Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Rückstandsfreies Imkern mit organischen Säuren
Forumsregeln
Jeder Imker beachtet die gültigen Bestimmungen zur Varroabekämpfung und wendet die in seinem Land zugelassenen Behandlungsmittel an.

Völkerverluste in Prozent seit der Einfütterung

Umfrage endete am 31. Dezember 2014, 21:55

0%
252
56%
bis 5%
44
10%
bis 10%
33
7%
bis 25%
45
10%
bis 50%
35
8%
bis 75%
18
4%
100%
25
6%
 
Abstimmungen insgesamt : 452

Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon YoYo » 10. Dezember 2014, 18:43

@ Sauzahn
Na ich weiß nicht ob das 13 Imker mit 100 % Verlusten sind, vielleicht sind es auch 13 mal 80 % Verlust. Weil es wohl "bis 100 %" heißen müsste, sonst wären ja 76% bis 99% gar nicht abgefragt worden.

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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon YoYo » 10. Dezember 2014, 18:54

Plonsi hat geschrieben:Naja nach deiner "Definition" habe ich ein Volk "verloren" da ich die anderen vor dem auffütern (beides Ableger) vereinigt habe... egal ich mache ein Kompromiss und je mehr leute an der Umfrage Teilnehmen desto genauer und aussagekräftiger wird sie auch wenn einige evt "falsche" angaben dabei sind.


Das Design der Umfrage hat so einige Haken drin, dass eine wirkliche Auswertung eh nicht möglich ist.
Dafür kann man zum Beispiel die "bis 5%" Imkereien zuordnen, die mindestens 20 Völker haben müssen und bei den "bis 10%" müssen es mindestens 10 Völker sein. Da die deutsche Durchschnittsimkerei glaub um die 6 bis 7 Völker hat, spielen diese eher kleinen Imkereien in der Gewichtung bei den höheren Verlusten eine größere Rolle. Das heißt, da sind vermutlich weniger größere Imkereien drin, als ihrem Anteil an der Gesamtzahl entspricht.

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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon waldimker » 10. Dezember 2014, 20:33

Alles recht spitzfindig, man sollte es gelernten Statistikern überlassen, die können ALLES aus jedwedem Datensatz herausfinden, wenn es nur bezahlt wird.

Ich denke, das wird genau genug.

Wenn ich schwache Völker VOR der Einfütterung vereinige dann reagiere ich auf das Geschehen. Bei uns war heftige Waldtracht, das hat vielen hier die Hälfte der Jungvölker gekostet, weil die sich nicht mehr richtig entwickelt haben.
Ich denke, die Umfrage würde aussagekräftig, wenn NACH dem Einfüttern Völker, die in der Volksstärke (z.B. Anfang August) überwinterungsfähig erschienen, eingehen, angegben werden. Egal, ob es abgewogene kunstschwärme oder pi mal auge zusammengeschmissene Jungvölker oder gediegene, weil den Sommer über arbeitslose, Altvölker sind. DA würd ich 100% zählen. Und DANN die Verluste. So hats Simon meines Erachtens formuliert.
Stimmt das so, Simon?

vlg

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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon Simon » 10. Dezember 2014, 21:22

Die Lücken in der Umfrage befinden sich für betroffene Imker in einem schmerzlichen Bereich, ob nun 75, 80 oder 100% des Bestandes betroffen sind, es sind außergewöhnliche Verluste entstanden, ich finde die Ehrlichkeit sich hier dennoch einzureihen sehr gut. Eine feinere Beurteilung gelingt über mehr Information, ohne Größe des Bestandes können die Werte nicht gewichtet werden, es ist eine kleine Umfrage mit Boardmitteln und das Ergebnis kann sich sehen lassen, danke für die Teilnahme soweit!
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon Hochleistungsbiene » 10. Dezember 2014, 22:02

Sollte das Ergebnis bei der Teilnehmerzahl nicht schon näher an einer Normalverteilung liegen...???

EDIT: Denkfehler...! :oops: Man müsste ja die Optionen bis 25% zusammenfassen.... Dann kommt es schon eher hin... (8;)
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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon waldimker » 10. Dezember 2014, 22:04

tut es doch.
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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon FranzBurnens » 11. Dezember 2014, 08:13

waldimker hat geschrieben: Bei uns war heftige Waldtracht, das hat vielen hier die Hälfte der Jungvölker gekostet, weil die sich nicht mehr richtig entwickelt haben.


Hallo Waldimker,
Waldtracht schlecht für Jungvölker? Gibt's darüber irgendwo was zu lesen oder könntest du die Zusammenhänge kurz erläutern? Wusste bislang nur, dass Läusehonig nicht zu Winterfutter taugen soll.

Gruß aus dem Flachland
FranzBurnens
 
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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon waldimker » 11. Dezember 2014, 09:19

Du, das ist das "was man so hört".
Ich hab keine große Wahl. Evtl. würde ich im kommenden Jahr die Jungvölker in die Sonnenblume stellen, wenns nötig scheint.
Simon meinte, die völker verringern ihren brutumfang.
Ich habe von meinen Jungvölken Honig geerntet....und im Spätsommer standen sie schwach da.

Dass sich die Jungvölker hier in unserer Gegend schlecht entwickelt haben (erst dachte ich, ich hätte gemurkst), haben alle Imker, mit denen ich darüber sprach, gesagt.

mehr weiß ich auch nicht.

was wohl fakt zu sein scheint (stammt von Liebig): Völker hören auf, Drohenbau zu errichten, wenn der Wald honigt.

vlg

aus dem wieder grünen Wald
Zuletzt geändert von waldimker am 11. Dezember 2014, 11:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon YoYo » 11. Dezember 2014, 10:03

Simon hat geschrieben:Die Lücken in der Umfrage befinden sich für betroffene Imker in einem schmerzlichen Bereich, ob nun 75, 80 oder 100% des Bestandes betroffen sind, es sind außergewöhnliche Verluste entstanden, ich finde die Ehrlichkeit sich hier dennoch einzureihen sehr gut. Eine feinere Beurteilung gelingt über mehr Information, ohne Größe des Bestandes können die Werte nicht gewichtet werden, es ist eine kleine Umfrage mit Boardmitteln und das Ergebnis kann sich sehen lassen, danke für die Teilnahme soweit!


Das Design der Umfrage ist so angelegt, dass die Verluste eher als zu hoch, denn als zu niedrig erscheinen. Ich behaupte nicht, dass du das beabsichtigt hast. 80% Verluste sind zwar hoch, aber doch keine 100 %. Wenn jemand 9 Völker hat und eines verlor, dann landet er bei bis zu 25% Verlust, auch wenn es nur 11,1% sind.
Ich lese im Moment aus der Umfrage heraus, dass 74% der Imkereien noch in einem guten Bereich von unter 10% Verlust liegen. Berücksichtigt man noch, dass Imkereien mit weniger als 10 Völkern und 1 Volk Verlust, sofort bei "bis zu 25%" Verlust einsteigen müssen, dann dürfte ersichtlich sein, dass ein guter Teil der Gruppe "bis 25%" auch noch nahe der 10% liegen wird.
Durch ein anderes Design sind solche Verzerrungen auch mit Bordmitteln zu verhindern.

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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon YoYo » 11. Dezember 2014, 10:29

FranzBurnens hat geschrieben:Waldtracht schlecht für Jungvölker? Gibt's darüber irgendwo was zu lesen oder könntest du die Zusammenhänge kurz erläutern?


Bei der Tannentracht vernachlässigen die Völker die Brutpflege, gehen ganz in den Sammelmodus. Das Zusammenspiel von weniger Brüten und hohem Bienenabgang durch das intensive Sammeln hat zur Folge, dass die Völker schnell schrumpfen. Das ist natürlich bei Jungvölkern, die ja erst noch auf gute Überwinterungsstärke gebracht werden sollen, katastrophal.
Pfefferle nannte die Jungvölker die Rennpferde für die nächste Saison, und er hat davor gewarnt sie in eine Tannentracht zu bringen, weil sie dann im nächsten Jahr nicht mehr zu gebrauchen sind. Er hat die Jungvölker auf eine Jungvolkstation verbracht, die außerhalb der Tannentrachgebiete lag. Die Altvölker verheizt man in der Tannentracht, indem man sie laufend bei nachlassender Volksstärke vereinigt und so die optimale Sammelstärke erhält.

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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon waldimker » 11. Dezember 2014, 11:20

Praktisch alle Imker hier bei uns lassen ihre Jungvölker "im Wald". Scheint manches Jahr auch gut zu gehen. Berufsimkerliche Stärke werden vermutlich die wenigsten erreichen.
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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon Simon » 24. Dezember 2014, 21:53

Weil das Germanen Imkerforum.de kein Impuls für eine Umfrage bekommt bringt es ein einfacher Imker: http://www.imkerei-merkens.de/forumsumf ... rforum-de/
Mitmachen, teilhaben, hoffentlich kommt die Umfrage wie hier auf knapp 400 Teilnehmer.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon Simon » 1. Januar 2015, 11:42

verluste.jpg
verluste.jpg (19.84 KiB) 13681-mal betrachtet

Die Umfrage ist "durch", 452 Imker haben sich beteiligt, eine gute Datenbasis um einen Überblick und Vergleich zu bekommen. Die absolute Mehrheit, 56% der Teilnehmer, hatte keine Verluste angegeben. Dieser Erhebung fehlen selbstverständlich wichtige Daten für eine Verknüpfung und Analyse der Ursachen. Werden Völkerverluste über 25% als bedenklich und inakzeptabel angesehen, so liegen 28% über dieser Schwelle und sind von größeren Verlusten betroffen. Eine weitere Klärung über die Varroabehandlung, Standort und die Völkerführung wäre hier hilfreich.
Leider erfasst die Umfrage nur prozentual verlorene Völker, die hohe Anzahl der "Null-Verluste" muss man besonders gewichten, bei kleinerem Bestand wirkt sich ein Verlust sehr stark aus, es ist alles oder nichts möglich, dieser Zusammenhang wird deutlich: http://www.immelieb.de/?p=591
Die Ergebnisse decken sich überwiegend, ca. 60% der Imker haben keine Probleme mit Verlusten. Der Winter ist allerdings noch nicht vorbei, der Zeitraum beschränkte sich bei dieser Umfrage um Verluste von der Einwinterung bis zum 31.12., die Verlustquote wird sicher noch nach oben korrigiert nach der Begutachtung der Völker im Februar/März.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon YoYo » 1. Januar 2015, 13:01

Simon hat geschrieben: Werden Völkerverluste über 25% als bedenklich und inakzeptabel angesehen, so liegen 28% über dieser Schwelle und sind von größeren Verlusten betroffen.


Wenn 28% der Imker schon vor Januar Völkerverluste in einem inakzeptablen Bereich haben, dann läuft nicht nur bei diesen Imkern etwas schief, sondern dann ist das Problem auch in den Behandlungskonzepten zu suchen, so wie sie von den Wissenschaftlern der Praxis empfohlen werden. Zum richtigen Zeitpunkt das richtige tun! Ich glaube fast jeder Imker hat das Rüstzeug seine Völker so zu führen, dass die Varroa kein existenzielles Problem für die Völker darstellen muss.
Warum klappte das 2014 bei wenigstens 28% der Imker nicht?
Dass bei 28% der Imker das Varroawetter keine vernünftige Behandlung zugelassen hat, glaube ich nicht. Was glaubt Ihr? Und bitte keine Diskussion wegen PSM, das geben die 28% bei bestem Willen nicht her.

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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon ImkerHönig » 1. Januar 2015, 20:44

0 Verluste, grüße von Imkertv
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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon Bienefix » 1. Januar 2015, 22:31

Hallo YoYo,
ich bin zwar immer noch bei den 56%, habe jetzt aber bei der Restentmilbung gesehen, dass 3 Völker viel zu klein sind und es vermutlich nicht überleben werden.
Dafür gebe ich mir ganz allein die Schuld, da ich definitiv zu lange mit der Sommerbehandlung gewartet habe.
Ich habe immer auf besseres Wetter gewartet, anstatt einfach rechtzeitig tätig zu werden.
Ich glaube, dass durch die späten AS-Behandlungen (August und September) meine Bienen in der Aufzucht ihrer Winterbienen zu sehr gestört wurden. Deshalb auch jetzt die zu geringe Volksstärke.
Außerdem war die Varroabelastung bei einigen Völkern sehr hoch, so dass noch eine 3. Behandlung nötig war.
Dieses Jahr werde ich auf jeden Fall spätestens im Juli und August behandeln, notfalls mit TuB im Juli.
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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon Plonsi » 1. Januar 2015, 23:39

YoYo hat geschrieben:
Simon hat geschrieben: Werden Völkerverluste über 25% als bedenklich und inakzeptabel angesehen, so liegen 28% über dieser Schwelle und sind von größeren Verlusten betroffen.


Wenn 28% der Imker schon vor Januar Völkerverluste in einem inakzeptablen Bereich haben, dann läuft nicht nur bei diesen Imkern etwas schief, sondern dann ist das Problem auch in den Behandlungskonzepten zu suchen, so wie sie von den Wissenschaftlern der Praxis empfohlen werden. Zum richtigen Zeitpunkt das richtige tun! Ich glaube fast jeder Imker hat das Rüstzeug seine Völker so zu führen, dass die Varroa kein existenzielles Problem für die Völker darstellen muss.
Warum klappte das 2014 bei wenigstens 28% der Imker nicht?
Dass bei 28% der Imker das Varroawetter keine vernünftige Behandlung zugelassen hat, glaube ich nicht. Was glaubt Ihr? Und bitte keine Diskussion wegen PSM, das geben die 28% bei bestem Willen nicht her.

YoYo


PSM geben das bestimmt in manchen gebieten her, aber mit sicherheit nicht um diese Jahreszeit...
Ich denke auf der einen Seite ist das Problem, dass es viele hobby Imker gibt mit ~3 Völkern, geht da eins ein hat man >30% verluste.
Das andere ist, da sind wir jetzt schon zu zweit (Bienefix und ich) das zu späte behandeln. Mich überrascht immer wieder wie schnell es nicht mehr Juli sonder naher September ist :? In meinem neuen Kalender ist der Juli schon gut gekennzeichnet das ich rechtzeitig abernte und auffütere egal obs Wetter nicht 100% ist ob noch 5 Kg Honig reinkommen oder sonstwas. Ich habe zwar nur 2 Völker vereinigt und nicht >25 verloren aber nur eine Hälfte meiner Völker strotzt vor Binenmasse...

Lg Stefan
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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon Sauzahn » 2. Januar 2015, 11:24

Plonsi hat geschrieben:Mich überrascht immer wieder wie schnell es nicht mehr Juli sonder naher September ist :? In meinem neuen Kalender ist der Juli schon gut gekennzeichnet das ich rechtzeitig abernte und auffütere egal obs Wetter nicht 100% ist ob noch 5 Kg Honig reinkommen oder sonstwas.

Dieses Gefühl kenne ich auch, ab etwa Mitte Juli rennt die Zeit.

Aber was, wenn es nicht darum geht, ob ein paar kg mehr in den Waben sind, sondern dass der Honig dort überhaupt vernünftig trocken wird? Dies dauerte z. B. bei mir wieder bis Ende Juli und schon steckt man im Dilemma.
Der August folgte mit kühlem und regnerischem Wetter, erst der September brachte wieder Temperaturen, die an eine erfolgreiche AS-Behandlung denken ließen - für Wirtschaftsvölker eigentlich zu spät. Das Wetter ist eines der entscheidenden Kriterien bei der Behandlung mit organischen Säuren und wenn es nicht mitspielt, macht man als Imker dicke Backen.
Leute, die mitten im Job stehen, müssen auch noch sehen, dass sie Hobby, Broterwerb und Familienleben koordiniert kriegen. Da kann es schnell mal passieren, dass das Zeitfenster für die optimale Behandlung verpasst wird.

Als Imker kann ich nicht mehr machen, als das Wetter zu nehmen wie es ist, aber ggf. meine Behandlungsmethoden darauf anpassen. Wenn mir Ameisensäure zu unsicher ist, wende ich eben Verfahren an, die auf Brutentnahme bzw. Brutfreiwerden der Völker basieren und kann OS oder MS verwenden. Dies ist zwar mehr Arbeit, als "nur" einen Verdunster in eine Zarge zu stellen, aber allein die Tatsache, dass ich trotz Allem mit Lebewesen hantiere, rechtfertigt einen gewissen Aufwand. Nicht zuletzt kostet jedes eingegangene Volk unterm Strich bares Geld.

Und dem Anschein nach war 2014 ein eher spezielles Jahr, denn die Völkerverluste, die über den Newsletter Bienen@Imkerei erhoben wurden, liegen teilweise enorm über denen des Vorjahres. Hier vergleichen: 2014 vs 2011-2013 (leider sind die Zahlen nicht einheitlich aufbereitet und für 2014 nicht immer nach Bundeländern zusammengefasst - deutlich wird es trotzdem).

Vielleicht kann man für dieses Forum spaßeshalber auch mal eine Umfrage mit einem etwas besseren Tool erstellen, um verlässlichere Ergebnisse zu erhalten. Ich schau mir bei Gelegenheit mal was an...

Viele Grüße
Sauzahn
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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon HaroldBerlin » 2. Januar 2015, 15:39

Sauzahn hat geschrieben:Aber was, wenn es nicht darum geht, ob ein paar kg mehr in den Waben sind, sondern dass der Honig dort überhaupt vernünftig trocken wird? Dies dauerte z. B. bei mir wieder bis Ende Juli und schon steckt man im Dilemma. Der August folgte mit kühlem und regnerischem Wetter, erst der September brachte wieder Temperaturen, die an eine erfolgreiche AS-Behandlung denken ließen - für Wirtschaftsvölker eigentlich zu spät.


Hallo zusammen,

da war es bei mir ähnlich: Nassenheider und die AS ad us vet 60% standen ab Anfang Juni in mehr aus sreichedem Maß zur Verfügung und die Völker zur Linde (Anfang bis Mitte Juli) im Garten, so dass Wege und Zeit an sich ganz komfortabel waren.... Und ich habe am 24. Juli noch schnell nachts zwischen zwei Urlauben den Honig geschleudert, damit ich noch eine Woche früher die AS in die Beuten bekam. Und die Wirkung war in den Altvölkern einfach zu schlecht. Insgesamt drei Runden AS gab es daher, und der Milbenfall bei den Völkern aus dem Vorjahr ist bis Dezember immer noch erschreckend hoch. Da wird die Jahresabschlussbahndlung auch nicht mehr alles rausreissen können, wenn diese Vöker über den WInter kommen, haben sie dann gleich im Frühjahr mit einer gewaltigen Milbenlast zu kämpfen.
Der eingefangene Schwarm und die Brutableger dagebne haben ein "akzeptables" Maß an :vr: ...
Noch hier? Wir sind doch alle da: http://dreilichs.de/if/
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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon Hochleistungsbiene » 2. Januar 2015, 17:24

Würdest Du bitte etwas mehr zu der Behandlung mit dem Nassenheider schreiben.
Finde ich sehr interessant, das der ja angeblich noch deutlich niedrigere Temperaturen abkönnen soll... :?

Welcher Nassenheider war das? Der Pro?

Hast Du bei allen drei Behandlungen den Nassenheider eingesetzt?
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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon Angie » 2. Januar 2015, 17:35

Sauzahn hat geschrieben:
Aber was, wenn es nicht darum geht, ob ein paar kg mehr in den Waben sind, sondern dass der Honig dort überhaupt vernünftig trocken wird? Dies dauerte z. B. bei mir wieder bis Ende Juli und schon steckt man im Dilemma....
Das Wetter ist eines der entscheidenden Kriterien bei der Behandlung mit organischen Säuren und wenn es nicht mitspielt, macht man als Imker dicke Backen.....
Leute, die mitten im Job stehen, müssen auch noch sehen, dass sie Hobby, Broterwerb und Familienleben koordiniert kriegen. Da kann es schnell mal passieren, dass das Zeitfenster für die optimale Behandlung verpasst wird.



Ja, da hast Du sicher recht, bei wetterbedingter Unsicherheit einer vernünftigen Behandlung mit Berufs-und Familienverpflichtungen, einschließlich Urlaubsplanungen könnte aber ein Dampfwachsschmelzer zur Brutentnahme helfen.
Der kann wetterunabhängig, sprich wenn man Zeit dazu hat, schon mal die Milben reduzieren. Der noch nicht geschleuderte Honig kann dann noch etwas trocknen. Ab 3 Völkern aufwärts hilft er auch die jeweils dunkelsten Waben auszuschmelzen, die wetterbedingt auch nicht immer vom Sonnenwachsschmelzer gestemmt werden können.
Natürlich muss man sich aber auch dafür die Zeit nehmen können.
Simon fehlt. RIP
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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon ImkerHönig » 4. Januar 2015, 11:40

Ich korregiere , 30% = 2 Völker
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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon Plonsi » 10. Januar 2015, 18:58

Ich habe dieses jahr mal bei 10 Völkern eine Runde die MAQS verwendet, aus dem Grund das ich so spät war. Es wurde gesagt das diese auch bei schlechterem Wetter eine hohe Wirksamkeit hätte. War soweit auch recht zufrieden (nur eben sehr teuer) kann aber nicht sagen ob es besser war als der LD. Was mir aber aufgefallen ist, dass ich letzten Monat die Zuckerpacks rausholen musste, da diese nicht von den Bienen "entsorgt" worden sind und daher die Wintertraube "zerteilten".
Aber nächstes Jahr muss es einfach im Juli mal klappen mit der AS, also im Juli mir in Arsch treten steht im Kalender L)
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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon waldimker » 10. Januar 2015, 19:29

Heut war an allen Kästen Leben zu verzeichnen. Ein Volk von sieben ist doch recht schwach. Werden wohl einige doppelstöckige Vöker im März werden.
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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon YoYo » 10. Januar 2015, 23:25

Meine Völker sind heute auch alle geflogen bei 16 °C. Schon in den letzten Tagen bei Tauwetter sind einige geflogen und ich habe Wasserholerinnen am Winterportulak gesehen. Spätestens seit heute sind wohl alle Völker wieder in Brut und die Varroavermehrung läuft.

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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon waldimker » 12. Februar 2015, 13:26

Heute bei Sonnenschein die Schneehäufen auf den Kästen beiseite geräumt und die Kästen gewogen. Alles im grünen Bereich. ca. 10 kg Futter bei jedem Volk.
Noch schöner: Alle leben!

Grüße aus dem Wald

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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon Simon » 12. Februar 2015, 17:51

587 588
Mal reingeschnuppert, manche Völker sind schlank in der Besatzung aber mit wenig Totenfall.
Ganz wenige Mutige haben Kostproben an Pollen vom Winterling eingetragen, alle Völker des Standes noch beim Krabbeln.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon myggel » 12. Februar 2015, 21:34

Bei mir krabbelt auch noch alles. :)
Und fliegt auch schon n bissel rum...
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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon Plonsi » 14. Februar 2015, 18:23

@ Simon, ist das für dich nen schwaches Volk oder nen starkes oder was dazwischen auf dem Foto?
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Re: Umfrage Völkerverluste Herbst/Winter 2014

Beitragvon Simon » 14. Februar 2015, 20:47

Schwach ist es nicht, es gehört zur Einteilung zufriedenstellend, zur Kategorie stark gehören noch ein paar Bienen mehr. Starke Völker bringen nicht immer den meisten Honig.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
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