OS verdampfen statt beträufeln

Rückstandsfreies Imkern mit organischen Säuren
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Jeder Imker beachtet die gültigen Bestimmungen zur Varroabekämpfung und wendet die in seinem Land zugelassenen Behandlungsmittel an.

OS verdampfen statt beträufeln

Beitragvon Katano » 18. Dezember 2015, 21:01

Hallo,

da hier bei uns die Temperaturen Tagsüber die 17 grad schon übersteigen (NRW) dachte ich mir ich verdampfe halt mal zum test.
Welche Erfahrungen habt ihr mit der Verdampfung mit dem Teelicht?
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Re: OS verdampfen statt beträufeln

Beitragvon Simon » 19. Dezember 2015, 10:10

Bei der aktuellen Witterung könnte man in Österreich die Teelichtbedampfung unter Voraussetzung der Anwendung des zugelassen API-Bioxal, 886 mg/g Pulvers mit gutem Erfolg einsetzen.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: OS verdampfen statt beträufeln

Beitragvon carsten72 » 20. Dezember 2015, 13:28

Ich habe meine österreichischen Bienen gestern mit der TeelichtMethode bedampft. Alles im grünen Bereich :thumbsup:
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Re: OS verdampfen statt beträufeln

Beitragvon Joachim » 20. Dezember 2015, 13:52

die Bienen in die Schweiz bringen wäre da wohl sinnvoller als nach Österreich, wo vorgeschrieben wird mit was und wie zu "Vaporisieren" ist ......
Viele Grüße
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Re: OS verdampfen statt beträufeln

Beitragvon myggel » 20. Dezember 2015, 20:58

ja. in die Schweiz bringe ich meine die Woche auch noch.
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Re: OS verdampfen statt beträufeln

Beitragvon Immenfreund » 22. Dezember 2015, 09:48

schreibt ihr den Ort der Behandlung dann ins Behandlungsbuch rein?
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

Bienenstand auf 300 m.ü.d.M. Hanglage in Streuobstwiese am Waldrand

http://immenfreund.wordpress.com

nur noch in http://dreilichs.de/if/ aktiv
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Re: OS verdampfen statt beträufeln

Beitragvon Joachim » 22. Dezember 2015, 10:03

Immenfreund hat geschrieben:schreibt ihr den Ort der Behandlung dann ins Behandlungsbuch rein?


Natürlich - eine Träufelung, und findet diese auch "trocken" statt muss ins Bestandsbuch eingetragen werden ...
Viele Grüße
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Re: OS verdampfen statt beträufeln

Beitragvon summserum » 22. Dezember 2015, 14:35

Hallo Dampfers,

hat jemand Erfahrungswerte bezüglich Blockbedampfung von Völkern mit Brut.

Ich beabsichtige statt der OS-Träufelung eine Blockbedampfung im Teelichtverfahren durchzuführen.
Möglichst ohne die Brut vorher zu zerstören.

Wie oft, in welchem Abstand. (Evtl. auch per PN)

Besten Dank im Voraus!

Viele Grüße
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Re: OS verdampfen statt beträufeln

Beitragvon FranzBurnens » 22. Dezember 2015, 15:59

summserum hat geschrieben:Blockbedampfung von Völkern mit Brut.

im Teelichtverfahren

Liebig hat diese Methode im vergangenen Winter mehrfach als ultima ratio vorgeschlagen. Seitdem hat er sich (offenbar) nicht mehr dazu geäußert. Vermutlich mit Gründen ...

=> Trotzdem!- oder Gerade-deshalb!-Vetreter sollten zur Sicherheit das Verfahren in Kombination mit Bienen-Sauna wählen. :vr:
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Re: OS verdampfen statt beträufeln

Beitragvon Joachim » 22. Dezember 2015, 17:36

FranzBurnens hat geschrieben:=> Trotzdem!- oder Gerade-deshalb!-Vetreter sollten zur Sicherheit das Verfahren in Kombination mit Bienen-Sauna wählen. :vr:


Was willst denn mit dem Fleischkäsbräter? Das Ding bringt rein überhaupt nichts. Die angeforderten Ergebisse bleibt der Erfinder/Produzent/Hersteller noch immer schuldig. Bei öffentlichen Veranstaltungen weicht der Verkäufer gekonnt den gezielt gestellten Fragen aus ... :black: aus dem Grund ... kein Grill, und lieber alt bewährte, erprobte und wie immer auch wissenschaftlich belegte Methoden einsetzen.

@summserum
Eine trockene Träufelung geht recht einfach - man muss dabei einen kompletten Brutzyklus abdecken. Eine so gewählte Methode kann mehrfach ohne Schäden für die behandelten Völker gestzt werden. Es gilt dabei halt ein paar wichtige Dinge einzuhalten
-Wirkt nicht in Brut!
-Einsatz bei kühler Temperatur; die Luftfeuchtigkeit spielt mit eine entscheidenden Rolle
-Wirksamkeit der OS maximal 12 Stunden; der Milbenfall setzt sofort ein.
-Dosierung mindestens 2.5gr pro Sublimation
-kann nach mehrfacher Testung einiger namhafter Bieneninstitute bis zu 5x wirksam eingesetzt werden. Alles weiteren Behandlungen darüber bringt nichts mehr
somit kann ein kompetter Brutzyklus abgedeckt werden - ergo - das Problem "mit der Brut" ist erschalagen.
-Anwenderschutz ist Pflicht!

Diese Maßnahme so, ist auf jeden Fall besser als das zerstören/auschneiden/aufkratzen von Brut nur um "Brutfreiheit" zu erlagen ....

Viel Erfolg bei der trockenen Träufelung
Viele Grüße
Joachim
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Re: OS verdampfen statt beträufeln

Beitragvon Simon » 25. Dezember 2015, 18:24

Träufeln, verdampfen oder doch belaufen lassen?
https://www.youtube.com/watch?v=rAg_rV1aFRE
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: OS verdampfen statt beträufeln

Beitragvon Thomas1950 » 25. Dezember 2015, 23:02

Simon hat geschrieben:Träufeln, verdampfen oder doch belaufen lassen?
https://www.youtube.com/watch?v=rAg_rV1aFRE


Hallo,
sehe ich das richtig, dass die Bienen die Oxalsäure mit den Füßen verteilen sollen?
Wie wird sie dabei auf die Milben übertragen? :hmm:

Gruss
Thomas1950
 
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Re: OS verdampfen statt beträufeln

Beitragvon Simon » 26. Dezember 2015, 08:45

Hallo Thomas,
die Oxalsäure wird von den Bienen verschleppt, vermutlich zuerst mit den Füßchen aufgenommen wandert der Wirkstoff innerhalb der Traube, sehr langsam und je nach Bedingungen nur unterschwellig wirksam, Oxalsäure wirkt nur unter feuchten Bedingungen. Es gibt auch nach 10 Jahren "belaufen lassen" immer noch Fragestellungen, welches Material, welche Dosis, welche Lösungsvermittler? Ich bin aktuell vorsichtig optimistisch, wer genau hinschaut sieht es am weißen Küchenpapier was nach unten abrieselt. Nächstes Jahr gibt es dazu sicher mehr Informationen.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: OS verdampfen statt beträufeln

Beitragvon MiAbeja » 27. Dezember 2015, 15:52

Ich habe leider hohe Varoa-Fallraten trotz Brutfreiheit. Daher habe ich vor 4 Tagen mit Milchsäure behandelt.
1-2 Tage fielen mehr Milben, aber irgend wie hat die Behandlung nur mäßig gewirkt (war windig und ich hatte auch das Gefühl, das ich es nicht gut gemacht habe).

Jetzt plötzlich sagt der Wetterbericht für übermorgen Temperaturen von 2-4 Grad voraus. Erstmalig in diesem Jahr könnte ich endlich mit Oxalsäure behandeln (war bisher nie möglich, wohne in der Nähe von Köln --> mildes Klima).
Nun frage ich mich, ob ich meine schon vor wenigen Wochen extra angeschaffte Oxalsäure doch noch träufeln kann. Ich weiß nicht, ob ich nach nur 5-6 Tage nach der Milchsäure die Völker schon wieder mit Oxalsäure behandeln darf.
Bitte: Kann mir hierzu jemand einen Rat geben. Die beiden betroffenen Völker sind wohl brutfrei (jedenfalls sah ich keine verdeckelte Brut; gestern hatten wir 15 Grad und es war Flugbetrieb wie im Frühling, inkl. Pollensammlerinnen).
MiAbeja
 
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Re: OS verdampfen statt beträufeln

Beitragvon Boettger » 27. Dezember 2015, 22:55

Für die Rest-entmilbung im Winter ist standardmäßig in Deutschland entweder eine Träufelbehandlung mit Oxalsäure oder eine Behandlung mit Milchsäure vorgesehen. Bei der MS-Behandlung werden alle Waben gezogen und möglichst alle Bienen mit feinen MS-Tröpfchen besprüht (was kann man da "nicht so gut" machen?) 4-7 Tage später wird die Prozedur mit MS wiederholt.
Wenn Deine Völker brutfrei sind, gibt es keinen Grund sich Sorgen zu machen. Die Wirksamkeit der MS-Behandlung liegt (glaube ich) bei ca. 95-98% und zwar unabhängig davon wie viele Milben im Volk sind.
Ich bin kein Freund von Experimenten bei der Varroabehandlung - schon gleich nicht von Anfängern. Ich würde mich an Deiner Stelle also an das begonnene Verfahren halten und gut ist. Eine Ox-Behandlung nach einer MS-Behandlung wird nirgends ernsthaft empfohlen.
Ist aber eigentlich alles off topic hier - gelle :D

PS: Wer die Stiche bei einer MS-Behandlung um diese Jahreszeit nicht in Kauf nehmen will, schützt sich halt mit entsprechender Schutzkleidung...

mfg
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Re: OS verdampfen statt beträufeln

Beitragvon Claus » 30. Dezember 2015, 22:03

Ich besitze einen Ultraschall Vernebler aus der Lüftungstechnik.
Eigentlich müßte sich damit die Oxalsäurelösung in ein feines Aerosol umwandeln lassen.
Im Gegensatz zum Verdampfen liegt dann ein "Naßdampf" vor.
Da sich nur die Aplikation der Oxalsäurelösung ändert dürfte einem Versuch nichts im Wege stehen.
Ich werde berichten
Gruß
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Re: OS verdampfen statt beträufeln

Beitragvon Simon » 30. Dezember 2015, 22:08

Hallo Claus,
die Ultraschallvernebelung wurde vom Schweizer Institut in Liebefeld getestet, der Aufwand und die Anfälligkeit der Geräte ist enorm, die Wirkung und Verträglichkeit unterscheidet sich nicht von den herkömmlichen Verfahren.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: OS verdampfen statt beträufeln

Beitragvon Claus » 30. Dezember 2015, 22:30

Hallo Simon,
Danke für den Link.
Gruß
Claus
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Re: OS verdampfen statt beträufeln

Beitragvon summserum » 19. Januar 2016, 17:45

Hallo,

habe heute im Nachbarforum einen interessanten Link gefunden.

http://imkervereinkirchhoven.de/?p=546

Man beachte insbesondere den Unterschied zwischen "Arzneimittel" und "Kosmetik".

Viele Grüße
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Re: OS verdampfen statt beträufeln

Beitragvon Simon » 19. Januar 2016, 18:33

Ich würde mich mit dieser einfallsreichen Einstufung nicht zufrieden geben. Vielleicht kommt jemand auf die Idee die Kontaminantenverordnung zu zücken, da wirds dann ganz komisch bei entsprechender Auslegung.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: OS verdampfen statt beträufeln

Beitragvon summserum » 19. Januar 2016, 19:35

Simon hat geschrieben:Ich würde mich mit dieser einfallsreichen Einstufung nicht zufrieden geben. Vielleicht kommt jemand auf die Idee die Kontaminantenverordnung zu zücken, da wirds dann ganz komisch bei entsprechender Auslegung.


Die Kontaminantenverordnung und die Gesetze zur Lebensmittelsicherheit basieren doch alle auf europäischem Recht und müssten damit mindestens auch für z. B. Österreich gelten, bzw. die dortigen Vorschriften müssten mit den europäischen Vorschriften abgeglichen sein.

Ich berufe mich nicht auf die Sichtweise aus dem Link, finde diese aber doch interessant.

Viele Grüße
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon FranzBurnens » 22. Dezember 2016, 17:52

Markus75 hat geschrieben: frisch geschlüpfte Milben benötigen erstmal ein paar Tage um sich auf einer Biene voll zu saugen = Reifefraß.

Varroa entwickelt sich in der verdeckelten Bienenbrut-Zelle zum geschlechtsreifen Wesen. Dort spielt sich auch ihr munteres "Treiben" ab. D.h. sie sind bereits erwachsen und befruchtet, wenn die schlüpfende Biene den Deckel aufbricht.
Ein "Reifefraß" auf ausgewachsenen Bienen ist gar nicht erforderlich. Die können sich gleich zur nächsten Stelle transportieren lassen, wo verdeckelungsbereite Zellen vorhanden sind.
Wenn die Milben alle erstmal tagelang außerhalb der Zellen herum kaspern müssten, würde man die Parasiten ja viel häufiger auf Bienen beobachten können. Sieht man viele Bienen mit Huckepack-Varroen, ist das Volk aber i.d.R. schon recht stark befallen.
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon Simon » 22. Dezember 2016, 20:11

FranzBurnens hat geschrieben:Wenn die Milben alle erstmal tagelang außerhalb der Zellen herum kaspern müssten, würde man die Parasiten ja viel häufiger auf Bienen beobachten können.
Du erzählst Dinge die ein geschlossenes Varroakonzept sprengen. Was machen nun die 3tages-Block-Oxalisten wenn Milben frühreif und unkompliziert kontrazeptivfreies Spiel treiben?
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon FranzBurnens » 22. Dezember 2016, 20:18

Die brauchen wie alle Jäger zähe Geduld und eine tüchtige Portion Waidmannsheil ... :bigrin:
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon Simon » 22. Dezember 2016, 20:22

Und ganz viel Blei.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon FranzBurnens » 22. Dezember 2016, 20:46

Noch 'ne Umstellung:

Rotgrün hat nahezu flächendeckend bleifreie Munition durchgesetzt.
Die Patronen bestehen nämlich jetzt aus hochverdichtetem Oxalsäuredihydrat. ;)

(Letzteres: kleiner Scherz meinerseits - um einen geschätzten User dieses Forums nachzuäffen.)


Ach übrigens:
"Der Reifungsfraß oder Reifefraß ist eine spezifische Nahrungsaufnahme verschiedener Insekten nach Beginn des Imaginalstadiums, die zur Ausreifung der Gonaden benötigt wird. Gleichzeitig wird der Begriff für die Zeitspanne verwendet, in der diese zur Erreichung der Geschlechtsreife notwendige Nahrungsaufnahme stattfindet." (Wikipedia) - Ist also lang schon gegessen, wenn Varroa das Licht bzw. die Dunkelheit des Bienenstocks erblickt.
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon 14301 » 22. Dezember 2016, 22:44

FranzBurnens hat geschrieben:Noch 'ne Umstellung:
..........................
"Der Reifungsfraß oder Reifefraß ist eine spezifische Nahrungsaufnahme verschiedener Insekten nach Beginn des Imaginalstadiums, die zur Ausreifung der Gonaden benötigt wird. Gleichzeitig wird der Begriff für die Zeitspanne verwendet, in der diese zur Erreichung der Geschlechtsreife notwendige Nahrungsaufnahme stattfindet." (Wikipedia) - Ist also lang schon gegessen, wenn Varroa das Licht bzw. die Dunkelheit des Bienenstocks erblickt.


https://edoc.ub.uni-muenchen.de/12025/1 ... Verena.pdf

Seite 8 ganz unten

"...... In der phoretischen Phase wird die Milbe durch adulte Bienen von Wabe zu Wabe getragen. Bis sich die Milbe in einer Wabenzelle niederlässt und diese Phase beendet, können ein bis 20 Tage vergehen (Fuchs 1992). ....."
Viele Grüße, 14301
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon 14301 » 22. Dezember 2016, 22:54

FranzBurnens hat geschrieben:Noch 'ne Umstellung:

Rotgrün hat nahezu flächendeckend bleifreie Munition durchgesetzt.


Die Sinnhaftigkeit dieser Aktion ist vergleichbar mit der Vorschrift nur noch AS 60% einzusetzen.
Viele Grüße, 14301
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon Markus75 » 23. Dezember 2016, 09:13

FranzBurnens hat geschrieben:
Markus75 hat geschrieben: frisch geschlüpfte Milben benötigen erstmal ein paar Tage um sich auf einer Biene voll zu saugen = Reifefraß.

Varroa entwickelt sich in der verdeckelten Bienenbrut-Zelle zum geschlechtsreifen Wesen. Dort spielt sich auch ihr munteres "Treiben" ab. D.h. sie sind bereits erwachsen und befruchtet, wenn die schlüpfende Biene den Deckel aufbricht.
Ein "Reifefraß" auf ausgewachsenen Bienen ist gar nicht erforderlich. Die können sich gleich zur nächsten Stelle transportieren lassen, wo verdeckelungsbereite Zellen vorhanden sind.
Wenn die Milben alle erstmal tagelang außerhalb der Zellen herum kaspern müssten, würde man die Parasiten ja viel häufiger auf Bienen beobachten können. Sieht man viele Bienen mit Huckepack-Varroen, ist das Volk aber i.d.R. schon recht stark befallen.


Theoretisch liegst du da vollkommen richtig. Da die Wissenschaft vermutlich noch nicht ganz so weit ist um sich 1 und 1 zusammen zählen zu können, wird dies wohl so benannt.
Richtig wäre jedoch , auch bei der Varroa kommt ein komplexes Verhalten zu Tage, welches durch "Gerüche/Pheromone" gesteuert wird.

Ich erklär es mal einfach so wie ich es verstehe und beobachtet habe, die Muttermilbe verschwindet normal direkt nach dem Schlupf der befallenen Jungbiene in die nächste vor der Verdeckelung stehende Zelle. Würden nun die Tochtermilben das selbe tun, wäre die Varroa ja potentiell gefährdet und könnte bei einem Unglück oder Abschwärmen verloren sein. Also Mutter und Folgegeneration wären zeitgleich in der Zelle festgesetzt und es käme zu keinem Fortbestehen dieser "Linie". Zudem wäre eine Mehrfachparasitierung und Überparasitierung von zuvielen Larven möglich und würde auch zu einer Gefahr führen -entweder keine Vermehrung in der Zelle bzw. Überbelegung oder Zusammenbruch des Volkes.
Nach meinen Beobachtungen hat es eher was mit der Brut/Brutnestgröße, zu/abnehmender Brutmenge etc. zu tun. Dadurch erfolgt bei der Varroa eine "Steuerung" die sie dazu veranlasst, kürzer oder länger auf den Bienen zu verbleiben bevor sie wieder in eine Zelle verschwindet.

Wollte hier zu dem Thema nicht so weit ausholen und hab es daher einfach als Reifefraß bezeichnet, wie es für den Normalimker gängig ist ;)

Die Huckepack-Varroen sind ja meist wieder nur die Spitze des Eisberges, was man sieht zeigt nur einen Bruchteil, jedoch wenn man diesen erstmal sieht ist es drunter schon kurz vor Ende.

Simon hat geschrieben:
FranzBurnens hat geschrieben:Wenn die Milben alle erstmal tagelang außerhalb der Zellen herum kaspern müssten, würde man die Parasiten ja viel häufiger auf Bienen beobachten können.
Du erzählst Dinge die ein geschlossenes Varroakonzept sprengen. Was machen nun die 3tages-Block-Oxalisten wenn Milben frühreif und unkompliziert kontrazeptivfreies Spiel treiben?


Auch Einflüsse wie z.B. Bedampfen können hier ein schnelleres in die Zelle verschwinden verursachen, dadurch wird dann die Bedampfung leider etwas wirkungsloser und von den angegebenen bis zu 7 Tagen Wirksamkeit der Bedampfung hab ich leider noch nie was bemerkt. Hier gehen meine Beobachtungen eher zu 2 bis max. 3 Tagen, weshalb eine Blockbedampfung eher erst ab 5-7 Bedampfungen einen wirklichen erfolg zeigt (während Brut vorhanden ist).

Hierzu hatte ich ja schon mal geschrieben, dass meine Beobachtungen zur reinen Bedampfung nicht zufriedenstellend sind und erst eine Kombination mit Alkohol einen brauchbaren Erfolg zeigte. Die Alkoholdämpfe betäuben dabei die Varroen direkt, so dass sie von den Bienen fallen und keine Chance haben sich durch Abtauchen in eine Zelle zu retten. Vergleichsbedampfungen mit und ohne Alkoholzusatz ergeben hier signifikante Unterschiede die mir gezeigt hatten, dass unter Verwendung von Alkohol bis zu 100% mehr Varroen fallen. In Zahlen waren dies nur mit OS Dampf im Mittel 300 Varroen innerhalb von 3 Tagen und mit Alkohol 600 nach einem Tag. Summiert ergab sich über die Behandlungszeit und die am 25.11. erfolgte Restentlausung eine gleich starke Varroabelastung in beiden Kontrollgruppen, jedochzeigten die mit Alkoholbedampften nun eine geringere Varrroenbelastung.
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Re: Varroa-Killer-Sound

Beitragvon Nils » 23. Dezember 2016, 10:28

Hallo Markus,

Wieviel Alkohol gibst du da dazu?
Und was macht das dann mit den Bienen?

Danke!

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