibts Mängel? Noch Fragen?


Diese grafischen Darstellung des Milbenfalls, angeblich im April, ist mehr als kurios. Demnach hätte der natürliche Milbenfall durchschnittlich 15 Milben/Tag betragen. Ab Beschallungsbeginn, sollten dann über ca. 14 Tage hinweg, täglich ca. 100 Milben gefallen sein; also a. 1400 Milben.
Ich frage mich nur, wie konnten derart belastete Völker den Winter überhaupt überleben.

Zu dieser Thematik habe ich bereits am 30.11.16 einen Beitrag bei im Landlive-Forum eingestellt.
https://www.landlive.de/boards/thread/74233/page/1/

LG
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon DerKaiser » 19. Dezember 2016, 23:41

Sollte mein Nachbar sowas anschalten gibts mächtig Ärger. Ich bin kein Akustiker oder Gutachter, habe als Tontechniker aber genug Hörerfahrung um das einzuschätzen. 90 Dezibel (ich vermute mal hier sind SPL gemeint) liegt zwar noch nicht an der Schmerzschwelle, aber es ist extrem störend. Alles über 45 dB gilt als Belästigung, alles ab 60 dB gilt als beeinträchtigend, ab 80 dB Dauerbelastung spricht man von Minderung des Hörvermögens. Ab 85 dB Dauerbelastung muss ein Arbeitgeber nach Arbeitsschutzverordnung seinen Mitarbeitern Gehörschutz zur Verfügung stellen.

Kann man alles nicht so richtig vergleichen, die genannten Werte sind frequenzgewichtete Pegel, aber sie vermitteln einen Eindruck worum es da geht.

Lustig auch der Satz:
außerhalb des Bienenkastens, liegt er nur noch bei ca. 30 Dezibel.

10 dB SPL entspricht einer Lautstärkeverdopplung, das heißt seine Beute dämpft nach dieser Aussagen den "Killersound" um das 64-fache (Dezibel ist ein logarithmisches Maß). Der Erfinder sollte nicht Lautsprecher kaufen sondern Schallschützer werden, das stellt die ganze Physik auf den Kopf!

Der Erfinder mag die 15 kHz vielleicht nicht mehr hören, ich tue das aber sehr wohl und alle unter 30 Jahren sowieso. Was solche Lärmquellen mit dem äußerst sensiblen und womöglich noch nicht voll ausgebildeten Gehör von Kindern machen kann, besonders wenn sie länger in der Nähe spielen, steht in jedem Elternratgeber. Von der Tierwelt, wenn sowas in der Pampa steht, ganz zu schweigen. Stehen mehrere Beuten beieinander addieren sich die Pegel natürlich entsprechend... Nicht nur Abfall verschmutzt unsere Umwelt, auch Lärm und Licht tut das! Ich jedenfalls könnte mit sowas im Garten höchstwahrscheinlich nicht mehr mit offenem Fenster schlafen.
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon Simon » 19. Dezember 2016, 23:43

Imka, mit deiner Abschätzung liegst du richtig, die 5 Völker weichen gering vom gebildeten Durchschnitt ab, 1405 Milben im Schnitt, nat. Abfall 15 Milben/Tag, Umrechnungsfaktor 95. Eine solche geringe Abweichung im natürlichen Milbenfall habe ich im April noch nie beobachtet, die Schwankung liegt bei 2-3 Milben/Tag, bei stark belasteten Völkern gibt es immer Ausreißer und "Milbenrauschen", zwischen den Völkern und zwischen den Zählungen. Früher gabs ne Dolby-C Taste am guten Bandwickler, der hat das Bandrauschen durch Frequenzmodifikation vermindert.
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon Imka » 20. Dezember 2016, 07:20

Simon hat geschrieben:Imka, mit deiner Abschätzung liegst du richtig, die 5 Völker weichen gering vom gebildeten Durchschnitt ab, 1405 Milben im Schnitt, nat. Abfall 15 Milben/Tag, Umrechnungsfaktor 95. Eine solche geringe Abweichung im natürlichen Milbenfall habe ich im April noch nie beobachtet, die Schwankung liegt bei 2-3 Milben/Tag, bei stark belasteten Völkern gibt es immer Ausreißer und "Milbenrauschen", zwischen den Völkern und zwischen den Zählungen. Früher gabs ne Dolby-C Taste am guten Bandwickler, der hat das Bandrauschen durch Frequenzmodifikation vermindert.


Für mich ist das Ganze unrealistisch und unseriös. Es könnte aber leicht durch eine unabhängige Untersuchung von einem Bieneninstitut geklärt werden. Ein derartiges Untersuchungsergebnis wäre spannend.
LG
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon Nils » 20. Dezember 2016, 09:08

Wenn man sich das so durchliest, klingt es fantastisch! Rein theoretisch könnte man sich die Wirkung durchaus auch vorstellen.
Der Preis von fast 50 Euro für ein Kästchen mit Lautsprecher (und miniwinzigwenig Elektronik) finde ich happig. Die Batterie braucht man nicht, da hat doch jeder Imker eine Autobatterie für seinen Oxalsäureverdampfer in der Garage stehen :D

Was muß man tun, um den Herrn Liebig auf diese Sache zu hetzen???
Der soll mal beim Hersteller nachfragen um kostenlose Testgeräte und das dann im Frühling testen!
Allein die Reaktion des Herstellers (ob er Geräte zur Verfügung stellt) wäre schon aussagekräftig.

Nils,
der immer noch hofft dass es einst eine sooo einfache Lösung geben wird....
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon Nils » 20. Dezember 2016, 09:10

Simon hat geschrieben:Eine solche geringe Abweichung im natürlichen Milbenfall habe ich im April noch nie beobachtet,


Da muß ich jetzt aber nachfragen: wie viele Völker hast du denn insgesamt schon im April behandelt???
:D
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon Simon » 20. Dezember 2016, 12:13

Nils hat geschrieben:Da muß ich jetzt aber nachfragen: wie viele Völker hast du denn insgesamt schon im April behandelt???
Es geht um den natürlichen Abfall den ich um diese Zeit schon oft erfasst habe, leider nie mit der untrüglichen Aussagekraft wie sie von Varroa-Sound tönt. Behandelt habe ich im April noch nie, erst im Mai die Sammelbrutableger. Aber das könnte sich nun ändern, mit Sound kann man soundso oft wie man will besounden, außer die unkontrollierte Macht der Reinvasion übertönt den Wohlklang.
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon VarroaKillerSound » 20. Dezember 2016, 14:40

Zu dem Thema zitiere ich jetzt einfach mal die Facebook-Userin Ingrid Vitali, die einen ihr bekannten Professor Kollmann aus Wien zu dem Gerät befragt hat:

"Eventuell ist die Varroa-Milbe in dem beschriebenen Frequenzbereich (14500-15000 Hz) sensitiv, so dass
der ausgesendete Schallpegel von 90 dB als unangenehm empfunden wird; genaues kann ich dazu nicht sagen,
aber beim Menschen wäre es so. (in England sind gegen Jugendliche solche "Vertreiber" eingesetzt worden)
Die Wellenlänge liegt hier bei 2,3 cm und die Schallstärke bei 1 mW / cm^2.
Das ist erst mal die Physik.
Anmerkung: Bei diesen Frequenzen und höheren Frequenzen arbeiten auch andere "Tierverscheucher", die man im Internet recht günstig bekommt.

Für die Effektivität bzgl. Varroamilbe ist sicherlich die Lautsprecher-Sendecharakteristik (welche Fläche wird beschallt (Kegelfläche)) und die Art der Schallabgabe (Dauerton oder gepulst und die Wiederholrate) wichtig.

Soweit mir bekannt ist, sind die Bienen bei tiefen Frequenzen sensitiv (< 1000 Hz), so dass es durchaus möglich erscheint, dass
die Bienen nicht durch dieses Frequenz und den Schallpegel beeinträchtigt werden.
Wie das aber bei der Brut aussieht, ist mir nicht klar, wenn diese auch in der Größe der Varroa-Milbe ist.

Sofern Sie mal experimentieren wollen, sind Ohropax auf jeden Fall anzuraten, da ich selbst nicht vielleicht den Ton höre aber ein unangenehmes Druckgefühl bei den Schallpegel empfinde.

und noch was, er meinte, es wäre ganz wichtig, dass auch wegen des günstigen preises viele unabhängig voneinander das gerät bez. bienen testen würde, da dies der knackpunkt an der geschichte sein könnte. er meinte nie mehr in der testphase oder feldstudie viele völker behandeln. lieber nur 1 oder 2 und unbedingt gehörschutz für den mensch!!!" (Zitat Ende)

Letztlich geht es darum einer neuen und potentiell sehr bienenfreundlichen Behandlungsmethode zum Durchbruch zu verhelfen.

Hier noch ein aktueller link zu einem Crowdfundingprojekt zum Thema: https://www.indiegogo.com/projects/varr ... er-sound#/
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon Nils » 21. Dezember 2016, 13:43

Ich muß ehrlich sagen, die Crowdfunding-Sache macht meine Skepsis nur noch größer!
Auch die Bienensauna sammelte erst mal Geld, gewann sogar Innovationspreise - aber die Wirkung?? Laut Liebig keine.

@VarroaKillerSound:
wie wäre es wenn Sie dem Herrn Liebig mal 10 Testgeräte zur Verfügung stellen? Wenn das Ding wirklich so funktioniert wie behauptet, dann wäre das die perfekte Werbung für das Gerät. Wenn nicht, naja....


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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon Simon » 21. Dezember 2016, 13:49

Nils hat geschrieben:Auch die Bienensauna sammelte erst mal Geld, gewann sogar Innovationspreise - aber die Wirkung?? Laut Liebig keine.
Ein wenig sind die Milben gefallen, dies zur Ehrenrettung der Sauna.

Nils hat geschrieben: Wenn das Ding wirklich so funktioniert wie behauptet, dann...
...wäre die Varroa bis auf Weiteres eine Randerscheinung in der Imkerei. Das Gerät würde sich ohne jegliche Werbung verkaufen.
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon Nils » 22. Dezember 2016, 12:28

Auf der Homepage des Varroa-Sound ist zu lesen:

Die jungen weißen Varroa in der Brut sterben innerhalb von 1-2 Tagen.


Ich frage mich, warum dann eine Behandlungszeit von über 20 Tagen nötig ist?
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon Markus75 » 22. Dezember 2016, 12:48

Nils hat geschrieben:Ich frage mich, warum dann eine Behandlungszeit von über 20 Tagen nötig ist?


Ist ganz einfach, frisch geschlüpfte Milben benötigen erstmal ein paar Tage um sich auf einer Biene voll zu saugen = Reifefraß.
Dazu sind bereits genug Varroen in einem Stadium, bei dem das Echolot keinen Schaden mehr ausrichten kann. Wenn man also die Tage der noch schlüpfenden und die Tage des Futterns noch mit einbezieht, dürften vermutlich die 20 oder mehr Tage heraus kommen.

Wenn man es noch weiter spinnt, dann müsste man davon ausgehen, das eine Varroa ca. 4 mal in die Zelle zur Vermehrung eindringt und müsste dabei dann diese 4 x 13 Tage noch dazu rechnen. dann könnte man die Plage an den Rand des aussterbens bringen -sofern das Teil wirklich was kann :hmm:

Simon, hast dazu kein nettes Bild zum veranschaulichen?
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon Nils » 22. Dezember 2016, 14:12

Achso, dann wirkt der Sound nur auf die hellen Milben, nicht auf die ausgewachsenen??
So habe ich das nicht verstanden, aber es würde die ca 20 Tage erklären?!

Danke!
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon Simon » 12. Januar 2017, 20:48

https://www.facebook.com/varroasound/?fref=ts
Öffentlich zugängliche Facebookseite mit Milbendaten ausgewählter "Varroa-Sound" Testimker.
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon Simon » 18. Januar 2017, 21:54

https://www.youtube.com/watch?v=i4LEV5Z85ZE
Die Nachbehandlung mit Oxalsäure läuft, das Volk erscheint stärker als am Anfang, aufgeregter mit mehr Zehrung und Abfall?
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon Simon » 22. Januar 2017, 12:39

https://www.youtube.com/watch?v=4V26LRcHRYg
8 Milben 72 Stunden nach Behandlung. Viel wird nicht mehr fallen, aber nach wie vor auffällig viel Gemüll.
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon Bandwurm » 22. Januar 2017, 13:46

Simon hat geschrieben:...
aber nach wie vor auffällig viel Gemüll.


Was schliesst du daraus, in diesem Fall?
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon Goran » 22. Januar 2017, 14:30

Hallo

alles schön und Gut Ich will sehen wie das aussieht in Spätsommer .
Winter Behandlung ist eine andere Sache ,da eher weniger Milben drin sind, als in Spätsommer.
Zerrung ist Stark bei diesen Volk ,was auch als Normal betrachten werden kann nach meine Meinung ist das Volk in Brut schon .


ich warte und will sehen wie Spätsommer Behandlung Funktioniert ,alles anderes ist nicht relevant.

Mfg

Goran
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon Simon » 22. Januar 2017, 14:39

Viel Zehrung kann durch starke Bewegung im Volk kommen, es hatte sich ja etwas beruhigt nachdem die Flüstertüte rauskam. Bienen auf der Suche nach Futter können solche Spuren hinterlassen, nach drei Tagen bei den aktuellen Temperaturen ist die Menge trotzdem ungewöhnlich.
Aber immerhin gibt es Daten, weitermachen, zählen vergleichen, aber besser bitte.
Es gibt noch einen Datensammler (Imkerei Klaus), durch Bienenprobe wurde am 28.10. ein Befall von 12% festgestellt [...we could say the bee-colony was massive affected.]. Während der anschließenden Behandlung sind 168 Milben gefallen. Danach lag der Befall bei 1%. Irgend was passt da nicht. Der natürliche Abfall wäre bei 12% Befall auf dem Level des Behandlungsabfalls, wenn nicht gar höher. Bei einem (unter-)durchschnittlichen Volk mit 5000 Bienen wären bei gutem Behandlungserfolg 500 Milben zu erwarten; oder aber das Volk hatte weniger als 2000 Bienen?
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon Nils » 22. Januar 2017, 14:59

Simon, du erwartest nicht mehr Milbenfall beim Testvolk?
Aufgrund des Gemülls würde ich Brut vermuten (meine brüten auch noch voll trotz -15 Grad).
Sind die gefallenen 8 dann die 20% aufsitzenden Milben? Und noch 80% (= 32) sind in der Brut?

Was spekulierst du? Wieviel ist beim träufeln bei Brut und 8 Milben in 3 Tagen noch in der Brut???
Ich habe keine Träufelerfahrung , du schon ;)
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon Simon » 22. Januar 2017, 15:16

Nils hat geschrieben:Simon, du erwartest nicht mehr Milbenfall beim Testvolk?
Trotz geringem Brutumfang müsste die Wirkung mindestens ausreichend sein um die Dimension des Wirkungsgrades zu beurteilen. Wie sich die Milben verteilen ist spekulativ, evtl. sind im Winter weniger in der Brut als angenommen.

Nils hat geschrieben:Aufgrund des Gemülls würde ich Brut vermuten (meine brüten auch noch voll trotz -15 Grad).
Klar könnte die Zehrung ein Hinweis auf Brut sein, der Gemüllabfall wird sehr gerne falsch gedeutet, am feinen Gebrösel oder der Färbung kann man das nicht zuverlässig erkennen, sicher nur über eindeutige Zelldeckelreste, Brutbestandteile und helle Milben.
1020
Diese Zehrung gab es bei einem mindestens 10 000 bienenstarken Volk über 14 Tage, ich konnte keine Brutanzeichen im Gemüll sehen.

Nils hat geschrieben:Was spekulierst du? Wieviel ist beim träufeln bei Brut und 8 Milben in 3 Tagen noch in der Brut???
Die Milbenfallzahlen sind sehr gering, mit dem Abfall von 2/3 Milben mehr oder weniger verschieben sich plötzlich die Prozentpunkte zweistellig.
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon Tonaxel » 12. April 2017, 15:28

Moin moin,

hm, 15 kHz mit 90 dB/10cm sind keine Herausforderung. Ich habe das Teil mal mit einem Piezogeber nachgebaut, der eine seiner Resonanzfrequenzen bei 16 kHz hat Dann habe ich mal 2 Ausgänge eines kleinen Mikrokontrollers als Gegentaktendstufe programmiert und 16 kHz Rechteck reinprogrammiert. Das Teil macht 92 dB/10cm bei 16 kHz und benötigt 2 mA. Dazu passt dann ein kleiner 18650er Akku mit 2 Ah, der das ganze für ca. 1000 Studen = 41 Tage befeuert. Der Materialpreis ist ca. 8,-. Dafür probiere ist es mal aus. Das Ding passt auch unten in die Schublade und ich benötige keine zusätzliche Zarge. Den Milben ist es wohl auch egal, ob sie den Lärm von oben oder unten bekommen...

Sound.jpg


Viele Grüße
Axel
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon SirAlec » 22. April 2017, 14:41

So weit ich weiß testet Gerhard Liebig das Gerät grade, nachdem er etwas Schwierigkeiten hatte eins zu bekommen, ähnlich wie bei der Bienensauna.
Warum der Hersteller einem Wissenschaftler kein Gerät verkaufen, oder zur Verfügung stellen will...
I'm Moment ist auf seiner Internetseite dazu noch nichts zu finden, ich bin aber gespannt. Meine Vermutung ist: Bringt nichts, wie seinerzeit der Schallomat...
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon Tobi » 22. April 2017, 17:40

Hab irgendwo gelesen, dass er das näher untersuchen möchte, da erste Tests überhaupt nicht die versprochenen Ergebnisse gebracht hätten...
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon sandler » 10. Mai 2017, 07:28

Hallo,
es gibt neue Erfahrungen:

http://www.immelieb.de/varroa-killer-sound-im-test

Gruß
sandler
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon Tobi » 10. Mai 2017, 09:11

sandler hat geschrieben:Hallo,
es gibt neue Erfahrungen:


Nein, nicht "neue Erfahrungen", nur einen "neuen Erfahrungsbericht"... ;)
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon Nils » 14. Mai 2017, 08:31

Wenn ich mir das Foto dazu anschaue frage ich mich, ob der Liebig das Gerät nicht um 90 Grad hätte drehen müssen??

Auf Bildern des Herstellers steht der Lautsprecher anders drauf....
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon steffen » 15. Mai 2017, 07:17

Das passt so: Es gibt wohl zwei Möglichkeiten der Positionierung: https://youtu.be/bvCOTjxDrhM
Gruß
Steffen
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