Varroa, lass locker

Rückstandsfreies Imkern mit organischen Säuren
Forumsregeln
Jeder Imker beachtet die gültigen Bestimmungen zur Varroabekämpfung und wendet die in seinem Land zugelassenen Behandlungsmittel an.

Varroa, lass locker

Beitragvon Simon » 30. Juli 2016, 15:41

Vorgewarnt durch milbengespickte geköpfte Drohnenbrut und der Beobachtung vieler durchbrütender belasteter Völker zeigt sich aktuell ein natürlicher Milbenfall durchweg im zweistelligen Bereich. Nur wenige liegen am betreffenden Standort unter 10 Milben/Tag, der Schnitt dürfte so etwa bei 15-20 liegen, Spitzen mit 50/Tag sind auch welche dabei. Demnach ist zügiges Behandeln angesagt, durch die mangelnde Tracht hat sich die Brut bei den meisten Völkern in die obere Zarge verlagert, Wabenhygiene ist jetzt schon möglich. Bei den Völkern mit 50 Milben/Tag wird es wieder eine Herausforderung sein und ein spannender Methodenvergleich mit 60%iger Säure den Notfall in den Griff zu bekommen, bei den angekündigten sinkenden Temperaturen unter 20°C darf man sich auf Überraschungen einstellen.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
Benutzeravatar
Simon
Admin
 
Beiträge: 5364
Bilder: 522
Registriert: 9. Februar 2008, 22:27
Wohnort: 73278

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Lukas » 30. Juli 2016, 18:06

Bei mir ein Spitzenreiter mit 120 Milben / Tag, 3 von 61 Völkern über 50 Milben/Tag, Durchschnitt der restlichen Völker jedoch unter 10.
Benutzeravatar
Lukas
 
Beiträge: 601
Bilder: 1
Registriert: 16. Mai 2013, 19:10
Wohnort: Vinschgau, Südtirol

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon propolis » 30. Juli 2016, 22:25

Hallo,

hier ist die Lage noch überschaubar - 2-4 Milben pro Tag, ein Ausreißer mit 10, dieser wird jetzt geteilt und behandelt.
LG, propolis
propolis
 
Beiträge: 496
Bilder: 4
Registriert: 21. März 2015, 07:54
Wohnort: Niederrhein

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Joachim » 31. Juli 2016, 07:18

Die bei mir aufgeschlagenen Ergebnisse zeigen, dass Standorte die eher kühl sind besser (mit weitaus wenig) Milben dastehen als Standorte die von der Sonne verwöhnt sind.

Zwar ist es ja beim Einsatz von AMS 60% ad. us. vet. immer wünschenswert dass die Kisten von der Sonne beschienen werden, um einge kontinuierliche Verdunstung der Säure sicherzustellen. Es zeigt sich aber immer mehr, dass Standorte die über den Winter hin kalt sind die Völker weniger animieren zu brüten und somit einige Brutsätze weniger haben (das gleiche gilt dann im Fall der Milbenreproduktion).

Es ist wie jedes Jahr - nichts nach Lehrbuch und immer wieder spannend :vr:
Viele Grüße
Joachim
Benutzeravatar
Joachim
 
Beiträge: 399
Bilder: 68
Registriert: 26. August 2012, 19:38
Wohnort: BaWü 322m ü. N.N.

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon mmoe » 31. Juli 2016, 10:11

Moin!

Hier liegen meine Auszählungen zwischen 0,3 bis 1 Milbe pro Tag.
Alle bereits eingeengt und ein wenig aufgefüttert. Jetzt ist das
Fenster für eine mögliche Behandlung größer. Also weiter zählen ...
Viele Grüße
Marco
mmoe
 
Beiträge: 300
Registriert: 1. August 2014, 21:13

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon VoBee » 31. Juli 2016, 10:47

Hallo,

hier hat mein Auszählen auch eine Milbenbelastung < 10 Milben /Tag ergeben; Meist 3-4 Milben/Tag. Die Bienen wurden auch schon eingeengt, mit 5 kg aufgefüttert und die erste Behandlung mit AS 60% läuft!
Mal schauen, was bei der Behandlung so alles abfällt...

Viele Grüße!
VoBee
 
Beiträge: 132
Registriert: 19. Juli 2015, 10:13

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon rita » 1. August 2016, 22:47

Hallo,

hier ist die Kacke leider mächtig am dampfen!
Ich war 14 Tage im Urlaub. Der Honig ist noch auf den Völkern, weil er vorher noch zu nass war.
Vor 3 Tagen hat die Urlaubsvertretung die Windeln eingeschoben:
ALARMIERENDES ERGEBNIS HEUTE:

1. Volk: ca. 90 Milben/Tag (Riesenvolk, sitzt auf 5 Zander-Zargen)
2. Volk: ca. 45 Milben/Tag (normaler 3 Zarger)
Es sind helle und dunkle Milben und entgegen bekannter Beobachtungen leben ca 1/4 der herabgefallenen noch. WAS LESE ICH DARAUS AB?

Mein Plan ist, den Honig schnellstmöglich zu ernten, 1 leeren Honigraum wieder drauf, einengen und dann mit AS zu behandeln....
Sollte der untere Brutraum noch voller Brut sein (Ist eher warscheinlich, da hier gerade noch gute Tracht herrscht - der japanische Schnurbaum blüht ausgedehnt 1 Monat eher als sonst) werde ich ohne Einzuengen behandeln.
Dann setze ich auch den geschleuderten Raum später auf.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr noch Tips und Tricks auf Lager habt...Es ist mein 2. Wirtschaftsjahr und solche katastrophalen Werte hatte ich noch nie.

Danke, Astrid
rita
 
Beiträge: 108
Registriert: 10. Oktober 2015, 22:01

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Immenfreund » 2. August 2016, 06:09

rita hat geschrieben:..
Es sind helle und dunkle Milben und entgegen bekannter Beobachtungen leben ca 1/4 der herabgefallenen noch. WAS LESE ICH DARAUS AB?

eine positive Deutung wäre, dass du mit der Varroatolleranzzucht einen Schritt vorangekommen bist. Evtl. kommen die lebenden Varroen durch Putztrieb zu Fall.
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

Bienenstand auf 300 m.ü.d.M. Hanglage in Streuobstwiese am Waldrand

http://immenfreund.wordpress.com

nur noch in http://dreilichs.de/if/ aktiv
Benutzeravatar
Immenfreund
 
Beiträge: 1117
Registriert: 1. Mai 2011, 15:45
Wohnort: Waiblingen-Bittenfeld

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Simon » 2. August 2016, 06:20

rita hat geschrieben:entgegen bekannter Beobachtungen leben ca 1/4 der herabgefallenen noch
Je höher der nat. Abfall desto wahrscheinlicher der Anteil lebender Milben, bei so hohem Abfall ist das keine Seltenheit. Zügig behandeln, trotzdem aufpassen auf die Brut, bei guter Tracht ist mit Honig im Brutraum zu rechnen, aber meist sind es nur ein paar Zentimeter um die Brut, besser schützt eine Zarge Abstand durch den ehemaligen Honigraum. Man kann auch mit drei Zargen behandeln, am Donnerstag wirds dazu passend hochsommerlich warm, dann aber deutlich kühler, ich würde eher einengen.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
Benutzeravatar
Simon
Admin
 
Beiträge: 5364
Bilder: 522
Registriert: 9. Februar 2008, 22:27
Wohnort: 73278

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Lukas » 2. August 2016, 08:35

rita hat geschrieben:Es sind helle und dunkle Milben und entgegen bekannter Beobachtungen leben ca 1/4 der herabgefallenen noch. WAS LESE ICH DARAUS AB?

Ich würde daraus ablesen, dass der Befall so gravierend ist, dass die Bienen anfangen verdeckelte Brut auszuräumen. Das kann man schnell daran erkennen, dass auf den Brutwaben reihenweise fast fertige Puppen aus den Zellen glänzen. Für mich gibt es dann nur noch ein Rezept: die ganze verdeckelte Brut raus (ggf. kleine Flecken ausschneiden um möglichst viel offene Brut zu belassen), Milchsäurebehandlung, 5 Tage später wieder die gesamte verdeckelte Brut raus und nochmal Milchsäure. Ameisensäure ist in diesem Fall wohl die schlechtere Wahl: nur unter idealen Bedingungen schafft man den Spagat zwischen schneller und effektiver Wirkung ohne dabei die noch gesunde junge Brut zu schädigen bzw. das Brutgeschäft zu beeinträchtigen.
Benutzeravatar
Lukas
 
Beiträge: 601
Bilder: 1
Registriert: 16. Mai 2013, 19:10
Wohnort: Vinschgau, Südtirol

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon rita » 2. August 2016, 18:58

Liebr Simon, Lieber Lukas, Liebe Kollegen

DANKE.
Ich habe heute die Fluchten eingelegt.

Volk 45 Milben/TAG:
Honigkränze über der Brut, insgesamt viel Honig im 2 BR, sehr unfreundliche Bienen..
Hier werde ich ohne Einengen und ohne ehemaligen Honigraum als Puffer behandeln?

Volk 90 Milben/ Tag:
Brut bis zum Oberträger, dafür ca. 25 Verdeckelte H-Waben, Bienen halbwegs nett - mein bestes Volk (hat schon 25 kg Frühtracht gegeben)...
Hier würde ich den geschleuderten HR als Puffer zwischensetzen...Einengen muss ich gucken (konnte die Sache heute nicht weiter auseinandernehmen wg Wespenalarm, es war das letzte Volk, an dem ich gearbeitet hab)
SIMON; Würde ich das Einengen mit einer Leerzarge betreiben, die ich über den geschleuderten Honigraum aufsetze und dann zum Behandeln nutze??

An dem Volk liegt mir viel. Es ist das, mit dem ich Ende Juni 2014 als 2 Wabenableger gestartet bin...Kö ist aber von 2015

Freitag bis Montag sind um 25° vorhergesagt.

Brut ausschneiden usw. trau ich mir nicht zu bei der Bienenmasse - und dann ist die Brut ja auch wech, wie bei brutschädigender AS...
Habe es auch als übles Chaos in Erinnerung, irgendwas zu schneiden oder Wildbau zu entfernen....

Seltsamerweise sehe ich noch keine äusseren Anzeichen des Desasters an den Bienen...

Grüsse
rita
 
Beiträge: 108
Registriert: 10. Oktober 2015, 22:01

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Lukas » 2. August 2016, 20:05

rita hat geschrieben:Seltsamerweise sehe ich noch keine äusseren Anzeichen des Desasters an den Bienen...
Der natürliche Milbenfall hängt oft sehr lose mit dem tatsächlichen Befall zusammen. 80 zeigt aber Handlungsbedarf an, keine Frage. Wenn in der unteren Zarge Brut vorhanden ist, würde ich nicht auf 3 Zargen behandeln sondern den Dispenser direkt auf die Brutzarge stellen. Scheinbar handelt es sich um ein starkes Volk, also kann man den Dispenser auch an den Rand schieben, weg von der Brut an den Oberträgern. Ein paar untergelegte Holzleisten helfen zusätzlich. Wichtig ist jetzt: Honig runter und behandeln, nicht mehr warten.
Mein 120-Milben-Volk hat nach Brutentnahme um die 2000 aufsitzende Milben auf der Windel fallen lassen. Neuer Rekordhalter! :auge:
Benutzeravatar
Lukas
 
Beiträge: 601
Bilder: 1
Registriert: 16. Mai 2013, 19:10
Wohnort: Vinschgau, Südtirol

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Augarian » 3. August 2016, 05:48

Hallo zusammen,

Hier zeigt sich evtl. ein Vorteil der Betriebsweise mit einem Brutraum.

Ich habe Mitte Juli geschleudert gleichzeitig von 7/8 Waben mit Mittelwänden auf 10 erweitert.

Ob Brut im zweiten Brutraum ist ... Diese Frage stelle ich mir nicht... Behandelt wird nach Zeitplan. :thumbsup:

5 kg gefüttert und seit dem 28.07. läuft die erste Behandlung mit dem Nassenheider in einem einzargigem Volk.

Ausreißer gibt es bei mir nach oben und unten... Von über 3000. abgefallenen Milben bis hin zu 150 ... Die stäksten Völker waren die mit den meisten Milben.

Liebe Grüße und dass die Varroa zu Grunde geht.

Augarian
... Es kommt wie es kommt, der Honig ist immer im Eimer :thumbsup:
Augarian
 
Beiträge: 23
Registriert: 7. April 2014, 12:40

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Simon » 3. August 2016, 12:18

Augarian hat geschrieben:Ob Brut im zweiten Brutraum ist ... Diese Frage stelle ich mir nicht... Behandelt wird nach Zeitplan. :thumbsup:

Ein paar Fragen bleiben dann doch, die Nähe zur AS Quelle kostet meist viel Brut, manchmal auch die Königin, das kann viele Jahre gut gehen, ein Kollege hatte damit 7 auf einen Streich erledigt und verdächtigte die AS-Qualität.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
Benutzeravatar
Simon
Admin
 
Beiträge: 5364
Bilder: 522
Registriert: 9. Februar 2008, 22:27
Wohnort: 73278

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon heisenberg » 3. August 2016, 19:13

Bei mir ist nur ein Volk auffällig mit 30 Milben pro Tag, die anderen so um die 2 bis 5. Komischerweise ist das auffällige ein Volk, das im Juni durch einen (wieder gefangenen) Schwarm keine Königin und Brut mehr hatte. Ein Ableger MS-behandelt wurde dann aufgesetzt. Jetzt TuB, mal sehen...
Bei einem Kollegen genau derselbe Fall. Kann das jemand erklären?
Was Imker wollen und Bienen machen sind zwei verschiedene Sachen
heisenberg
 
Beiträge: 49
Registriert: 3. Juni 2015, 08:08
Wohnort: Oberfranken

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon smurfy » 4. August 2016, 09:31

Ich bin dieses Jahr auch fleißig am Milben zählen. Die Schätzerei der letzten Jahre hat sich als viel zu unzuverlässig heraus gestellt.
Behandelt habe ich mit dem LD mit 60% AS 100 ml mit vollem Docht auf zwei Zargen. Die AS ist in 3-4 Tagen durch gewesen.

Wenn ich den natürlichen Milbenfall mit dem Faktor 200 hoch rechne und davon ausgehe dass 1/3 der Milben auf den Bienen sitzt, dann müssten doch nach diesen 4 Tagen ca. 1/3 der Milben auf der Windel liegen?

5 Milben pro Tag = ca. 1000 im Volk, also ca. 333 Milben auf den Bienen. D.h. die müssten gefallen sein.

Ich habe den Milbenfall ausgezählt und komme auf Ergebnisse von 16% bis 38%.

Liege ich mit meiner o.g. Annahme falsch? Sollte man bei Völkern mit < 20% Abfall gleich noch mal behandeln?
Benutzeravatar
smurfy
 
Beiträge: 171
Bilder: 9
Registriert: 20. März 2013, 12:41

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Green76 » 4. August 2016, 10:03

Hallo liebe Imker,
das ist mein erster Beitrag.Ich komme aus dem Ruhrgebiet, bin im ersten Bienen Jahr und besuche z.Z. den Kurs Einfach Imkern bei der Pia Aumeier. Aber nun zum Thema: Ich denken mal das meine Mädels ganz gut im Rennen liegen, habe am 17.07. geschleudert und für 3 Tage die Windel eingeschoben, Ergebnis: 1 braune Milbe und 1 winzig kleine die ich nur durch langes suchen mit der Lupe gefunden habe. Da sich das Wetter bei uns wie im April verhält und ich für 14 Tage im Urlaub bin habe ich mal die TuB Methode angewandt. Bin mal gespannt wie die Sache dann so aussieht, kann ich aber erst nach dem Urlaub beurteilen.

Liebe Grüße Green76
Green76
 
Beiträge: 4
Registriert: 19. Juli 2016, 08:30

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Simon » 4. August 2016, 12:21

smurfy hat geschrieben:Behandelt habe ich mit dem LD mit 60% AS 100 ml mit vollem Docht auf zwei Zargen. Die AS ist in 3-4 Tagen durch gewesen.

Das ist erfahrungsgemäß viel zu schwach dosiert, bei 25°C sind 200ml ausreichend, wird es kühler muss man die Fläche vergrößern oder zwei Dispenser einstellen, siehe den Verlauf einer Behandlung mit 60% des letzten Jahres: http://bienehummel.de/sh/LD_N.pdf
Ich würde die Behandlung nochmals durchführen!
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
Benutzeravatar
Simon
Admin
 
Beiträge: 5364
Bilder: 522
Registriert: 9. Februar 2008, 22:27
Wohnort: 73278

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon smurfy » 4. August 2016, 13:31

Danke, Simon!

Gibt's irgendwo Dispenser mit Expressversand? Sa-Mo solls schön warm werden, dann wieder Sibirien...
Oder ich versuch es wie Dr. Liebig mit dem Toilettenpapier...

Ich habe zum Test auch einen Nassenheiderverdunster mit 290ml in ein Volk, da war der Abfall an Milben (gefühlt) höher, allerdings auch massig tote Bienen und vereinzelt Puppen vorm Flugloch. Ich hab sie noch nicht ausgezählt.
Benutzeravatar
smurfy
 
Beiträge: 171
Bilder: 9
Registriert: 20. März 2013, 12:41

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Simon » 4. August 2016, 13:36

Hast du nur abgeräumt und auf die Brut aufgestellt oder Distanz geschaffen durch Wabenhygiene? Bei einer Vergrößerung unbedingt drauf achten dass der Docht nicht unter die Höhe des Tropfers gerät.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
Benutzeravatar
Simon
Admin
 
Beiträge: 5364
Bilder: 522
Registriert: 9. Februar 2008, 22:27
Wohnort: 73278

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon smurfy » 4. August 2016, 13:40

Da ist eine Zarge Distanz zur Brut! Darauf eine Leerzarge in der das Teil steht.

Ich habe auch ein (anfang Mai) abgeschwärmtes Volk mit dem LD behandelt und ihn hinten, weg von der Brut gestellt. 50ml und 2/3 Docht. Geschätzt > 1.500 Milben waren es sicher, aber keine erkennbaren Schäden. Sogar Rundmaden in allen Größen waren vorhanden.

Schon erstaunlich welche erheblichen Schwankungen da wohl die kleinsten Stellschrauben bewirken.
Benutzeravatar
smurfy
 
Beiträge: 171
Bilder: 9
Registriert: 20. März 2013, 12:41

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon FranzBurnens » 4. August 2016, 13:56

Green76 hat geschrieben:Ergebnis: 1 braune Milbe und 1 winzig kleine. .. habe ich mal die TuB Methode angewandt.

Bei so geringer Milbenbelastung würde ich nur den Brutling behandeln und davon ausgehen, dass der andere Teil bis zur "Winter-Restentmilbung" auch so klar kommt.
FranzBurnens
 
Beiträge: 596
Bilder: 3
Registriert: 20. November 2014, 14:35
Wohnort: K - Der angegebene Wohnort ist zu kurz.

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon VoBee » 4. August 2016, 14:49

Hallo zusammen,

ich bin momentan ratlos. Ich habe bisher 2 Kurzzeitbehandlungen mit 60% AS auf dem Schwammtuch durchgeführt. Da die Völker 2-zargig sitzen (auf 18 Zander Rähmchen) hab ich 40 mL AS pro Volk benutzt.
Die Brut befindet sich vollständig in der untersten Zarge, der Abstand zum ST sollte also passen.
Die Schwammtücher waren innerhalb von 24h trocken.

Mein Problem: Auf den eingeölten Windeln hab ich bei jedem Volk nur max. 40 Milben 1 Tag nach jeder Anwendung gefunden. Im Vergleich zu den Vorjahren viel weniger (da waren es pro Behandlung ca. 100-250).
--> Hat die Behandlung nicht richtig gewirkt?

Der natürliche Befall war vorher nach meinem Auszählen auch nicht groß (0,5 - 3 Milben pro Tag)
Ich habe dieses Jahr 2 Mal Drohnenbrut geschnitten und Sammelbrutableger mit je 3 verdeckelten Waben pro Volk erstellt. Kann es sein, dass ich dadurch die Varroa so stark dezimiert habe, dass so ein geringer Abfall erklärbar wäre?

LG und besten Dank für Euere Einschätzung schon mal
VoBee
 
Beiträge: 132
Registriert: 19. Juli 2015, 10:13

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon BieneMoni » 7. August 2016, 07:18

Mal was zum Lachen:

https://www.google.de/?gws_rd=ssl

Das heutige google doodle sieht aus wie eine rasende Varroamilbe. L)

LG, BieneMoni
Dieses Forum wird demnächst geschlossen!
Hier gehts im Nachfolge-Forum weiter: dreilichs.de/if/index.php


Langstroth-Imkerei in der südpfälzischen Rheinebene
Benutzeravatar
BieneMoni
 
Beiträge: 216
Registriert: 27. April 2016, 14:08

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Simon » 7. August 2016, 07:33

varroa.jpg
varroa.jpg (3.17 KiB) 9194-mal betrachtet
Eindeutig, aber von was ist sie parasitiert? Parasitolympics, morgen kommt Zika Fliegen fangen.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
Benutzeravatar
Simon
Admin
 
Beiträge: 5364
Bilder: 522
Registriert: 9. Februar 2008, 22:27
Wohnort: 73278

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon BieneMoni » 7. August 2016, 10:55

:rofl:

Parasitolympics:

1. Disziplin: Varroa-Huckepack-Rähmchen-Rennen

2. Disziplin: Zika-Fliegen-Fangen

3. Disziplin: Sackhüpfen der Sackbrut

4. Disziplin: Faulbrutsporen-Weitflug

5. Disziplin: Beutenkäferhockey im Kleinspielfeld

6. Disziplin: Wachsmottenlarven-Weitkriechen

7. Disziplin: Harlekinmarienkäfer-Punkte-Zählen

8. Disziplin: Dornfingerspinnen-Fingerhakelwettbewerb

9. Disziplin: Kriebelmücken-Krabbeln

10. Disziplin: gemischtes Doppel von: AS/MS vs. Ardap/Neonicotinoide
Dieses Forum wird demnächst geschlossen!
Hier gehts im Nachfolge-Forum weiter: dreilichs.de/if/index.php


Langstroth-Imkerei in der südpfälzischen Rheinebene
Benutzeravatar
BieneMoni
 
Beiträge: 216
Registriert: 27. April 2016, 14:08

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Simon » 7. August 2016, 20:09

951
4 Tage natürlicher Abfall.
Varroa lass locker, das war zu viel! So früh hatte ich noch nie einen Verlust, natürlicher Abfall jenseits der 100 Milben/Tag.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
Benutzeravatar
Simon
Admin
 
Beiträge: 5364
Bilder: 522
Registriert: 9. Februar 2008, 22:27
Wohnort: 73278

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon propolis » 7. August 2016, 21:32

Bienenmoni :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

Ohje, das sieht so aus wie meine Schublade nach der AS-Behandlung. Wie sieht denn ein Volk aus, dass solchermaßen parasitiert ist?
LG, propolis
propolis
 
Beiträge: 496
Bilder: 4
Registriert: 21. März 2015, 07:54
Wohnort: Niederrhein

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Simon » 7. August 2016, 21:47

Das Volk löst sich gerade auf, wenige locker besetzte Wabengassen.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
Benutzeravatar
Simon
Admin
 
Beiträge: 5364
Bilder: 522
Registriert: 9. Februar 2008, 22:27
Wohnort: 73278

Re: Varroa, lass locker

Beitragvon Lukas » 8. August 2016, 08:12

Simon hat geschrieben:Das Volk löst sich gerade auf, wenige locker besetzte Wabengassen.

:cry: Erzähl mal ein paar Details dazu: ist das die erste Zählung? Wie schauen die Brutwaben aus? Was passiert am Flugloch? Königin noch da? Wie schauen die Nachbarvölker aus?

Ich hatte auch so ein Volk mit 120+, bei Entdeckung praktisch ohne unbefallene Brutzellen. Puppen und sogar frisch geschlüpfte Bienen wurden ins Freie gezerrt, was ich bisher noch nicht beobachtet habe. Viele aufsitzende Milben sichtbar (einige Dutzend pro Wabenseite), das Volk unruhig und brutal aggressiv, jedoch (noch) gute Volksstärke. Nach Abkehren in eine neue Beute und Behandlung schaut das Volk absolut gesund aus und verhält sich wieder ruhig und sanftmütig, erste Brut schlüpft in kürze. Wiederum sehr spannend zum Thema Varroa-Verflug: links stand ein Wirtschaftsvolk mit 5/Tag, rechts ein bereits im Juni behandeltes Jungvolk mit 2/Tag. Warte noch immer auf einen Hinweis auf dieses von allen anderen Imkern beschriebene Phänomen.
Benutzeravatar
Lukas
 
Beiträge: 601
Bilder: 1
Registriert: 16. Mai 2013, 19:10
Wohnort: Vinschgau, Südtirol

Nächste

Zurück zu Varroa-Konzept

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast