Varroa, lass locker

Rückstandsfreies Imkern mit organischen Säuren
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Jeder Imker beachtet die gültigen Bestimmungen zur Varroabekämpfung und wendet die in seinem Land zugelassenen Behandlungsmittel an.

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon AngoraAngy » 17. August 2016, 10:24

Ich hab gestern auf meine 4 Völker (3x 2 Zargen und 1 x 1 Zarge Langstroth) die Nassenheider Pro gepackt, mit Leerzarge drüber. die Zweizarger 290ml, der EInzarger 180ml laut Beipackzettel. So wurde es mir im Verein erklärt und vom helfenden Kollegen empfohlen. WIe lange bleibt das jetzt drauf? 2 Wochen? Windeln sind natürlich auch drin. Die sollte ich wahrscheinlich auch einfach in Ruhe lassen, damit meine Säuredämpfe im Stock bleiben?
Beste Grüße von Angela und der Bauernhofmeute
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon heisenberg » 18. August 2016, 10:27

Simon hat geschrieben:
heisenberg hat geschrieben:Wieso Zadant? Was versprichst du dir davon?
Ich sammle mal wieder viele Eindrücke der Großwabenimkerei.

Ich freue mich auf Videos im nächsten Jahr, auch im Vergleich zur Magazinimkerei. :thumbsup:
Vor- und Nachteile etc.
Danke jetzt schon im Voraus
Was Imker wollen und Bienen machen sind zwei verschiedene Sachen
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Simon » 27. August 2016, 15:18

958
Nach der ersten Behandlung erfolgt 14 Tage später die Auswertung des aktuellen Befalls, auf einer geölten Windel zwei Tage hintereinander ausgezählt, am zweiten Tag wurden die Milben doppelt gezählt, sie wurden am Vortag nicht beseitigt, allem Anschein nach keine Milbenräuber auf der Windel. Ein Nachteil hat der Auftrag von Balistol, der Unterschied zwischen Pollenkörnchen und Milbe kann verschwimmen da sich das Körnchen wie eine Milbe abflacht.
Noch nicht locker lassen, die Spätsommerpflege zur Aufzucht gesunder Winterbienen ist jetzt wichtig. Mindestens 4 Völker werden nochmals nachbehandelt. Wer noch vor der Spätsommerpflege steht kann sich die Zusammenfassung des Dreierpaketes aus Wabenhygiene, Behandlung und Fütterung hier abrufen: http://www.immelieb.de/?p=1683
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon rita » 30. August 2016, 14:19

Tja,
habe bis zum 10.8. eine AS Behandlung bei 2 stark befallenen Wirtschaftsvölkern durchgeführt.
Die Langzeit-Behandlung schien von Milbenfall und der Verdunstungsmenge her geklappt zu haben ....

Ich wähnte mich siegessicher (hätte mal die gesäht mit Varroen vollen Schubladen fotografieren sollen..), habe aufgefüttert und letzte Woche den natürlichen Milbenfall geprüft.
Ergebnis war so, dass ich die Schublade gleich nochmal eingeschoben habe, weil ich an einen Fehler/Sehstörung glaubte:

Leider war das nicht der Fall;
wieder ca. 100/ bzw. 35 Milben täglich - eigentlich wie VOR der ersten Behandlung, obwohl danach ca. 3500/ bzw. 2000 Milben in den ersten Tagen und danach mehr ( nicht mehr gezählt!) pro Volk gefallen sind.

"Entscheidend ist was drin bleibt..."

Bin etwas in Panik und schiebe die nächste Behandlung sofort ab heute nach!
MISTVIECHER. :black:

Grüße Astrid
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Simon » 30. August 2016, 18:27

Sehr gut dass nochmals kontrolliert wurde. Sofort nochmals Ameisensäure nachsetzen, evtl. die Dosis steigern, welcher Verdunster wurde verwendet?
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon rita » 31. August 2016, 08:24

Hallo Simon,

Liebig, 30ml/Tag, 85, gesamt 100 pro Volk...
Jetzt versuche ich 200.

Leider habe ich das riesige Volk mit dem hohen Befall über Nacht überdosiert :shock:
ca 50 ml/ 17 Stunden....
Mist, beim letzten Mal vor 4 Wochen hat der LB-Dispenser bei ähnlichem Wetter nur in 2facher Ausführung das Ergebnis gebracht.
Ich habe sofort nachjustiert und muss nun sehen, was passiert.

Werde das Flugloch beobachten.
Gibt es noch Möglichkeiten die Situation zu entlasten?

Ach ja, Völker hatten nächtens keine Varroaschublade drin, die wollte ich erst saubermachen.
Erklärt das die heftige Verdunstung?

Ist alles nicht so simpel wie im Lehrbuch.

Danke Astrid
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Lukas » 31. August 2016, 09:14

Das ist die hässliche Seite von AS, es ist wirklich nicht immer einfach zu erkennen, was los ist. An einem Volk habe ich das selbe Problem: Behandlung nach 30/Tag mit Kurzzeitbehandlung, Verdunstung perfekt, über 8 Tage 3000 Milben auf der Windel, dann wie erwartet abfallend, ich zufrieden. Kontrolle 25 Tage später: 30/Tag :evil:
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Simon » 31. August 2016, 11:26

Hallo Rita,
mit der Eigenart der Ameisensäure wie du sie und Lukas beschreibt hat muss man immer rechnen, man kannt verwöhnt sein über gute beinahe flächendeckende Erfolge mit hohem Wirkungsgrad, Ameisensäure kann aber auch ausgesprochen schlecht wirken trotz guten Voraussetzungen. Auch wenn viele Milben gefallen sind, kann ein angenommener "guter" Wirkungsgrad von 80% zu wenig sein, deshalb die gestufte Behandlung und auch die nötige Orientierung an Schadensschwellen und Behandlungsschwellen. Eigentlich ist es schon fast wie im Lehrbuch gelaufen, man muss immer mit solchen Ausnahmen rechnen. Die passende Verdunstungsleistung ist nur ein Hinweis auf die zu erwartende Wirkung, eine direkte positive Schlussfolgerung darf man leider nicht ziehen, umgedreht aber meist schon, verdunstet nichts, wirkt es nicht. Eine starke Verdunstung kann durch den geöffneten Boden passieren, meist verdunstet die Säure dadurch gleichmäßiger. Deshalb nochmals behandeln, es ist nicht zu spät dazu.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon rita » 31. August 2016, 16:07

Hallo,

nochmal eine vielleicht seltsame Frage:

nachdem ich die Schublade heute nachmittag bei laufender Behandlung wieder entfernt habe (die Verdunstung kommt einfach nicht entsprechend voran, wenn das Ding drin ist...)
fiel mir auf, das viele der Milben noch leben und hektisch rumrennen, d.h. sehr beweglich sind! :vr:

Können die Varroen eigentlich ins Volk zurückkriechen, wenn die Behandlung um, das heisst der Säuredampf verflogen ist??

Wie entsorgt Ihr die Mistviecher bienensicher?
Ich habe bisher immer die Schubladen im Regenfass gespült....Also ich mein nur: langsam bekomm ich Angst vor denen.

A.
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Lukas » 31. August 2016, 19:11

rita hat geschrieben:Können die Varroen eigentlich ins Volk zurückkriechen, wenn die Behandlung um, das heisst der Säuredampf verflogen ist??

Varroen überleben nur kurze Zeit ausserhalb des Bienenvolkes und daher können sie nicht abwarten bis der Säuredampf verflogen ist. Schaut man abgefallenen (gesunden) Milben zu, merkt man auch recht schnell, dass sie nur begrenzte Fähigkeiten haben, zurück in ein Volk zu finden. Unter Kunstschwärmen findet man nach der Kellerhaft oft hunderte Milben, die einfach hochkrabbeln hätten können, stattdessen aber im Umkreis von 20cm am Boden verhungern.
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Hamamelishonig » 2. September 2016, 19:04

Bei uns läuft grade ein Neuimkerkurs, vier Schulungsvölker stehen an meinem Heimstand... folglich habe ich meine Völker dieses Jahr wie die Neuimkervölker (und wie ich das natürlich jedes Jahr mache... [;o) ) mit der 60%igen AS ad werf weg behandelt.... heute bei der Auswertung hatten alle 7 Völker am Stand (bis auf eines) nach 9 Tagen kaum zählbare :vr: auf der Windel. Einem Volk von mir habe ich am Montag den Dispensor neu befüllt (etwas Aspach Uralt zugesetzt) und auf diesem Kontrollvolk fielen seit Montag über 1000 dicke braune :vr: , dass ich so den Neuimkern wenigstens zeigen konnte wie eine :vr: aussieht, im Vergleich zum Pollen

Ergebnis: seit vorletztem Mittwoch stand der Mond ungünstig, seit Montag wäre demnach der Mondstand für die Behandlung besser gewesen...
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Simon » 7. September 2016, 09:33

Reminder: Befallskontrolle! Nach der Einfütterung sollte jedes Volk kurz kontrolliert werden, für 2-3 Tage eine Schublade einschieben, ich finde im Augenblick wie immer die tollsten Überraschungen, zwischen sehr geringer Belastung <1 Milbe/Tag und sehr hohem Befall mit deutlich über 10 Milben pro Tag ist alles vorhanden und jedes Volk muss als Unikat gesehen werden. Die nächsten Tage wird es passend für eine wirkungsvolle Behandlung mit Ameisensäure, dieses Zeitfenster sollte man nicht verstreichen lassen.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon bob » 7. September 2016, 10:18

Hamamelishonig hat geschrieben:Einem Volk von mir habe ich am Montag den Dispensor neu befüllt (etwas Aspach Uralt zugesetzt) und auf diesem Kontrollvolk fielen seit Montag über 1000 dicke braune :vr: , dass ich so den Neuimkern wenigstens zeigen konnte wie eine :vr: aussieht, im Vergleich zum Pollen


interessant, den Aspach Uralt verwende ich auch noch (natürlich zum Trinken) und mit gutem Erfolg. ß)
Gruß bob
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Lukas » 8. September 2016, 08:11

Hamamelishonig hat geschrieben:am Montag den Dispensor neu befüllt (etwas Aspach Uralt zugesetzt) und auf diesem Kontrollvolk fielen seit Montag über 1000 dicke braune :vr:


Ist das eine Vorstudie zu HopGuard III ? :bigrin:
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Hamamelishonig » 12. September 2016, 17:49

... AS. .. pach Uralt...aus den jahren, als die noch offiziell war... [;o) je älter, desto wirkungsvoller....
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Karlheinz » 23. September 2016, 14:49

Leider hatte die Varroabehandlung bei meinen Völkern im August (AS 60%, LD und TV, 20-40ml tgl) keine durchschlagende Wirkung. Da hätte es wohl eine Grabkerze, oder 2 LD´s pro Volk gebraucht. Wegen des nicht optimalen Wetters letzte Woche hat mir unser Tierarzt eine Bescheinigung für die AS 85% ausgestellt. Erhalten habe ich in der Apotheke eine 75er, die 85er sei nicht mehr lieferbar.
Die Behandlung mit Schwammtuch in die Schublade (20/30ml, gekühlt, morgens) war auch nicht so der ganz große Milbenkiller. Das Schwammtuch war nach 24 Std. noch sehr nass und die Säure vmtl. mit Schwitzwasser verdünnt. Der Milbenfall nur wenig erhöht.
Heute früh habe ich nochmal nachgelegt, allerdings nicht mit Schwammtuch, sondern mit je 2 gefalteten Küchenrolle-Streifen. Die 20-30ml sind in 6 Std. gut verdunstet, bis auf eine geringe Restfeuchte.
Die Milben purzeln herrlich, die Bienen haben sich bis auf einen wirklich sehr minimalen Bart vor den Fluglöchern gegen Mittag unauffällig benommen.
Die zeitgleich mit LD (voller Docht) und TV behandelten Völker zeigen noch keinen wesentlichen Anstieg des Milbenfalls, aber das ist wohl auch noch zu früh, wegen des langsamen Anstiegs der Stockluftkonzentation.
Bin schon auf den nat. Milbenfall in 2 Wochen gespannt.

Gruß
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon mmoe » 24. September 2016, 11:20

Moin!

Glücklicherweise hatten wir die letzten Wochen ja hochsommerliche Temperaturen.
Da konnte ich dann das zweite Mal behandeln. Die erste verlief offensichtlich nicht
so perfekt. Gestern habe ich abgeräumt, nachdem die Dispenser mit 200ml AS verdunstet
waren. Schubladen waren nach dem Auszählen unterschiedlich voll: zwischen 10 und 250
Milben habe ich erfasst. Ganz ordentlich, wie ich meine. Demnächst dann noch einmal
die Nachlese ...

Interessant: Vier Völker behandele ich mit Apilife-Var. Das sind echte Stinker, aber offensichtlich
hat das dort auch gut geklappt. Der Befall lässt sich dort schwieriger ermitteln, da die Milben
länger brauchen bis sie "erstinken". Erst nach 14 Tagen geht es los.
Trotzdem: auch hier zwischen 30 und 160 Milben gefallen. Und der Fall dauert an. Wirkt m.E. also längerfristig. Sorgt aber für mediteranen Geruch im Garten. :thumbsup:
Viele Grüße
Marco
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Agot1979 » 24. September 2016, 21:45

Bei mir hat APLV auch gut gewirkt. Bei einem Volk sind massig Milben gefallen und beim 3 en Durchgang dann schon deutlich weniger. Hab den stark befallenen Ableger aber trotzdem noch einer AS Bhandlung mit dem LD unterzogen.
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Simon » 24. September 2016, 23:00


https://www.youtube.com/watch?v=H_ilQYbdBP8&
Ich bin sehr gespannt wie sich die Milbenpopulation entwickelt, momentan 5 Milben Abfall pro Tag, bei diesem enormen Brutumfang wird da noch einiges kommen und so manchen überraschen. Es scheint mir ein Brüten ohne Zuwachs mit Austausch an Altbienen, ich lasse mich aber gerne überraschen wie das Volk in einem Monat aussieht.
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Karlheinz » 27. November 2016, 19:48

Liebig schreib, dass in brütenden Völkern der nat. Milbenfall mit den Faktoren 100-300 multipliziert werden soll, um die tatsächliche Milbenbelastung im Volk zu ermitteln. Bei brutfreien Völkern sei dieser Faktor höher, da die meisten Milben beim schlüpfen der Jungbienen fallen.
Leider gibt er nicht an, wie hoch der Faktor jetzt bei den brutfreien Völkern ist. Gibt es hierzu neue Erkenntnisse?
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon propolis » 28. November 2016, 09:38

Hallo,

in meinem Handout steht, dass Ende November 1 Milbe/Tag 500 lebenden entspricht, gleich über dem Vorgehen zur Oxalsäurebehandlung.
LG, propolis
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Karlheinz » 28. November 2016, 10:06

Danke für Die Info, auch wenn sie mich jetzt nicht glücklich macht.
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Karlheinz » 2. Dezember 2016, 16:56

Am 17. Tag nach der OS Behandlung stagniert der Abfall seit mehreren Tagen im mittleren einstelligen Bereich. Aber es gibt auch 3 Ausreisser mit noch bis zu 14 Milben.
Ich glaube nicht mehr so recht, dass sich der nat. Abfall bei diesen Werten in einer weiteren Woche auf ein erträglicheres Maß einpendeln wird.
Ich habe heute, bei milden 6 Grad MS gesprüht und oh Wunder, mehr als die Hälfte der Völker hat inzwischen schon wieder Brut angelegt. Am 15.11. waren sie noch brutfrei.
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Simon » 2. Dezember 2016, 21:09

Karlheinz hat geschrieben:Ich habe heute, bei milden 6 Grad MS gesprüht und oh Wunder,...
Von Milchsäure darf man keine Wunder erwarten, sie wirkt schwach, bei diesem aufwändigen Eingriff wünscht man sich eine besser wirksame Substanz. Es wurde nun auch endlich Zeit, Oxalsäure wird als Sprühbehandlung zugelassen, dies ist insbesondere für die Erstellung brutfrei gebildetet Ableger grundlegend, Milchäure war meist die B-Kategorie der Empfehlung, manchmal mit dem Hinweis auf das analoge aber wirksame Präparat: http://shop.biovet.ch/de_bv/bienen/varr ... osung.html

Oxalsäure-Checkliste für D:
träufeln - check
sprühen - check
verdampfen - add to wishlist
belaufen lassen - secret order
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon ulf » 3. Dezember 2016, 10:37

Simon hat geschrieben: Von Milchsäure darf man keine Wunder erwarten, sie wirkt schwach, bei diesem aufwändigen Eingriff wünscht man sich eine besser wirksame Substanz.


das stimmt so aber nicht bzw. kann ich so nicht bestätigen
ich meine, einen Film von dir gesehen zu haben, wo du die MS recht "oberflächlich" und dazu noch reichlich wenig gesprüht hast...
das kann dann auch nicht wirklich wirken

MS bei kalten Temperaturen ausreichend in die Wintertraube gesprüht, auf alle (!) Bienen, wirkt bei Brutfreiheit hervorragend!

Oxalsäurenebel einzuatmen ist nicht ungefährlich!
angefangen hab ich am Fuß der dt. Mittelgebirge auf Freudensteinmaß, heute Carnica erfolgreich in Segeberger Beuten auf Deutschnormalmaß (DNM) :bigrin:
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Simon » 3. Dezember 2016, 11:15

ulf hat geschrieben:ich meine, einen Film von dir gesehen zu haben, wo du die MS recht "oberflächlich" und dazu noch reichlich wenig gesprüht hast...

https://youtu.be/OyswnFZN_Dw?t=553 ich denke die Dosierung stimmt, man muss aufpassen, durchnässte Bienen sammeln sich in Gruppen halb verklammt und brauchen sehr lange um die Flüssigkeit abzubekommen. Die Insitute haben seit vielen Jahren nichts mehr zur Untersuchung der Wirksamkeit von Milchsäure beigetragen, die ersten systematischen Versuche zur Notbehandlung im März und bei Sammelbrutablegern brachten einen erstaunlich geringen Wirkungsgrad, nachkontrolliert wurde mit Oxalsäure und Checkmite. Auch Oxalsäure wirkt nicht zu 90% in Völkern mit viel Bewegung bei sommerlichen Temperaturen.
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Karlheinz » 3. Dezember 2016, 13:56

Ich hab mal in den Unterlagen gekramt und 6 repräsentative Völker mit Milben vom Außenstand zusammengefasst:
Diese Völker wurden zeitgleich 4x im Intervall von 4 Tagen mit Milchsäure behandelt.
Dabei habe ich den jeweils natürlichen Abfall vor jeder Behandlung und den jeweiligen Abfall in den 4 Tagen nach jeder Behandlung erfasst.
Am 4. Tag hat sich dabei der natürliche Abfall von vor der Behandlung wieder eingestellt. Wie man erkennt, nur eine Wachstumsbremse für die Milben, keinesfalls eine wirkliche Reduzierung der Population.
Der erste Wert ist der natürliche Abfall, der zweite Wert ist der Abfall innerhalb von 4 Tagen.

Volk1: 6:49 / 11:127 / 10:113 / 3:105
Volk2: 27:170 / 30:201 / 24:241 / 22:305
Volk3: 8:67 / 3:74 / 6:105 / 4:204
Volk4: 3:82 / 4:62 / 3:239 / 1:119
Volk5: 6:96 / 12:139 / 10:123 / 5:180
Volk6: 5:85 / 11:121 / 12:117 / 11:116
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon waldimker » 3. Dezember 2016, 14:01

Ich kapier die Zahlen nicht, Karlheinz. KÖnntest Du das nochmal erläutern?
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Karlheinz » 3. Dezember 2016, 14:23

waldimker hat geschrieben:Ich kapier die Zahlen nicht, Karlheinz. KÖnntest Du das nochmal erläutern?


Klar doch:
Z.B. Volk1: 6:49 / 11:127 / 10:113 / 3:105

der erste Wert "6" ist der natürliche Abfall vor der ersten Behandlung.
der zweite Wert "49" ist der gesamte Abfall 4 Tage nach der ersten Behandlung.

dann folgt der 2. Behandlungsblock

der erste Wert "11" ist der natürliche Abfall vor der zweiten Behandlung.
der zweite Wert "127" ist der gesamte Abfall 4 Tage nach der zweiten Behandlung usw.
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Re: Varroa, lass locker

Beitragvon STC » 3. Dezember 2016, 18:43

kurz zusammengefasst: ausdünnende Wirkung (und da sehr verträglich auch mehrmals machbar!) aber eben kein allzu hoher Wirkungsgrad!
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